09. Mai 2007 Von diesem Mittwoch an ist auf Handy-TV das Programm der ARD in voller Länge zu sehen. Damit sind beide öffentlich-rechtlichen Sender auf mobilen Endgeräten empfangbar. Das ZDF sendet schon seit dem Start des mobilen Fernsehens im Juni 2006. Auch das Programm der ARD ist kostenlos und unverschlüsselt für Handynutzer zu empfangen. Voraussetzung ist ein entsprechenden Vertrag mit ihrem jeweiligen Anbieter.
Der ARD-Vorsitzende Fritz Raff sagte: Neben dem klassischen Fernsehen zu Hause im Wohnzimmer entwickelt sich eine ortsouveräne, mobile Fernsehnutzung, für die insbesondere die jüngere Generation zunehmend Interesse zeigt. Mobile-TV ist dabei, sich zu einem relevanten Verbreitungsweg zu entwickeln. Deshalb müssen wir auch auf der Plattform von MFD Mobiles Fernsehen Deutschland vertreten sein.
Immer am Ball bleiben
Neben den Öffentlich-Rechtlichen können Nutzer N24, MTV Music und ProSiebenSat.1 Mobile sehen. Schon während der Fußball-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr hätten sich die Handy-Gucker das ARD-Programm gewünscht. Ohne das Erste war damals nur jedes zweite Fußballspiel zu sehen. Nun jedoch kann jeder, der während der Wochenendausflugs nicht auf die Sportschau am Samstag verzichten will, via Handy-TV eine gute Möglichkeit immer am Ball zu bleiben.
Die MFD Mobiles Fernsehen GmbH bietet als erster Dienstleister einen solchen Service an. Watcha ist der entsprechende Dienst, der im DMB-Standard (Digital Multimedia Broadcasting) gesendet wird. Neben diesem Standard wird demnächst DVB-H (Digital Video Broadcasting for Handhelds) eingeführt, eine abgespeckte Version des digitalen terrestrischen Fernsehens (DVB-T). Zur Zeit werden gerade die Lizenzen dafür vergeben. Ein Testbetrieb läuft schon seit einigen Jahren. Auch MFD hat sich um eine Lizenz für diesen Sendebetrieb beworben.
Handy-Fernsehen kann nur auf speziellen Geräten empfangen werden. Zudem bietet nicht jeder Mobilfunkbetreiber einen Vertrag an. Derzeit ist mobiles Fernsehen empfangbar in Berlin, Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Frankfurt/Main, Gelsenkirchen, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, München, Nürnberg, Regensburg, Saarbrücken und Stuttgart. Handy-Nutzer müssen allerdings auch in diesen Städten mit Einschränkungen rechnen. So ist etwa der Empfang in Gebäuden oder im Zug, S- oder U-Bahn nicht immer ausreichend.
Text: @made / FAZ.NET
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