Bambi-Verleihung

Gold für den Mut

Die Bambi-Preisverleihung 2007 begann schleppend, die Lichtspiele auf dem Rhein in Düsseldorf blieben dunkel. Hape Kerkeling sprach holländisch. Für das große Finale sorgte Tom Cruise. Von Oliver Jungen

Lesermeinungen zum Beitrag

11. Dezember 2007 01:20

Lieber Herr Schlierenkämper

A. Malliki (a.malliki)

Tom Cruse ist Schauspieler und wird es doch hoffentlich schaffen, bei einer Preisverleihung sympathisch zu wirken - bei 50 Mill. Gage ist es sogar ein MUSS.

Seine Wort sind nicht spontan, sondern präzise einstudiert - das gehört zu seinem Handwerk.

Ohne Das Theater um den Stauffenberg-Film hätte die Filmgesellschaft wohl eine ganze Menge mehr Geld für Werbung ausgeben müssen. Folglich ist auch die Hysterieblase um Tom Cruse Sektenmitgliedschaft immer eine kostenlose Meldung in sämtlichen Medien bis hin zum Bambi "GOLD" wert.

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04. Dezember 2007 13:14

Gelungener Artikel (an den Herrn Oliver Jungen)

David Schlierenkämper (david-christopher)

Ich finde Ihren Artikel sehr lesenswert.
Ich rege mich momentan nur oft darüber auf, wie sehr der symphatische Tom Cruise von der Presse "plattgemacht" wird. Das wird langsam unfair. Ich war nie ein großer Tom Cruise Fan und habe mit Scientology nichts am Hut. Jedoch finde ich als neutraler Beobachter eine peinliche Übertreibung dieses Themas vor.
Ich wünsche mir, dass Tom Cruise als Schauspieler und Mensch in Deutschland respektiert und anständig behandelt wird. Was sind wir Deutschen doch arrogant...urteilen, kritisieren und lästern gegen Alles und Jeden.

Dabei hat er sich bei seiner Rede so freundlich präsentiert. Er sah wirklich stolz und glücklich aus mit dem Preis in der Hand.

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03. Dezember 2007 11:45

Jackpot

St. Koch (Pensacola)

50 (in Worten - fünzig) Millionen (Gage Tom Cruise) und ein Courage-Bambi für das Spielen eines deutschen Widerstandskämpfers.

Da fehlt mir so ein bisschen das passende Vokabular....
...zum Glück für Herrn Cruise.

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30. November 2007 19:19

Mangelhaftes Selbstbewußtsein

Carlo Sartorius (sartorius2)

Es ist immer überraschend, welche unterschiedliche Sichtweisen in den Leserbriefen der FAZ-Net vertreten werden.
Meiner Meinung müssen die Verantwortlichen der Bambi-Verleihung überdenken, ob es sich in Zukunft nur um ein Gesellschaftsereignis, eine heimliche gesellschaftspolitische Kundgebung oder um eine Preisverleihung handeln soll. Denn Preise sollte man als Würdigung für Erreichtes und nicht als Vorschuss erhalten. Die Laudatio von Herrn Schirrmacher, die in der Vergangenheit verfasst ist, sich aber mit den Ereignissen der Zukunft beschäftigt, geht im Kern fehl. Das Publikum hat den Film noch gar nicht gesehen, der das Bild Deutschlands im Ausland verändert haben soll.
Abgesehen davon zeugt die Auffassung, man sei mit dem Hinweis, es habe auch deutsche Gegner der Nazis gegeben, nicht gehört worden, von einem Mangel an Selbstbewußtsein. Vielleicht hatte man im Ausland schlechte Ohren. Tom Cruise hat kein Problem mit dem Selbstbewußtsein. Davon zeugte seine Rede. Er erwartet dies auch nicht von den Deutschen, was seiner Wiederholung Stauffenbergs letzter Worte "Lang lebe das heilige Deutschland" wohl zu entnehmen ist.

Im Übrigen hat mir Harald S. gefallen, besonders am Flügel. Das war fast zuviel Selbsironie.

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30. November 2007 13:53

Tom Cruise

Jörg F. Troester (Troester2)

Das war eine beeindruckende Rede. Form und Inhalt waren beispielhaft. Die Rede von Cruise könnte vielen der Ausgezeichneten als Vorbild dienen. Da die Preisträger wissen, was auf sie zukommt, wäre es wünschenswert, wenn sie sich auf dieses Ereignis ähnlich gut vorbereiten würden. Auch die Laudatio war dem Ausgezeichneten mehr als würdig.
Jörg F. Troester, Gelnhausen

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30. November 2007 13:48

Bambiblech

Harald Schmidt (Haraldino)

Bislang kaum bedacht: Letztlich wurde die Bambi-Fete größtenteils von der Allgemeinheit finanziert, denn die immensen Aufwendungen setzt der Burda-Konzern doch wohl als Werbungskosten ab und zahlt somit weniger Steuern...
Dass die öffentlich-rechtliche ARD sich von Burda als Reklame-Büttel vereinnahmen lässt, ist ein Skandal, den keine Quote rechtfertigt.
Bleibt noch die Frage, wie es Burdas Mannen geschafft haben, dem von der Fachkritik gnadenlos verrissenen TV-Film DIE FLUCHT, in dem die Gattin mitmimt, den Publikums-Bambi zuzuschanzen...

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30. November 2007 11:44

Gold fuer den Mut

bettina jung-stalmann (jungbet)

Gibt es nicht zu denken, dass ausgerechnet der Scientologe Tom Cruise (oder praeziser: 'so ein Nichtswuerdiger') eine so intelligente und bewegende Rede gehalten hat?
Die hollaendische Dichterlesung eines niederlaendischen Unterhalters war der echte, weil den Zustand der Kultur unserer 'Republik' repraesentierende 'Kontrapunkt' dazu. -
Ich haette gern noch mehr 'episches' ueber Cruise's Kindheit in diesem Zusammenhang erfahren, anstatt mit nichtssagenden Feuilleton Paraphrasen kurzgehalten zu werden.
(Aber der Beitrag war sonst insgesamt gar nicht sooo schlecht :-).

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30. November 2007 09:57

Abschalten war eine gute Antwort............

wolf haupricht (emilgilels)

.............auf diesen Gähn-Langweiler und über 3 Stunden dauernden Selbstdarstellungsprozeß, bei dem inflationsverdächtig beinahe Jedermamm(frau) -Königin Rania u. A. Müller-Stahl- mal ausgenommen- einen Bambi erhielt. Diejenigen, die durch große sowie herausragende Leistungen einen solchen erhalten, müssen sich "deppert" vorgekommen sein.
Wenn ich da an meine GEZ-Gebühren denke!
P.S. T. Cruise schon im vorauseilenden Gehorsam einen Bambi anzudienen, ist ein schlechter Witz. Für kostenlose Werbung pur ist ein Bambi nun wirklich nicht angemessen.

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