Bischof Mixa beobachtet ein Frühgeborenes im Josefinum in Augsburg (Sommer 2006)

Fernsehkritik

Keine „Gebärmaschinen“ bei „Christiansen“

„Wer rettet die Familie?“ wollte Sabine Christiansen wissen, doch Bischof Mixa nahm der Debatte früh die Brisanz. Seine Kritik an der Familienpolitik von der Leyens sei aus dem Zusammenhang gerissen worden, insbesondere sein Wort von den Müttern als „Gebärmaschinen“. Von Tilmann Lahme. Von Tilmann Lahme

Lesermeinungen zum Beitrag

26. Februar 2007 19:18

Für das brave Kind!

Herold Binsack (Devin08)

Es ist nicht sehr sinnvoll immer auf die Christiansen einzuschlagen, wo doch eigentlich der Sender (bzw. das Fernsehen und damit die Medien) gemeint sein sollten! Mit der Christiansen hat Deutschland genau das bekommen, was in den Medien schon vor Jahren als absolut notwendig, nämlich als Socialtainment definiert wurde. Wenn die Sozialhilfeempfänger (heute überwiegend Hartz IVler) aus einer vormaligen Randständigkeit (und dort noch von Ämtern, sprich: Sozialarbeitern betreut) in die Mitte der Gesellschaft verpflanzt werden, dann braucht es, d.h. die Gesellschaft in ihrer ständigen Doppel-Rolle als Client und als Anwalt, den Sozialarbeiter im Entertainer mit gehobenen Standard, sprich mit: Mediations- und Medienkapazität. Und genau diese Rolle hat sie bestens ausgefüllt. Während es in der Politik, in der Wirtschaft und in der „wissenschaftlichen“ Debatte hart zur Sache gehen durfte - und man dort also den neoliberalen Prügelstock zum Einsatz brachte -, intonierte die Christiansen das, womit früher schon das - "vom Hausherrn" gezüchtigte nun wieder - brave Kind von der Mutter, bzw. - in besseren Familien - von der Kinderfrau (und damit wäre auch alles zum Thema selbst gesagt), getröstet wurde: Heile, heile Gänschen…!

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26. Februar 2007 13:11

Aus den fünfziger Jahren importiert!

Lothar Blossfeld (elbchip)

"und ein Ehepaar um die siebzig, das schon optisch wie aus den fünfziger Jahren importiert zu sein schien, pries die heile Welt der „bewährten“ Rollenverteilung."

Hier hat die FAZ das erschreckende Niveau einer üblen Journaille importiert?

Letztlich wird doch deutlich, wie sehr heute eine ganze Bevölkrungsschicht geistig im Kindesalter verharrt, jede Eigenverantwortung ablehnt und ständig nach dem Staat ruft. Der Staat sollte die Familie schützen und nicht zerstören. Das Modell der DDR, die Erziehung der Kinder voll dem Staat anzuvertrauen, ist doch wohl ein Rückschritt ins dunkelste Mittelalter einer Diktatur. Warum ist denn der DDR zum Schluß die Bevölkerung vorallem die Intelligenz weggelaufen?
Eine Demokratie braucht den mündigen Bürger und der sollte Staatsfuntionnäre aus seiner Familie und seinem Beruf heraus halten!

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26. Februar 2007 12:57

Medien sind haben das Missverständnis verursacht

Peter Mersch (peter491)

Sie schreiben: "Man vergaß darüber sogar, den Bischof zu fragen, welche unterschwellige Diffamierungskampagne er denn in den Plänen von der Leyens, in den kommenden Jahren für mehr Krippenplätze in Deutschland zu sorgen, erkannt haben wollte."
Vielleicht darf ich es Ihnen erklären: Das Elterngeld wird für 12-14 Monate gezahlt, danach kommt nichts. Damit die Familie dann nicht verarmt, soll es in Zukunft mehr Krippen geben. Daran hat sich der Kirchenmann gestört. Er forderte eine Alternative für die Frauen, die ihre Kinder drei Jahre lang selbst aufziehen möchten. War das wirklich so schwer zu verstehen? Das ganze Problem wurde durch die Medien verursacht, nicht durch den Bischof.
Ansonsten fielen viele Teilnehmer durch bemerkenswerte Inkompetenz auf. Geradezu grotesk Frau Kuby mit ihren Schweden. Aber auch Frau Schreinemakers durfte widerspruchslos die Situation in Belgien loben. Nun, dort ist die Fertilität etwas über 1,6. Gut ist das nicht. Woran liegt das denn, wenn da angeblich alles paletti ist? Und in der Unicef-Studie hat Belgien zwar in der Bildung sehr gut abgeschnitten, in anderen Punkten aber zum Teil schlechter als Deutschland, insgesamt gleichauf mit Deutschland. Was sind die Gründe?

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26. Februar 2007 10:40

Es hat sich nichts geändert.

wolf haupricht (emilgilels)

Nach langer Abstinenz habe ich mir die Sendung mit S.C.
angesehen. Langeweile pur, nur wenige Beiträge kommen zur Sache bzw. sind hilfreich. Allein die Zusammensetzung der Runde war wieder typisch bzw. wiederum untypisch, weil die eigentlich Betroffenen nicht anwesend waren oder vertreten wurden.
Wolf Amadeus

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26. Februar 2007 10:21

Die SPD läßt die Hosen runter!

Marco Vogt (MarcoVogt)

30% Krippenplätze, aber kein Kindergeld mehr, Abschaffung des Ehegattensplittings und und und.

Fragt sich: Was ist sozialer? Ein Krippenplatz, den man vielleicht gar nicht bekommt (30% Abdeckung) oder die Beibehaltung der Förderung, während die Abschaffung den Familien tausende von Euros im Jahr kostet?

Die Maske fällt! GLeichzeitig will die SPD die Renten erhöhen!

Verlogener gehts nicht mehr! Wenn schon mehr Renten, dass bitte eine Umverteilung innerhalb der Gruftiegeneration! So wie bei den Kinder es geplant wird!

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26. Februar 2007 10:18

Langweilige Sendung

Andreas Seidl (ASeidl)

Letztendlich hat Sabine Christiansen selbst für die Langeweile in der Sendung desorgt, indem sie in die Rolle einer ausgleichenden Fernsehmutter geschlüpft ist. Wirklich Neues hat nur Frau Gabriele Kuby eingebracht und immer wenn es interessant wurde, hat Christiansen ihr das Wort elegant entzogen.

Für etwas Erheiterung sorgte noch Herr Grupp, der sich in seinen Beitrgen immer mehr selbst widersprach.

Das vielfach zitierte Beispiel Frankreich ist falsch, da der Babyboom dort im wesentlichen von Einwanderern erbracht wird.

Verplemperte Zeit gestern abend.

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26. Februar 2007 10:06

Im Glashaus

Franz-Josef Nett (Nett)

Es ist schon seltsam, dass ausgerechnet ein katholischer Bischof den Politikern vorwirft, Frauen zu Gebärmaschinen zu degradieren. Dabei war und ist es doch gerade die kirchliche Sexualmoral, die genau das getan hat und tut, indem sie Frauen Sexualität eigentlich nur zur Fortpflanzung erlaubt.
Ich erinnere mich noch genau daran, mit welchen Gewissensbissen meine Mutter (die 6 Kinder geboren hat, von denen die ersten drei im Kleinkindalter gestorben sind) von der Beichte kam, wenn der "Beichtvater" sie gefragt hatte, warum sie nicht wieder schwanger sei.

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26. Februar 2007 09:33

Kuschelstunden bei Sabine C.

Joachim Speck (jospe1964)

Der Fernsehzuschauer darf sich freuen, wenn die Talkmasterin Christiansen abtritt und einer ausgewisenen Journalistin Platz macht, die sich nicht als Stichwortgeberin für Selbstdarsteller begreift, sondern hinter der Fassade nachhakt.
Als "Der Spiegel" weiland von der "Sendung mit der Maus" sprach, kannte er "Sabine Christiansen" noch nicht. Er muss aber seherische Fähigkeiten gehabt haben.
Die Kuschelstunden jedenfalls dürften mit Anne Will ein Ende haben.

Joachim Speck.

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