
Herr Rabe, wir könnten die Diskussion noch endlos führen. Ich wollte gerade anfangen, Ihnen das Scheitern der keynesianischen Wirtschaftspolitik in den 70ern ins Gedächtnis zu rufen, aber wir sind wohl auch so schon zu weit vom Ursprungsthema abgekommen. Wer von uns Recht hat, werden wir wohl erst sehen, wenn die Linkspartei wirklich mal über längere Zeit auf Bundesebene mitgemischt hat. So Gott will, wird es nie dazu kommen. => Unentschieden! Gruß, A.W.

Die Einkommenssteuer wird dort bezahlt wo ich meinen Wohnort habe. Deshalb ist es (bezüglich des Steueraufkommens) relativ egal wo der Firmensitz einer Gesellschaft liegt. Am Ende ist nur entscheidend wohin der Eigentuemergewinn einmal fließt. Natürlich muss man dafür sorgen, daß im Ausland entstandene Vermögenszuwächse auch korrekt von Inländern versteuert werden. Leider war es in der Vergangenheit viel zu einfach Steuern zu hinterziehen wenn es sich um Vermögenszuwächse im Ausland gehandelt hat. Dies kann man nur durch harte Strafen und kreative Fahndungsmethoden (z.B. Ankauf von Informationen) erreichen. Wer 'reich' ist der überlegt es sich zweimal ob er nur wegen ein bisschen Steuern (die den täglichen Lebensstil sowieso nicht beeinflussen) wirklich eine Gefängnisstrafe (und damit den totalen Zusammenbruch des gewohnten und geschätzten Lebens) riskieren will. Ob eine Lafontainsche Politik wirklich dem Standort schadet ist eine schwierige Frage. Für dessen Politik spricht die Tatsache, daß er Geld von Leuten mit hoher Sparquote hin zu Leuten mit geringer Sparquote transferieren will. Dies bedeutet automatisch, daß damit die volkswirtschaftliche Konsumquote erhöht wird. Länder mit hoher Konsumquote aber ziehen Investoren an.

Es ehrt Sie und Ihre Freunde ja, wenn Sie wohlhabend sind und gerne mehr zur Umverteilung beitragen möchten. Ich glaube Ihnen auch, daß die Hürden zur Auswanderung groß sind. Nicht so hoch sind die Hürden bei der Auswanderung des Kapitals. Und wenn ich von den 10%, die 80% des Est.-Aufkommens zahlen, rede, dann meine ich nicht nur Chefärzte m. Familie sondern auch die zahlreichen Personengesellschaften! Sofern sie nicht im Dienstleistungssektor tätig sind, fällt hier die Auswanderung leicht. Natürlich gibt es auch hier Hürden (die klassische Bewertung der Standortfaktoren zeigt sie auf), aber die wird die Linkspartei ganz schön senken! Und wenn das Kapital geht, dann folgen zwangsläufig die Qualifizierten, ob sie wollen oder nicht. Das weiß auch ein Lafontaine, weswegen er die Bewegungsfreiheit des Kapitals ja so drastisch einschränken will. Dies ist aber ein Schritt (sinnvoll oder nicht), der ein Gefühl von Eingesperrtsein vermitteln wird, das den Menschen und Unternehmen im Zusammenhang mit einer SED-Nachfolgepartei genug Sorgen machen wird, um auch die physische Auswanderung in Kauf zu nehmen. Natürlich würde das alles nicht sofort passieren, aber nach einer Dekade Politik der Linkspartei auf Bundesebene mit Sicherheit!

P.S. Was ihre Befürchtung einer Massenauswanderung von 'Reichen' angeht so kann ich sie beruhigen, das würde nicht passieren. Da ich selber das ungeheure Glück habe wohlhabend zu sein und viele Menschen kenne die man als 'reich' bezeichnen kann, kann ich da aus ganz persönlicher Erfahrung mitreden. Umso wohlhabender sie sind umso weniger Bedeutung hat "Geld" für sie in ihrer persönlichen Lebensplanung. Es mag ein "Sport" sein Steuern zu hinterziehen, aber das macht man dann mehr als abstrakten "Wettbewerb" gegen den Staat und nicht um den aktuellen, persönlichen Lebensstil zu beeinflussen. Wer über großen Reichtum verfügt für den sind Dinge wie "Heimat", "Muttersprache", "Zeit mit Freunden und Famile" u.s.w. für das persönliche Lebensglück viel entscheidender als die Zahl auf dem Kontoauszug. Das kann man auch aus einschlägigen Statistiken rauslesen. Es sind eben nicht die gutverdienenden Chefärzte welche das Land verlassen sondern die schlecht bezahlten Assistenzärzte. Nicht die Manager mit Millionengehältern ziehen ins Ausland sondern die Akademiker welche sich als Berufsanfänger ein höheres Gehalt wünschen, aber in Deutschland oft nur als Praktikant beschäftigt werden.

Sie mögen ja Recht haben (ich bin anderer Ansicht, aber das ist hier nicht das Thema) mit ihrer Kritik an den inhaltlichen Forderungen der Linkspartei. Aber ich vermute mal, daß sie auch mit Forderungen von anderen Parteien nicht immer übereingestimmt haben. Haben sie Forderungen der Grünen oder der SPD immer für richtig befunden ? Ich nehme an, das haben sie nicht. Aber trotzdem zweifeln sie ja nicht an, daß die Grünen oder die SPD unsere Demokratie auflösen wollen oder eine Diktatur einführen wollen. Das gleiche müssen Sie auch der Linkspartei zubilligen. Es gibt ein demokratisches Recht auf falsche Politik, mit anderen Worten, es ist das Wesen einer Demokratie, daß eine Minderheit die Entscheidungen einer Mehrheit auch dann akzeptiert, wenn diese für falsch befunden werden, ja sogar dann, wenn diese objektiv falsch sind.

Herr Rabe, Sie nennen Linksparteien in anderen Ländern, die weitaus radikaler seien, als die Linke. Da sage ich Ihnen nur, daß Sie Südamerika nicht mit der BRD vergleichen können. Und die radikaleren linken Parteien in westlichen Ländern haben 1. nicht die Vergangenheit der dt. Linkspartei, und 2. haben sie sich nicht gehalten bzw. kommen und gehen immer mal wieder (Italien).

Dann sage ich Ihnen mal, warum ich aus kühler Ratio etwas gegen die Linkspartei habe. Wer ernsthaft fordert, Arbeitslose sollten ein 800€ monatl. ohne Prüfung der Bedürftigkeit (!) erhalten, der disqualifiziert sich für mich eindeutig als Regierungspartei! Und das sage ich nicht aus Überheblichkeit, ich war bis vor zwei Monaten ein Jahr arbeitslos! Wer die Leistungsträger (damit meine ich auch den von Ihnen kürzlich als Positivbeispiel des Leistungsträgers genannten Krankenhausarzt) weiter ausquetschen will, indem er die Spitzensätze der Est. erhöht, um einen "fetteren" Staat zu finanzieren, den werde ich nie wählen. Wer aus ideologischen Gründen eine Vermögenssteuer, deren Erhebung teurer als ihr Aufkommen ist, wieder einführen will, der bemüht sich vergeblich um mich. Usw. usw. usw. Ich nenne Ihnen noch mindestens fünf weitere rationale Gründe, diese Partei nicht zu wählen. Ich bleibe dabei, daß sich alles, was die Linke auf Bundesebene machen würde (könnte sie es, alleine oder mit Hilfe), zwangsläufig zu einer Kapital- und Menschenflucht aus Deutschland führen würde, der sie nur durch "neue Mauern" Herr werden könnte. So wird aus kühler Ratio ein Albtraum!

Alpträume sind keine guten Ratgeber. Auch wenn wir alle mal Nachts Angst vor Gespenstern haben, am nächsten Morgen im Lichte des Tages sollte die kühle Ratio wieder unser Handeln bestimmen und die sagt uns, daß noch nie ein Gespenst wirklich gefunden wurde. Die Linkspartei ist heute nicht gefährlicher oder undemokratischer als Parteien mit ganz ähnlicher politischer Agenda in europäischen Nachbarstaaten. Oscar Lafontaine denkt, handelt und fordert heute kaum etwas anderes als er dies schon als SPD Parteivorsitzender getan hat. Das gleiche gilt für all die anderen welche in der hessischen Linkspartei nicht aus der SED sondern größtenteils aus Kreisen der SPD, den Grünen, den Gewerkschaften u.s.w. kommen. Das mag man inhaltlich für falsch halten, aber zu glauben das damit auch eine Art 'geheime Verschwörung' gegen die Demokratie geplant sei, ist nur 'Gespensterglaube'. Die SED war die Partei der DDR-Elite, die Linkspartei ist eine Anti-Elitäre Partei, eine Partei deren Klientel sich zu den gesellschaftlichen Verlierern zählt. Wer in der DDR zur 'Elite' gehörte hat oft diesen Status durch die Wende retten können, der hat sich danach nicht einer Partei für 'Verlierer' angeschlossen, der ist wieder in die Partei der Gewinner gegangen..

Ich sehe es nicht ganz so, daß die Linkspartei eine absolute Mehrheit im Bundestag braucht, damit "mein" Szenario eintritt. Da braucht es nur noch eine weitere Partei, die am Tropf der Linkspartei hängt, und aus Mangel an Alternativen mitmacht. Ich denke hier auch nicht in dem Zeitraum einer Legislaturperiode! Mir hat die Linkspartei nicht glaubhaft versichert, dass sie keine DDR mehr will. Wenn sie das sagt, dann denkt sie im Hinterkopf, sie lüge nicht einmal, denn soo eine DDR, die untergegangen ist, will sie ja auch nicht nochmal. Sie will es diesmal richtig machen, das ist meine Meinung! Und das zeigen mir Leute wie Peter Sodann, Christel Wegner, Sahra Wagenknecht und andere. Wobei es viele blinde Mitläufer gibt, die das nicht sehen (fast die ganze WASG), die die Partei aber gut gebrauchen kann, weil sie ihr das Dämonische nehmen. Na ja, jetzt kennen Sie meine Albträume. Ihre liegen wohl eher im Bereich der Steuerhinterziehung...

Herr Weimann, man kann über die richtige Höhe der Staatsquote trefflich streiten und ich könnte Ihnen noch wesentlich bessere als die von Ihnen vorgebrachten Argumente nennen, wieso eine Staatsquote nicht zu hoch sein sollte. Aber das alles begründet eben NICHT ihre Folgerung, daß die Linkspartei deswegen auch einen autokratischen Staat nach dem Vorbild der DDR errichten wollen. Die Linkspartei hat dies stets glaubhaft verneint und es ist auch völlig unrealistisch, daß die Linkspartei eine verfassungsändernde Mehrheit bekommen würde. Und selbst mit einer solchen Mehrheit wäre eine neue DDR nicht möglich, weil der Versuch an den nicht änderbaren Normen unserer Verfassung scheitern würde. Es geht schlicht nicht ! Ihre Befürchtung, daß man Bürger zukünftig gewaltsam an der Ausreise hindert ist also vollkommen unbegründet. Abgesehen davon ist die Entwicklung der Staatsquote in unseren Nachbarländern ganz ähnlich und auch dort gibt es sozialistische Parteien, deren Programm zum Teil wesentlich radikaler als das der Linkspartei ist (z.B. in Italien oder Frankreich). Die Linkspartei ist für eine europäische Demokratie eine ganz gewöhnliche und natürliche Erscheinung die genauso bestimmte Interessen bündelt wie jede andere Partei auch.

Ich sehe da noch einen deutlichen Unterschied zwischen sozialer Marktwirtschaft und Sozialismus! Klassik und Klassizismus ist ja auch nicht dasselbe. Das ist jetzt zwar eine Begriffsdiskussion, aber sie ist notwendig, denn hier soll der Linkspartei der Weg geebnet werden nach dem Motto, "was die wollen, haben wir doch schon längst". Das soll wohl alle Konservativen, die dem Begriff nach ja "bewahren" wollen, einlullen. Dagegen wehre ich mich entschieden! Es gibt genug volkswirtschaftliche Gründe gegen eine Erhöhung der Staatsquote (angefangen beim "crowding out") und gegen mehr Einfluß des Staates. Das Wichtigste ist aber, dass die 10%, die 80% des Einkommenssteueraufkommens zahlen, dem Land den Rücken kehren werden, wenn ihre Steuerlast aufgrund einer um 20% steigenden Staatsquote explodiert! Und wie will die Linkspartei sie davon abhalten? Richtig! Zuerst Bespitzelung, dann starke Einschränkungen des Kapitalverkehrs, dann Einschränkung der Reisefreiheit, dann Stacheldraht. Und den Pöbel wird sie hinter sich haben, weil sie demagogisch gewandt ist, und die Flüchtenden als Verräter gut wird verkaufen können! Es gibt andere Wege, in der Unterschicht wieder für steigende Reallöhne zu sorgen!

Die Aussage, daß eine Staatsquote von 50% "sozialistisch" sei stammt nicht von mir, aber ich stimme dem gerne zu. Diese Aussage konnte man schon oft in den Kommentaren hier lesen, meistens von Leuten die damit ihren Unmut über deren Höhe zum Ausdruck bringen wollten. Was diese Schreiber, meist aus der neoliberalen Ecke, dabei regelmäßig übersehen ist die Tatsache, daß der "real existierende Sozialismus" in der BRD des Jahres 2008 der beste Beweis ist, daß Demokratie und Sozialissmus sich eben NICHT ausschließen. Die Linkspartei hat nie gefordert totalitäre Strukturen oder die Planwirtschaft wieder einzuführen, die wollen einfach die Staatsquote noch etwas erhöhen. Das würde aber im Prinzip gar nicht soo viel ändern, "Sozialissmus" haben wir heute schon....(was z.B. auch der Friedrich Merz nicht müde wird zu betonen)

Sie haben völlig recht, wir leben in einer Gesellschaft die langsam immer "sozialistische"r wird, denn die Staatsquote steigt kontinuierlich, aber trotzdem unterscheiden wir uns signifikant von Diktaturen wie es z.B. die DDR war. Trotz einer Staatsquote von ca. 50% gibt es bei uns freie Presse, einen Rechtstaat, keine Stasi, politischen Wettbewerb u.s.w. Offensichtlich sind Sozialismus und demokratischer Rechtstaat doch ganz gut vereinbar, wir sehen das ja an unserem Land in der aktuellen Situation ! Das Programm der Linkspartei gibt nicht den geringsten Anlaß anzunehmen, daß diese Gruppierung zurück zu totalitären Strukturen will. Die wollen nur die Staatsquote erhöhen, was an den bestehenden demokratischen und rechtstaatlichen Strukturen nichts ändern würde.

Sie haben insoweit Recht, als das wir uns immer mehr zu sozialistischen Zuständen hinbewegen. Und genauso entwickeln sich diktatorische Strukturen. Beispielsweise hat Bock recht, wenn er Gender-Mainstreaming als totalitäre Steigerung von Frauenpolitik bewertet. Und Diskriminierung (selbstverständliche positive) als Staatsräson, das hätte sich vor 20 Jahren auch niemand träumen lassen. Und die weitgehende Gleichschaltung der Medien sind schon besorgniserregend. Das alles ändert aber nichts daran, dass wir noch weit vom Sozialismus entfernt sind. Die Produktionsmittel sind noch weitgehend in privater Hand. Auch wenn die Meinungsfreiheit de facto nur noch auf dem Papier existiert, so werden doch nur wenige wegen freier Meinungsäußerung verurteilt. Broder darf publizieren und Zastrow auch; in einem sozialistischen Staat ist so was undenkbar. Es gibt noch keine geheime Staatspolizei und keine Konzentrationslager. Und so ließen sich noch viele Kriterien aufzählen, aber erstens wollen wir hier keine Diplomarbeit schreiben und zweitens stoßen wir gleich an die 1250-Grenze.

Sie definieren also den Sozialismus über die Staatsquote? Na gut, wo auch immer Sie das her haben...Ich frage mich nur, was Sie dann noch wollen, wenn der Sozialismus doch schon da ist! Sie können wohl nie genug bekommen? Ist das die Gier eines verkappten "Turbokapitalisten"?

Herr Klier, Deutschland ist doch längst ein 'sozialistischer' Staat. Immerhin liegt der Staatsanteil bei ca. 50%. Sind wir deshalb eine Diktatur ? Nein. Die Linkspartei würde den Staatsanteil von 50% vielleicht auf 70% erhöhen, na und ? Auch deswegen wären wir keine Diktatur....

Wenn Frau Ypsilanti tatsächlich seit einer Woche die Rücktrittsforderung des SPD-Unterbezirks Main-Kinzig unterschlagen hat ist wohl klar, wer täuscht und lügt. Der Sendung gestern huldigt die F.A.Z.eindrucksvoll. Das gönne ich J.B. Kerner, weil ihm beim Blick im ZDF-Forum zur Sendung immer haufenweise abwertende Wortschöpfungen um die Augen fliegen. Ganz schön heftig. Wie zur Bestätigung hat er dann in der Sendung eindrucksvoll demonstriert, daß er ein journalistischer Beckenrandschwimmer ist. Er ließ Frau Ypsilanti ungebremst fast 20 Minuten altbekannte Positionen herunterleiern. Schlimm für Herrn Schäfer-Gümbel, der als das vorgeführt wurde, was er ist, nämlich ihr Hampelmann. Endlich dran, blieb vom Spitzenkandidatenlehrling in der Restzeit im Kern allein der Diskurs über seinen rot-roten Halsbinder in Erinnerung. Kerner verzichtete darauf herauszubekommen, was tags zuvor auch dem Sportskameraden Beckmann nicht gelungen ist: Aufklärung der Widersprüche rund um den Eklat. Damit erreichte er spielerisch das Niveau des knallharten Kollegen Horst Schlämmer. Der Auftritt war höchst entbehrlich.

Das ist nun mal so - auch wenn die LinkInnen das selber noch nicht wissen. Es konnte nämlich noch niemand erklären, wie man einen sozialistischen Staat hinkriegt ohne in die Diktatur (natürlich eine positive) abzugleiten. Und ein praktisches Beispiel dafür gibt es schon gar nicht!

@Jan Pflugradt (janpfl): Ich sehe es ein. Zu erwarten, man bekäme eine kurze, aber plausible Begründung für Ihre starke Behauptung, die Linke möchte eine "diktatorische Staatsform errichten", wäre auch zu viel verlangt. Einfacher ist es nämlich, auf irgendwelche umfangreichen Dokumente hinzuweisen, die der geneigte Kritiker doch lesen möge, damit dieser am Ende zwar nicht die Frage beantwortet bekommt, aber immerhin beschäftigt ist. Das kommt davon, wenn man mal nachfragt. Ich tu's auch nicht wieder.

Ja, durchaus kann ich das plausibel begründen. Nicht nur in Hessen will Die Linke eine diktatorische Staatsform errichten. Um sich ein eigenes Bild zu machen, sollten Sie etwas in Carmen Everts' Doktorarbeit recherchieren.

Schön, dass die politischen Verhältnisse in Hessen das Boulevardniveau in diesem Forum fördern. Polemik und Beleidigungen gehen offenbar sehr fließend von der Hand in die Tastatur! Z.B. erwähnt Hr. Lücke ausdrücklich das Demokratieverständnis und bezieht sich mehrfach auf die Verfassung, wo die Würde des Menschen als höchstes Gut angesehen wird, um dann ein paar Zeilen weiter Frau Ypsilanti als "geistig verwirrte Stewardess" zu bezeichnen. Da lebt jemand seine demokratischen Prinzipien wohl in jedem Atemzug! Ungeachtet dessen, dass Fr. Ypsilanti selbstverständlich einen Kurs einschlug, der nur ins Verderben führen konnte und dies letztlich auch, meiner Meinung nach auch richtigerweise, tat, glaube ich, dass dieses Thema doch langsam ausdiskutiert sein sollte. Die Fakten sprechen nun mal für Neuwahlen und dann haben zum Glück ja wieder die Wähler das Wort! Auch die FAZ könnte vielleicht langsam mal das Nachtreten sein lassen, das ja zu nichts weiter führt, denn die Neuwahlen stehen ja bekanntlich an und damit sicherlich auch der Denkzettel für die SPD in Hessen, denn "der Wähler" als Volkskörper wird das Verhalten der SPD ja hoffentlich bis dahin nicht vergessen haben.

Man muss schon sehr selbstbewußt sein, um sich immer wieder neuen Peinlichkeiten auszusetzen. Es gab eine Zeit, da habe ich gehofft, dass ich diesen Namen und dieses dümmliche Gerede dieser Dame endlich nicht mehr hören oder lesen muß. Nun aber hat Frau Y. tatsächlich gepunktet. Inzwischen muß ich ihr einen gewissen EF (Entertainment-Faktor) zugestehen. Man freut sich ja fast schon auf den nächsten Auftritt. Und wenns mit der Politik nicht mehr klappt, was sie ja in Kerners Sendung ohne es selber zu merken sehr deutlich zugab, wie wäre es dann mit einer Karriere als Sängerin? Sie könnte den Knef-Song "Von nun an gehts bergab" ganz neu interpretieren. Vielleicht mit Stefan Raab, der versteht es ja besser als sie, Dämlichkeiten gut zu verkaufen, na und dann kann sie endlich aus ihrem Reihenhaus in ihre Traumvilla umziehen. Denn nur darum geht es ihr.

hoffentlich dauerhaft: Die frische salzhaltige Luft in Verbindung mit der global-offenen attitude, die seit Ole dem I. zunehmend um sich greift, hilft beim Denken und löst so nach und nach rötliche Verkrustungen im Hirn. Vielleicht hat sich ja auch nur seine Frau oder eine aus der Redaktion durchgesetzt, die nicht immer wieder für diese rote Geschlechtsgenossin in Haftung genommen werden wollte. Und wer will das schon?

@ Kirsten Schmidt-Willhöft (wellohh) Ich bin nun bestimmt kein Freund von Ole von Beust, der uns in Sachen Elbphilharmonie belügt, dass sich die Balken biegen. Aber Ihre Behauptung, er habe seinerzeit eine Zusammenarbeit mit Schill (vor der Wahl) ebenso kategorisch ausgeschlossen wie Frau Ypsilanti eine solche mit der Linken, ist schlicht unwahr. Er hat vielmehr im Wahlkampf klar gesagt, dass er diesen für die CDU führt mit dem Ziel, ohne Schill den 40-jährigen SPD-Filz in Hamburg zu beenden. Ausgeschlossen hat er dabei ausdrücklich nichts, da ihm klar war, dass es eng wird. Ganz im Gegensatz zu der von Ihnen offenbar verehrten Frau Ypsilanti, die bis heute die Tatsache ausblendet, dass sie ohne ihren dreisten Betrug nicht annähernd soviele Stimmen erhalten hätte, weil die bürgerlichen SPD-Wähler eben nichts mit den Post-Kommunisten zu tun haben wollten. Außerdem ist Ihre Bemerkung über der Rechtsbruch von Herrn Schill völlig abwegig, da dieser deutlich später stattfand und von daher wohl kaum Herrn von Beust angelastet werden kann.

"Ohne Wirtschaft geht in einer menschlichen Gemeinschaft garnichts!" Da haben Sie doch bei Polt geklaut.

Weder dieser Artikel noch andere zu diesem Thema entsprechen dem Niveau, dass ich von der FAZ erwarte. Ich würde es sehr begrüßen, wenn Sie die Attribute und Adjektive zurückhaltender auswählen würden und sich insgesamt eines weniger reißerischen Stils befleißigen. Und da ich davon ausgehe, dass Sie sich nicht als Wahlkampfpostille der hessischen Bestensverdiener sehen, wäre eine insgesamt ausgewogenere Berichterstattung angemessen.

Nach der Ankündigung von Ypsilantis Auftritt zusammen mit ihrem süßen Bernhardiner bei Kerner habe ich mir die Sendung nach langer Zeit wieder einmal angeschaut. Es hat sich gelohnt. Wer immer noch nicht sieht, was für eine in - ja! - Wahnvorstellungen gefangene Politikerin er da vor sich hat, dem kam man nicht helfen. @ Steinbrix Auf der anderen Seite hat mich Ihr Kommentar zum Nachdenken gebracht. Ich hatte auch schon ähnliche Gedanken und mache mir Sorgen um Andrea Ypsilanti. Es wäre jetzt wichtig, daß sich Personen in ihrer Umgebung fänden, wahre Freunde, die ihr einmal richtig den Kopf waschen: das Spiel ist aus, aber es gibt auch ein Leben, ohne Ministerpräsidentin Hessens zu sein. @ Schmidt-Willhöft Sie sagen die Unwahrheit: Ole von Beust hat damals eben gerade eine Koalition mit Schill ausdrücklich NICHT ausgeschlossen. Und vor der neuerlichen Wahl hat er auch eine Koalition mit den Grünen ausdrücklich NICHT ausgeschlossen. Damit fällt Ihre Argumentation in sich zusammen. @ Wolf Irrtum! Den wirklichen Fehler hat Andrea Ypsilanti nie eingestanden. Sie redet immer davon, vor (!) der Wahl eine falsche Aussage gemacht zu haben. Nein! Nach (!) der Wahl - da hat sie ihr Versprechen gebrochen.

Koch wird Ministerpräsident bleiben, das ist sicher. Lasst uns das abhaken, am besten die 4 Abweichler wählen gleich einfach Koch und es ist endlich Ruhe. Wozu noch eine Neuwahl wenn das Ergebnis sowieso klar ist ? Aber sind die Inhalte für die Koch steht auch das was eine Mehrheit in Hessen will ? Das ist die spannende Frage. Über Inhalte wird momentan leider gar nicht mehr disskutiert, obwohl diese INHALTE ja der Grund sind wieso Ypsilanti ihre politische Karriere riskiert hat. Wo also war der Diskurs über Mindestlohn, Studiengebühren, Behandlung von Ausländern, frühkindliche Erziehung, Verwaltungseffizienz, etc. etc. DARUM geht es doch am Ende für den Bürger und nicht darum welcher Grüßonkel die Messe in Frankfurt eröffnen darf...

Wie konnten SPDler Andrea Y. überhaupt zuhören? Sie hat keine "politische" Intelligenz. Ist sie gewählt worden, weil sie hübsch ist? Oder was? Im Fernsehen kommen die Gutaussehenden weiter. Siehe Germanys next Topmodel. Deshalb sehe ich schwarz und wenig rosig für Herrn Thorsten Schäfer-Gümbel.

der Aussage "Meine Damen und Herren, glauben Sie mir kein Wort." lautet: "Was kümmert es Sie, was andere Leute denken?" Feynman hat Geller übrigens mal getroffen. Aber Feynman hatte das Problem, daß er einen Teil der Realität im Detail kannte, was dazu führte, daß er sie nicht umfassend kannte. Und dies wiederum führte dazu, daß er nicht erkannte, daß sein Mitwirken bei der Erforschung der Kernspaltung in die Hände derer geraten konnte, die einen umfassenderen, aber nicht sonderlich detailreichen Blick auf die Realität haben - und diesen dazu einsetzen würden, um Menschen damit zu spalten.

Das eigentlich faszinierende an all den Ypsilanti-Diskussionen ist, daß völlig unter den Tisch fällt, daß Frau Ypsilanti eine Zusammenarbeit mit der Linken nicht nur vor, sondern ausdrücklich auch NACH der Landtagswahl – d.h. in Kenntnis des Wahlergebnisses – ausgeschlossen hat. Insoweit muß man ihr die immer wieder ungefragt für sich reklamierte »Klaubwöddischkeit« tatsächlich bescheinigen. Eine Notwendigkeit für den »Wortbruch« bestand ohnehin nicht, denn der Wähler hat im Januar eine klare Entscheidung getroffen: zugunsten einer Großen Koalition mit einem Ministerpräsidenten Koch.

@Jan Pflugradt (janpfl): Sie behaupten, die Linke möchte eine "diktatorische Staatsform errichten". In Hessen? Sind Sie auch in der Lage, Ihre Behauptung plausibel zu begründen?

Sogar die Bewertungsfunktion hier ist manipuliert... Wenn ich pro Y Beiträge negativ bewerte verschiebt sich die Anzeige - wie in diesem Fall zu erwarten - in den roten Bereich, aber wenn ich contra Y-Beiträge negativ bewerte verschiebt sich die Anzeige in den grünen Bereich statt in den roten und wenn ich pro Y-Beiträge positiv bewerte tut sich gar nichts!

Anne Will, Reinhold Beckmann, Kerner – wie Hunde, die sich um einen abgenagten Knochen balgen. Es geht längst nicht mehr um Ypsilanti! Walter und die anderen drei sind auf dem besten Wege, die SPD in Hessen zu ruinieren. Wer Schmutzwäsche betreibt und nachtritt, disqualifiziert sich selbst. Wetten, daß Koch jubiliert, und die Linke am Ende als einzige Alternative für die Wähler, die ihn wirklich nicht mehr wollen, übrig bleibt!

Wer anderen "Haß-Identifikation" vorwirft sollte dies nicht mit "Schaum vor dem Mund" z.B. gegenüber der Wirtschaft (FRAPORT als pars pro toto!) selbst tun. Wo meinen Sie kommt etwa das Geld für die Bezahlung staatlicher Lehranstalten her? Ohne Wirtschaft geht in einer menschlichen Gemeinschaft garnichts!

ist doch nur noch peinlich ! Und wenn Herr Prof. Zimmermann aus Mainz fragt : "Geht es hier gar um den Widerstand gegen eine Diktatur" - weil die vier Abweichler so "positiv" beurteilt werden ? - Ja ,Herr Zimmerman -es scheint darum zu gehen -wenn in der SPD die 4 Abgeorndeten neben vielem Anderen als "schmutzige Parasiten“ bezeichnet werden.Solche nahezu menschenverachtende Wortwahl gab es in Deutschland schon mehrfach - im Jargon der Nationalsozialsten,beim nationalsozialistischen Zwilling - den Kommunisten und bei der für den Kommunismus mordenden RAF ! Möchten Sie,Herr Zimmermann wirklich von Politikern und einer Partei regiert werden,die Andersdenkende so bezeichnet ?! Wer solche Bezeichnungen denkt,der macht im Fall des Falls nur noch einen kleinen Schritt ,"Abweichler" und "Konterevolutionäre" auch ins Gefängnis zu bringen,um sie mundtot zu machen !

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Zimmermann, Ich muss zugeben, dass es mich ein wenig erstaunt, wie ein derartiger Kommentar Sie so aus der Fassung bringen konnte. Mir hingegen hat er vor Lachen die Tränen in die Augen getrieben (Ich unterstelle einfach mal, dass Sie nicht geweint haben). Nicht nur, dass es Herr Hannemann versteht aufzuzeigen, wie wenig "Geistesblitze" Herr Kerner sonst zu bieten hat. Er führt uns auch eindrucksvoll vor Augen, wie wenig Andrea Ypsilanti zur Regierungschefin, geschweige denn Parteichefin, taugt. Ich finde es bemerkenswert, dass Sie, Herr Professor,kritisieren, dass die FAZ den "Dissidenten" so viel Platz einräumt, "als ob es hier um den Widerstand gegen eine Diktatur gehe!". Um nichts anderes geht es! Die Diktatur der Frau Y. ! Eine Frau, die es nicht für nötig gehalten hat, eine ehrliche und offene Aussprache über eine Regierung unter Duldung der Linkspartei zuzulassen. Schlimmer noch. Es wird tatsächlich behauptet, dass die Art und Weise wie sich die Abweichler verhalten haben, nichts mit Demokratie zu tun hätte. Ich frage Sie, was anderes ist Demokratie, als die Möglichkeit seinem Gewissen zu folgen und Unrecht nicht mitzutragen, sondern sich dagegen zu stellen? UAwg Eike Erdmann, Hannover

„Es ist doch so einfach“, kommentiert Kerner, „Vor der Wahl sagen, was man will, hinterher so handeln“. Das hat was von einem normalen Anspruch. Erstaunlich, dass dies von Kerner kam und im Grunde das komplette Dilemma von Ypps aussagt. Kerner ist ein unpolitischer Mensch, eine Plaudertasche, ein Dampfplauderer, vielleicht sogar ein normaler Mensch. Dazu müsste man ihn persönlich kennen. Ich kenne ihn nicht persönlich. Ich glaube aber, ich bin normal. Ich sehe das so, wie Kerner es ausspricht. Ich sehe aber auch, dass Ypps nunmehr ihren 3. Anlauf nimmt, quasi durch die Hintertür. Kerner's Spruch wird dadurch nur umso nachhaltiger. Vielleicht muß der Spruch ergänzt werden: "Vor der Wahl sagen, wer was will, hinterher so handeln!"

Ich habe die Sendung leider nicht gesehen, aber mit Sicherheit wurde auch in dieser Sendung die Relevanz des "Wortbruchs" nicht erörtert: Inwiefern nämlich der Verzicht auf Duldung durch die Linkspartei wichtiger ist als die Inhalte. Von Linkspartei-Gegnern allerorten nimmt man nur lustiges Schwadronieren über ein "DDR-Regime" und "Kommunisten" etc. wahr. Als ob die Mitglieder der hessischen Linkspartei damals die Strippenzieher gewesen wären. Selbst Frau Metzger und die anderen drei Abtrünnigen sagen nicht, worin nun die "Gefahr" in Hessen besteht. In Berlin regiert die Linkspartei nun schon lange mit, und noch ist die Mauer nicht wieder aufgebaut, und freie Wahlen gibt es immer noch, ebenso wie Bananen. Also was soll die scheinheilige Debatte? In Hessen wollte die CDU hingegen ihrer Fraktion die freie Wahl (!) nehmen (Fraktionszwang durch Sitzenbleiben bei der Wahl der Ministerpräsidentin), Koch will nun in Hessen einen auf grünen Onkel mit "erneuerbaren Energien" machen und die Studiengebühren nicht wieder einführen. Lieb. Wann (um es mit Herrn Hannemanns Worten zu sagen) "macht" das "Sinn"? Genau dann, wenn jemand trotz eines katastrophalen Wahlergebnisses an Ämtern kleben will und ihn Inhalte nur am Rande interessieren.

Sehr geehrter Herr Zimmermann, dass es sich bei diesem Artikel um einen Kommentar handelt, sollten auch Sie inzwischen begriffen haben. Diese sind bekannter Maßen anders auszulegen, als ein redaktioneller journalistischer Beitrag. Als Sozi können Sie, genau wie Ihre Genossen nicht mit Schadenfreude und Kritik umgehen. Im Übrigen sollten Sie Worte wie "Dissidenten" unterlassen, wenn Sie sich nicht als Demokratie- und Verfassungsfeind outen wollen. Eine Gewissensentscheidung - und sei sie noch so spät ist schließlich das, was Politikern nach unserer Verfassung und unserem Demokratieverständnis abverlangt wird und nicht - wie Sie meinen einer Parteilinie zu folgen, damit man einer unerträglich machtbesessenen, geistig verwirrten Stewardess zu einem Thron verhilft, den sie selbst durch die Wahl nicht gewonnen hat. Koch wurde nicht abgewählt, wie es die Genossen gerne proklamieren. Er hat ordentlich Stimmen verloren, aber hat dennoch mehr als die SPD, also was soll das Thema mit der Abwahl? Mit den Worten eines hervorragenden Filmes endend: "Sei doch mal n bisschen REAlistisch, bist doch sonst nicht so´n HansGuckindieLuft"

Herzlichen Dank Herr Hannemann für diesen treffenden Beitrag, dem es wenig hinzu zu fügen gilt. Wer diesen jämmerlichen und beschämenden Auftritt dieser peinlichen Person und ihres stillen Schoßhündchens nicht selber gesehen hat, mag es kaum glauben. Aber in Anbetracht der widerlichen Auslassungen der waidwunden "aufrechten" Spezialdemokratie und einer beispiellosen Hetzjagd auf die eigenen "schmutzigen Parasiten" wundert einen gar nichts mehr! Erst wenn es um's scheiden geht, zeigen die Partner meist ihr wahres Gesicht... und die Abgründe, die sich derzeit in der SPD auf tun, sollten dahin führen, wo dieses undemokratische und menschenverachtende Verhalten letztlich hin gehört: 5. stärkste Kraft in Hessen oder einem erneuten Händedruck auf einem sozialistischen Vereinigungsparteitag. Die peinlichsten Frauen der SPD... nach Heide nun Andrea... na, da müssen sich Karl L. oder Ralph S. aber noch anstrengen! :-D

Frau Ypsilanti hat EINEN Fehler gemacht, für den sie sich immer und immer wieder entschuldigt und entschuldigt hat. EINEN Fehler, den sie wohl eher aus unreflektierter Unbedarftheit, als aus gezielter Bösartigkeit heraus gemacht hat: "Fehler", die aus Vorsatz begangen werden, werden in unserer Gesellschaft "gerechtfertigt" oder klein geredet; aber in der Regel wird sich nicht entschuldigt ... und eingestanden werden sie schon mal gar nicht! Von daher erst einmal meine höchste Anerkennung für Frau Ypsilanti. Man könnte jetzt philosophieren, wo der Fehler aufhört und die Lüge anfängt: Für mich mit der gezielten Absicht. Klar kann man darüber streiten, ob das nachträgliche Eingestehen eines Fehlers, Teil einer verlogenen Taktik ist. Komisch nur, dass man in unserer Gesellschaft so selten auf diese ausgefallene Raffinesse stößt: Man macht sich immerhin verletzbar, was auch zu gerne angenommen wird und sich im Fall Ypsilanti eindrucksvoll bestätigt hat! Gut, dass im letzten Moment die gewissenhaften "Phanzastischen Vier" aufgetaucht sind, die den alles entscheidenden Dolchstoß von hinten gesetzt haben. Ole! ... und freie Fahrt für den Lügenbaron. Der macht keine Fehler! Da ist die bösartige Verlogenheit Programm! So wollen wir das!

Die aktuellen Beiträge der (Print-, Rundfunk- und Fernseh-) Medien greifen in spektakulär-sensationslüsternen Feuerwerken zahlreiche Aspekte von kritikwürdigem Verhalten in der Politik auf: "Wortbruch, Dissidenten, Phantastische Vier, Abweichler, Viererbande", bis hin zur Medien-transportierten Beleidigung "Schweine" etc... Die Autoren/Initiatoren vergessen aber, daß die Menschen in Hessen als Wähler, Steuerzahler und "Souverän" seit nunmehr 10 Monaten auf eine staatstragende regierungsfähige Persektive in der Landespolitik warten. Voraussichtlich müssen sie noch bis Ostern 2009 (+/- X Monate) Geduld beweisen . Die Konditionen für den "Still-Standort" Hessen im europäischen und globalen Wettbewerb verschlechtern sich rapide und die Ratlosigkeit vor den größer werdenden "Scherbenhaufen in Bildungs- und Regionalpolitik" nimmt zu: Am Ende ist aber von "Feuerwerkern und ihren Politik-Partnern" jedermann im Recht und niemand verantwortlich für die Folgen: Verhängnisvolle Trends in Hessen.....“Wenn das Politik ist, ist Kabarett nicht mehr möglich“ (Hanns Dieter Hüsch)

Ja, intelligentes Leben ist denkbar! Wie soll das aber entstehen, wenn laufende Meinungsmanipulation der Tagespresse und der anderen Medien zum Alltag gehören? Fakt ist nun mal, dass über 90 Prozent der deutschen Verlage als Unternehmen den Parteien nahe stehen, die Unternehmens-Interessen am ehesten vertreten. Das ist grundsätzlich nicht verwerflich, doch es verträgt sich nicht mit dem Anspruch der "Unabhängigkeit". Dieser Beitrag ist ein leuchtwendes Beispiel dafür, dass ein Autor, der aus politischen oder persönlichen Gründen, der Hessen-SPD den Krieg erklärt hat, und hier seiner Häme freien Lauf lassen darf. Wie soll da bei den Lesern intelligentes Leben entstehen und wachsen können?

Leider konnte ich diese (Talk)Show der Genossin Ypsilanti nicht sehen. Aber daß diese Dame als graue Eminenz hinter dem "Kandidaten" sehr schnell versuchen wird, über die Medien ihren zerbeulten Kopf wieder zu zeigen (armer Beck: "Keiner rennt zwei Mal mit demselben Kopf gegen dieselbe Wand."), war natürlich klar. Es zeigt, daß von ihren vollmundigen Aussagen, es ginge ihr um "eine andere Politik", nie etwas zu halten war. Es geht ihr nur um sich selbst. Frau Simonis läßt grüßen: "Und was ist mit mir?" Wen sollen eigentlich die hessischen Wähler im Januar wählen, wenn es nur Ypsilanti als "doppeltes Lottchen" gibt?

...ist dieser Artikel geschrieben. Noch um Lichtjahre grandioser als die eh schon grandiose Selbstdemontage der machtgeilen Frau Y, deren Demokratieverständnis nicht einmal vor dem Gewissen der Parteigenossen Halt macht.

solange die Frau in Talkshows abhängt und ihre Dummheit zur Schau stellt ist alles bestens. Es bleibt immer noch Unterhaltung - für den einen mehr, den anderen weniger. Der interne Umgang damit ist Sache der SPD und das ist gut so, denn wir in Hessen wollen nicht die Versuchskaninchen für die Experimente dieser traumverlorenen Politsekte sein. Und solange durch Wahlen nicht die "kleinere, sprich gefühlte Mehrheit" die sogenannte Macht bekommt wird sich daran nichts ändern. Gott sei Dank.

Wir brauchen Ypsilanti nicht. Wir brauchen auch Kerner nicht. Und Ypsilanti bei Kerner schon gar nicht. Aber wenn das alles schon immer und immer weitergeht, dann sollten uns wenigstens die Gesprächsprotokolle solcher Sendungen auf FAZ.NET erspart bleiben. Und FAZ-Redakteuren sollte das wiederholte Ansehen von Ypsilanti-Sendungen nicht länger als Arbeitszeit angerechnet werden.

ist alles erlaubt. In der Politik kommt der Wähler manchmal dazwischen. Das Frau Ypsilanti am Wähler vorbei eine Minderheitenregierung schaffen wollte ist eine Sache. Das 3 Parteimitglieder im letzten Moment abspringen eine andere. Weder die eine Handlung noch die andere Handlung halte ich für politisch tragwürdig (aufgrund gegebener "Versprechen", auch in Probeabstimmungen). Dass aber Frau Metzger zusammen in einen Topf mit den "Spätentschlossenen" gesteckt wird, ist eine weitere Absurdität, die innerhalb der hessischen SPD stattgefunden hat. Vielleicht wäre die SPD gut beraten sich selbst darüber Gedanken zu machen. Aus meiner Sicht wäre Frau Metzger die geeignete Spitzenkandidatin. Glaubwürdig ist sie, Rückrat hat sie bewiesen und hat für mich im Gegensatz zu 3 (+1) anderen Personen keine persönliche Verfehlung oder Schwächen gezeigt. Manchmal ist politischer Wille des Volkes doch anders als Parteipolitischer Machtanspruch. Wie wäre es denn mit einer großen Koalition, ohne Herrn Koch und Frau Ypsilanti. Wahrscheinlich war das der Wählerwille in Hessen. Wir werden sehen was die Zukunft bringt. Ich sehe jedenfalls mit der jetzigen Ausrichtung der SPD eher Schwarz als Rot. Da hilft auch kein Mythos...

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Jörg Zimmermann, Sie mögen vielleicht kein Parteimitglied sein, aber Ihre parteipolitische Prägung erkennt man unschwer daran, dass Sie den kollektiven Realitätsverlust der SPD offenbar teilen. Wie anders wäre es zu erklären, dass Sie ausgerechnet der FAZ eine "Hass-Kampagne" vorwerfen, wo das doch nun erwiesenermassen eine Domäne der Ypsilanti-SPD ist? Denn die Art, wie dort versucht wird, fehlende Sachargumente (etwa für den klaren Wortbruch) durch Hasstiraden auf den MP oder "Abweichler" (allein der Begriff zeugt von fehlendem demokratischem Verständnis) zu ersetzen, ist kaum zu überbieten. Aber so war es immer mit der politischen Linken: Groß im Austeilen, weinerlich bis erbärmlich beim Einstecken... Und es ist auch keineswegs scheinheilig zu nennen, dass eine Zeitung, die sich offen für freiheitliche Demokratie und Marktwirtschaft einsetzt, es für einen Sieg der Freiheit hält, wenn ein derart stümperhaftes "Regierungsprogramm", das wiederum zahllose wichtige Wahlversprechen kippt, von SPD-Abgeordneten mit Rest-Gewissen gestoppt wird - das ist einfach nur ehrlich. Aber damit hat man es ja in Ihrer politischen Heimat nicht so, denn, Notabene: Die Partei, die Partei, die hat immer Recht!

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Zimmermann, anscheinend gehören Sie noch zu den 14 Prozent vollständig unbelehrbarer Hessen, die das Vorgehen von Frau Ypsilanti irgendwie verstehen oder verteidigen müssen. Es geht doch nicht im geringsten mehr um irgend welche inhaltliche Fragen. Und Herr Koch ist eben gerade nicht abgewählt worden, da er die Mehrheit der Wähler hinter sich hat. Es gibt für den "Geisterfahrerkurs" der Frau Ypsilanti keinerlei Entschuldigung und ausschließlich die Erklärung der unerträglichen "Machtversessenheit" von Frau Ypsilanti. P. S. dafür, daß sie kein Parteimitglied sind, haben Sie uns alle dankenswerterweise aber über Ihre Professorenstellung und den Doktortitel aufgeklärt.

Niemals wieder will ich von ihr hören. Peinlich, ärgerlich, unerhört, diese Frau. Ich würde keine Träne weinen, wenn sie untergeht und politisch nie wieder eine Rolle spielt - denn dass sie nicht dem Volk dienen will, sondern sich selbst, sollte offensichtlich geworden sein. Solche Politiker brauchen wir wirklich nicht. Schade, dass Koch nicht von einem besseren Menschen verdrängt wird - aber Ypsilanti scheint keine Verbesserung mehr zu sein gegenüber Koch. Ade. Auf Nimmerwiederssehen, Frau Ysilanti.

es ist sehr amüsant, wie dieser wirklich subjektive "Kommentar" eines Herrn Hannemann hier bei den Lesern ankommt. Wie die Schafe zur Schlachtband lassen sie sich an der polemischen Leine führen, die sie wieder 5 Jahre lang in die ausgeblendeten Hessen-Probleme zwingt. Doch tatsächlich im Glauben, dass das jüngste, intraparteiliche Prozedere eine Erfindung der SPD allein wäre. Die Machtgeilheit betrifft alle Mächtigen egal welcher Couleur. Das trifft im landespolitischen auch den lieben Herrn Koch mit seiner Partei, der sich bis zu letzt noch als Wahlsieger gesehen hat - was er nun auch wieder sein wird. Und nur das ist der SPD vorzuhalten... sie hat es nicht geschafft, diesen vorbestraften Landesfürsten abzusetzen. Er ist auch so machtgeil, dass er den letzten Wahlverlust nicht als Kritik für sich eingesteht und jemanden anderen ins Amt lässt. Aber das haben die Lämmer ja nun schon wieder vergessen - dieses Gedächtnis mit einer Halbwertzeit von einer Woche ist das Übel in der heutigen Gesellschaft. Grundsätzlich gilt aber... in landespolitischen Problemfragen und im Kontext zum FRAport sollte man lieber nicht die F.A.Z. Meinung als einzige Infoquelle beziehen.

Irrtum Herr Zimmermann !! Die Mathematik kennt keine Partei. Bei jeder Wahl wir neu um jede einzelne Stimme gerungen; es gibt kein Stimmenerbrecht. Also: Herr Dr. Koch erhielt als Bewerber um das Amt, das er nun interimistisch führt, die MEISTEN Stimmen, freiwillig, von seinen Wählern inn geheimer (!) Wahl. ER wurde nicht "abgewählt" er wurde "angewählt".

ist, dass politisches Handeln Herzensangelegenheit sein sollte. Insofern hat Gewissenhaftigkeit zur Folge, dass sich Vernunft, Logik und Redlichkeit auch mal hinten anstellen müssen. Was aber die FAZ sich in der Sache Hessenpolitik an verbohrter Einseitgkeit erlaubt, ist schon etwas Besonderes. Nur selten ist es zu spät. Kommt auf den Weg eines tugendhaften, unbequemen Journalismus zurück.

Dazu vielleicht mal ein Kommentar aus Hamburg, wo einst Ole von Beust (CDU) mit Schill (verurteilter Verbrecher, Schill-Partei) ging, was er vorher ebenso vehement ausgeschlossen hat, wie Frau Ypsilanti eine Zusammenarbeit mit den Linken. Und wo die Grünen nun mit der CDU gehen, obwohl dies im Wahlkampf so wenig absehbar war wie ... eben. Alles nicht neu. Neu ist, dass eine Politikerin sich nicht aus der Verantwortung zieht, obwohl jeder öffentliche Auftritt zum Spießrutenlaufen wird. Besonders wenn Leute wie Johannes B. Kerner plötzlich Politikredakteur spielen. Was dann dabei rauskommt habe ich allerdings aus der Entfernung ganz anders erlebt: Kerner hat sich schlicht schlecht benommen. Er ließ nicht ausreden, er hörte nicht zu, er schoss maschinengewehratig Vorwürfe ab und bemühte sich nicht einmal ansatzweise um Objektivität. Weder menschlich noch fachlich eine Meisterleistung. Denn dazu gehörte doch wohl auch die Frage nach Programmen. Die scheinen in dieser Debatte aber gar nicht zu interessieren. Lieber demontieren wir eine fleißige, verantwortungsbewusste und sehr intelligente Frau. Für Kerner nix Neues. (Schwarzer/Pooth). Und für die FAZ? Na, ihr habt den Koch ja bald wieder. Jedes Land verdient, was es wählt...

Lieber Herr Zimmermann, es geht tatsächlich um Widerstand gegen Diktaturen. Gegen diktatorische Staatsformen, wie Die Linke sie errichten möchte, und gegen diktatorische und verfassungswidrige Parteiräson zum Beispiel.

Einfach ignorieren, kein Forum bieten. Vielleicht verschwindet sie dann schneller. Und ihr Kader bitte gleich mit. Es ist unerträglich, daß diese Frau immer mehr unserer Steuergelder verschwenden darf.

Da habe ich ja etwas verpaßt. Ich erwartete eher das Gegenteil.

.....ihre Oma( "Am Abend werden die faueln fleißig"). Dort hätte sie mal Rat holen sollen. Oma hätte geweissagt: "Lügen haben kurze Beine". Und sie haben einen Namen, Ypsilanti. Es ist erschreckend, dass Menschen mit ihrer Vorstellung von Wahrheit und dem Umgang mit Wahlergebnissen uns regieren sollen / wollen. Keine Frage, Koch und Ypsilanti stehen sich in ihrem fragwürdigen Verhalten auf Augenhöhe gegenüber.

Danke für den gelungenen Kommentar! Ich finde es wirklich bemerkenswert, wie weit sich Frau Ypsilanti inzwischen von der Wirklichkeit entfernt hat, noch bemerkenswerter finde ich, dass ihr unmittelbares Umfeld das anscheinend nicht merkt. Ich kann mir allerdings vorstellen, daß die Parteistrategen in Berlin sehr wohl verstehen, was in Hessen passiert und eine krachende Niederlage sogar billigend in Kauf nehmen, denn das wäre der eleganteste Weg, sich der Dame zu entledigen und einen Neuanfang in Hessen zu einzuleiten. Ich bin zwar erklärter Anhänger des bürgerlichen Lagers, allerdings ist eine ernst zu nehmende SPD, d.h. eine Partei die sich nicht als Appendix der LINKEN sieht, m. E. schon wichtig für die Parteienlandschaft und die Demokratie in unserem Lande.

Sehr geehrter Herr Hannemann, dies ist ja eine richtige konzertierte Aktion mit übelstem Sperrfeuer über Wochen gegen Ypsilanti und für die "Phantastischen Vier". Wieviel Platz hat die FAZ den "Dissidenten" eingeräumt, als ob es hier um den Widerstand gegen eine Diktatur gehe! Und dem ehrenwerten Ministerpräsidenten, der damals klar abgewählt wurde, gönnt die FAZ eine ganze Seite während ihrer Kampagne. Hätten Sie doch den Legendenbildungen der Hessen-CDU (jüdische Vermächtnisse usw.) jemals ähnlich scharfe Kommentare gewidmet. Ein Neuanfang in dieser Fraktion scheint bei der FAZ nie zur Debatte gestanden zu haben. Es sind schlimmste misogyne Abreaktionen, die Sie sich hier - wie gestern Ihr Kollege Hanfeld - leisten; es handelt sich um eine regelrechte Haß-Identifikation, wie sie die FAZ bei den schärfsten Kritikern des Herrn Koch stets gegeißelt hat. Mit Seriosität hat dieses "journalistische Wirken" nichts mehr zu tun. Scheinheilig für die Freiheit gegenüber der Macht einer Partei, - zugunsten geballter Wirtschaftsmacht à la FRAPORT - Wer sitzt denn da im Aufsichtsrat? (Notabene: Ich bin kein Parteimitglied) Prof. Dr. Jörg Zimmermann Mainz

dankeschön-herrlich beschrieben....eine amüsante schmunzel-show -she is still on board- hat die dame keine wahren freunde, die ihr sagen,wie peinlich ihre erklärungsversuche sind...sie kann einfach nicht loslassen. sozusagen:wenn wir untergehen, dann mit mir bitteschön.sie sollte mal nachhilfeunterricht bei münte nehmen, bevor sie weitere wähler vergrault.

Mein Eindruck während der ganzen Sendung: Ypsitanti hat ihr Patensöhnchen mitgebracht.

Sehr geehrte Frau Ypsilanti, sie fragen sich, wie man nun in unserem Land noch Politik machen soll? Versuchen sie es doch einfach einmal mit Ehrlichkeit und der Wahrheit. Sie würden sich in der politischen Landschaft mit solch einem Handeln von der Masse abheben.