
In was für einer immer perverseren Mediengesellschaft leben wir?

Der Hauptgrund der Mediengier ist doch der: Gab es ein sexuelles Verhältnis zwischen Entführer und seinem Opfer? Die geifernden Medien sind bereit, jeden Preis zu zahlen, nur um diese Frage bestätigt zu finden. Ich bin der Meinung, wäre das Entführungsopfer männlich, würde sich das Interesse der Medien in Grenzen halten.
Ein echtes Mitgefühl an Natascha Kampusch ist der sog. Boulevard-Presse ebenso fremd wie das Interesse an ihrer Zukunft. Natürlich ist Frau Kampusch ein leichtes Opfer für die Sensationsreporter, die brutal-genau wissen, wie man sie vor Kameras und Mikrofone lockt. Vor lauter Blindheit, die Euro-Zeichen in den Augen nun einmal verursachen können, verkennen sowohl Frau Kampusch als auch ihre Eltern völlig, daß ihre Persönlichkeit hemmungslos ausgeschlachtet wird und die Mediengeier danach gnadenlos, ohne sich auch nur einmal umzudrehen, weiterziehen.
Arme Natascha Kampusch.

Es gäbe weiß Gott bessere Wege der Öffentlichkeit Kenntnis der Umstände zu verschaffen! Ein solches Spektakel mit - für jeden ersichtlich - einer Menge Geld im Spiel gefährdet m. E. die öffentliche Sicherheit, weil es zur Nachahmung bzw. Vortäuschung ähnlicher Fälle in wirtschaftlichem Interesse anregt.
Gruß
J. Klaus Weil

Widerlich, wie sich die Medien hier in Sensationsgeilheit aalen!!!!

... nun hat sie bereits neue Entführer.