Alleinvertreter des Gemeinwohls? Der ARD-Vorsitzende Fritz Raff und ZDF-Inten...

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk

Allein auf der Insel

Die Steuerzahler versorgen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nach Willen der Politik jährlich großzügig mit über sieben Milliarden Euro. Das ist den Verantwortlichen nicht genug. Jetzt wollen sie auch im Internet Einzug halten - entgegen den europäischen Richtlinien und mit brachialer Rhetorik. Von Michael Hanfeld

Lesermeinungen zum Beitrag

25. April 2008 11:15

Warum denn auf die Öffentlich-Rechtlichen schimpfen

Ralf Schelberg (ralfsb)

Was diese Leute wollen, ist aus ihrer Sicht doch nur konsequent: Die Dominanz des öffentlich-rechtlichen Systems auf ALLE Bereiche und Medien ausdehnen - nicht nur den Rundfunk. Sich dagegen mit Argumenten zu wehren, dürfte ungefähr so erfolgversprechend sein, wie eine Stechmücke zu bitten, nicht zuzustechen. Hier gilt allein das Recht des Stärkeren.
Politisch verantwortlich sind nicht unsere Politiker - die könnte man abwählen -, sondern Prof. Dr. Dres. h.c. H.-J. Papier und seine willigen Helfershelfer im Bundesverfassungsgericht. Wie ein oberstes Organ unseres (Nicht-mehr-) "Rechtsstaats" eine derartig verfassungsfeindliche Haltung einnehmen kann, will mir immer noch nicht in den Kopf.

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25. April 2008 10:56

ein Fass ohne Boden...- und Inhalt

Eberhard Wedekind (wedekind3)

Die deutschen ( öffentlich rechtlichen ) Rundfunkveranstalter sind prinzipiell nur
auf Reichweite und "Raff"-Gier ausgerichtet.
Die meisten Rundfunkveranstalter in Europa und anderswo sind technisch wesentlich weiter und auch vom Programm her, besser aufgestellt.
Obwohl die Anstalten in Deutschland finanziell überproportioniert sind nehmen sie
international nur eine untergeordnete Rolle ein. Auch national verliert der öffentlich- rechtliche Rundfunk in Deutschland immer mehr an Akzeptanz. Dies gilt auch (leider) für das Zweite Deutsche Fernsehen, das unter seinen jetzigen Intendanten und Programmchefs starke Akzeptanzverluste hinnehmen muß.
Der Bericht der EMCA ( European Media Consulting Assocation ) gibt dem deutschen Fernsehen schlechte Noten in Bezug auf die Einführung der digitalen
Übertragungstechnik. Obwohl wir in Deutschland im Ausbau der digitalen terrestrischen Infrastruktur bei über 80% liegen, ist die Nutzung dieser Verbreitungsvariante nur 10%, weil in den meisten Senderegionen nur ein Teil
der öffentlich- rechtlichen Programme ausgestrahlt wird. Hier zeigt sich ganz deutlich die Akzeptanz für öffentlich- rechtliche Einseitigkeit, obwohl immer von Vielfalt gesprochen wird. wedekind 3

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25. April 2008 08:11

Angriff auf die Volksgesundheit...

Bernd Almstedt (Almstedt)

Wert sei nur, was die öffentlich-rechtlichen produzieren und ausstrahlen? Das ich nicht lache... - das Programm ist differenziert betrachtet in der Masse des Angebotenen nicht nur absolut wertlos, sondern - schlimmer noch - ein Angriff auf die geistige Gesundheit des Volkes.
Anscheinend haben die jahrelangen Attacken ja gewirkt, immerhin geben die Bürger hierzulande stillschweigend 7,5 Mrd. Euro im Jahr für die eigene Verdummung aus! Wenn das kein Erfolg ist...
Ich für meinen Teil habe reagiert und vor 6 Jahren meinen Fernseher verschenkt - jetzt habe ich mehr Platz in der Wohnung und spare die Erpressungszahlungen, benutzt hatte ich den Fernseher schon lange vorher nicht mehr...

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25. April 2008 08:08

Der teuerste Rundfunk der Welt

Michael Menzel (Galenos)


wird von den Deutschen als Gottgegeben hingenommen wie der "Tod und die Steuer".

Der exzellente Kommentar beschreibt zwar die unglaublichen Gegebenheiten aber man vermißt doch eine tiefere Analyse die zum Entstehen dieser höchst ineffizienten Krake den Versuch einer Antwort zu finden versucht.

Der Begriff der "Insel" ist in diesem geldverbrennenden Moloch noch einmal wiederzufinden, nämlich als da innerhalb des "vielfältigen Programm-Angebotes" nur Inseln von erwünschten, erhofften, notwendigen Inhalten produziert werden. Diese werden nämlich im Prinzip ohne Ansehen des Zuhörers oder Zusehers und dessen Bedürfnisse am Bedarf der Bevölkerung vorbei produziert.

Es ist doch in Wirklichkeit so, daß, wenn von heute auf morgen der gesamte ÖRR abgeschaltet würde, es niemandem auffallen würde. Dieses Relikt aus Nachkriegszeiten, das ausschließlich zur notwendigen Information der Bevölkerung dienen sollte, hat sich zu einer Hydra entwickelt, deren Anzahl von Köpfen nicht einmal die Hintermänner, die Regierungspräsidenten und die zahllosen schmarotzenden "Aufsichtsräte" kennen.

Was könnte man nicht alles mit dem Geld sinnvoll tun. Dabei würde zum gesetzlichen Auftrag 1 Prozent der fast 8 Milliarden für den ÖRR völlig reichen.

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25. April 2008 08:07

Das teuerste Fernsehen der Welt 2

Bertram von Steuben (Elim_Garak)

A B S O L U T unnötige Internetauftritte, die keiner haben möchte, über die keiner abgestimmt hat und für die kein normaler Mensch auch nur einen Cent bezahlen würde, sollen jetzt mit auch noch mit staatlicher Hilfe Zwangsfinanziert werden... - aber nur von den Deutschen! Der Amerikaner der sich dann im net amüsiert zahlt natürlich nicht...
Mir reichen offen gestanden unerwünschte Werbungen diverser Versandhäuser und zwielichter Unternehmen, die im rechtlichen Graubereich pharmazeutische Produkte anbieten. Aber die kann ich wegklicken- dann SIND sie auch weg. Die Werbeauftritte der ÖRR kann ich auch wegklicken - aber die Zwangsgebühren werden für diesen Schwachsinn tzrotzem eingezogen.
Ich kann aus dieser Informationsskaverei nicht einmal ausbrechen!
Politisch sind dem Volk ebenfalls die Hände gebunden, da der ÖRR den Gesetzgebern "gehört" - und die wären schön dumm, gäben sie ihr bestes Propagandainstrument aus den Händen...

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25. April 2008 07:53

Das teuerste Fernsehen der Welt

Bertram von Steuben (Elim_Garak)

WOW - und inzwischen im ranking der Zielgruppe 20-45 im Mittelfeld angekommen...
Die Grundversorgung verkommt doch schon seit geraumer Zeit zum Musikantenstadl, der Lindenstraße und massiver Werbung zur Nachtzeit (Boxkämpfe von Hasseröder o.ä.) Nein, nein meine Herren und Damen der ÖRRundfunkanstalten. Das System ist antiquiert und hat seine Daseinsberechtigung bereits weit hinter sich gelassen. Einst von den Alliierten gefordert um eine neutrale Grundversorgung zu gewährleisten klammern sich die nicht mehr lebensfähigen Dinosaurier an unseren Geldbeutel und saugen uns aus. Geliefert wird i.d.R. ein Einheitsbrei an seichter Unterhaltung und stark politisch-tendenziöse Berichterstattung. Logisch, da der ÖRR vom Staat protegiert wird (bis zum staatl. gedeckelten Zwangsinkasso durch ein Unternehmen mit mafiaänlichen Strukturen) Im Zeitalter der Globalisierung steht zur Grundversorgung die ganze Bandbreite internationaler Sender offen und macht die absolute Unnötigkeit eines Staatsrundfunks deutlich. Und die Richtung meiner politischen Indoktrination möchte ich mir selber aussuchen dürfen. Ebenso dessen Bezahlung. Aber warum ändern, solange die ÖRR geeignet sind, Politikern später schicke Ausichtsratsposten zuschustern zu können?!?!

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25. April 2008 01:46

Fernbseher - hab ich nicht.

Ulrich Hinderer (tiger_78)

Da kann ich also nicht mitreden.
Aber Radio - und das Geld, das an die GEZ geht, sind die Öffentlichen mir allemal wert. Die Privaten Sender, die ich bis jetzt erdulden musste, haben mir die Fußnägel gekräuselt. "Not my style": Zu hektisch, fahrig, flach-humorig, werbeüberwürzt.
All das findet sich auch bei den Öffentlich-Rechtlichen - jedoch auch die vielbeschworenen "Inseln" mit Reportagen und Berichten - oder einfach Leuten, die Spaß daran haben, Radio zu machen. Und das mit Ruhe tun können. Teilweise sogar ohne doofe, nervtötende Werbung.
Das ist es mir wert.

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25. April 2008 00:34

Allein auf der Insel...

Alexander Batschari (heilex)

...der Seeligen sind sie wahrlich die abgeschotteten Provinzfuersten der Offentlich-Rechtlichen "Anstalten". Im aussereuropaeischen Ausland finden Sie als Winzlinge statt, ARD und ZdF, man nimmt sie gar nicht wahr. BBC, RAI, das franzoesische Fernsehen, natuerlich CNN und sogar das chinesische Fernsehen kann man in Kapstadt einfach empfangen. Deutsche Programme zu erschwinglichen Gebuehren - Fehlanzeige! Eine jaemmerliche Vorstellung fuer den noch "Exportweltmeister"

Sie sind nicht in der Lage im Ausland mit einem leistungsfaehigen Sender aufzuwarten - die Deutsche Welle ist zum Abgewoehnen - wollen jetzt auch noch ueber das Internet die Bundesbuerger "begluecken". Da fehlen einem die Worte.
Alexander Batschari, Kapstadt

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24. April 2008 23:32

Ein Programm für die Ewigkeit!

G. Wander (goldaw)

Lahm, behäbig, billig, alt und niveaulos, das ist das Programm; für alle Zuschauer seit Jahrzehnten eine Zumutung, die nur überleben kann, weil den Bürgern zwangweise das Geld aus der Tasche gezogen und nichts Besseres geboten wird. Dafür gibt es in echten Demokratien einen Namen. Raub. Solange dieses Mausoleum besteht, werden die Bürger im Land sich wohl, statt mit einem anspruchsvollem Programm, mit nie alternden Zombies begnügen müssen, die sie durch immer dieselben ermüdenden Shows führen und mit nie endenden Wiederholungen der billigsten und lahmsten Filme, die je in der Welt je ausgestrahlt wurden. Man wird sich mit halbnackten Rätseldamen, Karten- und Handlesern, santanistischen Musikvideos und Mord begnügen müssen und dafür noch gezwungen werden zu bezahlen. Nur in Deutschland können drei Generationen mindestens mit dem Auftritt eines Schlagersänger auf die Welt kommen und alt werden und wenn sie sterben und gestorben sind, singt er immer noch die alten Lieder in seinen alten Anzügen, mit dem alten , ewigen Lächeln und der alten Frisur.

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24. April 2008 22:36

Es ist das gute Recht der FAZ

gisbert heimes (gisbert4)

das so wie Michael Hanfeld zu sehen. Und niemand wird ihr bestreiten wollen, daß sie mit dieser Sicht ihre Interessen wahren darf.

Niemand wird aber auch bestreiten, daß viele, viele das etwas differenzierter sehen als Michael Hanfeld. Und das sind nicht die Dümmsten (für letztere gibt es nämlich 'Unterschichtenfernsehen' und hunderte Radios, die 24 h am Tag denselben Einheitssound dröhnen). Floskel hin, Floskel her: der öffentlich-rechtliche Rundfunk gehört zu den Grundelementen unserer demokratischen Gesellschaft. Daß er teilweise dann 'Grundversorgung' offenbar so interpretiert, daß er auch Programmstrecken in der Machart der Privaten anbietet, ändert daran nichts. Und auch im Internet möchte ich auf die Angebote des ÖR nicht verzichten. Sie erweitern einfach die Informationsbasis um eine relativ unabhängige und in der Regel glaubwürdige Quelle. Jedenfalls unterliegt der ÖR in weit höherem Maße einer öffentlichen Kontrolle als die privaten Medien.

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24. April 2008 22:29

abschaffen

Kai Klinge (kaaa)

Irgendwo las ich einmal, dass die Werbeeinnahmen einen verschwindend geringen Teil im Budget ausmachen: Ich meine, es waren unter 7%.
Ein Euro mehr im Komplettpaketpreis von 17,-€!
Gemessen an der Werbung der Privaten deutet das auf einen riesigen Wasserkopf hin.
Die Öffentlich Rechtlichen sind ein Monster, das außer ihnen selbst und der Linken, deren Propagandamaschine sie darstellen, niemand braucht.

Es ist der teuerste Staatsrundfunk der Welt, mit Abstand.
Aber nicht der Beste, sondern vielleicht nur der Selbstgefälligste.

Der Bürger wird gegängelt und hat keine Möglichkeit, dem zu entgehen. Modelle, wo nach Nutzung bezahlt wird, werden gefürchtet wie das Weihwasser.

Die Sitten und der Schriftwechsel mit der GEZ sprechen Bände über das Menschenbild und das Selbstverständnis, das dort offenbar herrscht.
Abschaffen, oder wenigstens das Budget halbieren und einfrieren.

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24. April 2008 21:25

Grundversorgung 1950 und heute

Thomas Frieling (TFrieling)

In den Fünfzigern gab es wegen des für den Betrieb eines Fernseh- oder Radiosenders erforderlichen Aufwands an Infrastruktur de facto kein Geschäftsmodell für die Privatwirtschaft.

Da man aus gutem Grund dennoch in Deutschland nicht auf Rundfunk verzichten wollte, wurde eine Anstalt öffentlichen Rechts gegründet. Diese erhielt auf der einen Seite eine sichere Finanzierung. Auf der anderen Seite wurde sie verpflichtet, Programme zu bieten, die einer Grundversorgung der Bevölkerung in puncto Information, Unterhaltung und Kultur entsprechen.

Heute ist Rundfunk längst ein Geschäftsmodell. Sender existieren in großer Zahl ohne den Schutz eines öffentlich-rechtlichen Konstrukts. Damit ist der Grund für dieses 50 Jahre alte System hinfällig.

Für die Presse hat es ein solches System nie gegeben, für die Nahrungsmittelverorgung ebensowenig. Für das Fernsehen soll es noch heute unverzichtbar sein?

TF

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24. April 2008 20:15

GEZ soll man einfach kurzen

Alex Colt (Alex357)

Für öffentlich-rechtlichen Geld wird IMMER nicht genug- es ist klar die wollen Leben, nicht so wie wir alle, aber besser, Sie wollen GUT LEBEN.
Das kann man einfach machen lassen: die öffentlich-rechtlichen sollen nehmen das ganze Werbung weg und sehr Teure Spiel Filmen und Sport Sendungen weg und machen weiter mit GEZ, oder... ohne GEZ Gelder mit Werbung, Sport und Spielfilmen- wie alle andere Qualitativ bessere Sender.

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