Das neue Kleid der F.A.Z.

Einladend, frisch, übersichtlich

Bildergalerie Seit ihrer Gründung hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung ihr Äußeres immer wieder verändert. Von diesem Freitag an erneuert die F.A.Z. abermals ihr Erscheinungsbild. Täglich wird ein Foto auf der Titelseite erscheinen, die Frakturschrift über den Kommentaren wird abgelöst. Leserbefragungen ergaben große Zustimmung.

Lesermeinungen zum Beitrag

10. Oktober 2007 20:15

Jeder Tag ein bedeutender Tag, leider mit bedeutungslosen Bildern.

Martina Ochel (nana24)

Welche Überraschung!

Peter Grünberg auf der Titelseite der FAZ. Leider extrem unvorteilhaft von unten fotografiert. Das können andere doch viel Besser. Z.B. die WAZ. Hier prangt auch der frisch gekürte Nobelpreisträger auf dem Titel, aber nett fotografiert, irgendwie sehr persönlich. Und dann noch mit der Überschrift; Nobelpreis geht nach NRW!

Wo ist also das besondere, an diesem besonderen Tag bei der FAZ?!

Wenn schon Bilder, dann aber bitte wirklich besondere!

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08. Oktober 2007 12:15

Mit einem Design-Plebiszit das Niveau abgesenkt

Norbert Kraas (norbertkraas)

Glaubt man der Redaktion ist diese wirklich biedere Neugestaltung der F.A.Z. durch ein "Design-Plebiszit" abgesegnet. Ich habe das meine Zweifel! Wollen die Herausgeber, will die Redaktion, wollen die Leserinnen und Leser diese Absenkung des gestalterischen Niveaus hinnehmen? Wenn schon Neugestaltung, dann hätte man externe Profis hinzuziehen sollen (wie die ZEIT dies vor Jahren vorgemacht hat) und keine Lösung mit Bordmitteln durchziehen. So wirkt die Sache nämlich! Die F.A.Z. bewegt sich layouttechnisch jetzt auf besserem Provinzniveau und erinnert stark an die Stuttgarter Zeitung. Ich hoffe, dieser große Fehlwurf wird schnellstens korrigiert.

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06. Oktober 2007 23:27

Die Neugestaltung

Malcolm Norman (malcolmlnorman)

Die Neugestaltung paßt leider mit der Zeitung, die die "F.A.Z" geworden ist. Die Schritte zur Boulevardisierung werden allein von ver Zahl der Druckfehler übertroffen. Es ist erst ein paar Tage her, daß die Hauptschlagzeile der Seite 1 sich um ein Sportereignis handelte. Jetzt muß man sich tagtäglich mit einem überflüssigen Bild auf der Titelseite abfinden. Schlimm genug ist es, daß die "F.A.Z" es für angebracht hält, im Hauptnachrichtenteil von Popsänger George Michael und seinen Raucherentwöhnungswünsche zu berichten. Wie lange wird es dauern bis die "F.A.Z" sich dem vermeintlich visuellen Zeitgeist anpaßt und George Michael und Kompanie auf Seite 1 bildlich vorstellt? Sie haben (erst seit vorgestern) etwas zu den Änderungen gesagt - obwohl nur in den sonstigen Medien von den sinkenden Verkaufszahlen zu hören gewesen ist. Sie werden bestimmt für einen großen Teil einer treuen Leserschaft einen Teil der alltäglichen Lebensqualität ausradiert haben. Die "F.A.Z" wird nun um so schneller zu "noch einer" Zeitung werden. Ihnen ist das wahrscheinlich egal wenn die Verkaufszahlen stimmen: Wer sind eigentlich diese potenziellen Neukunden, die wordgewandt sind aber
unbedingt ein Bild vor sich brauchen?

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06. Oktober 2007 01:40

Verlorene Unverwechselbarkeit

Alexander Horn (Hoernchen2000)

Seit heute bin ich registrierter Nutzer des Internetauftritts der FAZ. Dies geschah aus der Motivation heraus, mich den Stimmen anzuschließen, die sich die Fortsetzung der Produktion der FAZ mit einem "Schuss Leichtigkeit" in der Form des 05.10.2007 nicht wünschen.

Das Bild auf der ersten FAZ-Seite sollte aus meiner Sicht weiterhin nur an besonders außergewöhnlich bewegenden Tagen gedruckt werden. Herr D'Inka bemerkt im Online-Video, jeder Tag sei nun ein besonderer. Zwar hört sich das gut an und ist idealisiert gesehen nicht falsch. Ein als Besonderheit angekündigter täglicher Vorgang wird jedoch schnell eben doch das, was er eigentlich nicht werden sollte: all-täglich.

Die - abgesehen vom Titel selbst - nur vor Kommentaren verwendete Frakturschrift sei den Lesern fremd geworden, heißt es weiter. Für mich hatte diese Schriftart für eine klare Gliederung der FAZ gesorgt und war dabei gleichzeitig ein unverwechselbares Markenzeichen. Nicht die Schriftart, sondern ihre Abschaffung befremdet.

Nebenbei: Die Farbe rot findet auf S. 1 nun noch häufiger Gebrauch und Werbung ist häufiger ganzseitig als vorher.

An diesem schwarzen Freitag der Zeitungskultur stelle ich (32 Jahre) fest: Sie bleiben sich nicht treu.

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05. Oktober 2007 18:11

FAZ mit neuem Gesicht

Paul H. Peiseler (paolo5)

Mein Glückwunsch zur überarbeiteten Formgebung. Es ist ein gelungenes, sehr klar gegliedertes Layout. Ebenso die Unterteilung der Schriftwahl ist einfach gekonnt. Somit ist das Gesicht der FAZ schlicht wie immer. Nur jünger. Stil ist eben doch durch nichts zu ersetzen!!!

Dies sagt ein älterer Zeitgenosse (übrigens langjähriger Leser der FAZ), der von 1955-1958 Schriftsetzer gelernt hat und auch heute noch imstande ist, eine "klassische" von einer "klassizistischen" Antiqua zu unterscheiden.

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05. Oktober 2007 15:56

Zwei unschöne Gesichter im bunten Großformat zum Frühstück

Wolf Doleys (Karneades)


Vorn auf dem Bild Bonbonkitschfarben, hinten die Visage des nordkoreanischen Brutaldiktators - ächt kuhl und frisch!
Ich täte meinen, wenn man sowas sehen will, macht man n-tv an.
Wie schrieb Benn: "Wir befinden uns im Zeitalter der Aphorismen und Anthologien, im Zeitalter der Offerte, des Reizangebots, der Schmackhaftmachung, man kann auch sagen im Zeitalter der Erleichterung der schweren Dinge. Mundgerecht soll alles gemacht werden, keiner soll mehr an einer selbstbestellten und selbstbeurteilten Hauptnahrung herumkauen müssen, die vielleicht seinem Gebiß Schwierigkeiten macht. ... also: Kleine Bissen, vorgekaut, weichgekocht."
Ges. W., ed. Wellershoff, Bd. 7 (Verm. Schr.), S. 1794
Heute, rund 50 Jahre später, würde er vielleicht fortsetzen: Was die Kitschbilderflut angeht, so sind wir zum lauwarmen, bunten Breichen fortgeschritten.
Wohl bekomm's!

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05. Oktober 2007 14:12

Arbeit an der Verwechselbarkeit

Wolfgang Behrens (Raulomat2)

Die FAZ war über lange Jahre diejenige Zeitung, die neben der NZZ das unverwechselbarste Profil auch im Layout pflegte. Das ist nun dahin! Ich hatte heute morgen Schwierigkeiten, die einzelnen Blätter des Berliner Tagesspiegels und der FAZ zu unterscheiden! Auch die Süddeutsche und die FAZ sind sich nun ähnlicher geworden.

Zwei Dinge sind besonders ärgerlich:
Das Foto auf der Titelseite, das ALLE, wirklich ALLE anderen Zeitungen bereits haben. Besonders hybrid ist die Beschwörung der FAZ-Nähe zur Fotokunst in Werner D'Inkas "Kommentar" (haha!) - und dann dieses über alle Maße läppische AFP-Bild!

Das zweite sind die Versalien in den Ressort-Kolumnen. Denn mehr als die berühmte Fraktur (der ich noch am wenigsten nachtrauere) begründete die Type dieser Kolumnentitel ehemals den ganz eigenen, meisterhaften grafischen Stil der FAZ. In Zukunft werde ich also nicht mehr ohne weiteres, in der U-Bahn oder in Cafés sitzend, wissen, ob mein Gegenüber in der Süddeutschen, im Tagesspiegel oder in der FAZ liest - und ob es sich bei ihm/ihr um einen klugen Kopf handelt oder nicht.

Diese Layoutreform geht nur insofern mit der Zeit, als sie am großen Einerlei arbeitet.

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05. Oktober 2007 13:41

Neues Layout

Dr. Thomas Bock (ritoboc)

"Einladend, frisch, übersichtlich" ist der Beitrag zum neuen Layout auf der ersten Seite der FAZ vom 4. Oktober überschrieben. Ich möchte diese Wörter durch "beliebig, langweilig, 08/15-mäßig" ersetzen.
In ihrem Äußeren gleicht die FAZ jetzt den anderen Angeboten im Blätterwald fast aufs Haar.
Man kann nur hoffen, daß ähnliches nicht mit dem Inhalt geschieht.

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05. Oktober 2007 12:56

Schande!

Jan Grensemann (Grensemann)



Eine Schande, wie "unsere" Zeitung kaputtgemacht wird. Von wegen Leserumfrage: ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe.

Kommt es denn auf die Leute an, die am Kiosk nach Kim Jong-il bei der weinporbe greifen?

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05. Oktober 2007 11:36

...wie lange lassen wir Abonnenten uns noch...

Dietmar Jannsen (DietmarJannsen)

Sehr geehrte Herausgeber und Redakteure der F A Z !

das Jahr 2007 ist für uns Altgediente, Kunden, "unserer" FAZ ein Wendepunkt des Erträglichen. Warum bin ich auch, nach meinem Vater, über fast fünf Jahrzehnte überzeugter Bezieher der FAZ? Sicherlich nicht aus Gründen des Überbordwerfens bewährter Traditionen! Schon das äußere "Bild" unserer FAZ - ohne Bild - war für uns immer Leitbild einer guten Zeitung. Wie wollen Sie in Zukunft einem für Deutschland außergewöhnlichen Ereignis optisch unsere Referenz erweisen, wenn dieses Medium zum Alltagstrott verkommt?
Über inhaltliche Modifikationen läßt sich konstruktiv intern debattieren - über Veränderungen von Leitbildern sollten Sie mit uns langjährigen Partnern in Kontakt treten!
Auf welche Zeitgeistzugeständnisse müssen wir uns ab jetzt einstellen?
Ihr noch gespannter Leser Dietmar Jannsen

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05. Oktober 2007 10:03

Willkommen im Blätterwald der Beliebigkeit!

Martina Ochel (nana24)

Klar muss ein wenig Aufhübschen in Layout und Schriftbild nicht gleich den Niedergang des Qualitätsjournalismus bedeuten. Auch ein Foto auf der Titelseite muss nicht gleich die "Verbilderung" der FAZ erwirken. Es erinnert aber alles ein wenig an Diskussionen aus der Automobilindustrie; Beispiel der Startknopf. Natürlich ist der Schick und spricht den ein oder anderen jüngeren Fahrer an, aber dieses Gimmick greift sich irgendwann ab und ein Mehrwert ist nicht erkennbar. Frei nach dem Motto; Lösungen nach denen keiner gefragt hat!

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05. Oktober 2007 06:24

Herzlichen Glückwunsch!

Eva Ernst (evalotte)

Dieser Schritt war längst überfällig! Was ist an mehr Übersichtlichkeit zu kritisieren?!

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04. Oktober 2007 23:02

"Gegen eine Thorheit die gerade in Mode ist ...

Michael Thum (stefanvolker)

... kommt keine Klugheit an." (Fontane)

Es gab mal eine Zeit, wo sich die Dorfbewohner ihrer altehrwürdigen Fachwerkhäuser schämten und sie mit modernen "einladenden, frischen und übersichtlichen" Eternit-Platten verschönerten.

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04. Oktober 2007 22:18

Ein neues Gesicht ...

R. Clemens (ZyNik)

... und ein neues Format: "Tabloid".
Ach, ich bin gar nicht bei der "FR", sorry!
Die FAZ gefällt mir sowieso besser.
Fast egal was kommt!

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04. Oktober 2007 21:42

Auch das noch...

Egbert Kimm (Egbert_Kimm)

Die Zeichen einer Anpassung der FAZ an zeitgemäße Seh- und Konsumgewohnheiten haben sich in letzter Zeit gemehrt, das Unterhaltungsniveau der Sonntagszeitung, denn schließlich will man seinen klugen Kopf nicht jeden Tag anstrengen, die Einstellung der Tiefdruckbeilage vom Samstag, auch solche Artikel waren nach einer anstrengenden Woche dem Leser nicht mehr zumutbar, ähnlich wie lange Filmkritiken, so daß wir samstags endlich mit der Filmkritik in Kürze einen schnellen Überblick gewinnen und unsere Abendplanung im Griff haben, dann die Anpassung an eine Variante der Reformschreibung, damit die FAZ endlich auch von Schülern gelesen werden darf, auch wenn man dafür die Grammatik verbiegen muß - aber was tut man nicht alles fürs Gemeinwohl, dann die flott und luftig geschriebenen Bilder und Zeiten, nun folgen Literatur in Kürze für das schnelle Buch zwischendurch und Nachrichten kompakt, damit auch der eilige Mensch nichts verpaßt und das bunte Bild auf der ersten Seite, damit man sofort weiß, was heute wirklich wichtig ist. Die Menschen verändern sich und die FAZ hat das endlich begriffen. Der Zeitgeist setzt sich hier durch und nicht der souveräne Leser, letzterer ist schon bei der Rechtschreibreform erbärmlich gescheitert.

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