
Mittlerweile ist es unerträglich geworden, wenn so viel Müll gelabert wird und jeder Puups aus fünf Kameraeinstellungen und Blickwinkeln schon eine Stunde lang vor dem Spiel kommentiert wird. Leute wie Kerner, Rethy & Co. bekommen horrende Honorare für absolut unterirdische Leistungen. Aber dieses Abschreckspektakel kommt aus den USA, nur dass dort die Sender um Einschaltquoten kämpfen und hier von GEBÜHREN und Drumrumwerbung gelebt wird. Seit dem früheren Radiomoderator Werner Hansch und bei der ARD das "Guten Abend Allerseits..." die Zornesröte ins Gesicht trieb ist heute noch schlimmer. Besinnt Euch wieder auf den Sport und nicht Schweini´s neue Frisur, sowie einst Ernst Huberty. Auch das Spielern noch am Spielfeld das Mikro unter die Nase gehalten wird und dämlichste Fragen und Antworten zu hören sind und im Studio jede Szene noch zigmal wiederholt und kommentiert werden muss. HÖRT AUF DAMIT - ES NIMMT DIE FREUDE AM SPORT. Wegen dieser Art der Berichterstattung schaut man immer weniger. Einzig die Sportschau ist wirklich noch sehenswert, auch wenn es dort noch unnötige Längen gibt. Vielleicht mehr attraktive Moderatorinnen im Studio, wie Pamela David aus der chilenischen Sportsendung "Noche de Juegos" :-))

Auch sonst wird dem Zuschauer oft von Sportkommentatoren Schlechtes angeboten. Z. B. Schwimmen, wo früher Th. Wark einfach unsäglich war. Der hatte null Ahnung, oder war doch zumindest Meister in der Verschleierung von Sachkompetenz. Wenn er wie Wontorra ("Flieg, Albatros, flieg!") wenigstens emotional mitgegangen wäre.. Als Kristin Otto danebengesetzt wurde, wurds auch nicht besser, zu selten kamen die Erfahrungen des Schwimmerlebens zum Tragen, zuviel belangloses Zeugs. Allerdings Ausnahme: Als mal mit einer Deckenkameraeinstellung Ian Thorpe gezeigt und deutlich wurde, dass seine Klasse nichts mit den großen Füßen zu tun hatte, sondern mit einer beinahe optimalen Armzugtechnik.

BR kommentierte bereits grottenschlecht während der EURO2008. Das ist möglicherweise derselben Sportreporterschule zu schulden, die auch Herr Kerner offenbar schon besucht hatte (herausragend die unterirdische Malträtierung während der WM 1998 in Frankreich, als eines der legendärsten Spiele, Holland vs. Brasilien, bar jedweder Fußballkompetenz, in Grund und Boden kommentiert wurde). Das konnte der Wintersportexperte Valérien selig um Welten besser als diese beiden Trauergestalten der aktuellen deutschen Reporterszene.

Das erkennt man daran, dass auf E-Mails erst gar nicht geantwortet wird. Mir mißfällt zum Beispiel die liederliche Aussprache der Kommentatoren bei Wintersportübertragungen. Da ist von AMRIKANERN, ÖSTREICH und ÖSTREICHERN die Rede. Weist man als Zuschauer darauf hin erhält man keine Antwort. Zu Herrn Rehty kann ich nur sagen: Null Ahnung und viele unpassende, hochgestochene Sätze.

Für die Leistung von Wiese ist es ohne Belang, ob er den Ball berührt hat (mE hat er). Denn wenn der Ball mehr nach innen gekommen wäre, hätte Wiese die Hand da gehabt, das Tor also verhindert. Das ist die Leistung-Chapeau. Zu den Kommentatoren ist auf allen Sendern deren Nullenhaftigkeit festzustellen. Ausnahmen bieten (boten) Netzer u. Klopp. Von den Reportern ist eine Analyse aus dem Spiel heraus nicht zu erwarten, nach dem Motto: Wer macht was falsch oder gut, warum läuft das Spiel so wie es das tut. Aber sie kennen ja die Namen der Spieler-obwohl es zunächst völlig egal ist, wie z.B. "der mit der Nr. 6" heißt, diese Beschreibung würde für eine Analyse durchaus reichen. Vieles hat auch mit Intuition zu tun, dazu muß man aber ein paar Jahre gegen den Ball getreten haben, nicht unbedingt im Verein. Ich erinnere mich an ein Spiel, das Hansi Müller ko-kommentierte. Es kam zu einer Situation, die der Schiri als Foulspiel bewertete. Das war - intuitiv- zu sehen falsch (der Umgefallene konnte nicht berührt worden sein) und Müller tat das auch sofort kund, während der Reporter ein klares Foul gesehen haben wollte. Die Zeitlupe bewies die Richtigkeit der Intuition. Das kommt, wenn man sein Wissen aus 2. Hand bezieht.

Jedesmal, wenn das ZDF ein Länderspiel überträgt, wünsche ich mir statt eines neuen Richtmikrophons für Pfostenschüsse die Zwei-Kanal-Technik; einmal nur Stadiongeräusche, einmal mit Kommentar. Dann kann man das unsägliche Gequatsche wegschalten, ohne auf die Rufe der Zuschauer usw. verzichten zu müssen. Es ist jedesmal das gleiche: Kerner, Rethy und so gut wie jeder andere ZDF-Hansel versauen einem das Spiel - schon vor dem Anpfiff. Immer auf's neue ärgerlich, aber keine Überraschung mehr. Leider ist es eben so, daß die öffentlich-rechtlichen Sender gemeinsam die Rechte kaufen. Aber nur die ARD ist in der Lage, den Sport ansehnlich zu präsentieren - wobei Netzer und Delling auch mal endlich aufhören könnten. Früher war beileibe nicht alles besser. Aber zehn Minuten vor Anpfiff die Übertragung starten zu lassen, Aufstellung, Hymne (Feuerwehrkapelle, kein jungscher Schreihals), Spiel, in der Halbzeit Tagesthemen und nach dem Schlußpfiff Übertragungsende - das hatte schon was für sich.

...und nervt die Fernsehzuschauer noch zusätzlich. Warum gibt es eigentlich, wenn es schon sogar irgendwelche "Ballgeräuschmikros" gibt, technisch nicht auch die Möglichkeit, im Fernsehen nur die Stadionathmosphäre zu hören. Eben so, wie auch ein Zuschauer im Stadion alles hört (Zuschauergekröle, Stadiondurchsagen, etc.). Niemand braucht einen Reporter, der sagt, dass gerade der Ball von A nach B gespielt wird (sieht ja jeder), die deutschen Spieler kennt eh jeder, und , ganz ehrlich, die des Gegners interessieren niemenden... Und wenn schon ein Reporter im Fernsehen unbedingt kommentieren muss, dann vielleicht mal einer, der selbst schon mal Fussball gespielt hat und (zusätzlich) in der Lage ist, einen geraden deutschen Satz rauszubringen (mein Vorschlag: M. Scholl); solche Pseudo-Philosophen wie den B.Rety braucht niemand.

...nur erträglich, wenn man den Ton abstellt. Gefallen haben mir gestern nur Olli Kahn und S.Schweinsteiger. Herr Kahn ist in meinen Augen wirklich eine Bereicherung am Kommentatorenplatz. @ Hildegard : ???? I don't understand what your comment has to do with the article, oder suchen wir wieder zwanghaft nach phallischen Symbolen in der ach so grausamen Männerwelt ?? Wenn dem so sein sollte : Augen zu und durch oder Zigarre anstecken und umschalten auf Rosamunde Pichler.

...verkümmert jedes von ihm kommentierte Spiel zur reinen Nebensache und seine unerträglichen "wer- will- das- eigentlich- wissen- Randinformationen" prägen seinen "Kommentatorenstil", ala: "Klose..., der einzige noch in den Siebzigern Geborene. Damals, als man die Haare noch schulterlang trug und jene Zeit, in der man noch Zuhause Fussballweltmeister wurde und in der beinahe jeder so ein Stirnbändchen wie Patrick Helmes trug,... der jetzt übrigens, wie aus dem Nichts, den Anschlusstreffer erzielt hat. Ja, was war dass denn? Das erinnert mich an eine Situation im Spiel England gegen Schweden vor 25 Jahren in Stockholm, in dem der englische Keeper, dessen Schwiegermutter übrigens mit dem damaligen schwedischen Physiotherapeuten verbandelt war,... sich einen ähnlichen fatalen Fehlgriff leistetet und daraufhin zum Gespött des gesamten Commonwealth avancierte...bla, bla, bla... TOR, TOR für England..."

zu sehen... Der Ball ist ja trotzdem immernoch rund...

der bereits früher schon durch seine "bemerkenswerten" Kommentare auffiel. Leider wurde er nicht ausgewechselt! Daraufhin habe ich einfach den Ton abgestellt. Das Spiel wurde nicht ansehnlicher, aber ohne den Kommentator erträglicher.

Ich wäre mir da nicht so sicher, dass Herr Wiese den Ball wirklich an den Pfosten gelenkt hat: der Ball war recht scharf geschossen und Wiese höchstens mit den Fingerspitzen dran. Das soll seine Leistung nicht schmälern, denn er hat ansonsten gut pariert und war damit schon einer der Lichtblicke der DFB-Elf in diesem zu Recht so genannten "Grottenkick". Mir fiel vor allem auf, dass die deutsche Mannschaft gestern offensichtlich nicht in der Lage war, schnell zu spielen. Das ging immer so: Ball in den Rücken des Mitspielers spielen (sicherer, macht aber auch die Bewegung nach vorne viel schwieriger, wenn nicht gerade der nächste Gegenspieler 30 Meter entfernt ist), mühsam Ball kontrollieren, rasch schauen, wohin man abgeben kann (aber nicht zu lange, denn die englischen Beine des Gegenspielers kommen schon schnell näher) und am Ende einen unpräzisen Pass spielen (wahlweise auch planlos wegbolzen). Das konnten die Jungs doch mal um Klassen besser. Man kann eigentlich nur schließen, dass Freundschaftsspiele Zeit und Geld der Zuschauer nicht lohnen.

Wenn Sie, sehr geehrter Herr Hanfeld, etwas über die Leistung der Fußballspieler geschrieben hätten, dann hätte sich das lesen gelohnt. So konnte ich nur feststellen, dass Sie das ZDF nicht leiden mögen. Das ist zwar auch eine Art von Kommentar, aber eigentlich nicht der, den man zum Fußball vorrangig erwartet. Es ist eine Mogelpackung die deutlich macht, dass nicht immer drin ist was drauf steht!