
Manchmal fragt man sich, wo deutsche Medien-Meinungsbildner wie Frau Meckel ihre Meinungen und angeblichen Informationen hernehmen. Die in dem Artikel enthaltene Verunglimpfung ausgerechnet der US-Printmedien ist leider grotesk. Überzeugen Sie sich selbst und lesen sie eine beliebige größere US-Tageszeitung. Beispiele sind New York Times, Washington Post, Boston Globe, Miami Herald - um nur einige zu nennen, die von der Breite und Qualität der Berichterstattung den deutschen Tageszeitungen und der Mehrheit der ARD-Nachrichtensendungen weit überlegen sind. Die USA haben übrigens auch öffentlich-rechtlichen Rundfunk (Radio und TV) unter dem Namen "National Public Radio" (NPR). Dieser wird hinsichtlich Meinungsjournalismus recht streng überwacht und aus Steuergelder sowie Spenden finanziert. Adequat wäre in unserer Zeit in Deutschland ein öffentlich-rechtliches Programm, das alle wesentlichen Debatten in Bundes- und Länderparlamenten kommentarlos überträgt und evtl. relevante Nachrichten aus Wirtschaft, Politik etc. überträgt. Steuerfinanziert und von mir aus gerne im Internet. Der heutige, politisch korrekte Meinungsjournalismus als Zwangs-Pay-Radio muss weg. Und Entertainment kann nicht mehr ÖR-Aufgabe bleiben.

Am 10.Juni dieses Jahres habe ich an alle 16 Staatskanzleien meine Meinung zum 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag geschrieben, denn die MP's saßen am 12. Juni schon einmal betreffs des 12. RäStV zusammen. Reagiert hat nur 1 Staatskanzlei (Bürgerbüro Hamburg ). So funktioniert Demokratie bei uns. Es interessiert die " Großkopferten" überhaupt nicht. Ist es dann ein Wunder wenn nichts mehr richtig funktioniert. Bei den nächsten Wahlen wird's wohl auch der letzte Politiker merken, daß man mit den Bürgern nicht so umgehen kann. Schade , daß man Bankmanager, Rundfunkräte und Intendanten nicht wählen kann. Überall das gleiche. wedekind3

"ARD und ZDF müssen Qualitätsprogramme liefern, die im freien Markt nicht refinanzierbar sind." Und zwar ausschließlich, da anders eine Zwangsgebühr nicht zu rechtfertigen ist!!! Und wenn man dann Bundesliga und Olympia weglässt, kann man die Gebühren wieder auf ein erträglich Maß zurückführen.

Ich glaube es ist den Bürgern sch... egal was für ein Programm ARD/ZDF bieten oder ob sie im Internet sind oder nicht. Jeder hat da einen eigenen Geschmack und das ist gut so. Aber das jeder dazu gezwungen wird für eine Leistung zu bezahlen, die er vielleicht gar nicht nutzen möchte/nutzt ist nicht nur gemein, es ist kriminell und ähnelt Mafia Methoden z.B. Schutzgelderpressung. Sollen ARD und ZDF im Internet sein, sollen sie meinetwegen ihr Programm so lassen aber ich will nicht gezwungen werden es zu gucken bzw. dafür zu bezahlen. Wenn sie sich nicht durch Werbung finanzieren wollen, dann sollen sie Pay TV daraus machen aber freiwilliges Pay TV ohne Schutzgelderpressung. Dann müssen sich ARD und ZDF dem Markt stellen. Und ich denke die Bürger hier lieben die freie Marktwirtschaft. Ein freies TV ist ein Teil davon. Es herauszunehmen ist scheinheilig. Liebe Politiker - akzeptiert den Volkswillen und schafft die GEZ ab. Liebe Bürger - achten sie bei Ihren nächsten Wahlen darauf, den Kandidaten/Partei zu wählen, die wirklich ihre Interessen vertritt und vor allem wählen sie. Es wird sich nichts ändern wenn wir nichts ändern.

Wenn man von der Entbehrlichkeit einer fernmelderechtlichen Erlaubnis fur den Betrieb eines Rundfunkgeraetes ausgeht, dann gibt es eigentlich keinen vernuenftigten Grund, die Runkfunkgebuehr noch an den Geraetebesitz zu knuepfen. Rundfunk ist kein Luxus, ohne oeffentlich-rechtlichen Rundfunk ist Demokratie gar nicht denkbar. Der oeffentlich-rechtliche Rundfunk ist wichtiger als die Bundeswehr. Und es ist ueberhaupt nicht einzusehen, den oeffentlich-rechtlichen Rundfunk im Internet zu knebeln. Man sollte dem oeffentlich-rechtlichen Rundfunk aber gerade deshalb etwas den Geldhahn zudrehen. Dann strengt er sich vielleicht etwas mehr an. Bestimmte Zustaende sind unertraeglich.

Eine Konsequenz könnte man ziehen, die das Gleichgewicht (?) zwischen Printmedien und öffentlich-rechtlichem Rundfunk wiederherstellen könnte: Die Gebühren für letzteren dramatisch senken, z.B. etwa auf das Niveau der Radiogebühren. Dann dürften sich die Fernsehanstalten überlegen, ob sie ihre informationellen Internetangebote weiter ausbauen wollen, aber dafür nicht jeden überzogenen Preis für Sportübertragungen zahlen und unterirdisch-schwachsinnige Vorabendserien produzieren wollen, sondern wieder von 16 bis 23 Uhr Fernsehprogramm senden. Allerdings müßten dazu dann wiederum viele "Versorgungsposten" für TV-"Beamte" geschaffen werden...

Ich kann vordergründig den Groll über die Gebühren verstehen. Die hier vertretenen Positionen, dass die ÖR abgeschafft gehörten, weil sie anachronistisch wären und nur Mist produzierten, aber nicht. Mag sein, dass im ÖR teils schlechtes Programm läuft. Man muss aber doch sehen, was die Alternative ist; was man sich ohne ÖR für eine Medienlandschaft vorstellt. Wird der Mist im Schnitt weniger, wenn der Rundfunk nur noch aus Privatsendern besteht? Wollen wir in einer Gesellschaft leben, in der das Leitmedium Fernsehen einzig von 2 Medienmogulen kontrolliert wird? Politische Information nur noch bei RTL aktuell oder bei Akte 08 vorkommt? - - An der gesellschaftlichen Verdummung hat das Privatfernsehen sicher einen größeren Anteil als das ö-r. Die Tiefpunkte des ö-r TVs sind als Reaktion auf die Banalisierung der Gesellschaft durch das Privatfernsehen zu sehen. Diese fortschreitend marktliche Ausrichtung der ÖR sollte eher eingedämmt werden. Dann ist auch eine Zwangsabgabe für hochwertige Programme wie die Sender des Deutschlandradios, für 3Sat, arte und manches aus dem Ersten oder den Dritten begrüßenswert. Dass milliardenschwere Übertragungsrechte für Olympia, Fußball, Idiotenunterhaltung und ZDF da nicht dazugehören: d'accrod.

"Wenn sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht in ein Netzmedium transformiert, stirbt er aus!" Wer weniger fern sieht weil er mehr im Netz ist, muss er dann auch automatisch öfters und länger auf die Webseiten der ÖR gehen??? Hier fehlt es ganz klar an der weißen Masse zwischen den Ohren: wenn Fernsehen dumm macht, dann haben die Entscheider wahrscheinlich schon zuviel in die Röhre geschaut!

Da die Politik nicht wahrhaben möchte, dass die Öffentlich-rechtlicher Rundfunk ein Anachronismus ist und die richtigen Richtungsentscheidungen zu treffen, ist es doch nur folgerichtig ARD & ZDF die Ausbreitung im Internet zu verbieten. Die Zeit heilt viele Wunden und so wird eben der ÖR-Rundfunk in die Bedeutungslosigkeit geschoben. Leid tun kanns einem dann nur um die vielen schönen Euro, die man unnützerweise dem ÖR-R in den Rachen geworfen hat (mittels der Eintreibebehörde GEZ), aber wenn die Politik nicht in der Lage ist, Entwicklungen richtig zu antizipieren, muss eben leider der Bürger leiden. So ist das nun einmal.