
Leider berichtet die FAZ auch nur in Stücken.
Zur Information:
Dänemark rutscht wegen der Mohammed-Karikatur von Platz 1 ab.
Bolivien und Bosnien-Herzegowina konnten sich unter den ersten 20 Ländern platzieren- na das is doch was. Dies zeigt die Bedeutung einer Rangliste. Ist die Aussage überhaupt signifikant?
@FAZ: Bitte einmal den Link zurm Original angeben, mit den Kommentaren zu den einzelnen Ländern.

Vor Jahren schon habe ich die Junge Freiheit abbestellen muessen, damals in Deutschland. In meiner Drogen-Nachbarschaft waren damals zeitweise Autonome "untergebracht". Beim aufbrechen der Postkaesten auf der Suche nach wertvollen Briefinhalten fanden sie die Zeitung und drohten damit, mir "Nazischwein" die Fresse einzuschlagen. Ein anderes Mal war die Zeitung auf dem Treppenhaus-Boden in kleine Stuecke zerrissen und darauf ist uriniert worden. Nur die Unterschriftenaktion der JF gegen den Verfassungsschutz habe ich noch mitgemacht. Nicht als Leser, sondern vor allem als ehemaliges Stasiopfer.

Meines Erachtens verkennen Sie eben beide, was Presse- und Meinungsfreiheit ist: Selbstverständlich kann die Junge Freiheit schreiben, was sie will und die Verfassungsschützer können auch schreiben, was sie wollen. (Das Problem ist hier ein anderes: Die JF macht dies auf eigene Kosten, der Verfassungsschutz agiert auf fremde Kosten.)
Und nochmal, weils so wichtig ist: Jeder sagt, was er will und schreibt, was er will. Alles andere ist eben keine Freiheit, sondern deren Einschränkung. Diese Freiheit ist auch völlig unproblematisch, denn nur durch die Meinung wird niemanden etwas weggenommen und niemand wird verletzt. Wenn Sie jetzt schreiben, daß ich ein faschistoides kommunistisches Superarschloch sei oder sonstwas hübsches, so berührt mich dies hier, wo ich stehe, schlicht und einfach nicht. Und es wäre umgekehrt ebenso.
Mit deutlich mehr Meinungsfreiheit würden wir alle sicher auch wieder besser lernen, Meinungen und Tatsachen auseinanderzuhalten.

Wurde und wird nicht Schröder's (in gutem Glauben iniziierte) "Achse Berlin-Moskau" von so manchem in diesem Land bejubelt als lange ersehnter "neuer deutscher Weg ,heraus aus der angeblichen atlantischen Sklaverei" ?
Wie einige Kommentare belegen,möchte mancher in Rußland
immer noch das sich entwickelnde Land sehen,dessen Regierung ob der demokratischen Defizite aber nicht zu
schelten ist.
Vielmehr handele es sich um eine "politische Kampagne",
da Putin in der deutschen Presse eben nicht wohlgelitten sei.
Wenn demnächst die Bundesregierung rot-rot leuchtet,wird
die derzeit auf Eis gelegte Moskau-connection sicher neu und
intensiver aufgelegt .
Was früher nie denkbar gewesen wäre:
Nicht nur wirtschafts- und gesellschaftspolitisch,nein auch außenpolitisch gelingt es Deutschland (oder den Deutschen ?) immer mehr,sich ins Abseits zu manövieren.

Platz 23 für Deutschland? Kein wirklich gutes Ergebnis, daß sich wohl nicht nur mit der BND Affäre erklären läßt. Viel Problematischer scheint mit das Meinungsmonopol des öffentlich rechtliches Rundfunks zu sein. Dessen zahnlose, butterweiche und politisch einseitige Berichterstattung regelmäßig durch Gebührenerhöhungen belohnt wird. Kein Verbot freier Presse aber der Entzug der wirtschaftlichen Grundlage... Zumindest in TV-Bereich.

Die Pressefreiheit wird in Deutschland vor allem durch gesetzliche Beschränkungen beeinträchtigt. Im Bereich Rundfunk gibt es erhebliche Zulassungsbeschränkungen, aber selbst im Internet gibt es gesetzlich und vor allem durch das deutschlandspezifische Abmahnwesen faktische Beschränkungen.
Vor allem aber kann es in Deutschland keine Pressefreiheit geben, weil es keine wirkliche Meinungsfreiheit gibt. Solange es sogenannte Meinungsdelikte gibt und jeder Kritiker amtlicher Handlungen mit Strafverfolgung rechnen muß, kann wohl kaum auch nur ansatzweise von Meinungsfreiheit die Rede sein. Ein übriges tut die schon alltägliche Selbstzensur, die praktisch jeder übt.
In unserem Lande ist es doch so, daß die Leute vom Staat - bis hin zu Gewalt - praktisch tun können was sie wollen; der Bürger aber darf nicht einmal sagen, was er will - und die meisten finden das womoglich sogar richtig: Wo kämen wir denn sonst hin!

Im Kommentar "Beschränkte Sicht der Dinge" wird zu Recht darauf hingewiesen, dass die USA in Sache Pressefreiheit sehr schlecht abschneiden, was aber in dem FAZ-Artikel verschiwegen wird. Ich hätte wirklich gerne gewusst warum? Angst vor der CIA? Oder will die FAZ auch einen Beitrag zum "war on terrorism" leisten? Wie dem auch sei: sehr schlechte Noten für die FAZ in diesem Fall.

Wenn es um Russland geht, so ist es klar, dass die Platzierung Russlands eine politische und auf keinen Fall objektive ist. Oder ist jemand verrückt genug zu behaupten, dass der Grad an Freiheit in Russland von heute mit dem von gestern vergleichbar ist?
Und wenn es um Deutschland geht, so gibt es kaum eine deutsche Zeitung, die in Putin verliebt wäre. Das wäre doch ein Zeichen der Pressefreiheit, oder?

Exemplarisch für die Pressezensur in D ist der Fall der Jungen Freiheit.
Hier wurde jahrelange eine Zeitung aus politischen Gründen verfolgt und vom Verfassungsschutz (Euphemismus für Inlandsgeheimdienst) überwacht. Durch diie Stigmatisierung als rechtsextreme Zeitung wurden Leser abgeschreckt.
Man sieht also, daß D keineswegs ein Land der Pressefreiheit ist. Erst das BVerfG machte dem Irrsinn ein Ende und verbat dem Verfassungsschuitz indirekt eine weitere Kontrolle der Jungen Freiheit. Der Urteilstext ist eine schallende Ohrfeige für den politischen Inlandsgeheimdienst und das NRW-Innenministerium.

Das erschreckende an diesem Beitrag ist ja nicht nur, dass es in Rußland de facto keine Presse- und Meinungsfreiheit gibt. Schlimmer noch ist ja, daß wir Deutschen uns von der Polit-Mafia in diesem Land auch noch energiepolitisch abhängig machen (Gasleitung durch die Ostsee unter Kontrolle der Gazprom).
Aber laut Altkanzler Schröder ist Putin ja ein "lupenreiner Demokrat"....

Negativ für Deutschland müßte sich auch der staatlicherseits ausgeübte Druck auf die Zeitungen ausgewirkt haben, eine Serie von Experimentalrechtschreibungen einzuführen, die die Bandbreite der Ausdrucksmöglichkeiten zugunsten einer simplifizierten Infantilsprache zurückschneiden sollte.

Ihr Artikel stellt nur einen Teil dar. Es fehlen Informationen über das Abrutschen der USA (s.u.) oder auch Japans vollkommen. Denn das es in Russland mit der Pressefreiheit nicht weit her ist, erstaunt ja nicht wirklich. Interesanter ist doch das Thema in den sogenannten "Vorzeigedemokratien". Siehe Deutschland, siehe USA (angeblich Vorbild für den Rest der Welt). Was ist in diesen Ländern los? Machen Sie sich im Rahmen der Pressefreiheit doch mal darüber Gedanken!
"Die USA rutschten gegenüber dem Vorjahr um neun Plätze ab und belegen den 53. Rang. "Die Beziehungen zwischen den Medien und der Bush-Administration haben sich massiv verschlechtert, seitdem dem Präsidenten jeder Journalist verdächtig erscheint, der den 'Anti-Terror-Krieg' kritisch hinterfragt", urteilte ROG."

dass sich Deutschland immerhin auf Platz 23 der Pressefreiheitsliste wiederfindet.
Wenn man bedenkt, dass in Deutschland viele Dinge von den Medien zensiert werden und vor allem feminismus- bzw. frauenkritische Autoren bedroht und verleumdet werden ist das schon beeindruckend. Anders ausgedrückt: Männerbenachteiligung in Deutschland ist ein Tabuthema und darf maximal polemisch à la Hermann thematisiert werden.
In Deutschland gilt folgende Beziehung in der öffentlichen Darstellung:
Geschlechterungleichheit = Frauenbenachteiligung!
Männerbenachteiligung wird in Frauenüberlegenheit umgedeutet (z.B. in der Bildung).
Ohne in Details zu gehen erwähne ich einige weitere tabuisierte Männerbenachteiligung:
Das deutsche Recht benachteiligt Männer z.B. systematisch bei:
Grundgesetz: Artikel 12a (Wehrpflicht für Männer)
Gesundheitsvorsorge (vor allem bei der Krebsfrüherkennung)
Im Unterhalts- und Umgangsrecht bei den Kindern nach Scheidungen
Im Strafrecht (höhere Strafen (bei identischen Delikten und Tathintergründen) für Männer)
...
sonstige wesentlichen Benachteiligungen:
Frauenförderung und Frauenquoten in prestigeträchtigen Berufen (und nur dort)
keine Männerförderung in Frauentypischen Berufen
...