
Wenn man das Interview so liest, muss man zu dem Schluss kommen, dass Redaktion und Anzeigenabteilung deshalb zusammengelegt werden, damit die " Gleichschaltung" reibungsloser funktioniert. Im Klartext heißt dass: Über inserierende Kunden dürfen keine kritischen Kommentare erscheinen. Die Wahrheit und auch die Qualität bleiben so zwangsläufig auf der Strecke !
Übertragen auf die SZ würde das bedeuten, dass das Blatt erheblich an Glaubwürdigkeit einbüßen würde. Für hochqualifizierte und hochgeschätzte Mitarbeiter wäre dann kein Platz mehr. Um jüngere Leser zu erreichen, würde man vermutlich nach dem Vorbild der Privatsender einen Niveauverlust geradezu erzwingen müssen. Pisa lässt grüssen .
Ansonsten bietet das Interview wenig erhellendes, nur Allgemeinplätze und natürlich, dass Montgomery ein von allen missverstandener Gutmensch ist.