“Es ist schade, dass nun nichts daraus wird“

Alle hatten erwartet, dass Günther Jauch im Sommer bei der ARD als Nachfolger von Sabine Christiansen antritt. Jetzt überraschte der Fernsehmoderator mit der Erklärung, er werde keine Polit-Talkshow für die ARD moderieren. Im exklusiven Interview mit der F.A.Z. nennt Jauch die Gründe für seine Absage.

Lesermeinungen zum Beitrag

11. Januar 2007 18:43
Beitrag S.Martin ......superrichtig.  
heike haubrichs (roselheike)

Ihrem Beitrag kann ich vollends zustimmen.
Die Konsequenzen daraus habe ich bereits seit längerem gezogen und bin umgeschwenkt auf Krimis, die mitunter auch entspannen können.
Im übrigen wäre nach Fr. C. eine große Pause nicht falsch, um etwas anderes zu plazieren.
MfG
W.Haubrichs

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11. Januar 2007 18:23
Herrn Doerre Nachrechnen Bundeswehr vs ARD/ZDF  
Jürgen Rieger (Riegerparis)

Der Beitrag von Herrn Doerre enthält - neben der auch von mir geteilten Hochachtung für Herrn Jauch - einen interessanten Aspekt:

Weiß jemand, wieviele Mitarbeiter ARD und ZDF beschäftigen und wie hoch der von Bund und Ländern = (von und Bürgern) verbrauchte jährliche Gesamtetat ist?

Dem sollte man tatsächlich einmal die Ausgaben für Bildung oder Verteidigung gegenüberstellen - und sehen, wieviele "verdiente Parteigenossen" mit Gehältern oberhalb B 6 (Brigadegeneral / Flotillenadmiral +) besoldet werden. Die Bundeswehr hat davon deutlich unter 200.

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11. Januar 2007 18:03
Günther Jauch  
Jörg Beckmann (JLEBeckmann)

Oh je, der arme düpierte Jauch...ist er je darauf gekommen, dass er zwar eine höchst berauschende Fernsehprominenz darstellte, doch bisher kaum politische
Kompetenz bewiesen hat...?
Ein Glück für die ARD, dass dieser "Hans Dampf in vielen Gassen" nun nicht auch noch in mehreren Sendunen der ARD zu sehen sein wird.
Jörg Beckmann

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11. Januar 2007 17:51
Unterricht in Demokratie  
Klaus Jeziorkowski (Jeziorkowski)

"Politik heißt für mich nicht in erster Linie Parteipolitik. Die Parteien wirken an der politischen Willensbildung mit, aber sie sollten sie nicht monopolisieren." Genauso steht es im Grundgesetz. Allein diese zwei Sätze zeigen die Klasse von Günther Jauch, von der sich z. B. die CSU-Hansln in der Münchner Provinz mehrere Scheiben abschneiden sollten. Aber dieses Niveau von Demokratie ist zu hoch für sie.

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11. Januar 2007 17:40
Die allerinteressanteste Frage...  
Sabine Martin (Pressesam)

ist, was ein politisches Fernsehformat eigentlich sein soll und ob es wirklich "Format" im gemeinten Sinne hat!? Die bisherige Sendung an dieser Stelle ist ja teilweise nicht anzusehen bzw. zu -hören und läuft trotzdem unverdrossen als die Inkarnation der politischen Großwetteranalyse weiter. Angeführt von einer Art überbesorgten Mutter der Nation, die jedem das Wort abschneidet und abstraft, wer mal außerhalb ihres Rasters argumentiert. Deshalb heißt die Sendung ja auch Sabine Christiansen und nicht etwa Berliner Runde, Politischer Sonntag Abend oder ähnlich sachbezogen und andere Leute einbindend. Das passt schon. Bestückt mit den immer gleichen Medien-Politikern und ihren uniformierten Parteiblabla und gezinkten Wortgefechten unter Vortäuschung von Herzblut und Engagement. Mitten drunter je ein parteineutraler "Analyst" aus Wirtschaft oder Forschung sowie ein einfach nur Prominenter. Lächerlich zu glauben, dass "die Menschen draußen im Lande" mittels dieses Einheitssoßenrezepts "aufgeklärt" werden sollen - das Gegenteil ist der Fall: Märchenstunde mit der Wirkung von Johanniskraut ob der Probleme im Land! Bloß kein Aufstand, sondern weiter wie bisher - nächste Woche werden wir ja wieder über den Stand der Dinge belehrt...

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11. Januar 2007 17:12
Nicht verwunderlich.  
Dominik Mayer (dominikator)

Ich kann die hohe Meinung, die hier einige Leserbeiträge offenbar von privaten Sendern haben wirklich nicht teilen und würde jederzeit eine politische Sendung von einem öffentlich-rechtlichen Sender der einer solchen aus einem privaten vorziehen. Stichwort "Werbesendungen" und "Quotenabhängigkeit".

Ich finde es verständlich, wenn die Chefs eines Senders bei der Gestaltung des Inhalts einer Sendung das letzte Wort haben wollen.

Verständlich finde ich auch, dass Herr Jauch weiter seine große Freiheit zum Geldverdienen mit anderen nicht-ARD Sendungen behalten will.

Hier bestand bis zum Schluß offenbar ein erheblicher Dissenz, der nie ausgeräumt wurde.

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11. Januar 2007 17:10
Prima Herr Jauch  
Peter Neises (XGROBMOTORIKERX1)

Egal wer jetzt die Nachfolge antreten wird-nun wissen wir - welche "Maßstäbe" hinter den Kulissen dieser Sendung gelten.

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11. Januar 2007 16:52
Hart aber FAIR auf einen besseren Sendeplatz!  
A. Malliki (a.malliki)


Diese Sendung schafft es vorbildlich, Politiker mit ihren gemachten Aussagen und der Realität zu konfrontieren. Sie stellte so manches Fernsehgeschwätz ganz schnell bloß - ein absolutes Kontrastprogramm zu Christiansen, die schon immer fernab von jeder Neutraliät stand.

Politiker sollten den Bürgern gegenüber Rede und Antwort stehen. Momentan stehen sie aber noch bei ARD und ZDF unter Artschutz. Vielleicht wäre es besser, wenn sich ein privater Sender wie RTL um eine politische Diskussionsrunde kümmern würden, wenn er ihm rundfunkrechtlich überhaupt möglich ist.

Der Einschaltquotenzwang könnte so manches Schlamassel ans Tageslicht befördern.

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11. Januar 2007 16:05
Herr Jauch ist NICHT korrupt! Bravo!  
norbert doerre (ndoerre)

Korrupt sein heißt wörtlich vom Lateinischen übersetzt: "Zusammenbrechen". Herr Jauch ist nicht zusammengebrochen, und darum können ihn die leibeigenen Politgestalter nicht in der Öffentlichkeit gebrauchen.
Der Öffentliche Rundfunk in Deutschland ist nicht nur ein überflüssiger, geldvernichtender Moloch, sondern wird darüberhinaus zur Desinformation der Bürger durch Parteien mißbraucht, die innerhalb eines Heers von gutbezahlten und vielfach untätigen Mitarbeitern, das größer als die Bundeswehr ist, im Proporz die Futtertröge besetzen.
Diesem parasitären, unkreativen, parteibeherrschten System ist zudem noch eine große Schar von Leuten zugeordnet, die in der Art von Drückerkolonnen 'Schutzgelderpressungen' beim Bürger tätigen, all das mit gesetzlicher Absicherung und ohne nennenswerte Gegenleistung.
Für eine Anstalt, die von Parteien beherrscht wird, muß ein Mann wie Herr Jauch als geprüfter politischer Eunuche gelten, um den Proporz nicht zu stören. Geringste Zweifel an der Willenlosigkeit des Moderators lassen Verträge umgehend platzen. Was die Parteien suchen, ist ein Papagei, der die von ihnen vertretenen dümmlichen Parolen mit süßlichem Lächeln unter's Volk zu bringen versteht. Aber das hatten wir ja in Deutschland immer.

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11. Januar 2007 15:28
Die interessanteste Frage...  
TOBIAS RÜGER (t.ruger)

...ist doch wohl, ob Günther Jauch - bislang nur mit durchschnittlicher Unterhaltung aufgefallen - ein politisches Fernsehformat überhaupt bewältigt hätte.

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11. Januar 2007 15:02
Herr Etzold  
manuel vaid (mvaid)

hat wohl recht. Und Gratulation an die ARD: Wenn Sie testen wollen, wie weit man sich von den Wünschen der Zuschauer weg bewegen kann, fragen Sie doch Daniel Kübelböck, ob er es macht...

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11. Januar 2007 14:56
Ja, ja, die Politik und die Rundfunkräte  
Frank Herrmann (FHe)

"Politik heißt für mich nicht in erster Linie Parteipolitik. Die Parteien wirken an der politischen Willensbildung mit, aber sie sollten sie nicht monopolisieren." Recht hat Herr Jauch, und folgerichtig hat er nach den sichtbaren beabsichtigten politischen "Gängelungen" das Handtuch geworfen. Er möchte sich nicht verbiegen, das ehrt ihn. Wie sagte doch er in diesem Zusammenhang noch: er möchte nicht zum Spielball der politischen Farbenlehre innerhalb der ARD werden. Es wird langsam Zeit, daß die Öffentlichkeit mehr über den (für meine Begriffe) viel zu großen Einfluß u.a. der politischen Parteien innerhalb der Rundfunkanstalten erfährt. Viele wissen nur, daß alles per Gesetz "nach dem Proporz" geregelt ist, damit niemand aus der Reihe tanzen kann oder zu viel Einfluß ausüben kann. Das ist mir zu wenig, und es wirkt blauäugig. Herr Jauch scheint an eben diesem "Proporz" gescheitert zu sein. Daher ist es nicht verwunderlich, daß in der SPD Jauchs Rückzieher begrüßt worden ist. Der für die Sozialdemokraten im Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunk vertretene Landtagsabgeordnete Peter Hufe sagte, gerade bei politischen Sendungen müsse der Moderator zweifelsfrei einem Sender zugeordnet werden können. Warum eigentlich?

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11. Januar 2007 14:34
Respekt, Herr Jauch  
Hape Etzold (hpmoetzi)

Wenn das mehr oder weniger so ist, wie Sie sagen, dann kann ich Ihnen nur dazu gratulieren, dass Sie Ihre Freiheit und Unabhängigkeit als Journalist höher hängen als den neuen Job bei der ARD. Dazu kann ich nur sagen: Sie sind ein Vorbild. Wer seine Seele verkauft, bleibt Mittelmaß.

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