Vom hessischen Fernsehen in Acht und Bann geschlagen: Dagmar Metzger, Jürgen Walter, Silke Tesch und Carmen Everts von links nach rechts

Das Hessen-Fernsehen zu schauen war am Tag des Scheiterns von Andrea Ypsilanti eine einzige Qual. Die Journalisten machten sich die Sprache der düpierten Genossen zu eigen und sprachen von Abweichlern Verrätern und Heckenschützen Von Michael Hanfeld

Lesermeinungen zum Beitrag

05. November 2008 22:53
Unerträglich ist auch...  
Martin Enzinger (FlorianGeyer)

...das Verschwinden der für die Betonung so wichtigen Bindestriche, sei es der Begriff "Hessen Fernsehen" in dem FAZ-Artikel oder der offizielle Name "Allianz Arena".

Bewerten: schlecht gut
05. November 2008 20:44
An Herrn Gunte  
Fritz Iversen (pfiversen)

Auch Ihnen gebe ich gerne Recht. Die FAZ ist nicht die schlechteste Zeitung. Der Technik- und Wissenschaftsteil ist hervorragend! Dass die FAZ in ihrer politischen Kommentierung vergleichsweise direkt einer Partei zuzurechnen ist, würde aber niemand ernsthaft bezweifeln wollen. Kann sein, dass sich der arme Herr Hanfeld die Tortur angetan hat und das HR-Programm "recherchiert" hat. Damit hat er aber nur das unter seine kritische Lupe gelegt, was ihm für seine politische Meinung recht war. Ich finde das zu einfach und unbefriedigend. Aber sei's drum. Es ist völlig richtig, dass man von einer öffentlich-rechtlichen Anstalt in besonderem Maße Neutralität im Parteiengezänk erwarten muss. Wir müssen den HR etc. zwangsweise bezahlen - als Freiberufler zahle ich sogar aus unerfindlichen Gründen für das von mir kaum genutzte Angebot doppelt, während wir uns für die FAZ frei entscheiden dürfen. Das ist ein relevanter Unterschied. Generell kann ich aber nur sagen, mir würden Tränen des Glücks über die Wangen laufen, gäbe es in Deutschland eine Zeitung, für die das Wort "überparteilich" tatsächlich Richtschnur der redaktionellen Arbeit wäre.

Bewerten: schlecht gut
05. November 2008 15:33
@ pfiversen - Nachrichten des Staatsfernsehens  
Wolfgang G. Runte (Wolluc)

"Ja, ja. Natürlich hat er recht." Was mehr an Recherche kann man denn tun, als sämtliche Fernsehkanäle anzuschauen, wenn man eben über diese Fernsehsendungen schreiben möchte? Habe selbst “Heute-Journal” und die “Tagesthemen” gesehen und kann bestätigen: es war so wie Herr Hanfeld schreibt und offensichtlich auch recherchiert hat. Für mich ist die FAZ noch die eine von drei Zeitungen in Deutschland, welche sehr gut recherchiert, berichtet und kommentiert und dabei klar und deutlich die Nachricht, den Bericht vom Kommentar trennt. Nebenbei: dieser Bericht zum öffentlich-rechtlichen Fernsehen war überfällig. Ich sehe zwischenzeitlich immer öfters Nachrichten im Schweizer Fernsehen, denn dort wird man vom Geschehen auf der Welt noch informiert. Und in den Nachrichten gibt es z.B. keine 180 Sekunden lang dümmliches Geschwätz irgendwelcher leistungsschwacher Fußballer. Denn was hat das mit einer Nachricht zu tun?

Bewerten: schlecht gut
05. November 2008 13:34
Danke F.A.Z.  
Andreas Rodefeld (andreasrodefeld)

Ich zweifelte schon an unseren Medien, als ich gestern die Sendung des hr sah. Das Wort "Gleichschaltung" kam mir in den Sinn, hatte doch die Berichterstattung mit einer Betrachtung beider Seiten wenig zu tun. Natürlich sammeln sich jetzt die Funktionäre um Yps... - getreu dem Motto: "Was nicht sein kann, ist auch nicht so." Da ist es wenig hilfeich ausschließlich die Funktionäre zu befragen. In einem Beitrag sah man ja, dass es die 60.000 SPD-Mitglieder durchaus differenziert sehn. Ganz zu schweigen von den Bürgern. Mir ist schon klar, was die Funktionäre versuchen: Das öffentliche Bild zu bestimmen, um damit die Wertung des Vorgangens zu beeinflussen. Und mit "Dreck" werfen. Denn eine "moralisch verkommene Person kann ja kein Gewissen haben ..." Die Aufgabe der Medien ist nun, dies nicht zu unterstützen, sondern objektiv zu bereichten. Dies hat der hr anscheinend vergessen. Daher danke ich der F.A.Z. umso mehr, dass sie ihren gesellschaftlichen Auftrag nachkommt und die Finger in die Wunde legt. Danke F.A.Z.

Bewerten: schlecht gut
05. November 2008 11:01
Mich quälen andere Sachen  
Magda Geisler (Magdag)

Mir war der HR keine Qual. Mir war allerdings schon nach einer Weile völlig klar, dass diese Sichtweise sich nicht lange halten würde. Die Deutungshoheiten in diesem Politzirkus werden ganz schön geackert haben, um die Qual zu beenden. Mich quält die Frage, wie das so hinter den Kulissen geht - wie man den Tenor ändert und wen man da alles kontaktieren muss. Man lernt ja sonst aus diesen Krisen nichts.

Bewerten: schlecht gut
05. November 2008 09:55
Ja, ja. Natürlich hat er recht.  
Fritz Iversen (pfiversen)

Aber es dreht sich doch in TV und Presse ohnehin jeder sich die Wirklichkeit so zurecht, wie er's gerade braucht oder schön findet. Die FAZ ist doch im politischen Teil auch nur eine gediegene Form von Tendenz-Journalismus. Das Elend der Medien heißt meinetwegen HR, aber noch hunderte andere Namen. FAZ und Frankfurter Rundschau - was vergeben die beiden sich denn in puncto Mangel an Sachlichkeit? Das ganze Kommentarwesen ist tendenziös bis zur völligen Aufgabe rationaler Betrachtungen. Natürlich: Der SPDler nennt Walther einen Verräter, der CDUler einen wackeren Demokraten. Und wo bitte schön ist die Zeitung, die die Wahrheit recherchiert?! Alles nur Meinungen. Was wirklich gelaufen ist, werden wir nicht erfahren. Obwohl die Story offensichtlich äußerst spannend ist. Also, Herr Hanfeld, können Sie nur kommentieren? Oder können können Sie auch aufdecken? Investigativ unterwegs sein, ohne dass die "Wahrheit" vorher schon auf dem Aufgabenzettel steht? Ehrlich, liebe FAZ, ich hasse diesen ganzen verpesteten Meinungs-Journalismus. Ganz egal welche Partei. Bitte weniger Kommentare, mehr Recherche!!!

Bewerten: schlecht gut
04. November 2008 18:57
Medienkritik  
Dieter Erkelenz (d.erkelenz)

Nicht nur ein äußerst langweilier Sender erfrecht sich, über das Gewissen von Menschen zu schwafeln und selbst keines zu haben, sondern auch etliche Funktionäre der Hessen-SPD! Vom "Oberschwein" der Linken gar nicht erst zu reden.

Bewerten: schlecht gut
04. November 2008 18:17
Ypsilantis Scheitern  
Paul Helmstädter (helmstaedterpaul)

Ich ziehe meinen Hut vor dem Mut dieser drei Damen und Herrn Walter. Allein, daß es um das Land Hessen geht, und nicht um "Verrat" und "Rache" an Y. ist das Wichtigste! Die SPD tut gut daran, an ihrer hessischen Spitze Männer wie Herrn Walter, und mutige Frauen - wie die "Abweichlerinnen" - neu zu installieren. Y. hat und hatte keine Zukunft.

Bewerten: schlecht gut
04. November 2008 16:57
Plumpe Meinungsmache statt Ausgewogenheit  
Aleander Rommel (Salzmeister)

Danke fuer diesen Artikel, der endlich einmal eine einseitige Berichterstattung eines oeffentlich rechtlichen Senders kritisch beleuchtet. Es ist schon manchmal aergerlich und ermuedend, wie bei das oeffentlich-rechtliche Podium fuer persoenliche Meinungsmache genutzt (oder missbraucht?) wird. Deutlich mehr Ausgewogenheit ist wuenschenswert, schliesslich finanzieren wir GEZ Zahler diese Sender!

Bewerten: schlecht gut
04. November 2008 16:21
Hessischer Rotfunk  
A Schmidt (SDT)

Diese Anstalt war doch schon immer mit rotestem Filz ausgekleidet, wie sollte sich das plötzlich ändern.

Bewerten: schlecht gut
1 - 10 von 10 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche