Amerikanische Historiker erkannten ihm bei einer Umfrage die Ehre zu, der bisher beste aller Präsidentendarsteller zu sein: Martin Sheen (links)

Amerikanische Präsidenten im Film

Das Weiße Haus taugt auch als Studio

Amerikas Präsidenten bieten beste Rollen für Schauspieler. Gut drei Wochen vor der Wahl am 4. November zeigt Arte, was Hollywood zum ersten Amt im Staat im Lauf der Zeit so alles eingefallen ist. Deutsche Politik ist bisher kaum Gegenstand der Fiktion. Von Harald Keller

Lesermeinungen zum Beitrag

10. Oktober 2008 22:54

Gestern sah ich AMERICAN DREAMZ mit Hugh Grant...

Tatiana Schmidt (tatiane)

...und da war der US-Praesident einfach ein Trottel, der sich selbst als "Placebo" bezeichnet und nur die Saetze nachplappert, die ihm sein Berater gerade soufliert hat - bis der Knopf unwiederbringlich aus dem Ohr faellt und der Arme selber formulieren soll. Unschwer als George W. Bush-Karikatur zu erkennen war auch der Praesident auf Staatsbesuch in der Downing Street Nº 10 als Gast des Primierministers, der ebenfalls von Hugh Grant gemimt wird. Da ist der Gast aus Amerika ein arroganter Schnoesel, der sich an die PM-Assistentin heranmacht und nur moechte, dass die Briten das tun, was er will. Ich glaube, es ist noch kein US-Praesident so oft karikiert worden wie der gegenwaertige. Anthony Hopkins als skrupelloser Nixon war brilliant, die Kennedy-Darsteller als Mord-Opfer schon weniger. Deutsche Kanzler im Spielfilm? Adenauer, Brandt, Schmidt und Kohl kamen schon in Fernsehspielen vor. Aber ich moechte die Schauspielerin mit ostmaerkischem Dialekt sehen, die Frau Merkel spielen wollte.

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10. Oktober 2008 19:52

Könnte an der starken Stellung der ÖR Fernsehanstalten liegen

thomas schulz (peanutbutter)

Deren Gremien und Führungspersonal entsprechen dem Proporz der Parteien in Ländern und des Bundes. Da beschränkt man sich lieber auf das sichere Terrain von Dokumentation aus einem gut gefülltem Archiv. Da legt man sich als Produzent oder Filmemacher lieber nicht mit dem Establishment an, die einem die Projekte finanzieren. Auch diejenigen, die für die Privaten die Serien produzieren, hoffen, eines Tages epische und anspruchsvolle Werke mit Hilfe von Geldern der ÖR zu verwirklichen. Also bloß keinen vors Schienbein treten.

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