Die Hoffnung, durch Satire einen einzigen islamistischen Fundamentalisten zu bekehren, kann ich nur hoffnungslos naiv nennen. Herr Ahmadineschad und iranische Intellektuelle können zumindes lesen, sind aber die falsche Zielgruppe, sofern sie Satire nach westlichen Maßstäben überhaupt begreifen. Der restliche Mob, der auch beim sog. "Karikaturenstreit" brennend und mordend durch die Straßen gezogen ist, kann doch die Zeitung gar nicht lesen und wird durch die Mullahs "informiert". Im übrigen verstehe ich den Ärger mancher Kommentatoren nicht, die sich über die Beschimpfing Ahmadineschad's erregen - solange es gegen westliche Politker geht, sind die Muslime auch nicht gerade zimperlich! Also erst mal an die eigene Nase fassen: Was z.B. nach der Regensburger Papst-Vorlesung gegen Benedikt abging, zeigt doch, dass die Fundis jede Gelegenheit ausnutzen, sich "durch den Westen" beleidigt zu fühlen! Irgend einen Grund wird man schon finden. Der "Clash of Cultures" ist Realität - wir Westler sind aber sooo politically correct, dass wir es nicht aussprechen. Die Muslime haben da weniger Skrupel und fühlen sich allein schon durch "westliche Präsenz" bedroht.
Schönen Gruß von Lenin: "Die westlichen Pazifisten werden uns den Strick liefern,
es zeigt wie ahnungslos, arrogant und ignorant manche Leser hier sind.
1. ich kann es versichern, dass es keine Fahnnen brennen werden und noch weiter, dass niemand beleidigt ist.
Diese Akt, was hier als Witz verstanden werden soll, ist im persischen Terminologie gar nicht vorhanden.
2. Die Junge und alte Iraner brauchen keine Nachhilfe vom Aussen. Wenn was geändert werden soll, dann machen wir selbst. Bitte lasst uns in R U H E . ich kann es nicht begreifen, warum die Menschen im Westen so blöd sind und meinen, dass sie sich überall einmischen sollen.
Und wer gibt euch das Recht, zu glauben, dass ihr besser wisst.
Wieso glaubt ihr, euch einmischen zu müssen??
Haltet euch ja einfach raus. Die Menschen wollen werder eure Einmischung, noch ihr Giftgar, noch F16 noch bomben noch soldaten.
Siehe Irak: man wollte da angeblich befreien, und was ist geworden??
schämt euch !!
...sollte man natürlich nicht; und Beleidigungen nützen niemand. Das haben wir nicht nötig. Andererseits sind wir im Westen gegenüber dem Islam viel zu tolerant. Toleranz darf sich nur auf Menschen beziehen, nicht auf Ideologien, schon gar nicht, wenn sie im Kern zur Gewaltanwendung ja sagen. Dies tut der Koran an vielen vielen Stellen - im Gegensatz zum Neuen Testament und zur Lehre Jesu Christi! Jeden Muslim müssen wir als Menschen gut behandeln, aber keinesfalls der Verbreitung des Islam bei uns tatenlos zusehen, sonst ist es mit der Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit hierzulande bald vorbei. Herr Öger, der Reiseunternehmer, rechnet damit, dass 2030 mehr Türken bzw. Muslime als Deutsche bei uns leben. Dann erst wird sich der Islam hierzulande als das entpuppen, was er in Nahost schon ist. Er kennt keine Trennung von Staat und Kirche und keine Gleichberechtigung zwischen den Religionen! Dies ist keine Angstmache, sondern kühler Menschenverstand.
Ob so eine Aktion wirklich sinnvoll ist...? Na ja, wohl kaum... Es wird aber interessant werden, wenn die ersten westlichen Staaten dem kleinen sympathischen Nachbarn wieder in den Rücken fallen! Willkommen im vereinten (alten) Europa?
to tease, than to appease! Frei nach von Blücher.
Gute Initiative, humorvoll und intelligent. Mehr davon!
Wenn WERTE wie die Freiheit von Kunst, Kultur + Meinung
noch eine Bedeutung haben, dann ist es nur legitim Herrn
Ahmadineschad in den eigenen Spiegel blicken zu lassen.
Der zumeist jungen iranischen Bevölkerung auf diesem
Wege die Botschaft zukommen zu lassen, daß man im
Westen durchaus zu differenzieren versteht, ist aller Ehren
wert.
Daß für solch eine Initiative brennende Fahnen oder
sonstiges in Kauf genommen werden muß, sagt alles
über den Adressaten, nicht aber über die Absender
der Botschaft.
Na ja...erst Mohammed Karikaturen und dann Präsident Ahmadineschad als Schwein bezeichnen.Das ist eine Frage der Kultur.Unterste Schublade und ohne Niveau.Ich denke nicht, dass Präsident Ahmedineschad eine Aufmerksamkeit zu dieser Text schenkt.Es ist eben eine Frage der Kultur....
Ein kleiner provokanter Stachel kann nicht schaden. Oder glauben Sie - lieber Herr / liebe Frau Keim - allen Ernstes, dass Beschwichtigungstaktiken einen Mann des Kalibers Ahmadineschad irgendwie wieder zurückbringen würde auf den Pfad der politischen Tugend? Das hat sich historischerseits schon immer als Irrtum erwiesen. Denken Sie nur einmal an das Münchener Abkommen - ein nachgerade verzweifelter gesamteuropäischer Versuch des Apeasements mit dem zweifelhaften Erfolg, dass der 2. Weltkrieg erst ein paar Monate später begann (und dem Preis des Verrats am tschechischen Volk).
Und wenn Ihnen der Blick zurück als nicht lehrreich erscheint, lesen Sie Max Frischs Biedermann und Brandstifter: Der Biedermann konnte noch soviel kuschen und beschwichtigen und Folge leisten - die Brandstifter verschonten auch ihn am Ende nicht.
Also: Ein kleines Hoch auf die künstlerische Freiheit. Und ein großes Hoch auf das Recht der freien Meinungsäußerung! Und noch ein Hoch auf die Kabarettisten und Ironiker dieser Welt!
Einen anderen Menschen als "Schwein" zu titulieren, zeugt
nicht gerade von "christlicher Demut", außerdem dürfte es der "iranischen Jugend", für die dieses Pamphlet als "Anregung" ja wohl gedacht war, kaum sehr gefallen, wenn in einem westlichen Medium, noch dazu einem, das sich aufgrund vorheriger "Verfehlungen" ohnehin nicht gerade größter Beliebtheit im Iran erfreut, ihr Staatspräsident, ob er heiß und innig geliebt, von vielen, wegen seines politischen Kurses, seines Auftretens in der Öffentlichkeit, ja evtl. auch wegen seiner Persönlichkeit abgelehnt wird, dennoch derzeit noch gewähltes Oberhaupt einer Nation ist, zu lesen ist, eben jener sei ein "Schwein". Ganz abgesehen davon, dass es keine größere Beleidigung für einen Muslim ist, als ihn als ein solches zu bezeichnen! Da taucht doch die Frage auf: Wie viel Hirnmasse besitzen "Künstler", die solche Äußerungen in Zeitungen setzen eigentlich und wozu wird sie verwandt?...
ich bin geteilter Meinung. Einerseits finde ich es gut, dass
sich manche man muss schon "trauen" sagen, auch bei solch heißen Themata offen ihre Meinung kundzutun, andererseits ist die Beleidung eines Staatsoberhaupts, v.a. mit in islamischer Welt verschmähenden Begriffen äußerst fragwürdig. Man hätte sich auch dezenter ausdrücken können, ohne die Pointe zunichte zu machen.
Die habens einfach drauf. Echt witzig. Da lacht man sich doch glatt einen weg.
da lebt wohl jmd. noch im Mittelalter, wo er doch in seinen Beiträgen immer die gegenwärtige westliche Zivilisation prädigt. Ist das kein Widerspruch?
Ich finde das mit dem 'Schwein' nicht besonders originell, da hätten die Fachkräfte von Surrend sich auch etwas mehr anstrengen können, aber Satire muss sein. Wenn es gegen Merkel, Bush oder Blair geht, regt sich doch auch keiner auf.
"Wozu soll es gut sein einen Präsidenten eines anderen Landes zu beleidigen"
Weil er ein Schwein ist, ganz einfach. Wenn sowas über Bush gesagt wird, findet das fast nur Beifall. Und bei diesem Kriegsverbrecher Ahmadineschad werden nur dumme Fragen gestellt.
der Präsident des Iran sollte Humor zeigen und islamischen Großmut. Dann hätte diese Aktion die Menschheit weiter gebracht.
Gegen westliche Politiker undenkbar. Hier verschanzt man sich hinter ahnungslosen Anzeigenverkäufern, um Unruhe zu stiften und Meinung zu bilden.
Da fallen mir doch gleich die CIA-Enthüllungen zu Heinrich Böll ein. Der von CIA-Verlagen gebucht wurde, bis seine Werke auf breiter Flur den Kalten Krieg unterstützen konnten. Oft bekommt der Künstler von Machenschaften hinter seinem Rücken gar nichts mit, obwohl er als Instrument zur politischer Propaganda eingesetzt wird.
Für den CIA waren also nicht die literarischen Leistung von Heinrich Böll wichtig, sondern seine politische Aussage.
Das darf nicht einfach wegzensiert werden sondern ist dokumentiert, liebe FAZ - siehe ARTE-Bericht. Es wurde übrigens auch bewusst denunziert, um andere politische Denkweisen erst gar nicht aufkommen zu lassen.
Das Kapital kennt viele Weg, sich seine Meinung zu bilden zu lassen.