Rangliste der Pressefreiheit

Deutschland auf Platz 20

16. Oktober 2007 Das Internet wird nach Angaben der Organisation „Reporter ohne Grenzen“ weltweit immer stärker zensiert. Repressive Regierungen erkennen zunehmend die Schlüsselrolle des Webs im Kampf für Demokratie und entwickeln ausgefeiltere Zensurmethoden, wie die Organisation am Dienstag zur Veröffentlichung der Rangliste der Pressefreiheit in Berlin erklärte. Malaysia, Thailand, Vietnam und Ägypten behindern demnach zunehmend den freien Informationsfluss im Internet und verhaften kritische Autoren. Mindestens 64 Menschen seien derzeit weltweit wegen Internet-Veröffentlichungen im Gefängnis, davon allein 50 in China.

Zum sechsten Mal veröffentlichte die Organisation die Rangliste, die die Lage in 169 Ländern vergleicht. Unter den Schlusslichtern und an der Spitze hat sich demnach wenig verändert: Auf den letzten 20 Plätzen der Rangliste liegen sieben asiatische Länder, fünf afrikanische Staaten, vier aus dem Nahen Osten, drei GUS-Staaten sowie Kuba. Besonders eingeschränkt sei die Pressefreiheit nach wie vor in Eritrea, Nordkorea und Turkmenistan. Die 14 bestplazierten Länder liegen in Europa. Die Spitze bilden Island, Norwegen und Estland, Deutschland liegt auf Platz 20. Im Vorjahr belegte es den 23. Platz.

Zur Erstellung der Rangliste hatte sich Reporter ohne Grenzen mit 50 Fragen zur Situation in den jeweiligen Ländern an ihre Partnerorganisationen, Journalisten, Rechercheure, Juristen und Menschenrechtler gewandt. Berücksichtigt wurde der Zeitraum von September 2006 bis Ende August 2007.



Text: AP
Bildmaterial: qzone.qq.com

 
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