
"...Sie schrieben Pressemitteilungen oder Agenturmeldungen nur noch schnell um, ohne selbst nachzuforschen. Dieser Zustand mache die Massenmedien äußerst anfällig für die Verbreitung von Falschmeldungen, irreführenden Legenden und Propaganda."
Ist das bei uns viel besser? Man vergleiche mal die Nachrichtenseiten deutscher Zeitungen und Fernsehsender im Internet. Größtenteils die gleichen Artikel, häufig sogar in Teilen wörtlich übereinstimmend. Sehr praktisch für die Verbreiter von Legenden und Propaganda, bis hin zur "Klimakatastrophen"-Religion". Würden nur Leute schreiben, die qualifiziert sind _und_ selber recherchieren und nicht die Abschreiber und Mulitplikatoren, hätten wir weniger "Nachrichten"-Flut und die Parteien und Verbände müßten die Verbreitung ihrer PR selber bezahlen.

Dies ist vermutlich noch gar nichts verglichen mit den Medien in den USA ... dort gibt man sich noch nicht mal den Anschein der Selbstrechereche ...hier wird gleich abgelesen, und da die dortigen Nachrichten eh nur auf Pistole, Gewalt, Irak, Tankstellenueberfall etc. ausgerichtet sind verkommt der Journalist zum Schmierendarsteller.
Ein Watergate wuerde es heute nicht mehr geben ...wer macht sich noch die Muehe ...oder besser, wen vom Volk kuemmert es?

Ich wundere mich schon längere Zeit über die Artikel zum Thema Zertifikate. Auf einen kritischen Artikel kommen zehn, die irgendwelche Zertifikate (N11, Afrika, Asien) ins Gespräch bringen.
Risikohinweise sind nur in den wenigen kritischen Artikel versteckt.
Das ist nur ein Beispiel. Da ich mich bei zertifikaten auskenne, habe ich es genannt. Wie viele gibt es noch?
Ähnlich war es beim Artikel zum Thema "Nationale Verzehrstudie" bzw. "Die Deutschen sind übergewichtig". Auch hier wurden ungeprüft Behauptungen übernommen.
Selbst wenn die bei Wikipedia genannten Kritikpunkte am BMI (der Grundlage der Nationalen Verzerrstudie") berücksichtigt worden wären, hätte der Artikel an Qualität gewonnen.
Insoweit trifft das Wortspiel mit "flat" auch auf deutsche Zeitungen zu. Es gibt einfach zu wenige tiefgehende Artikel!

Praktikanten, so weit das Auge blickt -- mit einer Orthographie, Grammatik und Zeichensetzung, die besonders seit dem Unfug namens Rechtschreibreform einem teilweise unlesbaren "anything goes" gewichen sind. Klar: Die Printmedien müssen sich dank der digitalen Selbstenteignung warm anziehen ... und ihre Mitarbeiter frieren lassen.
Die Copy-and-paste-Übernahme ein und derselben Agenturmeldung (oft ohne Angabe der Quelle) wurde zur Regel in so gut wie allen Gazetten, egal, ob Print oder online; die einst heiligen, einst stets deutlich herausgearbeiteten Unterschiede zwischen Bericht und Meinung beginnen erdrutschartig zu verschwinden, die Trennlinie zwischen Reportage und Public Relations ruht schon längst zwei Klafter tief.
So kann man sich auch selbst abschaffen -- oder sich aus Angst vor dem Tod umbringen. (Die Tonträgerindustrie, wenn auch unter anderen Parametern, hat sich diesen Selbstmord bereits verordnet.)
Zu glauben, man müsse den Print-Inhalt online verschenken und erhalte dafür Werbekohle, erweist sich zunehmend als Chimäre; auf diesem Acker spielen längst bessere (und minder sentimentale) Kicker.
Macht euch rar statt billig, Ihr Lieben! Angelina Jolie entkleidet sich ja auch nicht für Gotteslohn, oder?