
Die Menschenwürde ist unantastbar.
Sie ist ein universelles Gut und gilt auch für diejenigen, die keine Einsichtsfähigkeit darein besitzen. Es kann somit kein Mensch, nicht einmal selbst, darauf verzichten.
Sendungen wie "Dschungelcamp" und "DSDSS" tasten die Menschenwürde aus niederen, nämlich kommerziellen Beweggründen systematisch an.
Eine Strafverfolgung gegen "RTL" ist deswegen von amtswegen längst überfällig! Oder definiert hier gerade ungeschoren ein Privatunternehmen Rechtsgüter neu, bis sie einen unumkehrbaren Duldungsstatus eingenommen haben?
Es ist nicht davon auszugehen, daß alle Staatsanwälte und Richter keine Kenntnis davon haben!

Ich bin ein Star …; oder Big Brother ist doch nichts anderes als spannen für arme. Es ist genauso wie der Voyeurismus bei einem Autobahnunfall.
Einfach nur widerlich.
Diese Sendungen leben meistens von den Zuschauern die dort kostenpflichtig anrufen. Wie arm müssen mache Menschen sein wenn Sie sich so was antun.

haben dasselbe Publikum.

... "auf der einen Seite eine makellos Geschminkte, auf der anderen Seite ein grimmiges, unscheinbares Etwas mit Ähnlichkeit zu Angela Merkel"...
Diesen Vergleich finde ich mehr als unverschämt! Sie würden doch auch nicht Björn-Hergen Schimpf mit Kurt Beck vergleichen. Warum muß Frau Merkel immer wieder - nur weil sie eine Frau ist - für solche Sachen hingezogen werden?
Von einer Zeitung wie der FAZ habe ich Besseres erwartet!

Das Menschen, die Ihr Geld mit Öffentlichkeit verdienen, für dieses Kasperltheater zur Verfügung stehen, erklärt sich schon durch Ihre Tätigkeit und ist für mich seit langem kein Aufreger mehr. Wie Manager, Coaches etc. mit dem Unwissen von Castingbesuchern umgehen, ist eine ganz andere Diskussion, der sich vor allem Eltern & Umfeld der Teens & Twens stellen sollten, die an diesen Castingshows teilnehmen. Wo bleibt denn hier der gesunde Menschenverstand?
Das allerdings Fernsehsender den Zuschauern weismachen wollen, "Ihr kriegt, was Ihr wollt", ist dreist, bedenkt man das nur ca. 13.000 kleine schwarze Boxen darüber entscheiden, was 80 Mio Deutsche schauen.
Die Mittelmässigkeit, mit der wir in Deutschland berieselt werden, ist unerträglich! Meine Teilnahme am deutschen TV beschränkt sich inzwischen auf Sport, Arte und Tagesschau, mein Fernsehen ist das Internet auf meinem Laptop.
Wärend Mittelmässigkeit bei uns der Normalfall ist, kommen USA & UK mit einer genialen TV-Serie nach der anderen um die Ecke.
"Pushing Daisies", "Mad Men", "Californication", "Dexter", "Extras", sind nur die Speerspitze einer Vielzahl neuer Serien, die dort im TV laufen. Jede für sich einzigartig, witzig, unterhaltsam, aufregend, mutig und anders.

Tja...interessant ist nur, dass der Autor wie auch viele andere "gebildete" Feuilleton -Leser diese Sendung ziemlich genau mitverfolgen - auch wenn nur scheinbar zu Zweck der Kritik und mit Abscheu. Leider funktioniert dieser TV-Trash genau deswegen, weil er alle Zielgruppen auf eine bestimmte Art und Weise anspricht - wenn auch nur deswegen, weil man sich als gebildeter "Feuilleton-Leser" über diese "armen" B Promis erheben und lustig machen kann. Ich frage mich haben diese Feuilleton -Leser abends zu viel Zeit sich so einen Schrott reinzuziehen?!
Insofern ist diese Sendung wirklich ein Experiment, da sie offenlegt, wie viele verschiedene sozialen Schichten in Ihren Bann gezogen werden -und somit die Kassen der Sender klingeln lassen.
Mein Tip: Abschalten und keine weiteren Kritiken schreiben, weil man so unfreiwillig zur Popularisierung dieser Sendung beiträgt. Ignoranz ist die Lösung!

Ich frage mich, was Menschen bewegt, sich dieser Demütigung auszusetzen. Ich habe überlesen, die wievielte Staffel dieser Sendung läuft, aber die Teilnehmer und insbesondere ihre Berater sollten wissen, dass Sie davon nichts gewinnnen. Sinn der Sendung ist es nicht, die "Stars" mal ungeschminkt zu erleben. Sie werden gezielt gedemütigt und der Zuschauer darf mit wohlig-peinlichem Gefühl erleben, wie das geschminkte Fernsehgesicht heruntergerissen wird und darunter der gequälte Mensch hervorkommt. Soll das Mitwirken eine Katalyse sein, die den Aufbau eines neuen Images ermöglicht? Aber dafür haben diese Seelchen kaum das Format. Das schmerzerfüllte Verklingen ihrer öffentlichen Wahrnehmung wird mit massiver Persönlichkeitsverletzung vergolten. Eine solche Sendung zu produzieren geht damit weit über die Grenzen des Anstands hinaus.

bringt es auf den Punkt.
Da gibt es nichts anzumerken. Traurig, aber auch ein Spiegel des geistigen Zustandes, indem sich eine Gesellschaft befindet, die so etwas produziert und vor allem konsumiert.

Komisch!
Wie kann man sich eine Meinung über etwas bilden, dass man gar nicht anschaut? Hellseherische Fähigkeiten? Heimlich doch geguckt? Oder einfach die Überzeugung man gehöre zur Elite und wisse sowieso alles? Oder man plappert einfach brav nach, was andere in den Medien und im Freundeskreis so von sich geben? All das ist kein Zeichen von besonderer intellektueller Leistungsfähigkeit.
Ich schaue es mir an und lache über Dirk Bach und Sonja Zietlow, über die Promis kann man weniger lachen, als viel mehr staunen. Man fragt sich unweigerlich; kriegen die Geld dafür? Wenn ja, wie viel? Wenn nein, dann fragt man sich ob Karrieregeilheit wirklich so stark sein kann. Täte ich das auch? Dafür gibt es eigentlich nur eine Antwort: Klar, wenn der Preis stimmt. Aber ich gehöre ja auch nicht zur selbsternannten Elite und muss nicht auf meine Reputation achten... und da ich nicht prominent bin, muss ich es auch nicht beweisen.

Selten eine so differenzierte und lesenwerte Fernsehkritik gelesen. Danke. Bin selbst kein Freund derartiger Sendungen, muss aber gestehen, dass diese Metaebene des "the show must go on" und "ich hab doch keine Wahl" diese Formate doch schon fast wieder interessant machen. Es ist - gerade für den gemeinen Feuilleton-Leser - so leicht, sich über solche Phänomene der Medienlandschaft zu erheben und die Protagonisten und Produzenten zu schmähen. Hinter dem ganzen Ekelfernsehen und den B- und C-Promis verbirgt sich aber eben mehr. Auch Herr Niggemeier kratzt vermutlich nur an der Oberfläche dessen, wofür "Ich bin ein Star..." lediglich ein Symptom ist: die Verselbstständigung der Massenmedien, die nach immer neuem "Menschenmaterial" und immer neuen Bildern mit (zweifelshaftem) Nachrichtenwert schreien. Aufhalten kann das längst niemand mehr. Um so wichtiger ist es, dass nicht einfach abgetan wird, sondern kritisch hinterfragt.

es hat sowas erfrischend ehrliches... all die missgunst, der neid, der wille, andere zu demütigen, ohne die unser wirtschafts-system nicht funktionieren würde, wird hier einfach mal ungeschminkt vorgeführt. in jahrzehnten wird das dschungel-camp im rückblick ein ereignis sein, dass den zustand der gesellschaft der gegenwart prägnant formuliert. yea. face it.

Sehr guter Artikel!
Ich habe es nie gesehen und möchte es auch nicht sehen. Und ich kannte eigentlich kaum jemanden von diesen "Stars", die dort sind. Eigentlich möchte ich sie auch nicht kennen. Ich finde diese Art von Fernsehen grausam und verblödend.
Im übrigens sind meiner Meinung nach auch diese Castingshows ganz grässlich. Noch schlimmer, dass es Leute gibt, die diesen ganzen Müll gucken.
Und ich freue mich mal wieder über unsere mit Büchern überfüllte Wohnung.....

...die Teilnahme an dem Dschungel-Camp könnte die Konsultation eines kompetenten Psychiaters ersparen, der irrt.

warum wird sowas überhaupt produziert ?? SCHWACHSINN
welche geisteskinder sind sender,produzenten, regisseure. und vor allem die akteure die so einen schwachsinn mitmachen. aber das es leute gibt die sowas sich ansehen. "armes deutschland deine zuschauer"

Sehr gute, pointierte Darstellung !! Besser kann man das Thema wohl kaum beleuchten. Bei genauerer Überlegung eigentlich genau der Grund, warum
Ich mir diese Sendungen nie angesehen habe.