Hier wird der Welt wieder einmal plastisch vor Augen geführt was eine Militärregierung nicht kann: zum Wohle eines Landes und seiner Bürger regieren. Dafür kann sie gut ignorieren, dementieren, düpieren, taktieren und schikanieren Einer Militärregierung, wie in Burma, ist das Auskommen und die Lebensumstände von Zivilisten in den von ihr kontrollierten Gebieten völlig gleichgültig. Zivilisten werden nur als lästige Wirtstiere geduldet und von denen gibt es im intakten Norden des Landes noch ausreichend um die Armee zu versorgen. Von daher kann der zerstörte Süden auch gern alleine sehen wie er fertig wird. Quellen in Rangun berichten, dass noch nie so wenige Militäreinheiten auf den Straßen unterwegs waren wie jetzt. Es ist ja auch viel einfacher, eine bestehende Infrastruktur mit der Waffe zu bedrohen um sie auszupressen, als eine Infrastruktur herzustellen und lebensfähig zu erhalten. Das sollen die Leute mal schön selber machen. Wenns wieder was zu holen gibt - wird sich das Militär schon wieder rechtzeitig (zum absahnen) dazwischenschalten. Die internationalle Gemeinschaft muß mehr Druck, für mehr Demokratie auf die Militärmachthaber in Burma ausüben.
Das das Land internationale Hilfen braucht, steht fest. Denn von alleine würde die Militärjunta niemals auf die Idee kommen aus Volksvermögen erworbene Hilfsgüter an die Ärmsten der Armen zu verteilen. Wenn aber die internationalen Hilfen nur unter Auflagen der Junta im Land verteilt werden, bekommen wir recht plastisch den Begriff Windfall Profit erläutert.
Dilemma.. In Burma hat der Zyklon „Nargis“ unvorstellbare Zertrümmerung verursacht; mit den heutigen Wettervorhersagemethoden war es sicherlich möglich gewesen, zumindest Teile des betroffenen Gebietes zu evakuieren. M.E. ist das Ausmaß der Katastrophe leider noch nicht zu übersehen; die angegebene Zahl bedeutet die nur gemeldeten Verluste, Es ist anzunehmen, dass ein Mehrfaches der gemeldeten Verluste zu erwarten ist. Es muss also dringend für die Versorgung von einer Million Obdachlosen Maßnahmen getroffen werden. Hilfe in Höhe von 100 Mio. € scheint notwendig zu sein; die gemeldeten Hilfeaktionen in Höhe von 200 000 € werden nicht sehr viel helfen. Es ist bemerkenswert, dass „Nargis“ kurz vor einem Verfassungs-Referendum eintraf. Wir wissen zwar nichts über die Details des Verfassungs-Entwurfes; es steht aber fest, dass der Entwurf kein Heil über das Land gebracht hat. Im Entwurf soll als neuer offizieller Name Pyidaungsu Thamada Myanmar Naing-Ngan Daw (Union der Republik von Myanmar) vorgeschlagen sein. Außerdem waren eine Änderung von Staatsflagge und Staatssiegel geplant. Die Diskussionen hierüber verzögerten die Fertigstellung der Verfassung bis zum 3. September 2007. Unsere Katastrophenforschung ist noch sehr primitiv, so dass wir nicht viel über die Ursachen sagen können Dr. H. Ergun
Zweite Liga: Mainz, Lautern und Duisburg setzen sich oben ![]()
Kommentar: Auf dem Weg zum Schulfrieden
Gespräch mit Eintracht-Profi Chris: „Es geht nicht nur um Fußball und Geld“
Gespräch mit Udo Steffens: Potential für die Champions League“
Im Porträt: Die georgische Außenministerin Eka Tkeschelaschwili