
Die Hilfsorganisation Oxfam befürchtet eine Fortsetzung des Massensterbens, wenn die Überlebenden nicht bald mit sauberem Wasser und Sanitäranlagen versorgt werden.
12. Mai 2008 Nach dem verheerenden Wirbelsturm in Burma droht die Lage in dem verarmten Land nun vollends zu eskalieren. Bis zu 1,9 Millionen Menschen kämpfen den Vereinten Nationen zufolge ums Überleben, während die Militärjunta weiter keine Helfer ins Land lässt.
Es werde inzwischen von mehr als 100.000 Toten und 220.000 Vermissten ausgegangen, teilten die UN am Sonntag weiter mit. Auf der verzweifelten Suche nach Essen, Wasser und Medizin strömen Überlebende in Scharen aus dem am schwersten verwüsteten Irrawaddy-Delta. Die UN warnten angesichts des dramatischen Mangels auch vor gewaltsamen Übergriffen unter den Opfern. Ein Rote-Kreuz-Schiff mit Hilfsgütern sank kurz vor seinem Ziel im Katastrophengebiet.
Hilfe duldet keinen Aufschub mehr
Wenn nicht sofort und massiv Experten sowie Versorgungsgüter in die am schwersten betroffenen Gebiete gelangen, wird es eine Tragödie unvorstellbaren Ausmaßes geben, sagte Greg Beck vom International Rescue Committee. Die Hilfsorganisation Oxfam forderte am Sonntag ein internationales Engagement wie nach dem Tsunami an Weihnachten 2004, um in Birma den Ausbruch von Epidemien doch noch zu verhindern. Es ist die die schwerste Zyklon-Katastrophe ihrer Art in Asien seit 1991, als im benachbarten Bangladesch 143.000 Menschen starben.
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier forderte die Regierung Burmas auf, internationalen Helfern schnell und uneingeschränkt Zugang zu den Notstandsgebieten zu gewähren. Steinmeier betonte nach einem Telefonat mit seinem thailändischen Amtskollegen, angesichts des Ausmaßes der Katastrophe sei internationale Hilfe dringlich und dulde keinen Aufschub mehr.
Burmas Militärjunta nimmt zwar Hilfslieferungen aus dem Ausland und auch von den UN an, lehnt aber deren Logistik ab. In der Stadt Labutta, die zu 80 Prozent durch den Zyklon zerstört wurde, geben die Behörden derzeit eine Tasse Reis am Tag pro Familie aus, wie ein Vertreter der Europäischen Union berichtete.
Rot-Kreuz-Frachtschiff sinkt im Irrawaddy-Delta
Das erste Rote-Kreuz-Schiff mit Gütern für mehr als 1000 Menschen sank am Sonntag kurz vor Erreichen seines Ziels im Irrawaddy-Delta. Das doppelstöckige Frachtboot habe offenbar einen unter Wasser liegenden Baumstamm gerammt, sagte ein Sprecher der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) in Bangkok. Die Mannschaft und die vier burmanischen Rotkreuz-Mitarbeiter konnten sich in Sicherheit bringen, doch das Schiff sei untergegangen.
Text: FAZ.NET mit Material von Reuters
Bildmaterial: dpa, REUTERS
Tagung der ARD-Intendanten: Das große Gebühren-![]()
Augsburgs Torjäger Thurk: Mit Haller kann ich mich nicht vergleichen
Video-Filmkritik: Die zwei Leben des Daniel Shore
| Tops | in % | |
| Dt. Bank | +2,96% | |
| Commerzbank | +1,96% | |
| Lufthansa | +1,86% |
| Flops | in % | |
| FMC | −0,26% | |
| Metro | −1,23% | |
| Salzgitter | −1,81% |
Wieso sollte man noch mal Opel unterstützen?
14:29 14:27 14:27@Rupp – Theoretisch nett, aber praktisch unrealistisch
14:20