Die italienische Regierung schlägt Alarm: Pompeji ist in Gefahr. Raubgrabungen und Verfall bedrohen das berühmteste antike Weltkulturerbe. Ein Gang über Trümmer, auf denen neue wachsen. Von Dieter Bartetzko
Die CSU tanzt Samba, die Sozialdemokraten trinken, um zu vergessen, bei der Union werden internationale Delikatessen gereicht: Bevor die Parlamentarier in die großen Ferien gehen, wird in Berlin gefeiert, was die politische Lage hergibt. Marcus Jauer hat sich unter sie gemischt.
Seit mehr als zehn Jahren arbeitet Reiner Stach an seiner großen Biographie über Franz Kafka, deren zweiter Teil soeben erschienen ist. Ein Interview über einen Dichter, der auch in seiner menschlichen Wahrhaftigkeit einzigartig war. Am 3. Juli wäre er 125 Jahre alt geworden. Von Thomas David
Bei seinem Kampf gegen Edison Miranda vor knapp zwei Jahren wurde dem Profiboxer Arthur Abraham zweifach der Kiefer gebrochen. Nun tritt er noch einmal gegen Miranda an. Ein Interview über Deutschland, Amerika, Mike Tyson und Muhammad Ali. Von Michael Lentz
Beim Geocaching, einer modernen Variante der Schnitzeljagd, ist der Weg das Ziel. Er führt ins Dickicht von Wäldern und Städten. Mit dem Navigationsgerät und ein wenig Kombinationsgabe können Schatzsucher herrliche Funde finden. Von Sandra Kegel
Bildergalerie Arthur Abraham, einer der besten deutschen Boxer, setzt Samstag Nacht gegen Edison Miranda in Florida dazu an, Amerika zu erobern. Michael Lentz hat ihn getroffen: Begegnung zwischen einem boxenden Schriftsteller und einem lesenden Boxer.
Altmodisch? Modern? Die ewigen Streitbegriffe der Liebhaber und der Kritiker des Werks von Siegfried Lenz verblassen vor der souveränen Lakonie, die Lenz in seiner Novelle Die Schweigeminute an den Tag legt. Von Heinrich Detering
Er gilt als der erfolgreichste Vertreter des sogenannten Alpenrocks. Im F.A.Z.-Interview spricht der österreichische Volksmusikrebell Hubert von Goisern über das Altwerden, Jörg Haider, Jodeln und Hitlers Lieblingslied. Von Andreas Lesti
Fußball ist zwar im Laufe der Jahre immer schneller geworden, doch das Spiel bleibt in seiner schlichten Schönheit erzählbar. Außer von unseren Fernseh-Kommentatoren, die einen neuen Trick entdeckt haben, um sich um vollständige, wesentliche Sätze zu drücken. Von Tobias Rüther
Er ist der große Apokalyptiker der amerikanischen Literatur und hätte den Nobelpreis ebenso wie John Updike und Philip Roth längst verdient. Statt Großstadtidentität oder Mittelstandsdramen beschreibt Corman McCarthy Schreckensbilder sinnloser Gewalt. So in dem wuchtigen Drogenthriller Kein Land für alte Männer.
Ein Jahr, 687 Filme, 25.000 Aufnahmen, destilliert zu einem Band mit 83 Bildern: Vor fünfzig Jahren erschien mit Robert Franks Reportage Les Américains das wichtigste Fotobuch des Jahrhunderts. Franks Bilder reden Slang. Und sie erschüttern bis heute. Von Freddy Langer
Henning Mankells neuer Roman beginnt mit einem Massenmord in der schwedischen Provinz und wird zu einem politischen Thriller über Chinas Rolle in der Welt. Ein Interview über Mao und Mugabe, das Böse im Menschen und sein Feindbild Amerika. Von Tobias Rüther
Der Traditionsverlag Reclam will mit einer neuen Website jugendlichen Lesehunger stillen: Aus dem Literaturdöner kann man sich Klassikerzitate herauspicken. Warum aber lockt Reclam ausgerechnet mit einem Döner? Von Jörg Thomann
Karl Korn, vor hundert Jahren geboren, war der große Entdecker und Durchsetzer des deutschen Feuilletons. Seine Kraft und die Leidenschaft, mit der er neue Gedanken ausmaß, bezog er nicht zuletzt aus einem Gefühl der Schuld. Von Frank Schirrmacher