Blick auf Katalonien: Gaudis “Sagrada Familia“

Gastland Katalonien

Die Stimmen des Meeres und der Flüsse

Wenn die Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr die katalanische Kultur als Gast begrüßt, ist damit eine äußerst vitale Region und nicht etwa eine Verwaltungseinheit gemeint. Ein Streifzug durch die katalanische Literatur und ihre den historischen Umständen abgetrotzte Vielfalt.

Lesermeinungen zum Beitrag

08. Oktober 2007 19:43

Gastland Katalonien

Jose Carlos Fernandez (jocafdez)

Mit dem Titel "Gastland" Katalonien könnte man diesen Artikel schon vorab katalogisieren. Die Region im Nordosten Spaniens strebt ja nach mehr (Unabhängigkeit) und ihre "klugen" Köpfe und Politiker bekanntlich auch. Die kulturelle und politsche Realität in der Region wird jedoch gerne verfälscht. Werter Joan, die spanisch schreibenden Literaten wurden erst im nachhinein nach Frankfurt eingeladen und dies erst nach Druck der öffentlichen Meinung.Catalunya ist zweisprachig, wenn auch dies erst durch die Geschichte entstand. Kultur bereichert sich durch mehrere Dinge, auch die Sprache. Mein Unverständis daher warum ein Grossteil der Bevölkerung dieser Region ausser Acht gelassen wird. Die Tendez das katalanische in den Vordergrund zu drängen hat mehr politische als andere Gründe. Es ist zur Zeit einfach Schick catalanista zu sein. Als geborener Frankfurter bin ich von meiner Heimatstadt enttäuscht sich in politische Spielchen einwickeln zu lassen. Und von meiner aktuellen Umgebung (Katalonien)enttäuscht das nur ein Teil meiner Kultur/Literatur gezeigt wird.Wir wären bessere catalanes wenn wir nicht jede Möglichkeit nutzen die eine oder andere Seite auszublende. Que vagi molt bé!

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08. Oktober 2007 17:32

Fundiert

Marcus Padberg (bayle)

Gerade habe ich das ZEIT Extra zur Buchmesse gelesen. Es ist sehr unterschiedlich in der Qualität und insbesondere im Hinblick auf die katalanische Literatur tendenziös. Umso mehr begeistert mich dieser Artikel, der das Wesentliche zusammenfasst und ein fundiertes und abgerundetes Urteil über den diesjährigen Gast abgibt. Die katalanische Kultur wird von manchen immer noch als Kellerkind oder gar als Fleisch vom Fleische der spanischen (kastilischen) Literatur betrachtet. Aus kulturhistorischer Sicht ist diese Haltung blanker Unsinn. Die katalanische Literatur und Kultur sind mit die ersten innerhalb der Romania, die es zur frühen Blüte geschafft haben. Umso erfreulicher, dass sich so langsam in Deutschland ein positives Katalanenbild etabliert. Mallorca, Barcelona, Costa Brava/Dorada, Miro, Gaudi, Dali usw. Deutschland nimmt die katalanische Kultur immer mehr wahr. Auf dem Gebiet der Literatur ist der Durchbruch nah. Der Erfolg von "la pell fredda" ist ein erstes Anzeichen für diese Entwicklung. Die Buchmesse wird diese Entwicklung weiter befördern und sie nachhaltig gestalten.

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08. Oktober 2007 15:34

Ein kleines Wunder

Alexander Weber (weber_alexander)

Dies ist der erste ausgewogene und fundierte Artikel über das Thema „Katalanische Literatur“, den ich in der deutschen Presse finden konnte. Die Heerschar selbsternannter „Spanienkenner“ unter den deutschen Journalisten und Literaturkritikern hat hingegen nur tendenziöse und inhaltlich falsche Reportagen über einen angeblichen "Sprach-Nationalismus" Kataloniens beisteuern können. Dass dieser Artikel nun ausgerechnet in der FAZ erscheint, ist ein kleines Wunder; er hebt sich von den einseitigen, stets aus Madrider Sicht verfassten Beiträgen des Spanienkorrespondenten Leo Wieland wohltuend ab.

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