
In einer Zeit in der Arbeitnehmer immer mehr unter Druck gesetzt werden ist es wichtig, dass diese Arbeitnehmer ihrer Eigenverantwortung gerecht werden, und ihre Interessen durchsetzen.
Es gibt keine übergeordnete Instanz die gerechte Löhne von sich aus durchsetzt. Die Lokführer haben das erkannt, und entsprechend Druck gemacht.
Es wäre zu begrüssen, wenn das immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland erkennen würden, damit so manche Arbeitgeber erkennen, dass man mit den Arbeitnehmern nicht beliebig ''Schlitten fahren'' kann.
Unser Gesetz sieht diese Mittel ausdrücklich vor, damit bei Streifällen ein gesellschaftlicher Konsens (legitime Interessen der Arbeitgeber vs. legitime Interessen der Arbeitnehmer) gefunden werden kann.
Man kann der GDL nur alles Gute wünschen. Dass sie nicht alle ihre Anliegen durchbringen wird, liegt da in der Natur von Verhandlungen.

Es ist ganz klar, daß Mehdorn die GDL in die Knie zwingen will. Datür will er die Lokführer so lange ergebnislos streiken lassen bis die Streikkasse leer ist. Der Schaden ist ihm egal, er muß ihn ja nicht bezahlen. Hauptsache er konnte dem Schell mal zeigen, wer das Sagen hat.
Ohne Angebot eines eigenständigen Tarifvertrags darf keine Friedenspflicht bzw. dürfen keine Verhandlungen eingegangen werden. Immer wieder wird behauptet, es dürfe nur einen einzigen Tarifvertrag geben. So ein Quatsch! Kann ein Schaffner vielleicht einen Zug steuern? Nein? Dann hat er auch keinen Anspruch auf Gleichbehandlung. Mit dem Argument der Gleichbehandlung will Mehdorn sich nur ein bequemes Ruhekissen verschaffen. In einem vielschichtigen Betrieb wie der Bahn kann man nicht alle Arbeitsdisziplinen zum Pudding verrühren. Ein Elektriker will sich schließlich nicht wie ein Plakatekleber tarifieren lassen usw.
Mehdorn muß gezwungen werden, einen eigenständigen Tarifvertrag mit der GDL zu vereinbaren. Wenn Mehdorn weiterhin diese Lösung blockiert, sollte er entlassen werden. Die Lokführer haben aus Sicht der meisten Bürger recht mit ihrem Verlangen. Wir brauchen die Eisenbahn. Wir brauchen nicht Mehdorn.

Soll die GDL weiter zum Narren gehalten und nur zu Scheinverhandlungen gelockt worden sein? Und das nur, um sich die "Friedenspflicht" der GDL zu erschleichen?
Es steht zu befürchten, daß es der GDL absolut reicht, derart vorgeführt zu werden und daß sie einen Totalstreik bis einschließlich Weihnachten durchziehen wird. Soll sie doch. Sie haben ein recht auf eine faire Behandlung UND Bezahlung.