Wolfgang Tiefensee ist empört über Hartmut Mehdorn

Stellenabbau und Preiserhöhungen

Tiefensee pfeift Mehdorn zurück

Nach der Einigung im Tarifstreit der Bahn müssen Mitarbeiter und Kunden bluten: Bahnchef Hartmut Mehdorn kündigte einen Abbau von Stellen und einen Anstieg der Preise an. Damit löste er einen Sturm der Entrüstung aus.

Lesermeinungen zum Beitrag

16. Januar 2008 20:17

Sehr geehrter Herr Heidrich,

Christoph Niederkleine (C.Niederkleine)

vielen Dank für die Richtigstellung. Es war ein Schnellschuß.
Es hätte ja bedeutet, daß die Investitionszuwendungen direkt als Gewinn an die Aktionäre ausgeschüttet worden wären.

Die Investitionen werden also aktiviert und der tatsächliche auf das Jahr 2006 entfallende Aufwand wäre nach Ihrem Beispiel bei einer 20-jährigen Laufzeit ledigleich 1/20 der Investitionszuwendungen. Damit hätte der Gewinn in 2006 um ca. 180 Mill € niedriger ausfallen müssen, wenn das Geld vom Unternehmen hätte aufgebracht werden müssen. So weit richtig.

Da aber nun jedes Jahr - auch in den vorhergehenden Jahren - Investitonszuwendungen in dieser Höhe bzw. noch höhere vom Staat getätigt wurden, sieht es wieder ganz anders aus.

Für das Jahr 2005 werden über 4 Mrd. € als Investitonszuwendungen angegeben. Kommen in den vorhegehenden Jahren ähnliche Beträge vom Staat als Zuschuß, so bleibt es dabei, daß diese Mittel ohne den staatlichen Zuschuß vom Unternehmen hätten aufgebracht werden müssen. Letztlich bedeutet das - auch periodisiert - im Jahr 2006 einen Aufwand in der Höhe von 3 bis 4 Mrd €. Also aus diesem Jahr 180 Mill € und aus allen vorhergehenden noch jeweils um die 200 Mill € oder eben noch mehr.
Damit bleibt es im Ergebnis wohl gleich.

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16. Januar 2008 01:33

An Herrn Christoph Niederkleine

Chris Heidrich (Rockwilder1979)

Sehr geehrter Herr Niederkleine,

wenn Sie schon den Konzernabschluss der bahn zu rate ziehen, dann sollten Sie das auch richtig machen. Einzahlungen und Gewinn haben nicht unbedingt direkt miteinander zu tun. Haetten Sie die Rechnungslegungspolitik der Bahn auch durchgelesen, so wuessten Sie, dass Investitionszuwendungen (Einzahlungen) von den Anschaffungs-/Herstellungskosten abgesetzt werden und erst ueber die Abschreibungen dieser in den Gewinn einfliessen.

Nehmen wir an, die Investitionszuwendungen wurden benutzt, um Anlagevermoegen zu beschaffen, dass eine durchschnittliche Nutzungsdauer von 20 jahren hat, sie waeren der Gewinn nur um 187 Mio Euro beim Wegfallen der Investitionszuwendungen geschmolzen.

Nur so als kleiner Buchhaltungskurs ......

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15. Januar 2008 23:22

Eigentlich klar

Richard Balzer (cliff1)

mehr Ausgaben müssen kompensiert werden. Wie schon vor 30 in der Automobilindustrie wird auch hier die Lösung in rationeller Verwendung der Ressourcen zu suchen sein.
Was bedeutet das?
Durch Einsatz besserer Mittel werden weniger Mitarbeiter mehr Leisten.
Wie geht das?
Man sucht Aufgaben, die durch Maschinen, Roboter oder Computer ersetzt werden können - und findet sie meist bei den einfacheren Tätigkeiten. Und dann sind sie auch schon weg und die Leute, die das bisher getan haben, werden zu Lockführer umgeschult. Aber nein, das geht ja gar nicht, das wollten die vorher schon nicht oder können sie nicht.
Was aber tun mit diesen armen Menschen?
Man macht es wie die Automobilindustrie damals und setzt sie frei.
Alternativ könnte man auch die Preise erhöhen, natürlich, aber das kostet Kunden. Und weniger Kunden bedeutet kleinere Rendite und das wiederum erhöhten Rationalisierungsdruck - armer Herr Schell - am Ende könnte der Zug nach hinten los gehen. Aber er hat nichts mehr zu verlieren - Rente ist in Aussicht.
Ein cooler Typ ist er schon - 11% mehr Lohn

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15. Januar 2008 22:44

@ Herr Leser Niederkleine

gisbert heimes (gisbert4)

Sie haben immer Recht, wenn Sie das, was 'marktlich' (??) ist und was nicht, selbst definieren und sortieren. Genau so hält es natürlich auch die herrschende Nationalökonomie, sonst funktioniert ihre Lehre von der 'invisible hand' nicht.

Für mich ist hingegen schlicht alles Markt, was die Wirtschaftssubjekte handeln und verhandeln. Selbstverständlich müssen sie die daraus folgenden Konsequenzen tragen - die Lokführer meinetwegen, daß sie zu Hartz-IV-Empfängern werden, zum Beispiel.

Damit ist das Problem natürlich nicht gelöst. Es sei denn, der Leser Niederkleine, wir alle, wären ausschließlich Wirtschaftssubjekte. Das trifft aber offensichtlich nicht zu.

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15. Januar 2008 22:41

Bahnchef Medorn von Verkehrsminister zurechtgewiesen.

Hellmut Koch (825630)

Hellmut Koch LTURM 825630
Tiefensee hat wieder einmal bewiesen, dass man ein Resort leiten kann ohne sich mit Betriebswirtschaft und Kostenrechnung zu belasten. Mehdorn hat mit Recht auf die Folgen der Erpressung durch die GdF hingewiesen. Direkte Zahlungen und Ausgleich für Arbeitszeitverkürzung ( 1 Stunde weniger sind 2%, d.h. weniger Züge oder mehr Lokführer ) sind mit 200 Mio Mehrkosten beziffert. Wie die Mehrzahl der Bahnbeschäftigten darauf reagiert, dass sie mit einem wesentlich bescheideneren Lohzuwachs zufrieden sein müssen bleibt abzuwarten. Voraussichtlich kommen saftige Nachforderungen. Dazu noch die sprunghafte Verteuerung von Elektroenergie, die bei der Bahn die gleichen Auswirkungen hat wie in jedem Privathaushalt. Zwei Hochgeschwindigkeitszüge verbrauchen soviel Strom wie eine Kleinstadt ! Wie die Bahn das verkraften soll ist von Tiefensee nicht zu hören. Wenn in Berlin das Geld nicht reicht erhöht man die Steuern und macht Schulden. Wie soll das Dienstleistungsunternehmen Bundesbahn reagieren? Weniger Züge, Kredite aufnehmen oder Fahrpreise erhöhen ? Die Betriebswirtschaft lässt grüssen

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15. Januar 2008 20:43

Hä?

Niklas Bambach (Argusauge)

Wettbewerbsfähigkeit? Die Bahn hat praktisch ein Monopol. Insbesondere der Nahverkehr in der "Provinz" dürfte niemals kostendeckend zu betreiben sein. Im Prinzip war schon von vorneherein klar, daß so etwas (Preiserhöhung) kommt. Ich hoffe, daß die Preiserhöhung nicht so extrem ausfällt wie 2005 (von 5 € auf 9,40 € für ein- und dieselbe Strecke). Freilich bringt Herr Mehdorn das sehr unglücklich an die Öffentlichkeit. Ich glaube nicht, daß er noch lange in seinem Amt ist. Die Bahn ist immer noch ein Staatsunternehmen.
Ins Ausland verlagern kann die Bahn nicht allzuviel. Oder will sie ihren Kunden zumuten, daß die Züge aus der VR China ferngesteuert werden?

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15. Januar 2008 19:42

Herr Mehdorn - noch lange im Zorn?

Horst Lang (elokonini)


Mehdorn - kampfstark und abgebrüht,
zur GDL-Besiegung gar hat die Gerichte bemüht.
Doch die halfen dem Bahnchef nicht weiter.
Ob er durch diese Erfahrung wird gescheiter?
Schließlich des Eigners Bundesverkehrsminister
griff - fast verzweifelnd - in sein Register,
entnahm einen Zettel - brachte seinen Willen auf das Papier,
die Kontrahenten auffordernd, "Unterschreiben Sie hier!"
Und siehe - dies ist geschehen - im Handumdrehen.
Ja, potztausend, der Schell,
Chef der "kleinen" GDL,
rief geradewegs schnell zum Appell
seine Lokführer-Schar, nachdem die "Eckpunkte" klar,
gewichen damit die Streik-Gefahr.
Verkündet die tarifliche Einigung
Der GDL-Chef darf stolz seine Stimme erheben.
So lautstark, dass Mehdorn's Glieder erbeben.
Die Bahn-AG sah letztlich ein:
Genug - nach 10 Monaten
mit abwechselndem Meinen und Raten!
Gefunden wurde der Weisen Stein.
Das Tarifwerk wird in Kürze paraphiert,

Der Bahn-Manager spricht von wirtschaftlich tief schürfenden Wunden:
betroffen seien das Personal und der Bahn Kunden.
In aktuellem Zustand die Bahn AG
gerät leicht in eine Wahn-AG,
wenn der Eigner das Führungs-Krisenblatt
nicht baldigt wendet,
indem er den Vertrag mit Mehdorn vorzeitig beendet.

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15. Januar 2008 19:27

Hat Recht!

gerhard philipp (philippsan)

Herr Mehdorn, Sie haben Recht! Viel Erfolg bei der Umsetzung!

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15. Januar 2008 19:08

"Einzahlungen aus Investitonszuwendungen": 3,748 Mrd. €; "Gewinn": 1,68 Mrd. €

Christoph Niederkleine (C.Niederkleine)

Im Konzernbericht der Bahn für das Jahr 2006 werden "Einzahlungen aus Investitionszuwendungen" des Staates mit 3,748 Mrd. € angegeben. Der Bilanzgewinn des Jahres beläuft sich 1,68 Mrd. €.

Würden die staatlichen Einzahlungen wegfallen oder als Verbindlichkeiten bilanziert, so ergäbe sich ein Verlust von 2,068 Mrd. € im Jahr 2006. Für 2005 sieht es noch wesentlich düsterer aus.

DAS ist der wirtschaftliche Hintergrund, auf dem die Lokführer mehr Gehalt bekommen. So sieht es aus.

Kommen diese 3,748 Mrd. € aus dem Nichts? Nein, die zahlen Sie, Herr Leser, durch ihre Steuern. Nochmal: Die Gehaltserhöhung der Lokführer zahlen Sie, Herr Leser, entweder als Steuerzahler oder als Bahnkunde. So oder so, Sie, Herr Leser, zahlen.
Oder es werden Bahnmitarbeiter entlassen. Wahrscheinlich eben beides.

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15. Januar 2008 18:58

Mehdorn auf dem Drahtseil

Peter Keul (hildennet)

Es ist offenbar hochmodern, auf Herrn Mehdorn einzuprügeln. Dabei verdient der Mann jeden Cent den er bekommt zu recht. Denn sein Job ist eine "Mission impossible". Er soll mit einer Truppe, die noch immer zu großen Teilen aus dem Beamten-Unwesen besteht, ein modernes Dienstleistungsunternehmen machen. Gleichzeitig soll er niedrige Preise und hohe Qualität liefern, er soll unrentable Strecken bedienen, investieren und sparen.

Erst mischt sich Tiefensee in die Tarifverhandlungen ein, beugt sich der Erpressung durch die Lokführer und als echtes Kind des DDR-Sozialismus ist er der Meinung, das exorbitante Lohnerhöhungen keinen Einfluss auf Leistungen und Preise haben dürfen. Hat ja auch geklappt in der DDR: Die haben in so einem Fall dann Geld gedruckt, für das man nichts kaufen konnte. Vielleicht hat Tiefensee ja noch ein par alte Druckmaschinen im Keller, die er Mehdorn überlassen kann.

An Mehdorns Stelle würde ich der Politik den Bettel vor die Füße werfen. Die Ihm nie hilft, sondern sich immer nur auf seine Kosten profiliert. Es gibt auf der ganzen Welt keinen Manager, der unter diesen Voraussetzungen vernünftige Ergebnisse erzielen kann.

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15. Januar 2008 18:39

Ungeeignet

Hans-Dieter Krebs (hdkrebs)

Das Mehdorn-Bashing wird noch leichter und berechtigter. Nicht nur, daß Herr Mehdorn wie sein Kontrahent Schell ein Sturkopf ist, seine primitive Reaktion aus urkapitalistischen Zeiten beweist, daß weder menschlich und noch in seinem Führungsstil die notwendigen für einen Bahnchef von Format mitbringt, auch wenn die Heulsuse Suckale ihm mit naivem Augenaufschlag assistiert. In der Schweiz würde man sagen. er sollte erst einmal "über de Bücher gehen", ehe er unbeherrscht seinen Frust herausläßt. Minister Tiefensee mußte Mehdorn zurechtweisen. Ob das aber dieser Persönlichkeitsstruktur hilft?

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15. Januar 2008 18:06

Verteilungskampf innerhalb der Bahn

Chris Heidrich (Rockwilder1979)

Die GDL ist natuerlich in der komfortablen Lage, dass die Arbeitsplätze der Lokführer nur in geringem Masse wegrationalisiert werden koennen (es sei den, man setzt führerlose Züge ein) und schon gar nicht ins Ausland verlagert werden können.
Sollen die zusátzlichen Kosten nun gespart werde, trifft es natürlich andere Unternehmensteile, die sicher zum teil auch ins Ausland verlagerbar sind (Buchhaltung, Verwaltung der Liegenschaften etc). Allerdings ist diese Möglichkeit bei der Bahn begrenzt. Die Idee der Auslagerung ist ja, Wertschöpfung zu billigeren Löhnen zu erzeugen. Die Wertschöpfung der Bahn ist aber hauptsächlich das bereitstellen von Transportleistungen innerhalb eines fixen Landes (immerhin hat sie hier ein Schienennetz kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen).
Bahnhöfe und Schienen koennen schlecht in Billiglohnländer ausgelagert werden (ausser man liquidiert die Bahn gleich ganz), insofern ist die Drohnung von Mehdorn wohl nicht ernst zu nehmen.
Aber ja, es wird zu Stellenabbau kommen.
Trotzdem: An alle Mehdorn-Hasser: Er ist der erste, der die Bahn in die Gewinnzone geführt hat. Wollten wir denn wirklich weiterhin einen aufgeblähten Personalbestand der Bahn durch Steuern finanzieren ?

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15. Januar 2008 17:58

@ Herrn Heimes

Christoph Niederkleine (C.Niederkleine)

Jeder schaut auf die eigenen Interessen? So funktioniert der Markt? Nein!
Jeder Mensch schaut auf die eigenen Interessen. So sind wir immer. Auch im Sozialismus und im Kommunismus.

Der Markt dagegen wandelt durch den Wettbewerb den allgemeinen Eigennutz mittels Konkurrenz in Nutzen für alle. So funktioniert der Markt.

Was wir hier aber sehen ist typisch für Planwirtschaft: Das Geld soll aus dem Nichts kommen. Es soll keine negativen Konsequenzen geben. Alles wird versprochen. Den ideologisch als arm erkannten "Armen" wird das Geld zugeschustert. Die Substanz wird aufgebraucht. Es entstehen Ruinen.

So ein Verhalten, wie das der Gewerkschaften und das von Herrn Tiefensee ist marktlich, wirtschaftlich unverantwortbar. Das Übertrumpfen der marktlichen und wirtschaftlichen Zwänge mittels pseudomoralischer Ansprüche und Forderungen ist eben nicht "Markt". Es ist ein Außer-Kraft-Setzen marktlicher Mechanismen. Es ist die Ausbeutung eines Unternehmens bis nichts mehr bleibt zum Ausbeuten. Diese Leute denken nur an sich. Und dabei denken sie sogar noch viel zu kurz.

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15. Januar 2008 17:57

Was soll die Aufregung?

Christian Hess (CHess)

Man erinnert sich noch gut daran, dass nach Meinungsumfragen im letzten Jahr die Mehrheit der Deutschen so grosses Verständnis für die überzogenen Lohnforderungen der Lokomotivführer hatte. Irgendwo muss das Geld aber doch herkommen. Was soll also die grosse Aufregung über Fahrpreiserhöhungen?

Was den Stellenabbau angeht: Es wäre natürlich ärgerlich, wenn jetzt die sich mit massvollen Lohnerhöhungen zufriedengebenden anderen Bahnangestellten die Rücksichtslosigkeit der Lokomotivführer ausbaden müssten. Gerechterweise sollte daher etw. Stellenabbau auf die Lokomotivführer beschränkt werden.

Herr Mehdorn hat - nach betriebswirtschaftlichen Masstäben - seinen Job bislang sehr gut gemacht und die Bahn als Unternehmen weit vorangebracht. Sein Mut, die Dinge klar anzusprechen ist anerkennenswert. Man könnte aber gut nachvollziehen, dass er angesichts des geballten Masses an politischer Einmischung, wirtschaftlichem Unverständnis und Heuchelei, das ihm seit einiger Zeit von vielen Seiten entgegenschlägt, langsam die Nase voll hat und sich nach einem neuen Job umsieht.

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15. Januar 2008 17:51

Rationalisierungsreserven

Franz-Josef Wilde (drfjwilde)

Die einzige Frage ist doch: Was kosten die Tarifabschlüsse und woher nehme man die Knete. Zumindestens darüber kann man doch einen Konsens erzielen. Der Rest ist ein weites Feld. Woher kann das Geld kommen: Einsparungen, Preise rauf, Qualität runter sind einige Alternativen. Mehdorn provoziert um andere Ziele zu erreichen!
Als Teilnehmer im Gesundheitswesen wird mir immer wieder um die Ohren gehauen, man möge doch effizient arbeiten und alle Rationalisierungsreserven ausschöpfen, dann käme man schon hin. Darüber verordnet man ein Budget, ganz easy für die Politiker, da sie selber ja diese Suppe nicht auszulöffeln haben. Die Folgen sind vielfältig und der Platz reicht hier nicht aus. Lieber Herr Tiefensee, lassen Sie sich von Frau Ullala Schmidt beraten!

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15. Januar 2008 17:50

Es ist Zeit für zwei betriebsbedingte Kündigungen

Moritz Kürten (FAZMaximilianus)

Herrn Mehdorn und Frau Suckale sollten möglichst schnell betriebsbedingt gekündigt werden:

1. Sie gefährden den sozialen Frieden im Betrieb.
2. Die Gehälter von Herrn Mehdorn und Frau Suckale sind betriebswirtschaftlich nicht vertretbar und gefährden das Ergebnis der DB.
3. Herr Mehdorn hat öffentlich angekündigt, abgeschlossene Betriebsvereinbarungen nicht einzuhalten.
4. Durch den von Herrn Mehdorn und Frau Suckale provozierten Streik und die Lügenkampagnen in der deutschen Presse haben sie die DB geschädigt.

FAZMaximilianus

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15. Januar 2008 17:47

Falschspieler Mehdorn

Peter Slater (Wales-Rhondda)

Na also, das wusste man doch im Vorfeld, das Mehdorn falsch spielen wurde. Nun ist es raus und hart arbeitende Leute will man loswerden. Warum entlasst man Falschspieler wie den Wohlstandsmanager Mehdorn eigentlich nicht? Er hat Chaostage und Rufschadigung bei der Bahn gebracht und sonst liess er Fahrgaste und seine eigenen Leute im Stich. Die Bundesregierung sollte diesem Machtmenschen, der soviel Geld auf seinem Konto hat, seine Personalpolitik durchkreuzen.

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15. Januar 2008 17:44

Nachtrag zum Bahn-Gewinn 2006

Christoph Niederkleine (C.Niederkleine)

Zum angeblichen hohen Bahngewinn kann man an anderer Stelle lesen, daß der hohe Bahngewinn im Blick für den kommenden Börsengang aufgehübscht ist. Allein die staatlichen Investitionen in die Bahn sind weit höher als dieser Gewinn. Im Klartext: Die Bahn macht Miese. Der Gewinn ist rein bilanztechnisch, weil die Investitionen quasi als Gewinn ausgewiesen werden können, nicht als Schulden.

Auf dem Hintergrund kommen dann noch die politische Schönrederei von Herrn Tiefensee, das unverantwortliche Brüllen der Gewerkschaften und demgegenüber die Slogan-Hörigkeit der Mitmenschen. Das gibt einen Cocktail, in dem die wirtschaftliche Fakten untergehen. Arme Bahn. Das geht schief.

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15. Januar 2008 17:41

Ein teurer und vordergründiger Erfolg.......

wolf haupricht (emilgilels)

......die Konsequenzen will Tiefensee jedoch nicht wahrhaben. Er will doch als tatkräftiger Politiker darstehen, dem allein der Erfolg gebührt. Dies zeigt wieder einmal die Ahnungslosigkeit und das bewußte Herunterspielen von Folgen, die in der Öffentlichkeit nicht erwünscht sind.
Tiefensee glaubt offensichtlich noch an den Weihnachtsmann, der die Belastungen der Tarifeinigung verschwinden lässt. Dass Tiefensee Druck ausgeübt hat, damit eine Einigung zustande kommt, dürfen andere bezahlen. Er wil sich nur im "Erfolg" zu Lasten anderer sonnen. Typisch Politik.

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15. Januar 2008 17:38

tun Sie etwas Herr Tiefensee!

hermann koch (olmiro)

Mehdorn leitet ein Staatliches Unternehmen. Er hat das Privileg ein Managergehalt zu beziehen wie in der freien Wirtschaft. Aber vergessen sollte dieser Herr nie, dass die Bürger Eigentümer des Unternehmens sind. Was Mehdorn sich alles erlaubt ist haarsträubend. Am besten ablösen. Wer die entstandenen Mehraufwendungen durch die Lohnerhöhungen der Lokführer nur mit Stellenabbau und Verlagerung der Arbeitsplätze in Billiglohnsektoren auffangen kann, der hat an der Spitze nichts zu suchen. Service verbessern und pünktlicher abfahren und ankommen, dann gibt es mehr Fahrgäste und die Einnahmen steigen. Auch so kann Ausgleich geschaffen werden. Man muss ja nur sehen, wer diesen Herrn auf die Position brachte, unser möchte gern Kanzler Schröder. Alles Blender und Abzocker.

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15. Januar 2008 17:37

Stellenabbau und Preiserhöhung bei der Bahn

Verena Treppe (boersentreppe)

Das ist ja wohl der Gipfel was Hr. Mehdorn nun wieder ankündigt. Vielleicht sollte Hr. mehdorn an Rücktritt denken wenn er diesen "Belastungen" nicht gewachsen ist. Es erinnert langsam wieder an die Sklavenzeit, immer frei nach dem Motto: Friß oder stirb. Es geht hier doch nur immer um Gewinne für die Konzerne. Es wäre doch mal schön wenn sich Unternehmen damit rühmen, gute Gehälter und zufriedene Mitarbeiter zu haben.

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15. Januar 2008 17:34

Eine wirtschaftliche Wahrheit ist, dass

Christoph Niederkleine (C.Niederkleine)

das Geld, das sich die Gewerkschaften erstreiken, nicht aus dem Nichts kommt. Irgendjemand bezahlt dafür. Das ist immer so. Das wird von den Gewerkschaften in der allgemein üblichen Unterbutterei der gehaßten Wahrheiten mittels lautem Geschrei und pseudomoralischen Vorwürfen mal wieder vertuscht.

Der Anteil vom Kuchen, den die GDL bekommt ist größer geworden. Schön. Wessen Anteil wird dafür kleiner? Eine Alternative wäre lediglich, den Kuchen zu vergrößern, sprich mehr Kunden ranzuschaffen. Die haben aber einen eigenen Willen. Weil die Zukunft auch ungewiß ist, kann man nicht sagen, wir lassen alles so wie es ist, es kommen ganz sicher mehr Kunden zu uns. Das ist wirtschaftlich unverantwortlich.

Herr Tiefensee ist ein Nicht-Wirtschaftler und hat sicher auch keinen Einblick in die Kostensituation und Kalkulation der Bahn. Was er sagt, ist schlichtes, politisches Gerede, das in den pseudomoralischen Chor einstimmt und nur Positives versprechen will.

Mich freut es, daß Herr Mehdorn endlich mal Tacheles redet und die notwendigen Folgen aufzeigt. Wenn die Bahn wieder rote Zahlen schreibt oder irgendwann insolvent ist, würde das ganz genauso aus dem Nichts gekommen sein, wie heute das Mehr-Geld für die Lokführer.

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15. Januar 2008 17:32

Staatssozialismus ...

Reinhold Eysel (Eysel)

... Staatsdirigismus schlimmster Prägung ist das.
Erst wird bekundet, die Bahn privatisieren zu wollen und in ein international wettbewerbsfähiges Unternehmen überführen zu wollen. Dann wird der erste Schritt unternommen, Umwandlung in eine AG. Und dann "drohen" Wahlen und man erschrickt vor den selbstverständlichen Konsequenzen: Wirtschaftliche Konzernführung. Im Grunde ist das "leicht verständlich", es sei denn man glaubt an den sozialistischen staatsdirigistischen Weihnachtsmann. Und tatsächlich, er taucht in Gestalt von T. auf und verkündet mit staatstragend geschwellter Brust die Quadratur des Kreises: Löhne hoch, Preise runter. Ein Narr, wer glaubt, das ginge. Es scheint allerdingsziemlich viele Narren zu geben, denen man das wählerstimmenbringend "verkaufen" kann. Die "Schildbürger" waren gestern. Heute haben wir Schildbürger zum Quadrat.

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15. Januar 2008 17:29

Leistungsträger?

Michael Adam (MACHE174)

Gehört Herr Mehdorn eigentlich zu den "Leistungsträgern" in Deutschland? Und wie definiert sich überhaupt die Gruppe der "Leistungsträger", denen von Union und FDP kürzlich finanzielle Erleichterungen versprochen wurden? Falls die Antwort "in erster Linie über das Gehalt" lautet, dann darf sich Herr Mehdorn freuen und alle Krankenpfleger, Verkäuferinnen (das Beispiel "kik" lässt ja gerade aufhorchen) oder Briefzusteller sollten sich ernsthaft darüber Gedanken machen, warum ihre eigene Arbeitsleistung offenbar nur knapp über der Nachweisgrenze liegt.

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15. Januar 2008 17:21

Allgemeine Betroffenheit

Steve Lutzmann (TomderAffe)

Auf dem Arbeitsmarkt herrscht nach wie vor ein Markt, bestehend aus Angebot und Nachfrage. Wird die Arbeitskraft zu teuer, dann sucht man logischerweise nach günstigeren Alternativen. Oft liegen sie im technologischen Fortschritt, bis vor wenigen Tagen zu teuer - rechnet sich das ganze heute plötzlich.
Wenn eine Gewerkschaft der Meinung ist, unglaubliche Lohnerhöhungen (bei Reduktion der Arbeitszeit !!!) durchsetzen zu müssen, dann darf man es dem Arbeitgeber doch wohl nicht verübeln, wenn er nach günstigeren Alternativen schaut. Die GDL hatte schlicht jedes Mass verloren. Nun das grosse jammern, dass auf eine logische Konsquenz hin!

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15. Januar 2008 17:16

Posse

gisbert heimes (gisbert4)

Was soll eigentlich die ganze Aufregung. An der von der GDL, hauptsächlich aber von Mehdorn vorgeführten Posse wird wie im Brennspiegel nur eines wieder deutlich: so funktioniert Markt.

Es geht eben immer nur um das eigene Interesse, und wer da immer noch behauptet, daß dabei am Ende für alle das Beste herauskomme, mag es weiter glauben.

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15. Januar 2008 17:15

Friede den Hütten! Krieg den Palästen!

Marco Koranzki (M2008)

Der Staat ist doch derzeit noch zu 100% Eigentümer der Deutschen Bahn AG. Ist doch so, nicht wahr?

Wer ist denn der Staat? Mehdorn, der Schienenkönig, sagt sich wohl: „L'État, c'est moi“. „Der Staat, das bin ich“.

Ich sage: Wir Wähler sind der Staat.

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15. Januar 2008 16:56

Gute, alte Bahn adé!

Joachim Busch (climbingjoe)

Bald wird es landauf landab zu hören sei: Ach, gäbe es doch noch die gute alte Bahn!
Vom Staat als Rückgrat der Infrastruktur betrieben, auch abgelegene Gebiete (wie in der Schweiz!) erreichbar, dank Beamtinnen und Beamten "streikfrei", vielleicht etwas "verschnarcht" - aber pünktlich.

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15. Januar 2008 16:46

Bahn - Mehdorn - Bund

Wolfgang G. Runte (Wolluc)

Herr Tiefensee handeln Sie als Vertreter der Eigentümer - dem deutschen Volk - und stellen dem Herrn Mehdorn endlich den Stuhl vor die Türe. Diese persönlichen Eitelkeiten und Machtansprüche zur unbedingten Umsetzung seines Börsengangs bringen die Bahn nicht voran. Das Hauptproblem Deutschlands, vernünftige Transportkapazitäten im Personen- und Güterverkehr zu besitzen (und nur dafür ist ein Herr Mehdorn verantwortlich), löst Herr Mehdorn nicht. Sein ganzes Gerede um den Börsengang soll doch nur von seiner tatsächlichen Unfähigkeit ablenken, etwas für die Gemeinschaft leisten zu können.

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15. Januar 2008 16:33

Mehdorn ist untragbar

Robert Wolter (RoWo)

Mehdorn wird mit seinem Verhalten noch die DB AG gegen die Wand fahren, anstatt sie zur Börse zu führen, und das natürlich auf Kosten der Mitarbeiter und Kunden. Der Mann ist dort absolut fehl am PLatz. Ein Betriebsleiter der DB AG könnte diesen Job besser machen.

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15. Januar 2008 16:30

Betriebskosten erhöhen, Steuern erhöhen, Bahn privatisieren, Steuern bleiben.

norbert doerre (ndoerre)

Die Bahn ist ein Verkehrsmittel aus dem 19. Jahrhundert mit einer Blütezeit im 20. Jahrhundert. Sie setzt allein durch ihr unflexibles Schienennetz und ihre unflexible Struktur ein statisches Wirtschaftsgeschehen und eine immobile Bevölkerung voraus. Die Gesamtwirtschaftlichkeit der Bahn hat ihren Zenit schon in 1975 überschritten. Seitdem wird sie zunehmend weniger mit dem Argument der Nützlichkeit weitergeführt, sondern mit dem der Umweltverträglichkeit. Letzteres kann nur deshalb behauptet werden, weil nirgendwo die wirklichen Umweltbelastungen aufgeschlüsselt werden. Die Bahnmitarbeiter reisen vorwiegend nicht mit der Bahn zu ihrem Arbeitsplatz. Die Unterhaltung des Schienennetzes, der Stellwerke, der Bahnhöfe, der Einbindung in die Infrastruktur verschlingen Milliarden an Steuergeldern und an Ressourcen. Die Staatsverwaltung weiß, daß mit einer Privatisierung der Bahn eigene Begehrlichkeiten viel eher befriedigt werden können; denn dann bleibt endlich wieder mehr zum internen Umverteilen übrig. Es möge Niemand glauben, daß eine Privatisierung Steuernachlässe zur Folge haben werden. Der aktuelle 10%ige Schluck aus der Kosten-Pulle soll erst einmal die Steuern erhöhen; danach erfolgt die Privatisierung, und die Steuern bleiben.

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15. Januar 2008 16:24

Stellenstreichung und Preisanstieg

Daniel Kiesel (Linad)

Herr Mehdorn ist wirklich ein "Fuchs". Da nutzt er doch tatsächlich den Abschluss mit der GdL, um nochmals die Preise zu erhöhen und Arbeitsplätze zu streichen. Der Grund ist für den einfach denken Menschen schnell gefunden - die unersättlichen Lokführer - so betont es ja auch Herr Mehdorn! Wer sich aber näher informiert, wird Herrn Mehdorn kaum glauben, dass dieser Tarifabschluss die Bahn an den Rand der Rentabilität führt - vor allem nicht bei einem ausgewiesenen Gewinn von ca. 2,1 Milliarden Euro im Jahr 2006! Diese Argumente für die angekündigten Maßnahmen überzeugen nicht Herr Mehdorn - die höhere Gewinnerzielungsabsicht hingegen, wäre wenigstens ein glaubwürdiger und wahrer Grund!

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15. Januar 2008 16:23

Herr Mehdorn, " Bahnrache"

Peter Kasel (osterbelt)

Her Mehdorn als schlechter Verlierer nimmt jetzt furchtbare Rache, er will Personal entlassen, er will Fahrpreise erhöhen, er will auslagern ! Wie bitteschön, wohin denn ?
Muss ich , wenn ich von Frankfurt nach Köln will, erst nach China um dann virtuell die vorgesehene Strecke zu fahren ?
Nein, Nun ist's an der Zeit, Herrn Mehdorn zu entlassen, er hat seinen Posten verwirkt. Und den ganzen Vortand gleich mit, sonst wird's zu teuer.
Herr Tiefensee als Verkehrsminister : Handeln Sie !
peterkasel

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15. Januar 2008 16:21

Leserkommentare

Charlotte Simmens (Charlet)

Wortwahl und Inhalte mancher Kommentare finde ich schon erschreckend.

Wenn Herr Mehdorn auf die Notwendigkeit verweist die zusätzlichen Kosten kompensieren zu müssen, lässt dies nur einen Schluss zu - er hat einen klar definierten Auftrag seines Arbeitgebers. Herr Mehdorn ist nicht allmächtig und wird sich bei wirtschaftlich schlechten Ergebnissen verantworten müssen. Auch hat er sich sein Gehalt nicht selbst genehmigen könen. Dafür gibt es Entscheidungsgremien der Anteilseigner (Aufsichtsrat). Hauptanteilseigner ist der Bund.

Diese ständige, schreckliche Neiddebatte in Deutschland ist widerlich. Schauen wir doch einfach einmal wie sich die Bahn in den letzten Jahren entwickelte. Was ist aus diesem ehedem verschnarchten und hoch defizitären Unternehmen geworden? Die Bahn entwickelt sich zu einem technologischen und logistischen Vorzeigeunternehmen. Daran hat in aller erster Linie die Unternehmensführung und nur sehr nachgelagert die Belegschaft Anteil.

Herr Mehdorn mag nicht sympathisch wirken, seine Einlassungen eher pathetisch doch er engagiert sich zum Wohle des Unternehmens Deutsche Bahn. Mir ist ein selbstbewußter Bahnchef lieber, als ein opportunistischer, politisch korrekter Jasager.

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15. Januar 2008 16:03

Flug statt Zug

Alexander Dennig (donbal)

Fliegen statt Bahnfahren! Die einzige Chance Monopolisten wie Herrn Mehrdorn paroli zu bieten. Jeder geflogene Meter ist heutzutage günstiger, als seine Zeit an unsicheren Bahnhöfen zu vergeuden.

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15. Januar 2008 15:53

Die Rechenkünste des Herrm Mehdorn

Udo goldstein (goldi53)


Folgendes Rechenbeispiel:
15.500 Lokführer (offizielle Zahl der GDL)
15.500 * 800 € Einmalzahlung= 12,4 Mio. €
Angenommener Durchschnittsverdienst eines Lokführers 2.200 € p.M.davon 11% 242 € *12=2.904 * 15.500= 45 Mio. €
macht in Summe p.A. ca. 58 Mio. € aus.
Noch Fragen Herr Mehdorn?

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15. Januar 2008 15:21

Frechheit Die tun so ob das Ihr Geld ist!!!!!

Uwe Bauermeister (uwebabg)

Diese Manager leiden an Realitätsverlust. Solche wie Ich die eine Bahnkarte besitzen und der Steuerzahler zahlen für diesen Herrn den Wohlstand in Deutschland. Diesen Herren betonen immer das Sie im Internationalen Wettbewerb immer noch nicht das verdienen was möglich ist. Aber wir wissen ja alle das kein Manager aus Deutschland International gehandelt werden. Solche Manager fahren Deutschland weiter gegen die Wand. Wo ist nur die Verantwortung der Gesellschaft gegenüber. Wir wissen doch wie Manager mit diesem Format gemacht werden.
Armes Deutschland !!!!Wir sollten mal den Herrn den Kopf waschen.

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15. Januar 2008 15:15

Auslagerung der Bahn nach Ungarn oder Indien...

Oliver Geißinger (Olli38)

... dort sind die Löhne garantiert billiger. Ein richtiger Betriebswirt rechnet das garantiert auf Heller und Pfennig aus... ;-)

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15. Januar 2008 15:12

IQ 260

Markus Teuber (arathorn)

Damit hatten die Intelligenzbestien der GDL nun doch nicht gerechnet : daß ihre Mondforderungen auch irgendwie bezahlt werden müssen !

Nun werden sie bezahlt - durch Preiserhöhungen und Arbeitsplatzabbau.

Gut so.Denn wer am Wirtschaftsleben "richtig" teilnehmen will,der soll es auch - aber dann bitte ganz und gar.

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15. Januar 2008 15:01

Was kommt danach?

Christian Hess (CHess)

Bleibt zu hoffen, dass es der Bahn möglichst bald gelingt automatische Züge einzuführen. Dann kann sie alle Lokomotivführer entlassen und statt dessen mehr Servicepersonal einstellen. Letztlich würden Bahnfahren nicht nur angenehmer, sondern auch wieder billiger. Die GDL kann dann Streiks arbeitsloser Lokomotivführer für mehr Hartz IV organisieren.

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15. Januar 2008 14:44

Ein Monopolist lässt grüßen

Ralf Schneider (ralf61)

Klar kann Mehdorn wie er selbst immer schön formuliert mit seiner Preistreiberei die Beförderungsfälle in Geiselhaft nehmen, er ist ja mit seinem Laden ein ausgewiesener Monopolist.
Das "Standort Deutschland" Geschwafel ist bei der eigenen Abzocke von Herrn Mehdorn und seiner Kollegen ohnehin nicht für voll zu nehmen.
Pro Fahrstunde im überfüllten ICE schlägt ein mit 11% mehr entlohnter Lokführer pro Stunde mit 2,75 € zu buche (bei angenommen 4000 €/ Monat Kosten je Arbeitsplatz und 160 h) bei 400 Fahrgästen sind das 0,007 cent/ Stunde also Berlin Frankfurt kostet dann 0,035 Cent mehr/ Ticket. Liege ich da falsch?

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15. Januar 2008 14:42

Völker, höret die Signale

Dirk Bremer (dataxpress)

weit über die Tarifgrenzen der Bahn hinaus, auf das niemand in Arbeitskleidung unterhalb Armani-Niveaus mehr seine Stimme erhebt und aufbegehrt, solange unsere Nieten in Nadelstreifen die von ihr selbst proklamierte Konjunktur-Beute längst intraelitär aufgeteilt wähnen.
Nach der großen Stunde von Wolfgang Tiefensee, der schließlich ein wenig Nachhilfe in Sachen Beilegung von Tarifauseinandersetzungen geleistet hat, soll Mehdorn getobt haben. Die Streiks arbeitsgerichtlich verbieten zu lassen oder durch den Einsatz polnischer Lokführer zu unterlaufen - das alles hat nicht geholfen. Jetzt werden unmittelbar nach der vermeintlichen Einigung mit unseriösen Zahlenspielen die Beschäftigten gegen die Kunden ausgespielt un umgekehrt. Was für ein Verlierer!
Investigativer kann man deutsches Arbeitsrecht nicht ad absurdum führen.

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15. Januar 2008 14:32

Tief durchatmen her Mehdorn

karl-Heinz Ebeling (gnilebe)

Es ist nicht wahr,das der Standort Deutschland in Gefahr ist, wenn nummehr die Lokführer eine längst fällige Lohnerhöhung erhalten.
Sie, Herr Mehdorn sollten rechtzeitig zurücktreten, eher man Sie davon jagt. Ihre Verhaltensweise war und ist eine Gefahr für den inneren Frieden in Deutschland.

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15. Januar 2008 13:56

naja

wiebke wagner (Ungnad)

Ich würde mir etwas kritischeren Journalismus von der FAZ wünschen. Stimmen die Zahlen, die Mehdorn so vorlegt überhaupt, womit könnten die Mehrkosten noch zusammenhängen etc.
<br>Wenn ein Streik und eine Lohnerhöhung die Finanzen der Bahn so durcheinander werfen, dass man das alles gleich an den Verbraucher weiter geben muss und sogar zu Sanktionen gegen die eigenen Mitarbeiter greift, deutet doch eher auf ein schwaches Management hin.
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15. Januar 2008 13:22

Weltfremd oder heuchlerich?

Andreas Neubert (Citizen_Kane)

Seitdem Gerhard Schröder Mehdorn zum Chef der Bahn gemacht hat sind die Bezüge des Vorstandes um 300% gestiegen. Nun habe ich kein Problem damit, schließlich ist es das Geld der Bahn und nicht meines und die Bahn muss selber wissen, was sie mit ihrem Geld macht. Dass dann aber der Vorsitzende dieses gleichen Vorstandes eine Lohnerhöhung von gerade mal 11 Prozent aber als "Niederlage für den Standort Deutschland" (pathetischer gings wohl nicht mehr) verkauft, entbehrt nicht eines gewissen Humors.

Von einer hochqualifizierten Spitzenkraft muss man bei gleichzeitigem Jahressalär in Millionenhöhe so viel soziale Kompetenz erwarten können, um diese wirtschaftliche und argumentative Diskrepanz erkennen zu können. Ansonsten ist Mehdorn sein Geld nicht wert.

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15. Januar 2008 13:16

Schaden durch Löhne ? Jobverlagerung ?

Gerd Lehmann (Gerd_L)

aber wenn man Lohnforderungen und Erhöhungen der Mitarbeiter als " Der jährliche Schaden betrage 200 Millionen Euro" (lt n.tv heute) einstuft...
Wenn die Bahn die Lohnerhöhung für die Lokführer als Schaden von über 200 Mio. Euro bezeichnen, was sind dann die Gehälter der Manager?????
Wenn dieser Satz stimmt, sollten Mehdorn und Co. zurücktreten, denn die Lokomitivführer fahren die hohen Gehälter der Manager ein, sie fahren das Geld ein das die Bahn braucht um sich und ihr Personal zu unterhalten und um funktionfähig zu bleiben! Wenn dann die Lokführer entsprechend bezahlt werden ist dieses absolut kein Schaden, sondern "ein gutes Werk" !

Klar: Jetzt werden die Jobs der Lokführer nach China verlagert, genau wie die der Gebäudereiniger, Hotelputzkolonnen, Briefzusteller, Tellerwäscher, Müllkutscher, Wachleute, Pförtner, Friseure und vieler anderer, die angeblich durch Mindestlöhne ihre Jobs verlieren werden.

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15. Januar 2008 13:03

fit für den aktienmarkt

Michael Hackl (hackl_m)

wer findet es wirklich richtig, dass sich die db für den aktienmarkt vorbereitet? soll sich das öffentliche verkehrsnetz wirklich in die hände von hedge-fonds, private equity, pensionsfonds und andere spekulativen gruppierungen begeben.
welche bedeutung hat denn sonst das wort wettbewerbsfähigkeit? oder möchte etwa jemand behaupten, die bahn hätte es geschafft dem güteraufkommen, trotz der vorherigen löhne von lokführern, gerecht zu werden. herr medorn, sagen sie doch einfach: "wir wollen gewinne einstreichen, damit wir an die börse können und für eine bestimmte klientel geld verdienen - öffentliches verkehrsnetz hin oder her. fahren sie doch mit dem auto. hauptsache unsere rendite stimmt"
weiter so...

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15. Januar 2008 13:01

Schlau aus der Affaire gezogen...

Bernhard Krug (bkrug)

Nachdem er merkte, daß er gegenüber einer kleinen Gewerkschaft einknicken wird hat er doch das beste für sich draus gemacht. Die Einigung ist doch ein geringer Preis, um solche (sicher bereits lange geplante) Maßnahmen rechtfertigen zu können.

Der vernünftig denkende Mensch muss doch fragen, wie ein Vorstand eine (angeblich) existenzbedrohende Entscheidung treffen konnte und durfte!

Die GDL dachte, sie sei schlau, jetzt wird sie als Buhmann für sämtliche Rationalisierungsmaßnahmen herhalten müssen und ist beliebt wie ein Sack voller Flöhe.

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15. Januar 2008 12:44

Schlecht gebrüllt "Löwe"

Bernfried Loosen (B.Loosen)

Die Bahn hatte im Jahre 2001 74.459 Millionen Personenkilometer in ihrer Bilanz ausgewiesen.

Wenn die finanziele Belastung für den Tarifvertrag bei ca. 200 Millionen €/jährl. liegt, dann können daraus nur minimale Preiserhöhungen folgen.

Der Personenkilometer würde sich um 0,26 Cent erhöhen. Man nennt dies wohl "Peanuts".









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15. Januar 2008 12:21

Vielen Dank an die Lokführer und die GDL..

Michael Fichtner (ebaristo)

an dieser Stelle muss man wirklich mal eine Dankesrede an die Lokführer und die GDL machen, die haben jetzt einen eigenen Tarifvertrag und mehr Geld - Vielen Dank für die vielen Wartezeiten und die ausgefallenen Züge - Vielen Dank für die Preiserhöhungen der Bahn, die sich jetzt dafür an den Kunden rächt! Aber zum Glück steigen nicht nur die Preise für die Bahn sondern auch die Stellen werden abgebaut, hoffentlich auch die von ein paar Lokführern. Wenn andere Stellen innerhalb der Bahn abgebaut werden, wird es von vielen ehemaligen Bahnmitarbeitern bestimmt noch mehr Dankesbriefe an die Lokführer und die Gdl geben, wenn nicht noch mehr...! Da sieht man mal, Lokführer sind halt nur ehemalige Hauptschüler, andere würden kaum selber für einen eigenen Stellenabbau streiken, denn darauf wird es hinauslaufen! Die Bahn zieht die Preise an und die Kunden fahren weniger, also brauchen auch weniger Züge eingesetzt werden und somit braucht die Bahn auch nicht mehr soviel Lokführer!

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15. Januar 2008 12:10

den gewerkschaften sei dank...

kai wiegelmann (kkwiegelmann)

hoffen wir das herr mehdorn standhaft bleibt und das unternehmen deutsche bahn weiter in eine positive zukunft lenkt.
und vielen dank an die gewerkschaft!!!
ein gutes beispiel wie diese linken sozialromantiker soziale verantwortung leben, ich denke an mich und der kunde muss zahlen, und so lange ich gewerkschaftsfunktionär bin kann ich ja auch meinen job nicht verlieren...

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15. Januar 2008 12:07

Preiserhöhung trotz Rekord-Plus

Annette Moussa (oerschen)

Die Bahn hat letztes Jahr trotz des Lokführerstreiks ein Plus in der Kasse gehabt. Ein Rekord-Plus. Da muss Mehdorn nicht gleich die Verlegung der Arbeitsplätze in Billiglohnländer als Konsequenz aus der Tarifverhandlung ziehen. Die elfprozentige Erhöhung ist schon happig, aber nochmals die Preise erhöhen belastet doch wieder nur die Pendler, die sowieso schon seit Sezember draufzahlen. Es mag sein, dass die Personalkosten die höchsten Ausgaben des Konzerns sind, doch das heißt nicht, dass die Bahn nur an dieser Stelle sparen kann.

Je höher die Preise, desto mehr Menschen werden versuchen ohne die Bahn als Verkehrsmittel auszukommen. Daher bleibt unterm Strich doch wieder das gleiche übrig, nur dass die wenigen, die bleiben, mehr zahlen müssen. Damit steigert die Bahn ihre Konkurrenzfähigkeit keineswegs.

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15. Januar 2008 11:59

Pfff

Felix Riedel (Nichtidentisches)

Eine dürftige Analyse. Wieso kalkuliert die Bahn nicht im Vorraus? Streiks waren absehbar und 11 Prozent das allermindeste. Wer die Löhne über Jahre nicht erhöht und eine unmenschliche 41-Stunden-Woche für vertretbar hält, muss sich wahrlich nicht wundern, wenn ihm die Arbeiter irgendwann rebellieren. Nun tut man so, als sei das unvorraussehbar gewesen und das Fiasko da. Dass man gleichzeitig Milliarden in Vorzeigebahnhöfe gesteckt hat und ohne Not weite Teile des Streckennetzes marodierte, sich überflüssigen Schnickschnack wie Bahn-Mobil leistet, den Schuh will man nun den Gewerkschaften anziehen. Dass Mehdorns Truppe schlicht unfähig war und ist, zeigt der ärgerlich späte Erfolg des Streiks nur an. Im Prinzip hat Mehdorn noch Glück gehabt: von 30 % Forderung hat er 11% durchgesetzt.

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15. Januar 2008 11:54

Na, was ist denn sonst von der Bahn zu erwarten?

Michael Menzel (Galenos)

"...werden als Konsequenz aus der Tarifeinigung mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer wahrscheinlich Arbeitsplätze abgebaut und Preise erhöht."

Als Konsequenz kann der regelmäßig abgezockte Bahnkunde wieder einmal erkennen, daß die Bahn die Preise laufend und erst kürzlich erhöht, ob mit oder ohne Anlaß und vorgeschobenen Grund.

Da ist keiner der die fragwürdige Rechnung überprüft, nämlich in welchem Verhältnis Entlassungen und weitere Preiserhöhungen zu dem lächerlichen bißchen mehr Geld, daß die Lokführer nun erkämpft haben, steht.

Mehdorn vergißt, daß er als Verwalter von Staatseigentum eingesetzt ist und der Staat sind wir, die Bürger und Bahnkunden. Sein willkürliches monarchisches Auftreten ist zum Kotzen. Und die Politiker, die ihn decken und den Bürgern auf allen möglichen Wegen die Haut abziehen sind es nicht wert, Volksvertreter genannt zu werden.

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15. Januar 2008 11:50

Immer das Gleiche!

Rüdiger Menge (Ruedi78)

Nun gibt es endlich einen Tarifabschluss mit den Lokführern, doch Ruhe wird wohl nie einkehren.
20% Umsatzsteigerungen der Bahn im Jahr 2006, dafür genehmigte sich der Bahnchef eine Gehaltsverdopplung auf ca. 3,2 Mio Euro. Die Bahnbeschäftigten erhielten Nichts. Nun wollen die endlich auch am Erfolg beteiligt werden und sind plötzlich die Schuldigen für Preiserhöhungen und Stellenabbau!
Wer sich selber die Taschen füllt sollte nicht arrogant auf Andere zeigen!

Natürlich muss man bei diesem Dilemma auch der Bundesregierung als Eigentümer Mitschuld geben. Soll die Bahn nun gewinnfördernd auf den Börsengang zuarbeiten oder soll sie als Hauptaufgabe die Beförderung von Menschen und Gütern auf ganzer Fläche haben?
Grösstmöglicher Profit oder umweltfreundliche und bezahlbare Alternative zum Auto?

Fazit: Der Verkehrsminister gibt die Vorgaben für den Bahnchef und hat die Erfüllung zu kontrollieren.

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15. Januar 2008 11:41

Stellen reduzieren?!?

Lutz Töpfer (L.Toepfer)

Als regelmässiger Kunde der Deutschen Bahn (und nicht, wie neudeutsch gerne durch die DBler lanciert, "Die Bahn") möchte ich einen alternativen Vorschlag zur Kostenkontrolle einwerfen.
Immerhin ist das Unternehmen noch nicht börsennotiert, und muss an der Erfüllung eines Staatsauftrages (der nicht in der Übernahme von Logistikaufgaben in allen Teilen der Welt besteht!) noch ein gewisses Interesse hegen. Wer mit der Bahn fährt, weiss, dass scheinbar gerade die Wartungskompetenz für das rollende Material unter den bereits vollzogenen Entlassungen ziemlich gelitten hat.

Mein Vorschlag also: da es sich bei der DB noch um ein Staatsunternehmen handelt, könnte man seinen Leitern auch ein Gehalt zahlen, und müsste sie nicht mit Managerapanagen versehen. Damit ließe sich eine Menge einsparen! Und der Bahnvorstand müsste sich nicht in Erklärungsnot winden, warum er sich selbst ohne Folgen und Schaden für das Geschäftsergebnis über 30% mehr zahlen kann, bei den Lokführern aber schon im wesentlich geringeren zweistelligen Bereich ins Schwitzen kommt.
Wenn mal gefragt würde.

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15. Januar 2008 11:28

Das war doch sonnenklar.......

wolf haupricht (emilgilels)

.......der Weihnachtsmann trägt solche Kosten nicht.
11 % + Diverses wirkt appetitanregend für Arbeitnehmer. Aber die Mehrheit wollte es so, was man auch verstehen kann, und nun wird die Rechnung präsentiert.
Es gibt nichts zum Nulltarif und die Mehrheit und vor allem die eigentlichen Nutzer der Bahn werden es gelassen tragen, denn schließlich dient es einem guten Zweck.

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15. Januar 2008 11:11

Das war vorherzusehen...

Chan Fei Yung (smileface)

Die Kommentare ändern sich nicht und die Aktionen auch nicht.

Wie in jedem Wirtschaftsbuch vorhergesagt kommen nach Lohnkämpfen ein Stellenabbau und Produktionsverlagerungen, was am Ende doch wieder diejenigen trifft, die gerade erst die Kämpfe hinter sich hatten.

Komischerweise jedoch ist die Empörung über solche Aktionen nach ein paar Tagen wieder abgeflaut, da dies anscheinend alltäglich bei uns geworden ist...

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15. Januar 2008 11:03

Hat jemand etwas anderes erwartet?

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

Ich nicht, die Bahn kann das Geld ja schließlich nicht exkremetieren.

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15. Januar 2008 10:56

ab mit Mehdorn ins billiglohnland

Gianduia Palazzo (gianduia)

Hören Sie endlich auf zu reden, Mehdorn, sondern handeln Sie!

Dampfen Sie endlich ab mit ihrer Bahn AG! In die Wüste Gobi zum Beispiel, dort können Sie Nomaden für 1 Cent die Stunde engagieren, im Restaurant gibts dann Hammelfleisch und Kumys für die Kunden zu kleinen Preisen.

Ohne Sie kanns hier nur besser werden.

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15. Januar 2008 10:43

Genauso sieht kurzfristiges Denken von Managern aus

Simon Pein (shampaign)

Her Mehdorn muss Quartalsziele erreichen, pünktlich und zuverlässig, das ist von äußerster Notwendigkeit für den geplanten Börsengang!

Genauso sieht kurzfristiges Denken von Managern aus.

Will er die Quartalsziele termingerecht erreichen, so ist das Vorgeschlagene natürlich tatsächlich der einzige Weg. Es wäre schön wenn Herr Mehdorn mit ähnlicher entschlossenheit die Pünktlichkeit der Züge forcieren würde!
Ein paar Quartale erscheinen klein und nichtig in der langen Geschichte der Bahn.
Es wäre wünschenswert, wenn die Bahn konsequent wäre und zu ihrer Unpünktlichkeit steht.
Die Investoren sollten es verstehen, es besser wissen, es liegt in der Natur der Bahn mitunter unpünktlich zu sein!

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15. Januar 2008 10:13

Aha

Lars Rölker (Gibsonman)

Gestern habe ich in den Nachrichten gehört, dass die beiden Preisrunden im letzten Jahr die wahrscheinliche Tariferhöhung der GDL bereits "eingepreist" hatten ... Habe ich mich wohl getäuscht ...

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