Immobilienmarkt

Die Stimmung trübt sich ein

Wenigstens in der Mitte von Berlin tut sich noch etwas: Die Reste des Palasts der Republik geben den Blick frei auf den Berliner Dom

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07. November 2008 Im Zuge der Wirtschaftskrise sinkt die Stimmung auf den deutschen Immobilienmärkten deutlich. „Hier ist eine Spirale nach unten in Gang gesetzt, die uns wahrscheinlich doch noch einige Zeit in Atem hält“, lässt sich Sascha Hettrich von King Sturge zitieren.

Der Immobilienberater hat den Immobilienkonjunktur-Index für Oktober vorgelegt. Das Ergebnis: Mit 55,4 Zählerpunkten ist der umfragebasierte Wert im Vergleich zum Vormonat um mehr als 20 Prozent gesunken. Der seit Anfang 2007 beobachtete Abwärtstrend der Immobilienkonjunktur setze sich unvermindert fort, heißt es bei King Sturge.

Deutscher Markt gilt als robust

Das Beratungsunternehmen schätzt jedoch die deutschen Immobilienmärkte als vergleichsweise „robust“ ein. Und auch wenn sich das Investitionsklima grundsätzlich getrübt hat, bleibt Deutschland nach Einschätzung der Estatis AG nach wie vor interessant. 50 Prozent der institutionellen Investoren, die die Investment-Gruppe befragt hat, wollen in Zukunft grundsätzlich ihre Immobilien-Investitionen erhöhen. Ein Viertel plane, den Umfang ihres Investments beizuhalten, eine ebenso große Gruppe will ihn reduzieren.

„Das gilt grundsätzlich - unabhängig von der gegenwärtigen Krise“, erläutert Peter Vogt von der Estatis AG auf Anfrage. Die Gruppe hat für ihr sogenanntes Investmentbarometer deutsche institutionelle Anleger als auch Investoren aus den Vereinigten Staaten, Großbritannien und Skandinavien befragt.

Von Interesse sind den Angaben zufolge vor allem Gewerbeimmobilien. Als bevorzugte Standorte gelten Westdeutschland und Berlin. Die ostdeutschen Städte hingegen hält als Anlagestandort nur ein kleiner Teil der Befragten für lohnend. Laut King Sturge bewerten die Marktteilnehmer derzeit aber Wohnimmobilien verglichen mit Büro- oder Einzelhandelsimmobilien als stabilstes Teilsegment. Dennoch trübe sich auch hier die Stimmung ein.

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: dpa

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