Kommentar zum Rabbi-Prozess

Ganz einfach ein böser junger Mann

Nach der Messerattacke auf einen Rabbiner durch einen jungen Mann mit afghanischen Wurzeln fühlten sich viele berufen, in die Rolle des Mahners zu schlüpfen. Die Banalität des Bösen, wie sie im Prozess zutage trat, hat die Angstvorstellungen vom muslimischen Gewalttäter korrigiert. Von Thomas Kirn

Lesermeinungen zum Beitrag

21. Mai 2008 09:34

Wasserträger

José Rodriguez (KW2)

Guter Artikel ! Das „Böse“ ist m.e. tatsächlich meist sehr banal und im Vorfeld nicht besonders mediengeeignet. Aber wo keine Haltung und keine Überzeugung da ist kann sie von außen nahe gebracht werden. Solche Menschen eignen sich gut dafür wenn man ihnen einen Sinn für ihr bisheriges verpfuschtes Leben gibt und sie so auch vor der Verantwortung dafür bewahrt und ihren Hass kanalisiert. Also kein „Topterrorist“ aber als zukünftiger wasserträger bestens geeignet.

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21. Mai 2008 09:34

armes Deutschland!

Andreas Würz (BluesBrother1983)

Also wenn das Zustechen mit einem Messer, als "gewöhnliches Verbrechen" angesehen wird und auch einfach als schwere Körperverletzung ist es langsam um Deutschland geschehen. Viele können die Folgen eines Messerstiches (außer er trifft vielleicht nicht den Torso) doch gar nicht abschätzen. Woher soll man denn wissen, was die Folge ist? 3 1/2 Jahre für eine hinterhältige Messerattacke, unabhängig davon, wen es trifft, sind einfach zu wenig!

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21. Mai 2008 01:26

Antisemitismus?

Thomas Mahnkopf (reflak)

Wäre das dann ein Motiv, für das man Verständnis zeigen könnte? Einfach die Tatsache, daß ein verrückter Asozialer in drei Jahren wieder frei rumläuft und der Nächste, der zufälligerweise des Weges daherkommt, dann vielleicht Schlimmeres davonträgt, reicht für mich, um den Erfüllungswillen des staatlichen Auftrages für die Sicherheit seiner Bürger in Zweifel zu ziehen.

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21. Mai 2008 00:32

Moslem-Bonus???

Andreas Greil (greilo)

Wie sähe das Urteil wohl aus, wenn es ein böser deutscher Mann (ohne Migrationshintergrund) gewesen wäre, der einen Juden niedersticht? Dann würde der Herr Thomas Kirn wahrscheinlich ganz anders in seine Tastatur greifen. Rasissmus bleibt Rassismus, egal wer der Täter ist. Wo bleibt der (verständliche) Aufschrei vom Zentralrat der Juden???

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21. Mai 2008 00:15

Afghanen sprechen kein Arabisch

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

Dass ein Afghane nur 'salem aleikum' und nicht mehr auf Arabisch sagen kann, ist nicht erwähnenswert. Arabisch wird in Afghanistan nicht gesprochen. Dass ein hochaggressiver Mehrfachtäter nach einem Messerangriff, bei dem das Opfer hätte sterben können mit dreienhalb Jahren davonkommt ist dagegen schon interessanter. Ein deutscher Christ hätte mit einer deutlich höheren Strafe rechnen müssen. Der Rabbiner verhält sich mit seiner Unversöhnlichkeit m.E. richtig. In Deutschland kommen Gewalttäter viel zu leicht davon.

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