Kommentar

Wenn es so einfach wäre

Die Vorschläge von SPD und Grünen zur Abschaffung von Studiengebühren wirken elegant - aber sind sie es auch? Nicht nur Universitätspräsidenten hegen die Befürchtung, dass die Bau- und Forschungsinitiativen „Heureka“ und „Loewe“ einer Einsparung zum Opfer fallen könnten. Von Sascha Zoske

Lesermeinungen zum Beitrag

26. März 2008 22:50

Abschaffung von Studienbeiträgen

Hartmut Gerlach (Blith)

Stimme dem Kommentar von Herrn Zoske grundsätzlich zu. Auf mich wirkt das simple Rechenmodell von Herrn Grumbach -zumindest- beängstigend. Eine Gegenfinanzierung auf "ein paar Stellen (im Landeshaushalt -pers. Anm.-) gefunden, die leicht angehbar sind" zu stützen, zeugt nicht gerade von fundierter Analyse. Nachvollziehbare Berechnungen mit Risikoanalysen -so wie es sich gehört- fehlen gänzlich. In Kenntnis der wirtschaftlich prekären Situation an Hochschulen oberflächlich zu operieren ist fahrlässig und die Zeche wird langfristig der Steuerzahler zahlen müssen. Denn es wird vollständig verkannt bzw. ignoriert, dass Studienbeiträge einen längst überfälligen Paradigmenwechsel an Hochschulen in der BRD eingeläutet haben, indem sie den Studenten zum -zugegeben noch "kleinen"- Kunden erheben. Mit den entsprechenden Rechten. Der Druck des Nachweises der Hochschule über die zweckdienliche Verwendung der Gelder war noch nie so hoch. Der Atavismus von Herrn Grumbach ist deswegen so beängstigend, weil es sich um einen Bereich handelt, der für die Zukunft dieses Landes, nicht nur dieses Bundeslandes, wesentliche Beiträge leistet. Denk ich an solch ein Zukunftsteam in der Nacht ... . Darf alles auf dem politischen Altar geopfert werden?

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