Auf die Chinesen lässt sich leicht einschlagen

Stimmt das?

Die Chinesen sind an allem schuld

Ob Benzin teurer wird, Menschen hungern oder das Klima kollabiert: China trägt die Schuld. Was sollen wir mit diesem Land nur machen? Es ist verdächtig einfach, China anzuprangern. Von Christoph Hein

Lesermeinungen zum Beitrag

19. Juni 2008 10:53

"Das Wohl der Nation steht über dem Wohl des Einzelnen"

Gabor von Zoltan (Putinras)

Solche Sätze sind uns in Europa - gerade auf deutsch - noch sehr gut geläufig. Die Vergleiche, die hier von chinesischer Seite eingeworfen werden (und die, wie H.LeRoy so schön darlegt, stets an ihren eigenen impliziten Widersprüchen scheitern) steigern nur das Gefühl, dass hier Hopfen und Malz verloren ist. Europa ist nicht mit dem Sinn für das Recht des Einzelnen vom Himmel gefallen, sondern hat diesen entwickelt, weil es irgendwann feststellen musste, dass "Die Nation" eine vollkommen leere, oder aber extrem manipulierbare, Hülle bleibt, wenn die Individuen, die in ihr leben nichts darin zu sagen haben. Selbstverständlich hat die Medallie Rechtsstaat (und dies scheint mir betonenswerter als "Demokratie"!) immer auch ihre zwei Seiten. Kann sein, dass Dinge länger dauern. "Gut Ding will Weile haben!" hat seine Berechtigung. "Schnell und gut" ist oft genug ein (weiterer) Widerspruch in sich. Wer nicht einmal begreift, dass die Interessen der Nation die zusammengefassten Interessen der darin lebenden Individuen ist, bringt mich in echte Erklärungsnot. Ja: Kann sein, dass ein U-Bahn-Bau verzögert wird. Aber gefährliche Idiotien wie unsichere Dämme im Erdbebengebiet bleiben durch dieselben Mechanismen eben auch nicht realisierbar!

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18. Juni 2008 15:40

Jubelperser?

Harry LeRoy (Cimon)

Die ungewöhnlich große Zahl chinesisch klingender Namen und deren ungestüme Begeisterung für das Reich der Mitte wirft doch langsam die Frage auf, ob es sich bei den Apologeten Chinas etwa um Jubelperser handelt? Also das Ganze inszeniert und bezahlt ist; ferner sind einige Argumente zur Verteidigung des Drachen doch recht amüsant: So der Vorwurf an Japan, sich nicht für seine Untaten entschuldigt zu haben, in Kombination mit der Rechtfertigung der chinesischen Herrschaft über Tibet; schließlich tat Japan im 19. Und 20. Jahrhundert in China nichts anderes als China heute in Tibet tut: Eine politische und militärische unterlegene Nation erbarmungslos auszubeuten und zu knechten. Wer aber selbst nach dem Recht des Stärkeren handelt, darf wohl kaum andere dafür kritisieren dies früher ebenfalls getan zu haben. Gespannt wartet nun die Welt darauf wie die Apologeten Chinas versuchen dessen Herrschaft über Tibet zu rechtfertigen, ein dreistes Schauspiel das wohl kaum unterbleiben wird.

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18. Juni 2008 13:35

westliche presse

jet li (xiaomage)

@söhnke peters Sie müssen mich nicht über die angeblichen Vorzüge der Presse im Westen aufklären. Nur weil es woanders schlechter ist, bedeutet dies nicht, dass man sie nicht kritisieren darf. Das Problem mit unserer Presse ist doch, dass man zwar "korrekte" Berichte finden kann, dies aber den Mainstream nicht berührt. Obwohl Journalisten die vor Ort waren, Zeugenaussagen westlicher Touristen etc. das gegenteilige Aussagen, berichtet der Mainstream weiterhin von einer blutigen Niederschlagung friedlicher Proteste. z.B James Miles der vor Ort war, berichtet, dass ein Mob geziehlt Han und Hui (Moslems) attackierte - es sich also bei den Lhasa Unruhen nicht um eine Befreiungsaufstand handelte sondern um "Rassen Unruhen". Desweiteren berichtet er, dass sich die chinesischen Behören - mit Blick auf Olympia - zurückhielten und sehr vorsichtig vorgingen. Sie bildeten einen Korridor und liessen die Randalierer sich erst einmal austoben um blutige Zusammenstöße zu vermeiden. Erst als diese wieder nach Hause gegangen waren (alles vorbei war), sind die chinesischen Sicherheitskräfte mit einem massiven Aufgebot vorgedrungen um eine neuerliches Aufwallen der Krawalle im vorhinein zu unterbinden. Wieviele Leute wissen davon?

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18. Juni 2008 13:22

Problematik

jet li (xiaomage)

In Europa werden die Rechte des Einzelnen über das Wohl der Masse gestellt. Da wir in Europa mit fertigen Strukturen leben und einen extrem hohen Lebensstandart erreicht haben, kommt es nur zu einer geringeren Anzahl von Konflikten die dann meist gerichtlich gelöst werden können. In China wird das Wohl der Masse über das Recht des Einzelnen gestellt. Das Land ist bei weitem noch nicht entwickelt und ein hoher Lebensstandard muss erst erreicht werden. Die Anzahl der Konflikte ist deswegen viel höher und können leider noch nicht auf einem europäischem Weg gelöst werden. z.B. Beim Ausbau der U-Bahn in Wien, weigerte sich ein Bewohner sein baufälliges Haus an die Gemeinde Wien zu veräussern. Er schlug alle Angebote ab und am Ende kam es zum Prozess. Sein Haus wurde dann enteignet, aber er bekam eine mehr als großzügige Abfindung. Der Bau der U-Bahn musste deswegen verschoben werden und ich will gar nicht wissen wieviele Millionen uns Bürger diese 1-jährige Baupause kostete. (Die U-Bahn musste ja vor der EM fertig sein, also danach doppeltes Arbeitspensum, Nachtarbeit etc.) Aber wir können uns soetwas leisten, besonders da soetwas sehr selten vorkommt. In China würde so eine Vorgehensweise die ganze Entwicklung stoppen.

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18. Juni 2008 12:30

Schier unglaublich menschenverachtende "Logik"

Gabor von Zoltan (Putinras)

Ungeheuerlich! Man lese und staune, was im vorherigen Kommentar steht... Eine weitere Wortmeldung, die sich aufgeklärte Leser unbedingt ins Bewusstsein sickern lassen sollen: Scheint tatsächlich so, als ob Hu Jia und Li Guohong zu Recht im Gefängnis sitzen, weil es 1. ja bloss zwei sind und 2. dies offenbar nur den "Interessen" dieser beiden Individuen schade (die zudem - klingt irgendwie nach einem weiteren Grund - "Freunde von Deutschland" seien). Dass diese Beiden gerade deshalb einsitzen, weil sie sich für die 1,3 Milliarden Chinesen (!)eingesetzt haben, wird ins Gegenteil verkehrt! Guohong z.B. sitzt, weil er die gesetzlichen Regelungen - also die dem Arbeitsvertrag zu Grunde liegenden Abmachungen! - für Tausende von Arbeitern einforderte, die unter illegalen Umständen auf die Strasse gestellt wurden. Ganz abgesehen davon, dass es die Serverkapazität bei Weitem sprengen würde, wenn hier alle zu Unrecht Verhafteten aufgezählt würden, tut Herr oder Frau Ling Ling alles, um die schreienden Ungerechtigkeiten noch als Glanzleistung der KP zu verkaufen oder alles mit "Hauptsache schnell und gut(?)" zu rechtfertigen. Die Möglichkeit, dass Ling Ling das alles gar noch aus freien Stücken tut, macht die Sache nur noch beklemmender.

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18. Juni 2008 12:24

Es geht doch nicht um Schuld des Volkes - es geht um die Schuld der KPC

Josef Bujtor (Mramorak)

In mehr als 95% aller Berichte und Kommentare in den deutschen Medien ist entweder nicht fähig oder willig die KPC von dem chinesischen Volk zu unterscheiden. Es wird ganz einfach von den Chinesen oder China gesprochen. Aber wenn man diesem Bericht folgen würde - ohne MEDIEN ANDERER DMOKRATISCHER Länder zu beobachten - könnte man annehmen, der Kopmmunismus ist eine wahre Freude für das chinesischen Volk. Man würde erfahren, dass der Kommunismus mehr als 300 Millionen Menschen geretet hat. Aber man würde nichts von den mehr als 60 Millionen, die durch den Kommunismus ermordet wurden hören. Der Ausflug des Schreibers dieses Berichtes in die Umwelt, war doch der Höheponkt einer falschen Berichterstattung - könnte von Herrn Gabriell kommen. Ja die KPC hat das Recht die Umwelt zu verschmutzen, weil andere das vorher gemacht haben. Glaubt der Schreiber und all die anderen, die so reden, dass dieses "Recht" Chinas die Umwelt reihn macht? Meines wissens nach kann Ideologie keine Luft reihnigen!

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17. Juni 2008 23:06

@Rene Meyer (matrix1329)

Ling Ling (linglingling)

Es gibt in dieser Welt keine absolute Freiheit. Und jedes Land hat seine eigene Geschichte, Kultur und Eigenschaft. Sowie Demokratie und Diktatur. Man kann nicht einfach eine Muster in allen Staaten setzen. Hauptsache ist:Schnell und gut entwickeln. Wenn Demokratie die Entwicklung verhindert und Diktatur die Entwicklung fördert, braucht man keine Demokratie und will die Diktatur haben. Wenn man über Li Guohong oder Hu Jia redet, muss man wissen, es gibt in China 1,3 Mrd. Menschen und nicht nur 2. Und die 1,2999999...Mrd. Menschen sind auch Menschen, nicht nur Li Guohong und Hu Jia, die die Freunde von Deutschland sind, sind Menschen. China hat den Lebensstandard von 0,8 Mrd. Menschen auf die Niveau Russlands gesteigert. Das ist schon wichtiger als: die Interessen von Li Guohong und Hu Jia werden geschadet. Deshalb sagen die Chinesen, um schnell und gut zu entwickeln, opfern sie manche ihrer Freiheit. Wenn man solche Solidariät nicht wissen will, versteht er auch nicht, warum die Chinesen im Ausland, die alle Informatioen kriegen haben können, unterstützen die chinesische Regierung sehr. (Ich sage nur das was ich richtig finde, und bin kein Agent von Propaganda Chinas.)

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17. Juni 2008 13:47

Warum sitzt Li Guohong also?

Gabor von Zoltan (Putinras)

Verstehe ich nicht. Wenn doch, wie hier all die plump-offenkundigen Propagandaverbreiter Pekings behaupten, die chinesische Regierung so offen und problemlos mit Kritik umgehen kann... Warum hat man dann Li Guohong überhaupt erst eingesperrt? (von Hu Jia reden wir ja schon gar nicht mehr und wieso es ein Skandal sei mit dem Dalai Lama zu sprechen, während das offizielle China grad behauptet "ernsthafte" Gespräche mit ihm führen zu wollen, lassen wirklich nur die kleinsten Lichter unter den Lesern darüber hinwegsehen, woher der Wind weht) Ist den "Jubelpersern" Pekings auf dieser Site ganz im Ernst nicht bewusst, zu welchen Schlüssen diese Widersprüche, die sie selber so offenkundig und laut heraus posaunen, den vernunftbegabten Leser wohl kommen lassen müssen? Es ist einer grossen und bedeutenden, alten Kultur wirklich nicht würdig, hier von derart kurzsichtigen "Patrioten" vertreten zu werden. Mir persönlich wären echte Patrioten wie etwa Bao Tong (immerhin Ex-ZK-Mitglied) lieber. Aber auch der ist - wie die allermeisten Moderaten und Vernünftigen- schon seit 11 Jahren mundtot gemacht. ...Komisch nicht?! - Wo doch Kritik am Regime überhaupt kein Problem sei.

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17. Juni 2008 12:13

@lingling

Rene Meyer (matrix1329)

Also ich habe einen Freund, Journalist in Hangzhou, und ich habe oft mit ihm über seine Arbeitsmöglichkeiten gesprochen. Er hat mir klipp und klar gesagt: Alles regierungskritische, das nicht gerade in die Strategie der Regierung passt, alles, was im Entferntesten den sozialen Frieden gefährden könnte, kann er nicht veröffentlichen. Das ist die Zensur, die er täglich erfährt. Und in jedem Verlag, in jedem Medienhaus, gibt es Zensoren der KP, über deren Tisch alles läuft. Die neue Freiheit ist deshalb nur ein Schein, da wieder nur Sachen, die von der Regierung gewünscht sind, aufgedeckt werden, z.B. Korruptionsfälle und Mißbrauch von Beziehungen. Dann gibt es natürlich noch das Problem, daß er auch über viele Mißstände in der Privatwirtschaft nicht berichten kann, weil einflußreiche Männer, z.B. Chefs von Konzernen, das mit "guanxi" verhindern. Genau diese eingeschränkte Arbeitsfreiheit gibt es in Deutschland nicht, und DAS ist es, was wir Pressefreiheit nennen. Keine Farce, sondern echte Freiheit.

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17. Juni 2008 06:45

entgeleistete Diskussion

Hu Wen (huwen38)

von Umweltverschmutzung dann weiter über Konsume der Rohressourcen zu Arbeitsbedingungen in China. Nun fangen meine lieben Mitreder hier wieder mit dem Thema Tibet an, so dass einige "Tibetexperten" sich wieder mit Wort melden können. Ich war FAZ sehr dankar, dass ein Forum "China Speziell" hier eingerichtet ist. Es gibt auch verschiedene untergeordnete Themen wie "Übersicht", "Tibet", "Dalai Lama". Obwohl einige Themen sich überlappen, könnten wir uns hier gerne auf dem Artikel von Christoph Hein konzentrieren. Wenn man immer mit einer politischen Sonnebrille die Probleme in China betrachtet, entgleistet die Diksussion am Schluss. Es stimmt, dass China momentan viele Energie verbraucht und viele Verschmutzung produziert. Die Amerikaner, die ca. 5% der gesamten Bevölkerung der Welt ausmachen, verbrauchen aber 34% gesamte Energie der Welt! Die entwickelten Länder darunter auch USA, Japan, Deutschland bzw. EU haben 20% der Bevölkerung der Welt aber verbrauchen mehr als 80% Energie der Welt. Man beklagt sich darüber, China habe zu viele Autos in vergangenen Jahren auf der Strasse genommen. In Österreich besitzen 1000 Bewohner 550 PKWs, das ist mehr als 10fach in China! Das hat aber mit Politik und Tibet nichts zu tun!

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17. Juni 2008 00:15

@Sönke Peters (soenkepeters)

Ling Ling (linglingling)

Ich habe schon erwähnt, 70% Artikel in chinesischen Medien sind regierungskritisch. Aber offensichtlich glauben Sie auch nicht. BTW: es gibt in China fast 0,1 Mio. Medien. Es gibt in China 0,3 Mrd. Netzwerkbenutzer. Glauben Sie wirklich, alle werden zenzoriert? Wissen Sie mindestens den Süden-Zeitung-Konzern in China? Das ist ein Konzern mit mehr als 10 Medien, die speziell gegen die chinesische Regierung sind. Warum hat deutsche Organizationen die Proteste gegen Fackellauf organisiert? Hier sind Beweise: http://www.german-foreign-policy.com/en/fulltext/56145.

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16. Juni 2008 23:59

@ Ling Ling / liebe Frau, lieber Herr (?) Ling Ling,

Sönke Peters (soenkepeters)

ich bedanke mich auch für ihre Belehrung über die Wanderarbeiter. Ist es für mich möglich nach China auszuwandern? Ich wäre gerne Bauer dort, weil ich dann gemäß Ihren Aussagen 6 Monate im Jahr frei hätte! Ich bin ein bescheidener Mensch, brauche keinen Reichtum und müsste also ja nicht als Wanderarbeiter die andere Hälfte des Jahres umherziehen um reich zu werden. Ich verstehe natürlich, dass ich mich in eine Warteliste eintragen muss, denn das Paradies China hat bestimmt mit einer Menge Immigranten zu tun, die die Segnungen Maos empfangen wollen. Im deutschen Fernsehen gibt es zudem genug Dokumentationen über Auswanderer und gerade die Beiträge über all die, die ihr Glück jenseits der Mauer (der chinesischen) gefunden haben, sind immer wieder besonders beeindruckend. Ich bin zwar schon nach Kanada ausgewandert, aber wenn ich Ihnen Glauben schenken darf, war das eine schlechte Wahl! Vielleicht könnte ich mir sogar ein Zubrot dadurch verdienen, indem ich für das Regime in Peking wohlfeile Kommentare in der FAZ-online schreibe? Bitte geben Sie mir schnell Antwort. Ihr Sönke Peters --- P.S. Meine Blutgruppe ist Null-Negativ (selten). Meine Organe wären Gold wert, falls man mich in der Volksrepublik gelegentlich zum Tode verurteilen sollte.

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16. Juni 2008 19:34

@ jet li (xiaomage)

Sönke Peters (soenkepeters)

Kennen Sie denn nicht den Unterschied? In der westlichen Pressevielfalt können sie lesen, hören und sehen, dass manche Beiträge über die Polizeieinsätze in Tibet in der Vielfalt der westlichen Presse in Einzelfällen falsch wieder gegeben worden sind. Das ist möglich, weil es im Westen eben nicht nur diese „eine Presse“ gibt. In China gibt es prinzipiell aber nur diese „eine Presse“. Diese „eine Presse“ hat mit Pressefreiheit nichts zu tun und wer keine Pressefreiheit hat, hat prinzipiell auch keine Kritikfähigkeit. Ausgewogene Kritik (übrigens positive und negative) kann nur derjenige äußern, der sich über lange Zeit und unabhängig aus einer Vielzahl von Meldungen, Meinungen und Hintergrundinformationen ein eigenes Bild macht. Diese Idee des selbstbestimmten Individuums ist das, was „DER WESTEN“ ist. Mag China seine Glückseeligkeit im materiellen Streben nach Reichtum für Wenige auf Kosten Vieler suchen … Weltmacht wird man dadurch noch lange nicht. Mit freundlichen Grüßen Sönke Peters

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16. Juni 2008 16:20

Immer aufs neue Peinlich

Gabor von Zoltan (Putinras)

Die Behauptung, dass alles, aber auch wirklich alles, was sich China eigenhändig an Problemen erarbeitet hat, lediglich die Schuld der Medien sei, ist unglaublich lachhaft: Dann gäbe es ja noch viel weniger Grund dazu Tibet nach allen Regeln der Kunst "mundtot" zu machen. Warum dürfen sich denn Hilfsorganisationen und Journalisten nicht frei bewegen, wenn doch alles bestens ist? Selbst "harmlose" Bilder, die von Mutigen unter grosser Gefahr aus der Region geschmuggelt werden, sprechen eine andere Sprache. Des Weiteren ist es tragisch, dass uns Beitragsschreiber hier die Zustände tatsächlich auch noch als "Win-Win"-Situation verkaufen wollen, wenn chinesische Arbeiter entrechtet (Li Guohong sitzt gerade dafür ein, dass er für sie eintrat) werden und Europäische Industrien mit anerkannten Standards was Umwelt und Sozialies betrifft, zerstört werden, während der Reibach keineswegs einfach "irgendwie zurückfliesst", sondern bloss von steuerbegünstigten Multis und einigen neureichen Cinesen, sowie der mitkassierenden Partei gemacht wird. Das ist keine "Win-Win"-Situation. Das ist eine krasse "Loose-Loose"-Situation. Es ist peinlich und tragisch, was sich Menschen in absolutistischen Staaten alles einreden lassen können.

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16. Juni 2008 15:17

@Jetli

Rene Meyer (matrix1329)

Wo sind denn die Beweise, dass der diesmalige Aufstand von amerikanischen und deutschen Organisationen finanziert wurde? Ich dachte, er wurde, wenn überhaupt, von den tibetischen Organisationen, die u.a. in Indien angesiedelt sind, unterstützt? Posten Sie doch bitte ein paar glaubwürde Links mit echten Beweisen (keine Vermutungen), oder schicken Sie die an mich persönlich: meyr2@web.de Ich wäre sehr daran interessiert. Was die Kritikfähigkeit der Deutschen angeht: Da stimme ich Ihnen einerseits zu, andererseits sollte man als Chinese auch sehen, daß Fehlinformationen in Deutschland nicht aufgrund kontrollierter Pressebeinflussung und Zensur entstehen, sondern einfach die Vorurteile bedienen, die in der Bevölkerung vorhanden sind. Ich denke, es gibt keine Beweise dafür, daß irgendwie geartete Beeinflussung von Seiten der Regierung in Deutschland stattfindet.

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16. Juni 2008 14:03

Kritikfähigkeit der Chinesen

jet li (xiaomage)

Mit der Kritikfähigkeit der Deutschen ist es aber auch nicht so weit. Kaum weisst man darauf hin, dass "gröbste" Fehler sich in die Berichterstattung einschleichen/eingeschlichen haben, kommt prompt die Antwort in China gibt es überhaupt keine Pressefreiheit und diese Fehler wären einmalige "Versehen" - wenn sie überhaupt zugegeben werden. Weisst man darauf hin, dass Deutsche Organisationen (und auch amerikanische) mitgeholfen/(finanziert) haben den Lhasa Aufstand zu organisieren bei dem mehr als 20 Menschen (die chinesische Regierung spielt solche Zahlen immer herunter, damit nicht der Vorwurf kommt, sie hätten die Kontrolle verloren. Nach Befragungen vor Ort dürfte die Zahl der Toten im 100er Bereich liegen) vom Mob unter einer radikalen Mönchsführung gesteinigt, abgestochen und verbrannt wurden, wird das ins Reich der Verschwörungstheorien verbannt - egal wie offensichtlich es ist und Beweise vorliegen. Es stimmt zwar, dass die gewaltätigen Ausschreitungen in Lhasa nicht geleugnet werden, aber diese Fakten werden ignoriert und es wird von einer brutalen Niederschlagung friedlicher Proteste geredet. In diesem Lichte scheint die Forderung mancher Deutscher nach mehr Selbstkritik mehr als grotesk.

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16. Juni 2008 12:16

große Freiheit in China

Hu Wen (huwen38)

in einem TV-Interview in DW sah ich ein fröhliches Gesicht eines deutschen Unternehmers, der sich darüber gefreut hat, in China gar nichts mehr mit der Gewerkschaft zu tun zu haben. Ebenfalls habe ich in der Zeitung gelesen, dass einige südkoreanische Unternehmer nach der Inkraftritt des neuen Arbeitsgesetzes über Nacht "geflohen" sind. Das neue chinesische Arbeitsgesetz, das Arbeitnehmern viel mehr Rechte in die Hand gedrückt hat, hat auch viel ausländische Investoren abgeschreckt. Es gibt auch Bedenken, ob das Recht dann von Arbeitnehmern systemstisch missbraucht wird. Bisher genießen die meisten ausländischen Unternehmen in China die große Freiheit bei Arbeitsvertrag, Arbeitsbedingungen und Sozialausgaben. Diese Freiheit ist dann reines Plus beim Gewinn des Geschäfts, das irgendwie wieder in die Wirtschaft des jeweiligen Landes auch z.B. Deutschland zurückfließt.

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16. Juni 2008 08:44

China passiert

Jochen Kleef (p5jokl)

Nur eine kurze Antwort auf Herrn Meyers Kommentar zu meinem Beitrag: dasselbe Problem haben wir in Deutschland auch, wenn Sie mal an Ostdeutschland nach der Wende denken. Ich habe als Koelner Mitte der 90er in Jena gelebt und dort fanden Sie genau die gleiche Bedecktheit wenn es um Autoritaet ging... In einem solchen System werden Kritikfaehigkeit und Meinungsaeusserung nicht gefoerdert und es dauert lange, bis sich das bei den Individuen aendert. Mir ist generell nicht ganz klar, was uns Deutschen das Recht verleiht, sich ueberall als moralische Instanz einzubringen.

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16. Juni 2008 01:32

@Sönke Peters (soenkepeters)

Ling Ling (linglingling)

Über Wanderarbeiter will ich wieder was sagen, das Sie nicht gerne hören. Wer sind diese Wanderarbeiter eigentlich? 99% von ihnen sind Bauer. In China heissen sie "Baurer-Arbeiter". Weil China ein "sozialistisches" Land ist, haben alle Bauer in China eigenes kleine Feld, darauf sie etwas ernten können. Die Ernte ist schon genügende für ihres Leben. Die Bauerarbeit jedes Jahres dauert aber nur circa 6 Monate, in dem anderen halben Jahr kommen viele Bauer in die Stadt, um REICH zu werden, aufpassen, nicht um ÜBERLEBEN zu können! Der Lohn ist niedrig für sie sind auch OK, Hauptsache ist, sie essen nicht zu Hause und den Reichtum der Familie zu verbrauchen. Die Regierung arbeitet hart, um ihre Arbeitsbedingung zu verbessern. Aber viele von ihnen sind mit der zurzeitigen Arbeitsbedingung schon ganz zufrieden. Hauptsache essen sie nicht zu Hause! Tatsache ist, sie verdienen viel in der Stadt. Das können Sie verstehen? Wenn ja, dann beginnen Sie China, ein armes Land, zu verstehen. Wenn nicht, können Sie China nie verstehen. Eigentlich haben die meisten Chinesen im Ausland keine Lust sowas Ihnen zu erzählen. sie haben auch keine Lust es zuzuhören. Das ist eigentlich ein grosses Problem von beiden Seiten.

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16. Juni 2008 01:16

Ein Artikel

Ling Ling (linglingling)

Ich habe neulich einen Artikel in China gelesen. Es heisst: "Die Chinesen loben und respektieren Deutschland sehr, aber Deutschland's Meinungen gegen China sind die böseste im Westen." Ich glaube, das ist wahr! Die Chinesen respektieren Deutschland, weil Japan bis heute sein Verbrechen in WW2 nicht entschuldigen will. Aber Deutschland hat es getan. Deutschland findet China böse, weil Deutschland nie versucht, China zu verstehen. In Augen von Deutschland ist China nicht besonders als ein Investitionsort und ein Absatzmarkt. Sonst nichts! Wenn China mit Deutschland zu konkurieren beginnt, ist Deutschland sofort ärgerlich. Man kann sagen, die Beziehung zwischen China und Deutschland ist die komischste auf der Welt: China respekitiert Deutschland, Deutschland wirft China vor. Aber es wird langsam verändert! Die Chinesen verstehen Deutschland immer, Deutschland aber immer noch nicht. In der näheren Zukunft wird es nicht komisch sein, zwischen China und Deutschland Kaltkriege von Bürgern vorzukommen. Deutschland vertraut seine eigene Kraft zu viel und versteht nicht, als ein Grossmacht zwischen 0 bis 1840 hat China keine Angst vor jegendwelchem Land auf der Welt.

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16. Juni 2008 01:04

@Markus Leibold (MSL)

Ling Ling (linglingling)

In Medien Chinas sind mindestens 70% Artikel regierungskritisch, wissen Sie? In Foren Chinas gibt es überall Artikeln über Menschenrechte, Demokratie..., wissen Sie? Die Politik Deutschlands gegen China ist gründlich falsch. Es ist wirtschaftlich orientiert, und auch nur so. Deutschland versucht nie, China kennenzulernen und zu verstehen. In diesem Punkt ist USA viel besser. USA hat grosse Interesse für China's Kultur, Politik... USA wissen, China zu respektieren. China als ein Grossmacht zwischen 0 bis 1840 verdient diesen Respekt!

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16. Juni 2008 00:59

@Markus Leibold (MSL)

Ling Ling (linglingling)

Die meisten chinesischen Städte sind sauberer als Peking ist leider eine Tatsache. Peking liegt in der Nähe von einer kleinen Wüste der inneren Mogolei und leidet daran. Über Arbeitsleistung: Wenn Sie Trost haben wollen, können Sie natürlich behaupten, dass die Deutschen 12 bis 13 mal arbeitsfähiger als die Chinesen sind. Sie meinen bestimmt das BIP pro Kopf. China mit 1,3 Menschen hat fast gleiche BIP wie Deutschland mit 80 Mio. Menschen. Aber haben Sie mal über den Preis gedacht? BIP ppp von China ist 6 mal höher als Deutschland und weltweit Nr.2, wissen Sie? BIP ppp pro Kopf von China ist fast schon 10000$ in 2008 und damit 1/3 bis 1/4 von dem Deutschlands, wissen Sie? Ja, mit BIP pro Kopf 3000$(2008 China) kann man in Deutschland nichts leisten, aber in China kann man Autos, 100qm Wohnung kaufen... Können Sie sich vorstellen? Sie behaupten bestimmt sofort, ja aber das sind die Reichen in China. Aber sind Sie im Land, in kleinen Städten Chinas? Da herrschen einfach Reichtum! Die reichste Stadt in China ist nicht Peking, Shanghai, Tianjin... Es ist Shenzhen, Guangzhou, Hangzhou..., wissen Sie? Deutschland weiss nichts über China. Das kann man ruhig behaupten!

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15. Juni 2008 20:08

@ Ling Ling

Guangtou Li (liguangtou)

"Wenn das Verteufeln von Deutschland diese Solidarität von Chinesen bringt, ist es auch eine gute Sache." Nein, ist es nicht. Diese Solidarität ist nämlich zu teuer erkauft. Das können wir Deutschen aus Erfahrung sagen, denn diesen Trick haben unsere Regierungen auch zwei Mal versucht, nämlich jeweils vor 1914 und 1939. Und es ist ganz böse schief gegangen. Prinzipiell liegt es mir fern, den Chinesen kluge Ratschläge geben zu wollen, a la wenn ihr alles so macht, wie wir (es gerne hätten), wird alles ganz toll und wir loben euch. Die Chinesen werden ihren eigenen Weg finden und bislang machen sie es trotz aller Probleme erstaunlich gut. Trotzdem wünsche ich den Chinesen, dass sie nicht alle Fehler Europas wiederholen. Rücksichtsloser nationalstaatlicher Egoismus und durch außenpolitische Aggression erkaufte innere "Solidarität" haben in zwei Weltkriege geführt und Europa seine Vormachstellung gekostet. Wir Europäer suchen mittlerweile nach Konzepten, das nationalstaatliche Denken zu überwinden, da es nicht mehr zeitgemäß ist. Wir sind für eine starke UNO. In diese Gespräche sollten wir die Chinesen einbeziehen.

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15. Juni 2008 19:53

@ Herr Peters

Guangtou Li (liguangtou)

Gut, dass Sie als chinesischer Wanderarbeiter uns hier von dem Unrecht, welches Ihnen und Ihren Leidensgenossen jeden Tag widerfährt, hier berichten können. Dadurch erfahren wir endlich, was sich niemand in Deutschland hätte träumen lassen: Wanderarbeiter sind Sklaven. Sie müssen auf kalten Böden schlafen. Wer aufmuckt, wird unterdrückt oder erschossen. Nur auf dieser Sklavenarbeit fußt das chinesische Wirtschaftswunder. Sie haben übrigens die Umweltverschmutzung vergessen. Richtigerweise muss es heissen: Das chinesische Wirtschaftswachstum basiert auf Sklavenarbeit UND Umweltverschmutzung. Im Ernst: Ich bin der Letzte, der die zahlreichen Misstände in China, u.a. die Situation der Wanderarbeiter, beschönigen will. Daneben wären noch anzuführen: Frappierender Werteverlust, alles durchdringende Korruption in Partei, Regierung und Wirtschaft, krasser Materialismus und Opportunismus unter weiten Teilen der Jugend, keine Pressefreiheit, etc. pepe. Wenn Sie aber das China Maos, der die Kulturrevolution anzettelte und der die Bauern ihre Woks einschmelzen ließ, um England in der Stahlproduktion zu übertreffen, mit dem heutigen China vergleichen, werden Sie massive Fortschritte nicht leugnen können. Viele Grüße

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15. Juni 2008 19:05

Arbeitsrecht

Rene Meyer (matrix1329)

An die Leute hier, die die Arbeitsbedingungen in China anprangern: Es gibt Fortschritt! Erst kürzlich wurde, um dem Mißbrauch ein Ende zu bereiten, ein Arbeitsgesetz erlassen, das bei uns Seinesgleichen sucht: Ohne Arbeitsvertrag geht garnichts, und nach zweimal sechs Monaten befristeter Anstellung muß man fest angestellt werden. Das würden wir uns in Deutschland doch wünschen, für all die Zeitarbeiter! Jetzt bleibt noch zu sehen, ob es umgesetzt oder eingeklagt wird.

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15. Juni 2008 16:29

Preis fuer das Wachstum

Hu Wen (huwen38)

obwohl China im Jahr 2007 mit dem BIP von 2800 Mrd.USD das BIP Deutschlands von 2900 Mrd.USD annaehrte, ist das BIP in BRD pro Kopf 15fach hoeher als China. Zugleich sind der Energieverbrauch und die Umweltbelastung in BRD viel weniger als in China. Deshalb kann man noch nicht behaupten, China habe Deutschland ueberholt. Das schnelle Wirtschaftswachstum Chinas hat auch eigenen Preis bei der Umwelt und Ressource gezahlt. Die Arbeits- bzw. Sozialbedingungen in China sind noch nicht entwickelt. Die Sozialausgaben machen nur ganz geringen Anteil aus. Die aelteren Leute koennen kaum von Renten leben. Aber davon profitieren alle Arbeitgeber, darunter auch deutsche Unternehmen. Ich kenne noch keine einzige deutsche Unternehmung, die ihren chinesischen Mitarbeitern in China einen bezahlten Urlaub von 27 Arbeitstagen anbietet.

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15. Juni 2008 13:47

Chinas heile Welt

Sönke Peters (soenkepeters)

Wer den schönen Schein selbst erfahren möchte, begebe sich als durchschnittlicher Wanderarbeiter ins heutige China und eine Hölle aus Sklavenarbeit unter grausamsten Bedingungen ohne Kranken-, Renten-, Unfallschutz-, oder gar Arbeitslosenversicherung wird ihm gewahr werden. Es ist eine Welt geprägt, von unzureichender Ernährung, armseligen Behausungen, totaler Erschöpfung auf kaltem Boden und einem von ewiger Mühsal geprägten 18 Stunden Tag in einer 7-Tage-Woche in Schmutz und Krankheit. Es sind diese Vorraussetzungen, die Wenige in China auf Kosten Vieler im Moment scheinbar reich und dieses Elend zu einer angeblichen Weltmacht machen. Wer es in China aber wagt, dagegen aufzumucken oder nur eine der herrschenden Clique nicht genehme Meinung zu vertreten, kommt besten Falls ins Gefängnis, in welchem er unter elendesten Umständen schnell zu Grunde geht oder er wird durch korrupte Gerichte gleich zum Tode verurteilt, damit Wenige durch den Verkauf seiner Körperteile auf dem internationalen Transplationsmarkt ihren Reichtum mehren können. Grotesk ist, dass sich die pervers als kommunistisch titulierende Regierung sich auf eine alte Kultur berufen will: Für zivilisierte Menschen ist hier nur Barbarei unter dem Mantel westlich geprägtem Stalinismus erkennbar. Sönke Peters

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15. Juni 2008 13:30

@Ling Ling

Markus Leibold (MSL)

Bei diesem ewigen Hybrisgeschwafel wird mir übel, sowas begegnet man sonst nur im Geschichtsunterricht über das 3. Reich oder bei Pamphleten der PNAC. Und ich gratuliere ihnen wirklich, dass die "meisten Menschen ihre Menschenrechte gewahrt haben". Gratuliere, das war hier 1939 auch so, darauf kann man wirklich stolz sein! Und dass der Rest Chinas sauberer ist als Peking, das ist ja wirklich was Tolles, es ist bestimmt schwierig weniger verschmutzte Regionen auf der Welt zu finden... Ich kann meine Komplexe kaum ertragen, dass Deutschland mit 80 Mio. Einwohnern und einem gewaltigen sozialen Netz tatsächlich von China mit einer Milliarde Einwohnern überholt wird, ist ja schlimm wenn die Leute hier nur noch 12 Mal so viel Wert pro Kopf schaffen und nicht mehr 13 Mal so viel... Ob wir uns das leisten können? Wenn wir unsere Verschmutzung und unwürdige Arbeitszustände für solche Spottpreise an China verkaufen können, muss man schon sagen: Die Chinesen zeigen es uns richtig, und bei ihnen stehen auch keinerlei Probleme auf dem Horizont, von desaströser Umwelt, Wirtschaftsblasen und einer maroden Korruptokratie abgesehen... Mal davon abgesehen, dass die naiven Investments der CIC am Verständnis der Weltwirtschaft zweifeln lassen...

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15. Juni 2008 13:30

Kritisiseren,leicht zu ertragende Ohnmacht

Benedikt Gresser (Benediktus)

Wer China kritisiert, sollte erst einmal erklären, wen er damit meint. Meint er eine handvoll Generäle oder Parteifunktionäre die noch die Macht behalten konnten, alles in die Wege zu leiten, was ihnen nützlich erschien. Meint er die Bevölkerung, die in dem Dreck des "wirtschaftlichen Fortschritts" kaum mehr Luft hat zu atmen und auf jede Souveränität über ihr Leben weitgehend verzichtet hat. Was glauben wir: Wird unser Moralkodex die hohen chinesichen Mauern überwinden mit seinem Schemel in der Hand. In unserer Macht steht Hilfe - unbürokratisch, direkt und ohne Anmassung. Setzen wir sie fort, dann stärken wir diejenigen, die genauso menschlich sind wie wir und deren Sprache wir jederzeit lernen können, wenn wir uns verständlich machen wollen.

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15. Juni 2008 13:24

Über Qualität

Michael Vorwerk (aureliano)

Ein lesenswerter und durchdachter Artikel. Und längst überfällig angesichts der eifernden Ignoranz der versammelten Kleinstinquisitoren und ihres spezifischen Heldenmutes beim Anplärren eines Lieblingsfeindbildes aus sicherem Abstand (womit sie übrigens auf Regierunglinie liegen, soweit jene vom dt. Kanzleramt definiert wird und nicht vom Außenministerium). Erfreulich, daß eine Anzahl von Zuschriften auf diesem Forum (bspw. von Hede Zhou, Ling Ling, Mayumi Watanabe, Jochen Kleef u.a.) eine differenziertere und informiertere Betrachtungsweise an den Tag legt. Zum Gezeter über die Qualität chinesischer Produkte: In einem Artikel in der deutschsprachigen Exilzeitschrift "Die Tribüne", erschienen in Shanghai während der Jahre 1939 und 1940 (zu finden unter ddb-online, "exilpresse digital"), findet sich hierzu eine passende und bis auf den heutigen Tag aktuelle Anmerkung; im Wortlaut: "...Wenn jemand für 10.-$ eine Couch kauft, dann kann man nicht erwarten, dass in der Couch Rosshaar verarbeitet und die Sprungfedern aus bestem Material sind. Wenn man sie von einem Europäer kauft, dann erwartet man das auch nicht, aber der Chinese soll sie uns für die Haelfte des regulären Preises liefern und wenn es geht aus noch besserem Material."

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15. Juni 2008 13:17

An alle chinesischen Leser

Frank Becker (frank.becker)

Die FAZ ist frei von Polemik: Der Artikel klingt sehr reißerisch, möchte damit aber auf ironische Weise klar machen, dass China NICHT an allem Schuld ist. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es zwischen Chinesen und Deutschen mehr Gemeinsamkeiten gibt, als zwischen Deutschen und Amerikanern. Wir müssen jetzt nur noch an der Kommunikation arbeiten, damit es nicht zu Mißverständnissen kommt.

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15. Juni 2008 12:21

Schuldfragen zu klären...

Roland Wondzinski (schlumpf65)

... hat noch nie die Zukunft verändert. Bestenfalls die Analyse von Zusammenhängen, aus der dann Schlüsse für Anpassungshandlungen gezogen werden. In der Schuldfrage spiegeln sich wohl eher Ängste vor dem Unbekannten, aus der Historie anders gestaltete Wertesysteme usw. wider. Was wir nicht verstehen, verteufeln wir. Sachlichkeit bleibt oft hintenan. Die Fragen, mit denen wir uns beschäftigen, sind für viele Länder der Erde Luxus. Wer nichts zu essen hat, wird sich kaum mit der Energiebilanz des Traktors beschäftigen, der ihm das Überleben sichert. China ist noch immer auf dem Weg zur Neuordnung und hat ganz andere Fragen zu klären als wir es uns wünschen. Veränderungen in den ganz großen, bevölkerungsreichen Nationen können nur relativ langsam ablaufen. Langsame Prozesse haben aber auch etwas stabilisierendes an sich. Anstatt zu lamentieren sollten wir uns lieber darauf besinnen zu verstehen, uns auf das Fremde einzulassen und lernen, damit umzugehen.

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15. Juni 2008 11:06

Allen Sinophoben...

Guangtou Li (liguangtou)

...vom Schlage Elke Heidenreichs (oder auch Hagen Rether, der behauptet, wegen der Chinesen seien wir in 50 Jahren alle arm) seinen die bekannten Worte Dieter Nuhrs wärmstens ans Herz gelegt: "Wenn man von etwas keine Ahnung hat, einfach mal...u.s.w...."

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15. Juni 2008 10:54

@Herr Kleef: Freundlichkeit und Offenheit

Rene Meyer (matrix1329)

Also ich habe in China zumindest bemerkt, daß die Offenheit dann ihre Grenzen hat, wenn man versucht, daß positive Bild der Chinesen von der eigenen Regierung anzutasten. Wenn man Menschenrechtsverletzungen, Umerziehungscamps etc, den Umgang mit Falun Gong zur Sprache bringt. Das Problem ist nur: Die Chinesen in China (im Ausland setzt sich das oft fort) sind zu wenig kritikfähig, um die in ihren Hirnen eingepflanzten Lügen zu erkennen. Wenn man Ihnen das dann sagt, regen sie sich unglaublich auf.

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15. Juni 2008 10:13

China wird mit oder ohne Deutschland passieren

Jochen Kleef (p5jokl)

Ich lebe seit 2 Jahren als Deutscher in China und habe es irgendwann so nach ca. acht Monaten drangegeben, die Berichterstattung ueber China zu verfolgen. Der Vorwurf der Deutschen, dass es in China Propaganda und Zensur gibt, trifft auf die eingefaerbten Berichte der deutschen (vielleicht ja sogar europaeischen/weltweiten) Medien ebenso zu. China hat Deutschland letztes Jahr bereits in einigen weltweiten Statistiken ueberholt und das wird sich aller Wahrscheinlichkeit auch so fortsetzen. Ob die Deutschen China nun beneiden, moegen oder auch nicht ist dabei nicht von besonderer Relevanz. Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass die Deutschen sich eine GROSSE Scheibe der ehrlich gemeinten Freundlichkeit und Offenheit der Menschen in China abschneiden sollten. Die vermisse ich schon ab dem Moment, in dem ich einen Flug nach Europa mit einer grossen deutschen Fluglinie antrete. Vielleicht kann mir irgend jemand eine Regierung in Europa oder sonst wo auf der Welt benennen, die eine aehnliche Leistung verbracht hat wie die Chinesische, naemlich ein sog. "Entwicklungsland" von ueber einer Milliarde Menschen ueber drei Jahrzehnte mit einem zweistelligen Wirtschaftswachstum auf Kurs zu halten. Mir faellt da keine ein.

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15. Juni 2008 02:20

In der Zukunft in der moralischen Zwickmühle

Meinrad Milz (colmarc)

Vor einem Urteil, sollte man Vor- und Nachteile nüchtern betrachten. Welchen Vorteil hat man am Ende, wenn man 100 Millionen Menschen aus der Armut befreit. Fühlen wir uns in Europa deshalb besser, weil im Gegenzug zu den merkbaren Nachteilen, ein aus unserer Sicht moralischer Vorteil enstanden ist. Hat denn die Befreiung von Millionen von Armen für diese selbst Vorteile, die sie würdigen, oder leben sie einfach weiter, aber in einer anderen Situation. Europäer neigen dazu Situationen kulturabhängig zu beurteilen. Ist das nicht ein schon seit Jahrhunderten wiederholter Fehler? War es denn richtig bei der Entdeckung Amerikas Indianer als arme Menschen anzusehen und deshalb diesen unsere Lebensweise aufzudrängen oder hätte man diese nicht in ihrer „Armut“ weiterleben lassen sollen. Vielleicht ist es ein Ansatz nun darüber nachzudenken wie Europa die Situation Chinas in der Zukunft einschätzen wird. Werden wir froh sein, dass wir einem weiteren Volk unsere Lebensweise aufgezwungen haben und möglicherweise Nachteile für die gesamte Erde erschaffen haben; oder werden wir stolz auf unsere Moral sein und und uns loben, Menschen, die nach unserer Definition „arm“ waren, von ihrem Schicksal befreit zu haben.

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15. Juni 2008 01:52

Nanu? Ich dachte, Bush sei an allem schuld

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

China tut mit seiner Ein-Kind-Politik bereits mehr als andere Länder, um das ungezügelte Wachstum zu hindern. Wenn es bei dieser Politik bleibt, wird China bald wie Deutschland und Russland zu den Nationen mit rückläufigem Wachstum gehören. Unter den Ländern mit stark anwachsender Bevölkerung in den nächsten Jahren befinden sich Brasilien, Kanada und die USA.

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14. Juni 2008 21:58

Es mangelt an Kommunikation und Verständnis.

Mayumi Watanabe (m.watanabe)

Der vorliegende Beitrag verteufelt China nicht, wenn auch der Titel auf den ersten Blick provoierend wirkt. Gerade wir, also diejenigen, die die deutsche Kultur kennen- und schätzen gelernt haben, könnten zwischen Ost und West vermitteln. Doch das wäre nicht möglich, wenn wir uns nicht mehr bemühten, der Botschaft genau zuzuhören, diese zu verstehen und dann weiterzugeben. Zu eigener Sache noch: Japan kann sehr wohl und sehr viel von Deutschland lernen. Ich wünschte, Japan würde seine Vergangenheit genauso verantwortungsvoll aufarbeiten wie Deutschland es getan hat und unaufhörlich tut.

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14. Juni 2008 20:12

unkluge Handelspolitik...

Harry LeRoy (Cimon)

Immer diese ewigen Klagen, hätte man die westlichen Märkte abgeschottet, so könnte man seine Produkte nach den hiesigen hohen Sozial-, Rechts- und Umweltstandards erzeugen und wenn Länder wie China Zugang zu den Märkten verlangt hätten, dann hätte man von ihm Mindeststandards verlangen gekonnt; dieser Weg soll übrigens noch immer gangbar sein, sofern man die Rohstofffrage lösen kann und zumindest einiges an Verbrauch fällt weg, wenn man China die Exportführerschaft überlässt und seinen Bedarf im eigenen Land bzw. bei befreundeten Mächten herstellen lässt. Die Finnen können durchaus die Mobiltelefone bauen, wenn Deutschland dafür die Automobile baut. Abgesehen davon ließe sich der Rohstoff- und Energiebedarf noch deutlich reduzieren, alternative Energie- und Rohstoffquellen erschließen und neue Technologien entwickeln, wenn die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft sich für geschlossene Märkte und Autarkie entscheiden würden.

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14. Juni 2008 20:00

Niemand hat Schuld. Das ist eben so.

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)

Ob hier oder dort in China, produziert wird, was der Markt verlangt. Dankbar sollten wir China dafür sein, daß dort produziert wird, was auch wir benötigen - billiger als hier. Rohstoffsubstitution, Ressourcenschonung und Produktionsverbesserungen sind in China bereits im Programm. Das wird dort schneller gehen können, als bei uns. Ein weiterer Vorteil. Außerdem wird die Transformation Chinas aus einem rückständigen Agrarland in eine Industrie- un Dienstleistungsgesellschaft beschleunigt. Noch ein Vorteil für alle. Also laßt sie machen.

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14. Juni 2008 19:19

Ehrlich gesagt.

Ling Ling (linglingling)

Das Verteufeln von Deutschland gegen China hat alle Chinesen vereinigt! China ist ein grosses Land mit grosser Kultur und Geschichte. China hat keine Angst vor Verteufeln. Niemand kann China schlagen ausser es selbst. Wenn das Verteufeln von Deutschland diese Solidarität von Chinesen bringt, ist es auch eine gute Sache.

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14. Juni 2008 18:47

Schon klar

Ling Ling (linglingling)

1,"Mit diesen Rohstoffen fertigt China Produkte wie Hundefutter, Zahnpasta oder Kinderspielzeug, die für den Benutzer tödlich sein können. " Wenn es immer diese Lügen gibt, wird China immer mehr von deutschen Medien verteufelt! Alle chinesischen Produkte werden nach Design der z.B. US-Firmen produzieirt. Warum ist dieses Design rechtwidrig in US oder EU, ist nicht China's Sache. 2, 1)der Titelbild von diesem Artikel ist offensichtlich von 80er Jahren. hat man so eine Angst einen modernen Bild Chinas zu zeigen? 2)der Titelbild zeigt offensichtlich die Minderheiten Chinas 3)Peking's Umgebung ist natürlich nicht gut, das ist berühmt, in China ist die Umgebung der meisten Städte besser als Peking. Das bedeutet deshalb nicht die Umgebung von ganzem China ist schlecht. 3,man braucht aber zu denken, warum die Chinesen im Ausland, die Chinesen in Taiwan oder Singapur usw. China so lieb haben, sie können allen Informationensourcen haben, sie verstehen China und Deutschland beides, aber sie lieben China. Warum? Es gibt nur einen Grund: China ist nicht böse, China ist gut. China's Kultur ist weltweitführend! Die meisten Chinesen haben ihre Menschenrechte! Man hat nur keinen Mut es anzuerkennnen.

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14. Juni 2008 18:20

ja, China ist immer schuld!

Hu Wen (huwen38)

China wurde und wird immer vorgeworfen, mit der sog. "ein-Kind-Politik" das Menschenrechte schwerweigend verletzt zu haben. Nun wollen die Chinesen mehr Wohnflaeche schaffen, besseres Essen bekommen. Dann sind die Chinesen wieder an dem steigenden Preise der Rohstoffen und dem teuren Milch schuld. Auf den Strassen von EU fahren 231 Mio. Autos. Obwohl China nur 29 Mio. Autos hat, ist China an CO2 Problem schuld! Egal was die Chinesen machen, ist es immer falsch und schuld...

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14. Juni 2008 17:29

Ergaenzung

Hede Zhou (SunWukong)

Ein gross Teil der Umweltverschmutzung wird durch die Produktion von Exportguetern fuer den Westen/USA verursacht. Sehr schlau vom Westen: konsumieren und die Umweltverschmutzung in China lassen. Zudem jeder hier verdiente Greenback durch Exporte fuettert x-Greenbacks in die Gewinnbilanz der westlichen Firmen beim Verkauf im eigenen Land. Von den Muellexporten des Westens will ich mal schweigen. Auf jeden Fall wird hier, wenn auch zum Teil haendisch und nicht umweltschonend, mehr recyclet als in den USA: Joghurtbecher, Getraenkedosen/Flaschen gebe ich vor meiner Tuer ab und erhalte z.B. 0,10 RMB pro Dose; Papier in grossen Mengen, Elektroschrott wird hier taeglich gesammelt und verguetet. Arme Westler, die ein Feind/Teufelsbild brauchen; Chinas wird es ueberleben, der Westen auch?

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14. Juni 2008 16:11

WER ist nun schuld???

Alexander Sobeslavsky (Sobeslavsky)

Ich dachte immer bis jetzt, dass die Russen an allem schuld sind: steigende Ölpreise, Aufkauf unserer Wirtschaft durch mafiöse Trainingsanzug-Träger mit Hilfe von "unredlich" verdientem Geld, die Störung unserer Urlaubsidylle durch kreischende Nataschas und rülpsende Igors (Faz: "Hier geht die Welt baden" über Hainan) und ihrem schrecklichen, alles uns lieb Gewordene und Menschliche mit den Füssen tretenden ehemaligen KGB-Überwachungs-Über-Präsidenten. Nun erfahre ich, dass die Chinesen an allem schuld sind; nun weiß ich auch gar nicht mehr, was ich so glauben und denken soll! So ganz im Geheimen bin ich zur Überzeugung gelangt, dass eigentlich an allem die Bewohner von Nauru schuld sind ... das liegt doch wirklich nahe und ist klar wie Kloßbrühe. Bitte keine Widersprüche!

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