Mittagessen: Eine Frau bereitet in Shaoxing im Jangtse-Delta eine Ente zu

Stimmt das?

Chinesen essen Hunde

Alles, was vier Beine hat und kein Tisch ist, wird gegessen, heißt es. Auf seinem Streifzug durch die chinesische Kulinarik hat Markus Frenzel erfahren, dass die exotischsten Essgewohnheiten der Chinesen selbst manche Landsleute mit Ekel erfüllen.

Lesermeinungen zum Beitrag

18. Juni 2008 13:55

Anwort auf Vorredner

Hede Zhou (SunWukong)

Typisch Deutsche Reaktion: ich habe nichts gegen Schnitzel/Currywurst gesagt, obwohl ich das nicht esse. Im Gegensatz zu Ihnen, die gewisse Speisen in China eklig finden. Zur Erinnerung: Schwaben essen Bullenhoden, Gehirn von Kuehen. Hoeren Sie doch einfach auf im Westen die Diskussionshoheit in allen Bereichen zu beanspruchen. Ihre Zeit ist vorbei und die Chinesen wollen nur so leben wie sie es fuer richtig halten, ohne die veraechtliche Kritikasterei des Westens. Ich kaufe mit Ausnahme von Flundern alle Fische lebend und schlachte sie zuhause selbst. Die sind frischer alles, was Sie in der Nordsee-Kette kaufen. Was ich an dem Artikel kritisiere ist, dass er China und die Chinesen in die exotische Ecke draengt mit dem Unterton "guckt euch mal die Barbaren an", was die alles essen. Typ fuer Sie: Shanghaier spezialitaet: betrunkene Krabben; lebend in eine heisse Sosse mit Schnaps geworfen: hochwertiges Eiweiss!!!!

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18. Juni 2008 13:25

Über Geschmack läßt sich nicht streiten,

Hisako Garanda (Hisako)

daher ist es auch sinnlos sich darüber zu ergehen was für wen eklig ist - und abgesehen von Menschenfleisch ist doch sowieso alles auf dieser Welt zum Verzehr freigegeben. Guten Appetit.

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18. Juni 2008 13:07

chinesisches Essen

jet li (xiaomage)

Wie im Artikel erwähnt, gibt es sehr unterschiedliche regionale Küchen. Was aber noch wichtiger zu betonen ist, ist dass die Alltagsküche sehr von den Spezialitäten abweicht. Die Alltagsküche wirkt von den Zutaten weniger skurill und sie ist naturgemäß einfacher - Reis, Nudeln, viel Gemüse!!!, etwas Fleisch. Ausländer kommen aber öfters in den Genuss der Spezialitäten, das hat verschiedene Gründe. Erstens geht man bei Geschäftsessen immer in bessere Restaurants (das ist eine Frage des Gesichtes! Mit Managern zu einem Nudelstand zu gehen, wirkt in etwa so als ob man den Scheich von Dubai eine Currywurst überreicht) und dort gibt es halt hauptsächlich Spezialitäten. Zweitens ist es auch für viele Chinesen ein Spass den Ausländer "skurille" Sachen vorzusetzen. Das ist einerseits lustig, anderseits wird das auch von vielen Ausländern erwartet (lustige Geschichte zum erzählen) Ich bevorzuge die Alltagsküche bei weitem. Japanische und koreanische Freunde von mir, lieben aber die chinesischen Spezialitäten. Zu guter letzt, ein Land in dem man Schimmelkäse konsumiert, sollte sich bei der Bewertung etwas zurückhalten ;-) ps. Exotisch ist eine rein subjektive Bewertung geprägt vom eigenen Geschmack und Kulturkreis.

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18. Juni 2008 10:00

Chinesisches Essen und andere Abenteuer...

Hilde Schmid (Alica-Felicitas)

So gut ich es verstehen kann, dass Sie die Kueche ihres Herkunftslandes verteidigen, muss ich ihrer Kritik an dem Artikel doch widersprechen. Ich befinde mich schon laenger in China und bin taeglich unweigerlich mit chinesischem Essen konfrontiert und es ist fuer westliche Verhaeltnisse sehr oft einfach nur ekelig! Auch mir wurde von noch lebenden Scrimps und Seeschnecken bis hin zu Huehnergedaermen schon alles vorgesetzt und ich rede hier nicht von einer abgelegenen Provinz, ich rede von guten Restaurants in Shanghai. Zu dem Maerkten: Klar gibt es Fisch, nur wie lange die Fische schon an den Stangen haengen, moechte ich oft gar nicht wissen. Das gleiche gilt uebrigens auch fuer Fleisch. Nett finde ich auch die Kaefige mit den Hunden auf den besagten Frischemaerkten. Wofuer die da wohl sind...? Natuerlich gibt es durchaus auch leckeres (fuer westliche Verhaeltnisse) chinesisches Essen! Was mich vielmehr stoert ist die Intoleranz vieler Chinesen (auch eine Brise davon in ihrem Kommentar zu finden (Currywurst..)), wenn sie es einfach nicht verstehen und hinnehmen moechten, dass nicht jeder ihre kulinarischen Vorstellungen teilt.

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17. Juni 2008 18:06

Heissa....

Hede Zhou (SunWukong)

Intellektueller Eintopf, schwer verdaulich, gleichwohl duenn. Wenn ich gaaaaanz gueeeetmuetig bin, ueberfluessig der Artikel, wenn ich krittelig wie die Deutschen bin, ein weiteres Beispiel sinnlosen Journalismus. Was kocht die Hausfrau in China in der Provinz ??? 1250 Zeichen sind zu wenig, um das aufzufuehren. Informativ fuer den Currywurst-/Schnitzelvertilger waere es gewesen, z. B. darauf hinzuweisen: im Norden mag man Nudel, im Sueden Reis, in Sichuan sehr scharfes, in Shandong Jiaozi ( Maultauschen ). Ganz wichtig: in jedem Nassmarkt an der Ecke hier kann man mehr Sorten Gemuese und Fisch kaufen als im jedem Supermarkt Deutschlands. Brauchbar der Hinweis auf Wohlfuehlessen: fuer die ueblichen Darmleiden, Frauenleiden und sonstigen Unpaesslichkeiten gibt es spezielle Gerichte: und sie wirken. China Restaurants in Deutschland heissen so, aber ...Es gibt keine Kroeten, keine Schlangen, keine verfaulten Eier, keine Insekten; es ist eben nur angepasst an den Deutschen Geschmack.

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