2008: „Härtestes Jahr” für die Bierbranche

Bierbranche

Das Rauchverbot setzt auch den Brauern zu

Trotz steigenden Absatzes war das vergangene Jahr für die Bierbranche nicht besonders gut. Den Einbruch hat die Branche dem Rauchverbot zu verdanken. Warsteiner will kräftig investieren, um sein Ergebnis zu verbessern. Von Brigitte Koch und Michael Roth

Lesermeinungen zum Beitrag

12. Januar 2008 17:48

Bier-Preispolitik "überdenken" !

Hubert Thönes (HuThoenes)

Die deutsche Brauwirtschaft muss sich durch das "gesetzliche" (staatliche) Rauchverbot zwangsläufig auf eine noch größere Reduzierung der inländischen Absatzmenge einstellen. Vor allem die Einraum-Gastronomie, also die typschen Bierkneipen, werden den Marken-Brauereien in den kommenden Jahren nicht mehr so große Verkaufsperspektiven bieten. Wenn schon in den vergangenen Jahren
- bedingt durch den Wandel der Einkaufs- und Verzehrsgewohnheiten - sich auch ein Konzentrationsprozess in der Brau-Branche entwickelte, so müssen die verbliebenen deutschen Vorzeige-Unternehmen nunmehr - sehr schnell - neue Antworten auf ihre Marktpositionierung finden. Denn "profitieren" werden nämlich bei einem rückläufigen Gastronomie-Konsum höchstwahrscheinlich die Billig-Produzenten, die ihr Bier-Produkt im LEH und Discount mit wohlklingenden Namen und "vergleichbaren" Produkt-Design vornehmlich über Aktionen vermarkten. Und ob deshalb zum jetzigen Zeitpunkt eine Bier-Preiserhöhung die richtigen Antwort auf einen "schrumpfenden Gastronomie-Markt" ist, scheint mir mehr als fraglich. Der Markt-Preis ist eben nicht identisch mit dem Kosten-Preis. Der Verbraucher entscheidet, wo und wieviel und zu welchem Preis er "zu trinken" gedenkt.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
12. Januar 2008 15:59

Komisch

Jitzak Tanenbaum (tanenbaum)

Warum kann ich dann in den USA in der Kneipe und im Restaurant Bier trinken, obwohl dort auch nicht geraucht werden darf? Ich fand das Angebot an Bieren dort immer sehr reichhaltig, so daß wohl kaum daran liegen kann, daß die vielfach Drogenabhängigen das Angebot aufrecht erhalten müssen.

Also Brauereien: Laßt euch was einfallen.

J. T.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
12. Januar 2008 12:13

Das Rauchverbot setzt auch den Brauern zu

Bevan Engelbrecht (bevan)

Sollen wir jetzt alle in tränen ausbrechen und vor lauter mitleid asche über unsere köpfe streuen.
Nein und nochmals nein.
In unsere gesellschaft haben 2 elemente Rauchen und Alkohol (direkt und indirekt) für mehr leid, tote, krankheit, armut und vieles andere mehr gesorgt als alles andere (auto unfälle, andere krankeits formen und sogar kriege) zusammen.

Die Bierbranche sowie die Tabakindustrie sind letztesende nur 2 wirtschaftssektoren - die verdienen keine besondere behandlung oder treue und erst recht kein mitleid. Wieviel andere industrie branchen (große firmen) sind verschwunden und kaputt gegangen - mann nahm es mit schulterzucken wahr und ohne große geflenne. Also was solls........ es gibt wichtigere dinge im leben als saufen und rauchen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 3 von 3 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche