Menschenrechte

Peking an den Pranger?

Verfolgung, Hausarrest, Folter - noch immer werden Menschenrechte in China systematisch verletzt. Beteuerungen der Regierung, die Situation werde sich vor den Olympischen Spielen bessern, haben das kaum geändert. Westlichen Politikern stellt sich die Frage, ob sie das Verhalten der chinesischen Regierung öffentlich anprangern sollen.

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05. Juni 2008 10:44

Was vor allem erschreckt, ist die Unfähigkeit mit den Folgen zu rechnen

Gabor von Zoltan (Putinras)

Die Fackelträgerin im Rollstuhl, die in Paris als Heldin gefeiert wurde, ist bereits in Ungnade gefallen und wird aufs Heftigste gemobbt. Erstaunlich? - Bestimmt nicht erstaunlicher als die Hatz und die Verleumdungen, denen alle Chinesen ausgesetzt sind, die es wagen - öffentlich! - schon nur für Mässigung einzutreten. Wie etwa auch der Dokumentarfilmer Tang Danhong (erdreistete sich, seine Landsleute auf die Möglichkeit eines weniger konfrontativen "Dritten Weges" hinzuweisen) oder Grace Wang (versuchte zwischen Pro-Tibet-Demonstranten und nationalistischen Chinesen zu vermitteln. - Ihr Vater sah sich Zuhause in Qingdao inzwischen genötigt, sich von der Tochter loszusagen). Die "Jubelperser" in diesem Forum scheinen sich nicht bewusst zu sein, dass sie die Glaubwürdigkeit dieser Berichte durch die Energie, die sie hier an den Tag legen, nur unterstreichen. Und - schlimmer noch! - dass sie sich nicht im Klaren zu sein scheinen, dass es sie selber ebenso träfe, wenn sie dem Regime schon nur aus einem Zufall heraus unter die Räder kämen. Willkür trifft nie nur die Anderen! Ah... Zurück zum "Engel von Paris": Jin Jing hat sich einfach nur gegen einen Boykott von Carrefour ausgesprochen - Aufgrund der vielen chinesischen Arbeitnehmer!

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05. Juni 2008 10:15

Wie mag wohl ein reflektierender Chinese darüber denken?

Gabor von Zoltan (Putinras)

Darüber werden wir in diesem Forum nie Aufschluss erhalten. Denn hier scheinen sich nur diejenigen zu finden, die in den "Hach-ist-das-alles-so-schön-dank-der-KP"-Singsang mit einstimmen. Die Mutigen dagegen werden einfach mundtot gemacht. Die "Jubelperser", die hier ihre Energie verschwenden, scheinen diese ja auf keinen Fall nutzen zu wollen, um einmal Fragen ans Regime zu stellen - das im Gegensatz zum Ausland tatsächlich den Alltag bestimmt! Selbst wenn man Menschenrechte relativieren möchte (was ich keinesfalls tue), so hat der Vorkommentator doch absolut Recht, wenn er darauf hinweist, dass Peking ja nicht einmal eigenen Versprechen und Gesetze zu halten versucht! Was soll ich also von "Bürgern" halten, denen das einfach Wurscht ist? Die ernsthaft schreiben, Schuld seien nur die Medien (womit sie sich ausgerechnet in die lange ungute Tradition stellen, die von Metternich über Goebbels bis Cheney reicht), während Bürgerrechtler hinter Gittern verschwinden und sogar noch ihre Familienmitglieder schikaniert werden? Was mag wohl ein Chinese darüber denken, der einfach nur gefragt hat, warum Verträge und Versprechen in China nicht eingehalten werden müssen? Was würde Li Guohong darüber denken?

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05. Juni 2008 08:38

Wer wir sind?!

Marcel Delhougne (Black-Bull)

Wir sind ein Volk das glücklicherweise schon von unserem diktatorischen Regime befreit wurde. Hätten sie auch gesagt, die Alliierten hätten sich nicht in die "innerstaatlichen Angelegenheiten" des 3.Reiches einmischen sollen? Ich frage mich wirklich, wie man (selbst als Kulturrelativist) die Allgemein-Gültigkeit von Menschenrechten in Frage stellen kann. Natürlich ist es die richtige Lebensweise, jedem Menschen z.B. das Recht darauf, nicht gefoltert zu werden, zuzsprechen! Es ist doch wirklich lächerlich, das in Frage zu stellen! Außerdem wurde in dem Artikel ja auch festgestellt, dass es nur darum geht, das chinesische Regime an seinen eigenen Versprechen und Verträgen zu messen! Wenn man auf der Strasse sieht, dass Jemand gefoltert wird, würde doch auch Jeder (zumindest sagen dass man) eingreifen (soll), warum sollte es einem Menschen in staatlicher Position dann erlaubt sein, jemanden zu foltern, ohne dass jemand etwas dagegen tut?!

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04. Juni 2008 20:38

Wer sind wir, den Finger auf andere zu richten?!

Johannes Vocke (JohnnyV)

Gerade wir Deutschen sollten uns bei einer Geschichte wie der unseren 3 Mal überlegen, ob wir die Menschenrechtslage in einem Schwellenland anmahnen! So alt ist die Demokratie in unserem Land auch nicht. Oder ist es gar die Maxime der westlichen Kulturwelt, ihre eigenes Verständnis von menschlichem Zusammenleben auf andere Kulturkreise projezieren zu wollen? Vll ist unser Lebensstil ja gar nicht der richtige, who knows! Was wir wissen sollten ist aber, China als Souverän zu akzeptieren und uns nicht in irgendeiner Weise in innerstaatliche Angelegenheiten einzumischen. Das Prinzip der Staatprinzip wurde aber leider von der Praxis der "humanitären Intervention" de facto verworfen... schade!

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04. Juni 2008 18:39

Eltern verhaftet?

Hu Wen (huwen38)

Ich habe mein tiefstes Beileid fuer die Eltern, die ihr meistens einziges Kind verloren haben. Ich unterstuetze voll und ganz, dass der Druck auf Regierung erhoeht wird, damit eine Untersuchung nach Wahrheit bei der Qualitaet der Schulhaeuser eingeleitet wird. Es wuerde mich nicht sehr ueberraschen, wenn einige Korruptionsfaelle spaeter ins Licht kommen. Aber ich habe meinen Zweifel an der Behauptung, dass die Eltern auf dem "Tian-An-Men Platz" verhaftet wurden. Zwischen Sichun und Peking ist eine Distanz von ca. 2000 KM. Die Eltern koennten kaum schaffen, zum jetzigen Zeitpunkt so schnell nach Peking zu kommen. Ich habe bei NZZ gelesen, dass es eine Auseinandersetzung zwischen Eltern und Polizei im Erdbebengebiete Dujiangyan gegeben hat. Das ist erst wohl moeglich. Ausserdem hat Herr von Zoltan immer Angst, dass das Erdbeben in Sichuan sein Lieblingsthema Tibet und Panchen ueberdecken koennte. Das sind 2 Themen. Und das Thema Tibet wird bald wieder aktuell sein. Ich bitte um Geduld...

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04. Juni 2008 18:16

Gegen die offensichtliche Tatsachenverdrehung von Herrn M. :

Timo Ganz (lach_doch_mal)

Vielleicht werfen Sie einmal einen Blick in den Artikel von Georg Blume "Das wahre China" in der "Zeit" (auch online verfügbar), dann gehen Ihnen eventuell die Augen über Ihre Vorurteile auf. Oder gehen Sie auf die Seite der Zeitung China Daily (englisch) dort findeen sich zahlreiche Berichte über ausländische Hilfe (u.a. auch über das deutsche Feldkrankenhaus) und das in einem chinesischen Propapagandablatt. Diffamierung aller Herr M.s entgegengesetzten Argumenten und Tatsachen als bezahlte Propagandaleistung im Auftrag der chinesischen Kp ist einfach nur billig. Ich bin tatsächlich Deutscher, habe aber viel Kontakt zu chinesischen Mitkommililtonen und war jetzt erst in Peking. Ich weiß nicht wo Sie Ihre Meinung herhaben und ob Sie überhaupt mal mit einem Chinesen gesprochen haben. Anders lässt sich Ihr Weltbild kaum erklären.

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04. Juni 2008 10:09

Ich kann mit Ihnen zusammen hier diskutieren!

Hu Wen (huwen38)

Das wäre im Jahr 1989 unvorstellbar, als ich als ein junge Student mit tausenden anderen auf die Strasse ging und gegen Korruption und für die politische Reform demonstierte. Damals konnten wir nur durch das stark gestörte Signal von "Voice of American" aus einem SM-Radios mitbekommen, was überhaupt in Peking abging. Das selbe haben vielleicht viele Deutsche in DDR auch erlebt. Heute kann ich aus China fast live mit Ihnen diskutieren dank der technischen Revolution: Internet. Durch die Globalisierung der Wirtschaft ist China nicht mehr isoliert. Das Volk weiß auch langsam, was das Menschenrecht bedeutet, und erhebt den eigenen Anspruch auf mehr Menschenrecht. Wenn der Druck von außen zu groß wäre, macht die Regierung die Tür wieder schnell zu. Der Zugang zu diesem Forum würde mir auch gesperrt. Dann geht die Situation des Menschenrechtes in China tatsächlich rückgängig!

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04. Juni 2008 09:25

Nur eine Nebenbemerkung

Michael Menzel (Galenos)

Die Verleugnung ausländischer Hilfe wurde von "YouYou Lin" ausgesprochen und darauf hatte ich geantwortet. "Wer hat uns geholfen? Die KP und die Regierung, oder die westlichen Politiker?" Nur damit die nachfolgenden Schreiber nicht meinen ich hätte diese Undankbarkeit erfunden. Es steht zu befürchten, daß "YouYou Lin" tatsächlich die offizielle Sprachregelung der KP vertritt. Abgesehen davon ist es tatsächlich peinlich, mit welchem Eifer hier etliche Schreiber mit deutschem Pseudonamen versuchen, sich hier für ihr Land und ihre Partei zu profilieren. Es dürften allerdings bereits eine gewisse Elite sein, da sich deren Deutsch teilweise auf recht hohem Niveau befindet. Gratuliere dazu, aber jetzt fehlt noch ein wenig Menschlichkeit und es fehlen authentische individuelle Äußerungen anstatt das regimefreundliche, sich anbiedernde Nachplappern von Partei-Ideologie.

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04. Juni 2008 03:24

Michael Menzel & Co.

Hu Wen (huwen38)

Der Kommentar von M.Menzel hat mich sehr entsetzt. Es hat mich sogar erstaut, dass FAZ solchen Kommentar freigegeben hat. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Meinungsfreiheit doch Doppelmoral hat. Wenn man von Menschenrecht spricht, muss man zuerst das wichtigste Menschenrecht, nämlich das Recht zum Leben, respektieren. Ein verheerendes Erdbeben hat mehr als 80.000 unschuldigen Menschen darunter viele Kinder in den Tod gerissen. Anstatt Mitgefühl sehe ich bei Michael Menzel & Co. nur den menschenverachtenden und kaltbultigen Kommentar, der Politik immer über Menschrecht setzt. Aber diese Naturkatastroph hat NULL mit Politik zu tun! Der Kommentar von Menzel & Co. hat sich leider zu einem Gegenbeispiel vom Begriff "Menscherecht" entwickelt, auf dem Sie alle immer stolz waren!

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04. Juni 2008 00:27

Herr Menzel: sein liebster Feind und seine liebsten Opfer

Michael Vorwerk (aureliano)

Die Expektorationen von Herrn Menzel in seinem Beitrag "Die Praxis findet am Tian'anmen-Platz statt!" (Rechtschreibung unverändert übernommen) haben in ihrer Schamlosigkeit, ihrer hochmögenden und eifernden Selbstgerechtigkeit etwas ebenso feiges wie unappetitliches.

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03. Juni 2008 23:20

Und warum sind denn wohl die Eltern grad verhaftet worden???

Gabor von Zoltan (Putinras)

Es ist lachhaft und berührt mich zugleich äusserst unangenehm, hier lesen zu müssen, wie frei und schön alles sei in China; wie liebenswert und harmonisch die KP, wenn grad vor ein paar Stunden noch Eltern von Kinder, die in den völlig unzureichend gebauten Gebäuden umgekommen sind, verhaftet wurden, bloss weil sie auf dem Platz des himmlischen Friedens demonstrierten (warum wohl? - wo sie doch angeblich auf allen Kanälen so frank und frei darüber debattieren könnten?). WAS IST DENN NUN MIT DEN EINGESPERRTEN, während hier plump behauptet wird, in China würde über alles ganz offen diskutiert? Das ist doch offensichtlich nicht wahr und mündet einzig ins Ceausescu-Syndrom. Hier hanebüchene Vergleiche anzustellen (sogar die Entwicklungshilfe wird noch reingemixt... beschämend!) bringt den Chinesen gar nichts, aber der KP Rechtfertigung. Immer wieder gerne gegeben: Zu behaupten es wäre ein gewaltsamer Kulturexport des Westens, wenn einzelne Mutige die Probleme offen anzugehen versuchen, ist einfach nur perfid: Sind am Schluss gar wir schuld, dass Menschen wie Hu Jia oder Li Guohong (wie auch der damals 6jährige Panchen Lama) hinter Gitter verschwinden?! Hier fallen Masken (so heissen im Westen Gesichter, die man verlieren kann).

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03. Juni 2008 19:02

Menschenverachtende Kommentare @Menzel

Timo Ganz (lach_doch_mal)

Hier scheint ein Weltverbesserer unterwegs zu sein, "am Deutschen Wesen soll die Welt genesen" kennen wir das nicht irgendwo her? Seit wann sind den Kinder bei uns wichtig Herr Menzel? und was hinter unserer Fassade steckt, möchte man nicht unbedingt wissen. Ihr Beitrag verdreht sämtliche Tatsachen und ist zudem äußerst beleidigend gegenüber den Opfern des Erdbebens! Zufällig war ich bis vor 2 Wochen in Peking und habe das Erdbeben und die Folgen live mitbekommen. Von Verleugnung ausländischer Hilfe kann gar keine Rede sein, westliche Hilfslieferungen und Geldspenden kamen groß im TV und in den Zeitungen. Dominiert hat hier aber die unerwartet große Solidarität der Chinesen untereinander, binnen einer Woche wurden von Privatpersonen und Firmen über 900 Millionen Euro gespendet, eine gigantische Summe. Viele Angestellten arbeiteten freiwillig einen Tag für die Erdbebenopfer, Blutspendezentralen waren vollkommen überrannt. Auch wurde die teilweise zum Einsturz von Schulgebäuden führenden Baumängel aufgrund von Korruption klar in den Medien thematisiert. Ausländische Helfer im Katastrophengebiet wurden im TV gezeigt. Vergleichen Sie diese Situtation mit der in Birma oder auch mit der Situation nach dem Wirbelsturm in New Orleans!

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03. Juni 2008 19:01

verhuellte Gesichter sind der Fortschritt!

Hu Wen (huwen38)

weil die Polizisten bei einer demonstraiven Verhaftung, die eigentlich nicht auf Menschenrechte achtet, schon auf minimalen Menschenrechten achteten. Das ist keine Selbstverstaendlichkeit in China! Vor 20 Jahren (bis heute noch in manchen kleinen Staedten) in China wurden die Verbrecher im grossen Stadion vor Augen von zehntausenden Zuschauern vorgefuehrt und verhaftet oder verurteilt. Die zum Tod verurteilten Verbrecher wurden vor ihrer Hinrichtung mit einem EKW durch ganze Stadt gefahren und "feierlich" verabschiedet. Nun wird es in der Oeffentlichkeit ueber die Abschaffung der Todestrafe ernshaft und auch emotional diskutiert, obwohl die ueberweigende Mehrheit der Bevoelkerung immer fuer die Todesstrafe ist. Die Angeklagten bekommen waehrend des Prozesses die Verteidigung der Anwaelte, die nicht mehr wie eine Maionette im Gericht umsitzen. Das Bild in diesem Artikel zeigt vermutlich eine oeffentliche Verhaftung in Shenzhen, sog. "Hinterhof von Hong Kong", die als Abschreckung der Kriminalitaet dienen sollt. Aber diese Veranstaltung war danach in den Medien und Oeffentlichkeit sehr umstritten, wegen der Verachtung der Menschenrechte. Es bewegt sich etwas, auch wenn es langsam ist.

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03. Juni 2008 18:32

Noch ein paar kurze Kommentare zu einem Vorreder:

Haoming Wang (haoming)

1) man sollte endlich mal lernen, einfache Leute von der Regierungsverhalten zu unterscheiden,; 2) es gibt Spekulationen ueber Baumaengel von ein paar eingesturzten Schulen, die Regierung hat Ermittlungen aufgenommen. 3) Wir chinesen sind faehig, frei zu denken, frei zu leben und auch frei auszusprechen. Das wir mit der Regierung noch zufrieden sind und das Land noch lieben und das Leben mit der Zeit besser geniesst, hat es nicht zu bedeuten, dass wir nicht frei denken kann. Oder heiist es erst „frei denken“, wenn man einfache Leute nicht von Regierungsverhalten untescheiden kann. 4) Spenden und Hilfe von aller Welt (incl. Westlichen Laendeern) und sogar einzelnen Unternehmen und prominenten sind berichtet worden (nicht verleugnet wie du sagest). 5) Chinesen sind dankbar fuer die Entwicklungshilfe von vielen westlichen Laendern incl. Deutschland. Ich mag dich aber auch zu errinnern, wieviel die westliche Laender in Kolonialzeit China beraubt haben.

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03. Juni 2008 18:13

Wichtig ist, man sollte China nicht verteufeln. Das hilft Allen.

Haoming Wang (haoming)

Chinesische Regierung sieht ihre grosste Fortschritte in Sache Menschrecht ist Leute aus Armut zu befreien und der Lebensstandard der Bevoelkerung incl. Bildung, medizinische Versorgung zu verbessern. Nicht zu verleugnen, in diesem Punkt hat sie grossen Erfolg gehabt. Politisch bleibt China noch Ein-Partei-Land, es fehlt Gegengewicht und effektive Kontrolle. Es kommt vor, und auch nicht selten, dass Gesetz beugt sich vor Parteiwillen und Korruption. Verfolgung und Hausarrest von einzelnen "Trouble Maker" sind auch zu hoeren, falls die regierende Partei ihre Regierung oder Stabilitaet der Gesellschaft gefaehrdet sieht. Druck von aussen wird bestimmt helfen und Geduld mit Hilfe auch. Vielleicht ein Mix von den Beiden. Wichtig und auch zu wuenschen ist, man sollte China nicht verteufeln. Das hilft Allen, China und den richtigen echten Helfern.

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03. Juni 2008 17:39

Freiheit vs Dummheit

Youyou Lin (naasaa)

Eure Behausungen sind super! und sie werden auch bei natürlichen Katastrophe nicht eingestürzt! Wozu braucht man Allianz und Müchener Rück? Wir haben in China ausreichende Freiheit des Denkens, des Lebens, des Sprechens. Deshalb brauchen wir nicht so denken, leben und sprechen, wie die westlichen uns erfordern. Die Entwicklungshilfe aus Deutschland seit Jahrzehnten? Ist das nur ein Geschenk? Fragst Du bitte Siemens, VW, und alle andere DAX Unternehmen, wieviel Milliarden sie in China jährlich verdienen! und wieviel Arbeitsplätze sie deshalb für Deutschland geschaft haben. Ohne China kann keine der DAX-30 Unternehmen in 10 Jahren noch bestehen. Ohne China müsse die Inflation heute schon viel größer sein. Alle deine Kenntnissen über China hast Du offensichtlich nur von den westlichen Medien bekommen. Also, Du brauchst die Freiheit des Denkens. Du kannst nur in der Weise denken, wie die Medien dir gesagt oder gezeigt haben. Wenn Du Chinesisch lesen kannst, bitte die chinesische Zeitungen und Internet Seite lesen. Wie frei können die Leute über alle Themen sprechen. Wie scharf können sie die Partei und die Regierung kritisiren. Das kannst Du leider nicht von den deutschen Medien erfahren. Die Medien machen dich dumm.

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03. Juni 2008 17:18

Wenn Regierungspropaganda allzu offensichtlich wird, ist sie peinlich.

Gabor von Zoltan (Putinras)

Sehr peinlich sogar. In China würde man von "Gesicht verlieren" sprechen. YouyouLin scheint sich in dieser Rolle besonders wohl zu fühlen. Bei jeder Gelegenheit wird noch ein Loblied für die KP drauf gelegt und absurde Vergleiche gemacht. Nur die KP habe geholfen (also jene, die auch die 1000 Dollarmilliarden an Währungsreserven hortet, während sie verunmöglicht, dass die Verwendung der privaten Spenden transparent nachvollzogen werden kann), die Hilfe der Weltgemeinschaft jedoch einfach unter den Tisch gewischt! Da er auf Probleme nie eingeht (etwa die Korruption, die zu solchen Ungeheuerlichkeiten wie den schlecht gebauten Schulen oder den Dämmen im Erdbebengebiet geführt hat), kann er auch nur der Verhinderer einer Politik echten Fortschritts sein. Wie soll es denn auch weiter vorwärts gehen, wenn alle jene, die eben noch VOR Katastrophen auf Ungereimtheiten und Mängel hinweisen, als Antichinesen verschrieen werden? Und seien sie noch so chinesisch! Alle, die zur Verbesserung beitragen - und das GEHT EBEN NUR über klares Aussprechen - werden sogar noch beschimpft! Ein jämmerliches Schauspiel, ständig jene in Schutz zu nehmen, die Menschen wie Li Guohong einbuchten, das vor allem tatsächlich eins ist: echt Anti-Cinesisch!

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03. Juni 2008 12:50

Die Praxis findet am Tian'anmen-Platz statt!

Michael Menzel (Galenos)

Und 1976 auf dem selben Platz und seit 1951 im Totschlagen von Tibetischen Mönchen und Nonnen. Was jammert ihr jetzt herum, wegen euren eingestürzten Behausungen. Wenn ihr so korrupt seid, eure Schulen aus Dreck und Lehm zu bauen und so das Wertvollste was ihr habt, eure Kinder, erschlagen ließet, da zeigt sich euer wahres Gesicht. Was ist das alles wert, was angeblich für Errungenschaften gewonnen wurden wenn ihr den Menschen an sich und die Kinder im Besonderen nicht achtet. Häuser kann man wieder aufbauen. Kinder sind eure Zukunft. Viele tausende mußten wegen mangelnder Sorgfalt und Voraussicht sterben. Die Fassade dieser Schulen war wie die Fassade eures Staatswesens ist. Freiheit des Denkens, des Lebens, des Sprechens ist euch doch unbekannt. Und dann noch die Undankbarkeit, die Hilfe der westlichen Länder nach den Erbeben zu verleugnen. Nicht zu reden von den Milliarden, die China als Entwicklungshilfe aus Deutschland seit Jahrzehnten bezieht. Ist das nichts? Und dann wird man noch beschimpft.

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03. Juni 2008 12:21

Ja, Peking gehört genau dort hin.

Oskar Geri (Oskar1a)

Leisetreten bringt nicht den Erfolg, um die Menschenrechtssituation in China und Tibet zu verbessern. Der öffentliche Druck muß noch gesteigert werden, damit sich etwas bewegen tut. China will eine Supermacht werden, aber bitte nicht mit unserer Unterstützung und unserem Wegschauen. Ohne Fortschritt in Sachen Menschenrechte und Tibet darf China nicht erlaubt werden, die Olympischen Spiele in 2008 abzuhalten. Das wäre ein ganz falsches Signal für die Welt.

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03. Juni 2008 11:50

Die westlichen sprechen über die Menschenrechte, KP setzt sie im Praxis um.

Youyou Lin (naasaa)

Ich komme aus Sichuan, wo viele Menschen bei der Erdbeben gestorben, vermisst, oder verletzt sind. Wer hat uns geholfen? Die KP und die Regierung, oder die westlichen Politiker? Was haben die Politiker, die die chinesische Regierung über Menschenrechte kritisieren, für unseres Leben getan? Wer hat das Leben der meisten Chinesen seit Jahrzehnten deutlich und ständig verbessert? Wer hat die chinesischen Schulen und Universitäten verstärkert aufgebaut, so dass jeder Chinese die gleiche Chance hat, zu lernen und zu studieren? Wer hat durch ständige Reformen die politische Freiheit in China deutlich verbessert, so dass heute die meisten Laute ihre Meinung ziemlich frei ausdrücken dürfen? Wer hat die Tür geöffnet, so dass jeder frei ins Ausland gehen und dort studieren kann? Wer hat China wirschaftlich und politisch so viel verbessert, dass die absoluten Mehrheit der Bevölkerung mit ihrem heutigen Leben zufrieden sind? Wer hat das Ziel erreicht, dass 1/4 der Weltbevölkerung nicht mehr vom Hunger gedroht? Wer hat das alles getan? die ausländischen Kritiker oder die chinesische KP und die Regierung? Warum ist die KP, die Regierung, der Partaichef und der Regierungschef in China so beliebt? Gibt es denn keinen Grund?

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03. Juni 2008 11:40

Vom aktiven Wegschauen ändert sich nichts

Michael Menzel (Galenos)

und vom Gesundbeten auch nicht. Das ist doch nichts Neues, daß die Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Aber "bloß nicht dran rühren"! Der Zirkus mit Tibet und dem Dalai Lama hat ja die Feigheit und Ignoranz der Deutschen Politiker gezeigt und speziell die von Steinmeier. Müssen wir uns diese hysterisch, beleidigten Reaktionen des Pekinger Regimes denn immer wieder bieten lassen, wenn nur einmal Tibet oder Taiwan oder der Dalai genannt wird? Und das immer wieder nur, um dieses totalotäre System ja nicht zu reizen. Das erinnert fatal an das Verhalten der Westmächte, speziell an Chamberlain der mit seiner Appeasement-Politik erst den zweiten Welkrieg und das Emporkommen von Hitler erst möglich gemacht hat. Faschismus ist keine Erscheinung, die an Rechtsextremismus gebunden ist. JEDER totalitäre Staat der einen übersteigerten Nationalismus pflegt ist menschenfeindlich. Das Kollektiv oder die Oligarchie ist alles, das Individuum ist wertlos.

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03. Juni 2008 11:29

Vor der eigenen Türe kehren

Peter Dick (Weltbesser)

Bevor wir öffentlich China's Menschenrechtsverletzungen kritisieren, sollten wir diese im westlichen Lager abstellen. Die USA unterhalten an vielen Stellen der Welt, wahrscheinlich auch in Deutschland Foltercamps. Herausragend darunter ist Guantanamo. Der US-Präsident Bush verkündet öffentlich, daß der die Foltermethode Waterboarding weiterhin anwenden will; keiner regt sich auf. Der Westen muß auf China absolut unglaubwürdig wirken, und er ist es ja auch. Es wird völlig übersehen, daß China auch gesellschaftlich auf einen steilen Verbesserungspfad ist. Dort geht es auch mit den Menschenrechten aufwärts, bei uns geht es abwärts.

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03. Juni 2008 11:21

China hat eine andere Kultur

Paul Rabe (heidelpaul)

Leider ist es schwierig für Menschen andere Kulturen wirklich zu verstehen. Für alle(!) Menschen. Chinesen glauben, daß der Westen die "Menschenrechte" nur anführt um eigene Interessen durchzusetzen (was falsch ist) und die Menschen im Westen verstehen nicht, daß 'Menschenrechte' in China und auch allgemein in Asien ganz anders verstanden werden. Auch wenn ich beruflich schon sehr oft in Asien war, so muss ich zugeben, daß mir die Menschen dort emotional immer noch sehr fremd sind. Menschenrechte werden dort eher aus den Augen des Kollektives gesehen und der westliche Individualismus, der sich sogar innerhalb des eigenen Familienverbandes zeigt, gilt Asiaten als nicht besonders erstrebenswert oder moralisch. Ein westliches Altenheim in dem man ältere Familienmitglieder abschiebt ist für Asiaten z.B. Ausdruck von Barberei. Wir im Westen werden noch lernen müssen, daß gesellschaftliche Konflikte in Asien eher über kollektive als über individuelle Konfliktlösungsmechanismen gelöst werden und Chinesen werden lernen müssen, daß die Idee der Menschenrechte kein westliches Machtinstrument sondern Ausdruck eines ganz besonderen Respektes des Westen für das freie Individuum ist.

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03. Juni 2008 11:14

Solange

Michael Müller (Michael_Mueller)

in Deutschland "Ehrenmorde" als kulturell bereichernde Folklore vor Gericht bewertet werden und somit vielen Frauen elementarste Grundrechte vorenthalten werden, sollte man sich hier vielleicht doch besser in vornehmer Zurückhaltung üben.

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03. Juni 2008 11:13

Dass wir noch frei sagen können, wo uns der Schuh drückt, verdanken wir Amerika!

Josef Bujtor (Mramorak)

Ja, Herr heinz peter, wir durfen noch sagen, was wir wollen. Auch sie können den Kommumismus loben, dank des amerikaniaschen Einsatzes. Ob Ihnen das passt oder nicht, das ist die Wahrheit. Lügen haben kurze beine. Die Kommunisten verstehen es sehr gut, die Wahrheit auf den Kopf zu stellen. Es geht doch nicht um unsere Werte sondern um freiheitlich-demokratische Grundwerte und Menschenrechte. Wie Frau Lochbihler darstellte.

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03. Juni 2008 10:44

Menschenrechte?

Dominik Karos (d.chaos)

Auch wenn die Auffassung der bestmöglichen Regierungsart in China einer anderen Logik entspricht, darf man nicht vergessen, dass es eine Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen gibt. Entweder ein Staat verpflichtet sich dieser Charta oder nicht. In jedem Falle ist Konsequenz gefordert. Die derzeitige Situation ist ja nicht erst in den letzten sechs Monaten entstanden. Letzten Endes wurde die Charta von China unterzeichnet um internationale Rechte zu haben. Die Einhaltung wurde jedoch niemals ausreichend gefordert, sodass sich China zu dem Drachen entwickeln konnte, der es jetzt ist: Sein Einfluss reicht weit über seine Grenzen hinaus, seine eigentliche Aufgabe im Weltsicherheitsrat (Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit) nutzt es aus, um eigene wirtschaftliche Interessen zu verfolgen (bspw. Dafur-Krise). Eine solche Entwicklung kann nicht durch bloßes "an den Pranger stellen" aufgehalten oder gar rückgängig gemacht werden - jetzt nicht mehr. Gerade jetzt sind Wirtschaftsverbände gefragt, die in kleinen Schritten ihre Zulieferer und Absatzmärkte woanders suchen als in China, die Politik jedoch braucht China, um wenigstens eine Chance zu haben, Einfluss auf die abgeriegelten Staaten in Fernost zu nehmen.

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03. Juni 2008 10:15

"..im Interesse des Volksganzen ruhiggestellt..."

Markus Teuber (arathorn)

Ein äußerst interessanter Ausdruck ! Den Ausfluß der Ideologie ,die in diesem Ausdruck eingefaßt ist,haben wir in Deutschland doch schon zweimal erlebt ! Ein etwas ketzerischer,diabolischer Gedanke : Ob die ,die soviel Verständnis für die chinesische Position heucheln,dieses Verständnis auch für -sagen wir -Deutschland- aufbrächten,wenn hier "im Interesse des Volksganzen" zB die Linken und ihre Wählerschaft "ruhiggestellt" würden ?! Ob diese Personen das gleiche Verständnis aufbringen würden,wenn man hier eine rechtsgerichtete Autokratie etablieren würde ?! Wohl kaum ! Denn dies sieht man ja schon an den regelmäßig einsetzenden,harschen Worten insbesondere in Richtung der USA,deren Menschenrechtsverletzungen -sollte es solche dort überhaupt geben ! - sehr wohl und ideologisch motiviert Anlaß zu heftiger Kritik und ätzender Hähme sein dürfen und sind. Was hier und dort also nicht sein darf und die westlichen Gesellschaften diskredieren soll,darf in China "zum Wohle des Ganzen" dann doch sein ? Ein seltsames Maß,mit dem hier gemessen wird- zu Gunsten Chinas !

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03. Juni 2008 09:52

Ex Consensu...

Hayri Ergun (DrErgun)

Die Menschenrechtslage hat sich in China im Vergleich zur Kulturrevolution oder in den ersten Jahrzehnten der Reformpolitik deutlich verbessert: Wer China besucht, wird feststellen, dass vieles anderes ist, als vor 20 Jahren. Unter dem Motto Kulturrevolution hat es sehr viele Menschenrechtsverletzungen gegeben; heute haben wir eine moderne Welt in China vor uns. Die Studenten der Universität von Shanghai sind genauso modern wie von der Universität Bonn oder RWTH Aachen. In Einkaufsstrassen von Peking oder Shanghai fühlt man sich wie in Zürich oder in Düsseldorf. In den Produktionsstätten von China werden die Arbeitsgesundheit und Arbeitssicherheit genauso groß geschrieben wie in den Produktion - Stätten von Thyssen - Krupp und Siemens. China bemüht sich um das Vertrauen des Westens und um eine klare Anerkennung für die Bemühungen für die Olympischen Spiele 2008. Ich meine, wir sollten dieses gut verdiente Vertrauen und gerechtfertigte Anerkennung an China nicht verweigern. .

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03. Juni 2008 09:48

Die Chinesen haben sich verändert

Cheng Zhang (hammercheng55)

Bis heute, Es ist schon fast 20 Jahren vorbei. Als Chinesen, viele von der Vergangenheit vergessen wir nicht,. Aber wir wissen, das demokratiche politiche System in Euorpa hat über 300 Jahren gebuildet und immer noch verbessert sich. Das heißt, das politiche System um sich zu veranderen und um sich zu verbesseren braucht Zeit. Als Chinesen, wir wedern mit unsere Verstandigkeit und Geduldigkeit um unsere politiche Veranderung beachten. Naturlich, wir brauchen positive Meinungen von alle Seiten, aber nicht nur ein oder zwei Wörte um das anzuprangen.

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03. Juni 2008 09:42

@linlin & youyou lin

Ganesh Jung (ganesh.puri)

Diese Pro chinesische Stimmungsmache erinnert fatal an die organisierten Jubelchöre in Australien.

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03. Juni 2008 08:43

Andere Logik

Lutz von Peter (LutzBrux)

Die Diskussion zeigt, dass wir immer noch nichts von der Pluralität der Welt begriffen haben. Die Menschenrechte, bei uns seit dem Mittelalter zumindest gedanklich entwickelt, werden in Europe flächendeckend gerade mal seit ein paar Jahre eingehalten. Sie sind Ausruck europäischen Denkens, europäischer Geschichte, auch unseres hegemonistischen Weltbildes. China hat eine andere Geschichte, andere Kriterien für das Wohlergehen seines Volkes, die älter sind als unsere Zeitrechnung. Wer denkt, er könne China mit Protestaktionen beeindrucken irrt sich gewaltig. TienAnMen ist für uns ein blutiges Fanal der Unterdrückung, für China ein weiteres Grüppchen irrgeleiteter Unruhestifter das im Interesse des Volksganzen ruhiggestellt wurde. Wer hat Recht? Mit Holzhammermethoden erreichen wir gar nichts, mit Einbindung in die westliche Welt vielleicht wesentlich mehr.

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03. Juni 2008 08:25

Off Topic

Stefan Pohl (friedrich_leipzig)

Wenn ich so ein Bild sehe wie dieses mit der Reihe chinesischer Polizisten, die diese Delinquenten und hellblauen Westen mit verhüllten Gesichtern vorführen, dann möchte ich, der ich ja nicht nur Bildbetrachter, sondern recht eigentlich Zeitungsleser bin, doch recht gern wissen, welche Geschichte sich hinter diesem Bild verbirgt, das für mich keineswegs selbsterklärend ist. Ein solches Bild ohne erklärende Unterschrift oder Bezugnahme im Text mag die Emotionen ansprechen (»irgendeine Schweinerei läuft da ab ich China«) aber der Verstand geht leer aus. Qualitätsjournalismus sollte aber gerade den Verstand ansprechen, nicht das Gefühl. In letzter Zeit begegnen mir hier immer öfter solche nicht klar einem beschriebenen Ereignis zuzuordnenden Bilder. Das finde ich bedauerlich und ich hoffe, dies ist nicht Zeichen einer Tendenz hin zum Bild-Journalismus.

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03. Juni 2008 07:53

Die Hoffnung stirbt nie!

resi mayer (kimwales)

Die Meinung von Herrn Sandschneider erinnert an Alice Schwarzer: Reform von Innen heraus, ohne Einmischung von aussen. Birma und China - wie sich die Bilder gleichen. Aber die Hoffnung stirbt nie!

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03. Juni 2008 06:45

Bei uns

heinz peter (pitiplatsch)

darf man doch die Wahrheit nicht sagen ! Es muß alles der Netiquette entsprechen, sonst wird gelöscht. Genauso ists in der Politik schleimen und rumeiern. Dass die USA die größte Verbrecherorganisation ist wird verschwiegen. wer hat einen Krieg auf Lügen bassierend angezettelt ? China foltert vergewaltigt unterdrückt wer sagt was dagegen niemand. Sportler werden in ein Land geschickt wo Menschenrechte aufs brutalste verletzt werden, was sagt unsere Merkel ?? Schweigen im Walde was sagt der Steinmeier ? Schweigen im Walde ! Was sagt die CDU CSU SPD ? Schweigen im Walde. Dies ist eine feige verlogene scheinheilige Politik.

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03. Juni 2008 05:27

Wir foerdern Nationalismus, nicht Menschenrechte

markward schemitsch (vaniada)

Ich halte mich seit einiger Zeit in Hong Kong auf und habe Kontakt zu Chinesen aus verschiedenen Teilen Chinas. Von daher weiss ich, welch verheerende Wirkung die westliche Reaktion auf die Ereignisse in Tibet und die Stoerung des Fakellaufs hatte. Die Berichterstattung ueber die Unruhen in Tibet und die Verknuepfung dieser Ereignisse mit den olympischen Spielen wurden als abgekartetes Spiel empfunden. Einige Tibeter randalieren, pluendern, zuenden Haeuser an und attackieren wehrlose Zivilisten. Polizei u. Militaer schreiten ein, um die Ordnung wiederherzustellen u. erwartungsgemaess koennen genau die Fotos um die Welt geschickt werden, auf die man es abgesehen hatte. Weil das nicht reichte, wurde zusaetzlich mit Manipulationen nachgeholfen. Das ist nach meiner Einschaetzung die vorherrschende Sicht in der chinesischen Bevoelkerung. Man fuehlt sich unfair behandelt, im Stich gelassen und ist zutiefst verletzt. Die Folge ist ein enorm gewachsenes Nationalgefuehl, das kurz darauf durch die Erdbebenkatastrophe einen weiteren Schub erhalten hat. Mit oberlehrerhaftem Auftreten kann in diesem Klima nur das Gegenteil erreicht werden, zumal hier genau registriert wird, dass gegenueber Russland oder den USA offenbar ein anderes Mass gilt.

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03. Juni 2008 00:01

Dieser Druck-Spiel

Ling Ling (linglingling)

Ach, die Deutschen spielen noch diesen Druck-Spiel. Jeder Chinese weiss, dass die Deutschen Druch auf China machen wollen. aber wer in China stellt Wert darauf? Wer will auf China immer Druck machen, wird selbst immer mehr Druck fühlen! Wer will ein Land, das UN-Sicherheitsrat-Sitz hat, isolieren, wird von der ganzen Welt isoliert! Jetzt man in China igonoriert Deutschland einfach. der 2. Schritt ist Deutschland zu verachten. Dann kommt der ganze Boykott gegen Deutschland! Deutschland ist noch nicht stark genug, um mit China Druck-Spiel zu spielen, nicht wahr?

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02. Juni 2008 20:27

Es ist den meisten Chinesen egal, was die westlichen Politiker sagen.

Youyou Lin (naasaa)

Die Kritik der westlichen Politiker über Menschenrechte in China ist für die meisten Chinesen gar nicht interesant, da die absolute Mehrheit der Chinesen mit der aktuellen Menschenrechte in China ziemlich zufrieden sind. Es gibt zwar ab und zu Menschenrechtverletzungen, systematisch sind sie aber sicherlich nicht. Die Kritiker verstehen die Chinesen überhaupt nicht. Die einigen Chinesen, die mit der Beijing Regierung sehr unzufrieden sind, sind sehr oft von den meisten Chinesen nicht beliebt. Sie sind der Verlierer der Gesellschaft und denken oft sehr extrem. Obwohl sie zu den absoluten Minderheit gehören, sind sie sehr laut und beliebt im westlichen Ausland, da viele westliche Politiker sie sehr gern unterstützen. Die meisten westlichen Politiker verharren auf einem Standpunkt, der gegen den absoluten Mehrheit der chinesischen Bürger ist. Der Wunsch der westlichen Politiker kann nur realisiert werden, wenn die Mehrheit der Chinesen ihre Meinung akzeptieren. Wenn nur einige dafür, und die absolute Mehrheit dagegen sind, haben die westlichen Politiker überhaupt kein Chance. Die Menschenrechte in China sind gar nicht so schlecht wie die meisten westlichen glauben. So perfekt sind sie in Deutschland eben nicht.

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02. Juni 2008 20:21

"Pompöser Aktionismus"...

Volker Tosch (kons)

...ist, denke ich, der absolut richtige Weg. Die Zivilgesellschaft ist in der westlichen Welt im letzten Jahrzehnt erheblich erstarkt und bietet einen hervorragenden Weg, um Druck auf Regierungen auszuüben. Natürlich entsteht dort ein Konflikt zwischen vitalen Interessen des Staates, aber das schränkt ja nicht das Recht des Bürgers ein, für seine Überzeugungen einzustehen und Druck auszuüben. Die Landminen-Kampagne damals hat ja gezeigt, dass es möglich ist, aus der Zivilgesellschaft international heraus etwas zu bewegen. Um aber wirklich Druck auf China ausüben zu können bräuchte man vor allem die Unterstützung der politischen Schwergewichte. Die aus Russland oder den USA würde wohl eher verhalten ausfallen angesichts des eigenen Umgangs mit dem Thema. Die wirtschaftlichen Beziehungen (oder sind es Abhängigkeiten?) werden ihr Übriges dazu tun. Deshalb ist meine Prognose: Im Fernen Osten nichts Neues.

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02. Juni 2008 18:00

Erst internationales

Patricia Jung (jungpf)

Getöse hat China in Bewegung gebracht, nicht Leisetreterei. ´ Eine Diktatur, die ihre eigene Bevölkerung ausblutet und seit Jahrzehnten internationale Kosmetik am Image mit mehr oder weniger Erfolg betreibt, hat kein Interesse an Menschenrechten. Dort lebt eine Elite verdammt gut von den bisherigen Verhältnissen, wozu sollte sie sie ändern. Das Buch China in der Modernisierungsfalle hat mich in meinem unguten Bauchgefühl bestärkt, dass nicht Handel mit Wandel geschieht, sondern wie tricksen wir die blöden Langnasen aus.

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