Mit Beginn der neuen Hurrikan-Saison wird die Erinnerung an Katrina wach. Viele der einstigen Bewohner haben sich und das vor einem Jahr verwüstete New Orleans aufgegeben. Die Zurückgebliebenen hoffen jetzt auf den Tourismus zum 'Katastrophenidyll'.
Hurrikan Ernesto: Erste Opfer, Nasa sagte Shuttle-Start ab
Das Mississippi-Delta senkt sich wie ein Torfmoor, selbst die Flutwellen eines schwächeren Hurrikans hätten zu einer Überflutung geführt. Warum Katrina in New Orleans so dramatisch wüten konnte - neue Einsichten.
Bildergalerie Hurrikan Katrina hat viel mehr zerstört als nur Stadtteile von New Orleans. Die große Gelassenheit hat The Big Easy vorerst verloren. Immerhin: Die Universität ist wieder eröffnet, Mardi Gras soll stattfinden. Vielen Betroffenen aber steht der Sinn nicht nach Karneval.
Hurrikan Katrina, der New Orleans zeitweise ins Chaos gestürzt hat, war nach neuen Erkenntnissen deutlich schwächer als bisher angenommen. Dies verstärkt die Frage: Warum hielten die Deiche nicht stand?
Das Erlebte muß erzählt werden: Die ersten deutschen Touristen, die Hurrikan Wilma auf Yucatán miterlebt haben, sind zurück in Deutschland. Der Schock ist ihnen anzumerken - und das Bedauern für die Einheimischen, die alles verloren haben.
Sechs Wochen nach Katrina sind auch die ärmsten Einwohner von New Orleans zu ihren Häusern zurück. Aber im Lower Ninth Ward ist nichts mehr, wie es war. Und die, die wenig hatten, haben nun oft gar nichts mehr.
Neue Forschungsergebnisse lassen praktisch keinen Zweifel mehr an einer globalen Erwärmung zu. Bis zum Jahr 2100 wird es voraussichtlich so warm werden, daß die Arktis im Sommer eisfrei sein könnte.
Die nächsten Wirbelstürme an der Ostküste der Vereinigten Staaten haben schon ihre Namen und kommen ganz sicher. Warum zieht es dennoch immer mehr Menschen in die gefährdete Region? Eine Antwort aus der Ökonomie.
Die beiden Hurrikans konfrontieren Amerika direkt und gnadenlos mit sich selbst und seinen Mängeln. Nichts aber wirkt derzeit lächerlicher als die Regieanweisungen aus dem alten Drehbuch der Washingtoner Politik.
Pumpen abschalten, Personal evakuieren. Zieht ein Hurrikan auf, können die Ölförderanlagen im Golf von Mexiko ohne große Schwierigkeiten angehalten werden. Wie man eine Bohrplattform vor starken Stürmen schützen kann.
Die Mineralölkonzerne bereiten sich auf den herannahenden Wirbelsturm vor. Allein 40.000 Mitarbeiter wurden von den Bohrinseln im Golf von Mexiko evakuiert. Auch Bayer und BASF setzen ihre Chemieproduktion in der Region aus.
Schnelle Hilfsaktionen scheiterten am Kompetenzgewirr der Behörden. Ausgerechnet unter dem Republikaner Bush werden jetzt Rufe nach mehr Staat laut. Welche Lehren die Politiker aus dem Hurrikan Katrina ziehen.