Internet

Verzweifelte Suche nach Angehörigen

Der Krisenstab des Auswärtigen Amtes in Berlin

Der Krisenstab des Auswärtigen Amtes in Berlin

30. Dezember 2004 Für Angehörige und Freunde, die in Deutschland keine Nachricht von Asienurlaubern erhalten, ist die Ungewißheit schrecklich. Das Internet bietet Möglichkeiten, sich über den Stand der Suche in verschiedenen besonders betroffenen Regionen zu informieren.

In Thailand und Sri Lanka haben offizielle Stellen Webseiten eingerichtet, um auseinander gerissene Familien wieder zusammen zu führen. (Kontaktseite der Regierung von Sri Lanka) Die thailändischen Behörden haben außerdem eine Opferliste im Internet veröffentlicht, die aber nur zeitweise zu erreichen ist (Die Opferliste der thailändischen Behörden).

Hilfe auch vom Roten Kreuz

Um den Angehörigen bei der Suche nach Vermißten in den Katastrophenregionen im Süden Asiens zu helfen, bietet auch das Rote Kreuz eine Internet-Adresse an. Auf der englischsprachigen Seite können sich Überlebende registrieren und ihren Angehörigen Nachrichten übermitteln, wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) am Mittwoch in Genf mitteilte (Suchdienst des Roten Kreuzes).

Die Angehörigen können ihrerseits einen Namen eingeben, um die Vermißten gezielt zu suchen. Die Website existierte bereits vor dem Erdbeben in Südasien. Dort können auch Opfer anderer Naturkatastrophen oder von bewaffneten Konflikten gesucht werden.

Thailändische Touristenorte

In dem von vielen deutschen Touristen besuchten thailändischen Urlaubsort Khao Lak werden noch hunderte Urlauber vermißt. Im Internet suchen Angehörige nach Personen, die in Khao Lak verschwunden sindAuf der Insel Phuket, die ebenfalls von der Flutwelle stark getroffen wurde, werden ebenfalls viele Deutsche vermißt. Webseite zu Vermißten in Phuket

Auch die Krankenhäuser im thailändischen Phuket haben Patienlisten ins Netz gestellt: Krankenhäuser in Phuket

Das Dulwich College auf Phuket, im Zentrum der gleichnamigen Stadt gelegen, hat seit Sonntag obdachlos gewordene Touristen aufgenommen und versorgt. Auch sie haben deren Namen veröffentlicht: Dulwich College in Phuket

Eine touristische Organisation in Thailand aktualisiert außerdem eine Hotelliste im Internet, aus der hervorgeht, welche Anlagen von der Flut überhaupt betroffen waren: Beschädigte Hotelanlagen in Thailand

Tauchurlauber

Viele von den Tsunamis getroffene Gebiete sind bei Tauchurlaubern sehr beliebt, etwa die Malediven oder Thailand. Auf einer speziellen Informationsseite können Anfragen über den Verbleib von Urlaubern oder zum Zustand von Tauchbasen gestellt werden:

Die Internet-Gemeinschaft hat auch in Wikipedia, der freien Enzyklopädie im Netz reagiert und trägt dort Informationsadressen, Telefonnummern und Kontakte zusammen. Eine Länderübersicht bei Wikipedia

Telefonische Anfragen

Einzelne der genannten Webseiten brachen unter dem Ansturm der Anfragen zusammen. Alternativ können Sie sich auch telefonisch informieren:

Seit Sonntag steht auch die telefonische Hotline des Auswärtigen Amtes in Berlin für Auskünfte zur Verfügung: 030 - 5000 1000.

Das thailändische Außeministerium hat ein Informationszentrum für Angehörige eingerichtet: 0066 / 2-643-5000 oder Fax 0066 / 2-643-5256

Text: @mg
Bildmaterial: REUTERS

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06.07.2009 | 17:45
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