Steinmeier besucht eine Containersiedlung in Dujiangyan

Steinmeier in China

Zum Dank ein Netz voller Fußbälle

Zum Abschluss seiner Reise besucht Außenminister Steinmeier das Erdbebengebiet. „Respekt und Sympathie“ habe sich China durch den offenen Umgang mit der Katastrophe erworben, sagt er - und klingt erleichtert. Von Wulf Schmiese, Chongqing/Dujiangyan

Lesermeinungen zum Beitrag

18. Juni 2008 12:42

junge Chinesen

Hu Wen (huwen38)

Ich nehme an, dass die meisten chinesischen Leser, die hier mitdiskutieren, entweder in Deutschland gelebt haben (wie ich) oder sich gerade in Deutschland befinden. Sie sind meinstens die jungen Leute, die in 1970er oder 1980er geboren sind. Sie sind überhaupt keine Agenten der chinesischen Geheim- oder Propagandadients. Aber sie sind sehr stolz und auch empfindlich. Sie sind in einer anderen Kultur aufgewachsen, die sich mit offener Kritik und Diskussion schwer tut. Man nimmt es schnell und einfach persönlich! Diese jungen Leute haben schon etwas manchmal auch Unangenehmes mit Deutschland erlebt, was der Vorstellung eines Chinesen von Freiheit und Menschenrecht widerspricht. Es fängt schon bei Visumantrag an. Die Mitarbeiterinnen am Schalter der Botschaft sind frech und stellen viele absurte und private Fragen. Wenn man doch endlich in Deutschland ist, muss man sich um den Unterhalt des Lebens kümmern. Dann geht man zum Arbeitsamt eine Arbeitserlaubnis beantragen. Um das Aufenthaltserlaubnis zu verlängern, muss man auch um 5 Uhr aufstehen und eine Nummer ziehen oder in der langen Wartschlang stehen... klar, das ist Gesetz, aber das alles passiert ihnen in China nicht, sie sind als einziges Kind längst gut versorgt.

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17. Juni 2008 21:39

Spenden für China

Zi You (ZiYou)

erst einmal möchte ich mich als Chinesin bedanken für die Solidarität der Deutschen. DANKE!Mir persönlich wäre jedoch ehrliche Entschuldigung bzw. Klarstellung der Dt. Medien im Hinblick auf die unglaublich selektive und falsche Berichterstattung über Tibet - Ausschreitung, viel viel lieber als das Spendengeld an China.Es klingt evtl arrogant, aber es ist wahr: Im Vergleich zu der Summe, was die PRIVATE Chinesen(kein Unternehmen!) selbst gespendet hat, ist die Summe aus Dt. kaum erwähnenswert.China hat stets und IMMER nur gutes über Dt. berichtet, all die Jahre, ganz egal in welcher Zeit. Die Deutschen sind hoch angesehen in China.Im Moment, besonders seit 14.03.2008, ist mein Leben in Deutschland einfach die Hölle. Soviele Unwahrheiten über China habe ich nie erlebt. So geht es vielen chinesen, besonders die Intellektuellen...Es mag sein, dass aus politische ebene ist die Beziehung zwischen China und Deutschland wieder "i.O.". aber wissen Sie was? In den Herzen von Chinesen ist diese riesen Enttäschung so schnell nicht überwinden. Wenn ich bei Welt lesen, dass man von "gekaufte Freunden in China" redet, im Zusammenhang mit Spenden aus Deutschland für das Erdbeben, dann kann man nicht von guter Beziehung reden.

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17. Juni 2008 13:51

Für junge Generation ist Wohlstand wichtiger als Ideologie

Luhua Dai (FRA-Dai)

@Josef Bujtor (Mramorak) Es tut mir sehr leid, dass Sie im Leben so viel durchgemacht haben. Ich gehöre zur jungen Generation in China, die nach 70er geboren wurden. Für uns bedeutet das Wort "Kommunismus" eigentlich wenig. Was diese Generation strebt, ist Traum zu erfüllen, Wohlstand zu erreichen, die Welt zu reisen, alles was für unsere Eltern nie möglich war. Wir sind manchmal unzufrieden mit unserer Regierung, andereseits sind wir dankbar, was unter der Führung der Regierung in den letzten 30 Jahren entwickelt hat. Was Erbebenopfer betrifft, können Sie vielleicht auch Aussagen und Bilder von anderer Seite nehmen, z.B, wie die Hilfsbereitschaft ist, wie Soldaten eigenes Leben für andere geopfert haben, wo wohnen die Überlebenden, wer hilft die Überlebenden.... Vielleicht können Sie dadurch ein ausgegliecheneres Bild von China bekommen.

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17. Juni 2008 12:17

Jeder ist böse und unehrlich, der gegen den Kommunismus ist

Josef Bujtor (Mramorak)

Meine Aussage bassiert nicht nur auf der Aussage eines Mädchens. Sie bassiert auf anderen Aussagen und eigenen Erlebnissen: 1. Ich treffe viele Chinesen und andere Asiaten sowie auch Afrikaner 2. Ich war selber in meiner damals kommunistischen Heimat in Konzentrations- und Zwangsarbeitslger - insgesamt 9 Jahre. Haben Sie mehr Kenntnisse über den Kommunismus? Die Ehrlichkeit hört vor den Vereinen der Sympathisanten der Gewaltherrscher auf und zuviele von denen Schreiben in der FAZ!

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17. Juni 2008 10:27

Böse Behauptung

Luhua Dai (FRA-Dai)

@Josef Bujtor (Mramorak) Basiert deine Behauptung nur auf Aussage von der Tochter eines Freund? Wenn du bei FAZ kommentiest, bitte sachlich und ehrlich.

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16. Juni 2008 12:14

Steinmeier in China

jinghong chen (chinese_in_BRD)

Danke Deutschland! Für Ihre Herzlichkeit!

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16. Juni 2008 11:21

Nicht die Wirklichkeit

Josef Bujtor (Mramorak)

Gestern, 15.06.08, habe ich mit einem chinesischen Freund gesprochen, dessen Tochter in China lebt. Wir haben eine Übereinstimmung gefunden: Nicht einmal die Hälfte der wirklichen Ausmasse des Leidens der Meneschen in den Zerstörten Gebieten wurde in den Westlichen Medien Gezeigt. Und das mit der "Umsiedlung" der Menschen aus Gegenden von neuen Stauseen oder den Olympia Bauten, ist mehr als Schönfärbereien. denn die meisten Zwangsweise umgesiedelten, wurden ganz einfach auf die Strasse gesetzt - hat der Steinmeier natürlich nicht gesehen - und haben auch nur sehr wenig Geld oder auch gar nichts bekommen. Sogar ein "Kanzlerkanditat" färbt den Kommunismus gerne schön - schön rot.

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15. Juni 2008 17:09

Das zu Lasten Deutschlands

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)

peinlich scheinende Antichambrieren von SPD-Steinmeier bei den Chinesen wird außer der erwarteten Selbstverständlichkeit kaum positive Folgen zeitigen. Vordergründig mag es erfolgversprechend erscheinen können, mit möglichst vielen Bücklingen und ständig devoter Haltung durch das Land der Mitte zu reisen. Es zeugt hingegen von Unkenntnis einfachster - nicht einmal chinaspezifischer - Befindlichkeiten bei großen, mächtigen Gastgebern, die in diesem Falle durchaus um ihre Verletzlichkeit und die Unsicherheit ihrer Macht wissen. Denen ist damit nicht gedient, wenn so getan wird, als sei alles Friede, Freude, Eierkuchen bei chinesischen Rotwein und veschwitzt-offenem Hemd auf dem Weg ins Katastrophengebiet. Steinmeier als SPD-Kanzlerkandidat ist kaum besser als der schon abgehalfterte Beck. Schade, daß der CDU es so einfach gemacht wird. Das könnte - wieder einmal - zu falschen Schlußfolgerungen in der Führungstruppe veranlassen.

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