„Kein Fortschritt zu erkennen”: Bei der Telekom Störungsstelle geht es behaglich zu

Wenn in einer Landarztpraxis das Telefon nicht mehr funktioniert, sollte man meinen, dass die Telekom besonders schnell für Abhilfe sorgen würde. Doch weit gefehlt. Am fünften Tag nach der Störung ist die Leitung immer noch tot.

Lesermeinungen zum Beitrag

27. Juni 2007 11:53
T-Com Störung  
Ulrich Mosel (u.mosel)

Bei mir ist der Anschluss seit dem 14.6. gestört: weder Telefon noch DSL gehen. Eine erste Störungsmeldung erfolgte am 16.6. per internet, am 19.6. tauchte auch die beschriebene Mitteilung auf, dass sich nun ein Experte der Sache annehme. Dann geschah nichts. Mehrere Versuche, über die telefonische Störstelle jemanden zu erreichen scheiterten. Am 25.6. kam Bewegung in die Sache: jemand hatte meine Störmeldung storniert ('auf eigenen Wunsch'). Eine neuerliche internet Störmeldung ruht im Netz. Am 26.6. gelang es, nach 25 minütiger Wartezeit mit Musik ein menschliches Wesen an die Strippe zu bekommen. Die Dame versprach, sofort die Techniker zu kontaktieren und bat mich, für weitere Minuten an der Leitung zu bleiben. Nach 5 Minuten meldete sie sich und teilte mit, sie könne niemanden erreichen, es sei wohl Mittagspause. 3 Stunden später rief mich eine Dame auf Handy an und fragte, ob die Störung noch bestehe. Auf meine Bejahen und Nachfragen, wann denn nun die Störung behoben werde, wusste sie nichts zu antworten.
Ich bin damit sei 11 Tagen ohne Telefon- und Internetanschluss. Ich brauche den Internetanschluss dringend für meine Arbeit, als Privatmann habe ich bereits jetzt eine Handy-Rechnung in ungeahnter Höhe. HELP!

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22. Juni 2007 14:06
Hoffentlich wird auch Freenet besprochen!  
Joachim Mense (JMense)

Denn dieses Pseudo-Unternehmen, welches maximal einer Briefkastenfirma gleichkommt, macht es auch nicht besser. Die Erfahrungen, die einige Kommentatoren zu 1&1 beschrieben, lassen sich auch 'eins zu eins' auf diese Grünehuhn-Klitsche übertragen. Mein DSL-Umzug, bei dem ich ja zunächst gerne Kunde bei Freenet bleiben wollte, wurde zum Klienten-Horrortripp. Es gab keine einzige Telefonnummer, bei der man nach einem extrem teuren weil langwierigem Tippen durch ein Menue, auf einen 'Berater' gestoßen wäre. Stattdessen der Hinweis, dass ich doch im Internet die FAQs anschauen könne (toll, wenn mir gerade der Internetzugang abhanden gekommen ist). Die FAQs ein einziger Müll an hohlen Phrasen. Außerdem keine Möglichkeit, eine E-Mail zu versenden. Und auf Faxe und Briefe hat niemand überhaupt nur mit einer Bestätigung reagiert. Das ging fast drei Monate so... Währenddessen wurde natürlich fleißig weiter abgebucht. Und die Vertragslaufzeit durch den Umzug automatisch verlängert. Ich möchte gar nicht daran denken, was dieser anonymisierte Halbseiden-Laden macht, wenn ich eines Tages kündige...

Dass es auch anders geht, zeigt mir mein 'kleiner' Kfz- Versicherer und viele Dienstleister, mit denen ich beruflich zu tun habe.

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21. Juni 2007 13:38
Kunde ist... ach egal!  
ex kunde (og187)

Wie in einem anderen Kommentar erwähnt, die Rechnungen und Mahnungen kommen immer pünktlich. Zwar nicht immer korrekt, aber niemals zu niedrig! Ein Schelm der Böses dabei denkt.

Die T-Com hatte bei mir mal Zahlungen für angebliche alte Forderungen verwendet. Als ich wissen wollte für welche Forderungen genau, sollte ich dafür 65 EUR/Stde. für den Mitarbeiter bezahlen. Erst der T-Com Anwalt am Ende der Inkassokette gab mir Recht.

Dafür hatte ich 3 Monate den Anschluß gesperrt. 1und1 dürfte ich natürlich dennoch zahlen. Leider war ich zu blöd um die T-Com zu verklagen.

Während dieser 3 Monate hatten mir Callcenter-Mitarbeiter vier mal versichert, der Anschluß würde "spätestens morgen" wieder freigeschaltet. War aber nichts. Wenn ich nochmal anrief konnte sich daran natürlich auch niemand erinnern, musste die Story jedesmal von vorn erzählen. Alle Unterlagen dann auch vier mal hingefaxt.

Einzige Antwort: die nächste Mahnung/Inkasso/Anwalt

Vielleicht sollte sich die Telekom mal umbenennen, meine Vorschläge:
T-Abzocke
T-Betr..
T-wir haben keine Zeit für Kunden weil wir uns noch das restliche Alphabet schützen lassen müssen, und Gelb und Cyan

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21. Juni 2007 10:58
Als Reaktion auf die Pest des 21. Jhds,  
M. Krcmar (absolvent2)

in solchen Fällen immer gleich die Wettbewerbszentrale informieren. Es gibt ein Gesetz gegen unlauteres Verhalten im Wettbewerb (Wettbewerb nicht durch Leistung und Preise, sondern durch Behinderung der Wettbewerber, Irreführung der Verbraucher etc.), das dem Verbraucher KEIN EIGENES Klagerecht einräumt! Es kann nur der behinderte Wettbewerber oder für den Kunden-die Wettbewerbszentrale als qualifizierter Verein- klagen.
Alle derartigen Vorkommnisse, die mit der Telekom zu tun haben, beschreibe ich detailliert in einer Email an die Wettbewerbszentrale.
Vergessen Sie die Bundesnetzagentur.
Diese ist für nichts zuständig laut eigener Angaben. Zwar ist ihre oberste Aufgabe die Gewährleistung eines fairen und rechtsbruchfreien Wettbewerbs im Telekommunikationsmarkt, aber in konkreten Fällen dann doch nicht. Auf meine Anfrage, wie das genau zu verstehen ist, bekomme ich leider keine Antwort mehr. Ich nehme an, dass die Mitarbeiter Berateraufträge der Telekom bekommen und von daher nicht neutral sind. Auch auf diese Anfrage bekomme ich keine Antwort...
Ich kann Ihnen die Korrespondenz gerne zukommen lassen.

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21. Juni 2007 10:27
Pest des 21. Jahrhunderts  
Anselm Baltzer (Baltzer1)

Seien Sie froh, dass sie nichts mit dem Chaosunternehmen Vodafone zu tun haben. Mit denen ist Kommunikation überhaupt nicht möglich. Dieses Unternehmen besteht nur aus Zauberlehrlingen. Verantwortlich für irgend etwas ist dort niemand, egal ob es sich um mündliche oder schriftliche Eingaben handelt, egal wie oft. Und an getroffene Vereinbarungen hält sich Vodafone nur, wenn es ihnen paßt. Portierung der Handynummer --daruf soll es ja wohl einen Rechtsanspruch geben. Davon hat man aber bei Vodafone noch nicht gehört. Dafür spezifisch eingezahlte Gelder werden enteignet und zweckentfremdet verwendet. Fragt sich nur, was die Aufsichtsbehörde macht??? Nichts im Sinne des Konsumenten.

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21. Juni 2007 10:03
...und so ganz nebenbei...  
Joachim Mense (JMense)

...erlaubt sich das magentafarbene Unternehmen mit ihren Bestandskunden auch noch, nennen wir es einmal, unsaubere Geschäftspraktiken. So erhielt ich, nachdem ich einen einfachen Umzugsauftrag an die Telekom gegeben hatte, ein als Dankesschreiben getarntes 'Upgrade' meiner Festnetzanschluss-Leistungen, die ich gar nicht wollte und die die monatlichen Fixkosten um etwa 25 Prozent erhöht hätten. Wer da nicht genau hinschaut und dadurch die Widerspruchsfrist versäumt, kann die Zeche dann bezahlen.

Aber, liebe Telekom-Chefs: So eine Art Drückerkolonnen-Gehabe wird vom Kunden nicht vergessen und nicht verziehen. Irgendwann ist auch der DSL-Boom genauso vorbei wie der Festnetzanschluss- und Mobilfunk-Markt gesättigt ist. Und dann wird wieder um Bestandskunden gebuhlt und wer nicht heute schon mit erstklassigem Service und fairen Umgang gepunktet hat, der wird in Zukunft keine Marktchancen haben. Das sollte man sich in Bonn ganz schnell auf die Agenda schreiben.

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20. Juni 2007 23:54
arme Telecom  
KLAUS Krueger (sopher)

Wer telefoniert denn heute noch mit ISDN? Is doch Steinzeit, mehr Ärger als Nutzen besonders nach dem Gewitter. Für viele Nutzer nur eine aufgesnackte Geldbeschaffungsmasche der "Post".
Bei Analoganschluß plus DSL funktioniert, wenn DSL spinnt, meistens noch analog telefonieren mit 70Volt- DC und 20 mA Stromschnittstelle. Wie zu seligem Herrn Reis oder Edisons Zeiten. Kann man das Kabel sogar selber auf Unterbrechung prüfen. Wenn nicht, ists eindeutig die Telecom und nicht irgend ein Provider und die Verbindung ist bei eingestecktem Telefon ganz einfach vom T-Service zu prüfen, wenn nichts geht, hat der Bagger das Kabel erwischt oder der Meßtechniker ist ... .
Ich wollte sagen - überqualifiziert. Und DSL geht fast immer, es sei, die Telecom merkt, bei einer Neu-DSL-Aktivierung erst nach 3 Wochen, daß jemand vergessen hat in dem T-Kasten vor der Haustür die Frequenzbegrenzung aus Urtagen rauszukneifen. aber - Nowbody is perfekt.

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20. Juni 2007 20:56
und leider nicht immer eine Alternative!  
Battista Fuoripista (fuoripista)

Kann dem Autor nur zustimmen, seit Samstag bei uns tot, niemand zu erreichen unter der 2000 und im Internet gehen die 24 Stunden rum, ohne das jemand mal Kontakt aufgenommen hätte. Hauptsache den Eintrag upgedatet.

Was mich so frustriert ist, dass es nicht wirklich eine Alternative gibt. Da wir im Bergorf unter der gleichen Vorwahl wie der Autor des Artikels wohnen, ist es für alternative Carrier bisher nicht lukrativ gewesen, dort eine eigene Leitung hinzulegen. Also, bei wem immer man DSL abschließt, es ist immer nur ein Resale der T-Leitung. Und die Probleme werden nicht weniger, weil dann der private Provider sagt: "Sorry, hängt bei der T-Com..." Was ja dann auch meistens stimmt!
Und extra wg. DSL einen Kabelanschluss, wenn man doch die Satellitenschüssel aufs Dach gesetzt hat...

Bleibt nichts als Drohbriefe an Obermann, leider...

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20. Juni 2007 20:56
und leider nicht immer eine Alternative!  
Battista Fuoripista (fuoripista)

Kann dem Autor nur zustimmen, seit Samstag bei uns tot, niemand zu erreichen unter der 2000 und im Internet gehen die 24 Stunden rum, ohne das jemand mal Kontakt aufgenommen hätte. Hauptsache den Eintrag upgedatet.

Was mich so frustriert ist, dass es nicht wirklich eine Alternative gibt. Da wir im Bergorf unter der gleichen Vorwahl wie der Autor des Artikels wohnen, ist es für alternative Carrier bisher nicht lukrativ gewesen, dort eine eigene Leitung hinzulegen. Also, bei wem immer man DSL abschließt, es ist immer nur ein Resale der T-Leitung. Und die Probleme werden nicht weniger, weil dann der private Provider sagt: "Sorry, hängt bei der T-Com..." Was ja dann auch meistens stimmt!
Und extra wg. DSL einen Kabelanschluss, wenn man doch die Satellitenschüssel aufs Dach gesetzt hat...

Bleibt nichts als Drohbriefe an Obermann, leider...

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20. Juni 2007 17:22
Telekom  
Thomas Otto (mtkpele)

Ich kann die Erfahrungen mit der Hotline und der Störungsmeldung online nur bestätigen.
Wir sind bis heute 10 Tage ohne Telefon. Ich habe deshalb vorgestern ein Fax an Herrn Obermann geschrieben.
Die Nummer bot mir die Dame bei der Telefonzentrale der Telekom in Bonn freiwillig an. Heute erhielten wir ein Schreiben der Geschäftsleitung in der um wenige Tage Geduld gebeten wird. Immerhin eine Antwort. Aber ob
die Telekom Mitarbeiter das halten werden, was Ihr Chef verspricht bleibt abzuwarten.

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20. Juni 2007 15:13
hat sich was...  
M. Krcmar (absolvent2)

.. mit "Universaldienstleister", der sicherstellt, dass jeder in diesem Land einen funktionierenden Anschluss erhält.

Der Telekom gehört die letzte Meile endgültig abgenommen.

Sie benutzt diese gezielt für systematische Rechtsbrüche in Form von Boykott der Mitbewerber (§3 i.V.m. §4 Nr. 10 UWG) - und somit zum Schaden aller Bürger, die ihr Recht, ihren Telefonanbieter frei und ohne Druckausübung wahrnehmen wollten und dann monatelang gar keinen Anschluss erhalten. Oft wird aus dem Boykott ein Ausspannen der Kunden - wenn der Kunde auf den Anschluss dringend angewiesen ist und zähneknirrschend den alten Antrag widerruft und wohl oder übel die Telekom nimmt!

Mit dem angeblich ach so schlechten Service der blöden Wettbewerber rechtfertigt man keinen systematischen und vorsätzlichen Rechtsbruch.

Das geht nur, wenn man zusätzlich per Nebengehälter und Beratungshonorare Politiker und Angestellte der Bundesnetzagentur auf seine Seite zieht. Denn die letztere hätte darauf zu achten (auf meine Anfrage hin auch bestätigt), dass der faire Wettbewerb - d.h. frei von Rechtsbrüchen - gewährleistet wird und dass die Telekom ihren Verpflichtungen als Universaldienstleister gerecht wird!

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20. Juni 2007 14:43
10 Wochen ohne  
Jürgen Meyer (juergenmeyer)

Seitdem der Neuanschluß installiert wurde, hat er noch nicht korrekt gearbeitet. Die Installationsdefizite gehen jetzt in die 10. Woche. Neuerdings erfolgt die Ansage des Bandes auch nicht mehr korrekt, die aufgesprochenen Hinweise sind weg seit auf die Telefonanlage von extern zugegriffen wurde. Wer? Wann? Warum?

Jedenfalls ergeht es einer evangelischen kirchengemeinde nicht besser als einem Landarzt.

Ich will nicht erwähnen, was dann doch funktioniert. U.a. sind die Rechnungen schon eingetroffen!

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20. Juni 2007 13:47
Amüsant  
günter ganivet (F451)

Immer wieder amüsant, die diversen Erfahrungsberichte mit Telefon/DSL-Anbietern in dieser Zeitung zu lesen.
Ich danke jeden Morgen dem Herrn, dass er mir vor ca. 2 Jahren den Weg zu iesy(hess.Kabelnetzbetreiber) gewiesen hat.Außer einem ca. 10-stündigen Totalausfall in diesen 2 Jahren, der auf eine Kollision mit DVB-T zurückgeführt wurde, läuft mein DSL wie ein Präzisionsuhrwerk. Meine VoIP-Verbindung ist über sipgate geschaltet, nach marginalen Startschwierigkeiten mittlerweiler auch problemlos.
Ich hatte bereits einen TV-Kabelanschluss, sodass die Installation des DSL-Anschlusses durch 2 Monteure vor Ort nach 1/2 Stunde abgeschlossen war.
Eine Servicenummer habe ich noch nie in Anspruch nehmen müssen.

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20. Juni 2007 12:02
Gleicher Kummer  
Jörg Friedrich (friedjoerg)

Eine ähnliche Geschichte erlebe ich zur Zeit mit meinem privaten DSL-Anschluss, der seit einem Gewiter am Samstag gestört ist. Eine Behebung wurde mir für Freitag in Aussicht gestellt.

Besonders schön gestern die Telefonhotline: Nach einer halben Stunde Wartemusik eine unfreundliche Automatenstimme: "Streikbedingt kommt es gegenwärtig zu Verzögerungen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis." Dann war die "Verbindung" zu ende.

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