Freisprechanlage

Statt Knopf im Ohr nun High-Tech

Von Michael Spehr

Mehr als nur ein Freisprecher: Sony Ericsson HBH-DS 970

Mehr als nur ein Freisprecher: Sony Ericsson HBH-DS 970

19. Juli 2006 Früher war die Freisprechanlage fürs Handy simpel: Ein Knopf ins Ohr und das Kabel mit Mikro schnell ans Handy gesteckt. Heute ist alles komplizierter. Man will unterwegs schnurlos plaudern, also kommt Bluetooth zum Einsatz. Handy und Freisprecher werden einmalig „gekoppelt“, auf daß sie immer wieder zueinander finden. Nun wird das Ganze noch einen Tick komplizierter. Das moderne Mobiltelefon ist gleichzeitig ein MP3-Spieler. Das Headset braucht für die Musikwiedergabe eine deutlich bessere Akustik und hat ein paar Bedientasten für Titelsprung, Lautstärke und anderes. Idealerweise beherrscht es das neue Bluetooth-Profil A2DP (Advanced Audio Distribution Profile) für die Stereoübertragung. Und dann gibt es Multipoint: das Headset ist zwar mit dem Telefon gekoppelt, empfängt die Musik aber von einem anderen Bluetooth-Apparat, etwa vom PC oder einem eigenen Taschenspieler. Wir haben uns einen solchen Tausendsassa angesehen, das HBH-DS 970 von Sony Ericsson für 120 Euro. Der Apparat im Format eines Feuerzeugs hat eine Trageschlaufe und sehr gut sitzende Im-Ohr-Hörer. Links im Kabel ist das Mikro untergebracht, rechts die Anruftaste. Der fest eingebaute Akku nutzt entweder das mitgelieferte Ladegerät oder einen Handy-Lader neuerer Sony-Ericsson-Modelle. Ein kleines Monochromdisplay zeigt den aktuellen Status, und die Bedienung ist einfach. Nach dem Koppeln läßt sich die Musik flink vom Handy zum Headset übergeben, und was man dann auf die Ohren bekommt, ist in bester iPod-Qualität, zumindest mit dem K800i von Sony Ericsson. Ein ebenfalls hinzugezogenes Nokia klang nicht so toll. Die Reichweite liegt bei 5 bis 7 Meter, dann verschlechtert sich der Klang. Schade, daß im Headset-Display nicht der Name des aktuellen Titels angezeigt wird. Bei eingehenden Anrufen wird die Musik ausgeblendet, und man sieht hier die Rufnummer oder den Namen des Anrufers (wenn er im Handy-Telefonbuch gespeichert ist). Auch als Freisprechanlage macht das Headset eine sehr gute Figur. Was will man also mehr? Im Auto oder unterwegs ist man auf diese Weise bestens unterhalten, und abends im Hotel kann sich der Geschäftsreisende auf dem Sofa räkeln und seine Musik von der Festplatte des Notebooks hören.

Text: F.A.Z
Bildmaterial: Hersteller

© Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2009.
Alle Rechte vorbehalten.
Vervielfältigungs- und Nutzungsrechte erwerben
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche