15. März 2006 Sony hat die Markteinführung der Spielkonsole Playstation 3 auf November verschoben. Begründet wurde dies mit Verzögerung bei den Blu-ray-Discs, einem der Nachfolger der DVD. Nach der bisherigen Planung hätte die Playstation 3 im Frühjahr erscheinen sollen. Sony gerät in seinem Playstation-Geschäft weiter unter Druck und könnte Marktanteile an seinen ärgsten Rivalen Microsoft verlieren.
Die Entwicklung der Kopierschutztechnologie habe sich verzögert, nachdem die Hersteller von Unterhaltungselektronik und die Filmindustrie keine Details für den Kopierschutz ausgearbeitet hätten, heißt es in einem Bericht der Zeitung Nihon Keizei. Bekanntgegeben wurde die Entscheidung in Tokio von Ken Kutaragi, dem Leiter der Videospielabteilung des Konzerns, in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz, nachdem japanische Medien über die Verschiebung berichtet hatten. Die Aktien des Börsenschwergewichts Sony gaben 1,8 Prozent nach auf 5470 Yen (siehe die Aktienanalyse: Turn-Around-Spekulationen bei Sony).
Die Finanzagentur Merrill Lynch hatte zuvor eine Verspätung von bis zu einem Jahr prognostiziert. Nach Einschätzung der Analysten hat Sony ernsthafte Probleme mit der Produktion der Video-Chips, der Überhitzung des Geräts und rechtzeitig zum anvisierten Start noch nicht genügend Spiele-Titel parat. Anders als Microsoft will Sony auch neueste Technologien einsetzen. So soll die Playstation nicht nur mit einem Blu-ray-Laufwerk ausgestattet sein, sondern auch mit dem neuen Mehrkerne-Prozessor Cell von IBM.
Microsoft profitiert
Sony konkurriert auf dem Markt für Spielekonsolen vor allem mit der im November eingeführten Xbox 360 von Microsoft und mit Nintendo, dessen neue Revolution-Konsole im Laufe des Jahres erscheinen soll. Alle drei Geräte werden zu einer neuen Generation von Konsolen gezählt und sollen deutlich leistungsfähiger als ihre Vorgängermodelle sein. Jede Verzögerung wird uns als erstem auf dem Markt einen großen Vorteil bringen, betonte Anres Vejarano, Asien-Manager bei Microsoft. Am kommenden Donnerstag will das zur Nummer zwei im Konsolen-Markt aufgestiegene Unternehmen die Xbox 360 nun auch in Hongkong, Singapur und Taiwan einführen. In Japan, dem Heimatmarkt des Marktführers, steht das High-Tech-Spielzeug wie in Europa und den Vereinigten Staaten seit Anfang Dezember in den Regalen. Allein bis Ende 2005 hatte das Unternehmen 1,5 Millionen Xbox 360 verkauft.
Derzeit hat Sony bei Spielekonsolen einen globalen Marktanteil von 70 Prozent. Analysten rechnen allerdings damit, daß der Konzern rund 20 Prozentpunkte an Microsoft verlieren könnte, der sich gerade mit einer aggressiven Strategie auf dem Markt zu behaupten versucht.
Nach der Niederlage in einem Patentstreit vergangene Woche droht Sony noch weiterer Ärger. Ein amerikanischer Bundesrichter hatte Sonys Einspruch gegen die von der Firma Immersion seit 2002 erhobenen Forderungen abgewiesen. Immersion hält nach eigenen Angaben Patente auf Technologien, die sowohl Sony als auch Microsoft in ihren Controller genannten Steuerungsgeräten für die Spieler verwenden. Während Microsoft sich außergerichtlich mit Immersion geeinigt hatte, weigerte sich Sony, die Lizenzforderungen für die so genannten Dual Shock Controller anzuerkennen. Dem Wall Street Journal zufolge drohen dem japanischen Elektronikkonzern nun Zahlungen in Höhe von weit über 90 Millionen Dollar.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: picture-alliance/ dpa/dpaweb
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| ThyssenKrupp | +1,23% |
| Flops | in % | |
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| Volkswagen | −1,85% | |
| Commerzbank | −2,58% |
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