Die Autorin des ersten deutschsprachigen Twitter-Buchs: Nicole Simon

Interview mit Nicole Simon

„Twitter ist ein Schlaraffenland“

'Das sind doch nur Belanglosigkeiten' ist ein beliebter Spruch von Twitter-Kritikern. Wer so über den Mikrobloggingdienst urteilt, habe allerdings nie genau hingeschaut, sagt Nicole Simon. Die Autorin des ersten deutschsprachigen Twitter-Buchs im Interview.

Lesermeinungen zum Beitrag

30. Juni 2009 08:17

Mehrwert gegenüber IRC?

Sven Templin (hn-squirrel)

Ich erkenne keinen. OK, IRC ist grundsätzlich werbefrei, wenn man den richtigen Client verwendet - und diese gibt es für viele Betriebssysteme und unterschiedliche Hardware, also Mobiltelefon, Netbook, PC usw.
Und IRC sollte Frau Simon kennen, wenn Sie schon mit BTX begonnen hat.

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29. Juni 2009 23:01

Mal erhrlich...

Emmanuel Declerq (Declerq)

... Zukunft hin oder her, ich habe selten so ein belangloses Quatsch in einem Interview gelesen. Frau simon passt ja hervorragend zu ihrem Twitter-Gedöns. Mag sie darin, ihre intellektuelle Erlösung finden. Einige sind halt anspruchslos und sind trotzdem ewig auf der Suche.

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29. Juni 2009 17:35

... und wieder keinen Mehrwert für die Gesellschaft geschaffen...

Quell Wasser (quellwasser)

alles reine Zeitverschwendung für die Leute die nichts zu tun haben und mit unwichtigem Scheiss Ihr Geld verdienen bzw. verdienen wollen. Wirklich notwendig ist das doch nicht, da setzt sich einer hin und sagt, wir brauchen eine Internetstrategie und unsere Vernetzung, Kommunikationswege etc. müssen wir auch beachten, und alle anderen sagen natürlich das brauchen wir, sie wollen ja nicht als die doofen dastehen. "Des Kaiser neue Kleider" sind ein guter Vergleich dafür. Es sollte mal wirklich der Nutzen des ganzen Schwachsinns von diesen ganzen unsinnigen Kommunikationszeug betrachtet werden und der dort investierte Zeitaufwand und vorallem die Energiekosten die dabei anfallen, dem gegenüber gestellt werden, wobei für mich das Ergebnis schon feststeht, außer Spesen nichts gewesen. Aber gerade weil unsere Gesellschaft auf alles neue steht und die sofortige Umsetzung will und es zu viele Tätigkeiten gibt die keine Wertschöpfung beinhalten befinden wir uns an dem Punkt wo wir sind, kruz vor dem ABgrund.

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29. Juni 2009 15:57

bitte bitte

Jürgen Kühner (J-M-K)

erklären Sie mir den tieferen Sinn von Twitter, den der über blossen Absondern von Nichtigkeiten hinausgeht.
Der gern gezogene Vergleich zu Blogs hinkt ja nun ein wenig, da in Blogs natürlich mehrheitlich auch viel Unsinn und Banales gepostet wird, nur existieren dort eben viele interessante und lesenswerte Blogs. Diese sind eben auch nicht auf 140 Zeichen beschränkt und genau das macht Twitter so eingeschränkt in der Funktion.
Schaue ich mir gerade die deutschen Vorzeigetwitterer im politischen Feld an, wird mir ganz anders. Das heiße Luft zu nennen, wäre eine glatte Untertreibung Das fatale ist ja, dass die Herren und Damen MdB/MdL ihre Tweets ja als politisches und inhaltliches Werkzeug verstehen. Dieses ist wiederum bezeichnend für die Oberflächlichkeit der politischen Klasse.

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29. Juni 2009 13:30

"second life" lässt grüßen...

thomas ackermann (chefmixer)

Gutes Totschlagsargument - sinngemäß: "Wer kritisiert ist doof". Tatsächlich dürfte Twitter aber zumindest die Gefahr von "second life" drohen. Auch zu diesem "Service" gab es Bücher, Artikel und sonstige öffentliche Anteilnahme. Geblieben ist wenig.

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29. Juni 2009 13:08

Jaja, man kennt es...

marius meyer (mm_hh)

Das Problem der letzten Medieninnovationen sind die extrem geringen Halbwertszeiten. Medieninnovationen ereignen sich immer schneller - dies nennt man das Gesetz der Akzeleration. Jedoch geht damit in den letzten Jahren einher, dass viele der hochgelobten, in den Himmel geschriehenen Technologien bei weitem nicht das erreicht haben was ihnen in prognostischer Weise zugeschrieben wurde.
So wird dies auch mit Twitter sein. Vielleicht ist es tatsächlich ein Schritt zum McLuhann'schen globalen Dorf, vielleicht ist es aber auch nur eine Modeerscheinung, die nicht lange von Bestand sein wird. Ich tendiere eher zu letzterem. Nicht weil ich Twitter nicht kennen würde oder eine Abneigung gegen die Microblogging-Idee hätte. Nein, sondern einfach aus dem Grund, dass bei gelassener Analyse schnell klar wird, dass es vornämlich ein Hype ist. Traditionelle Medien haben - berechtigt oder unberechtigt - Existenzängste und sehen sich einem Zwang ausgeliefert euphorisch über das neue Medium berichten zu müssen. Diesen Mechanismus nennt man Hype. Twitter wird in sich nicht dauerhaft etablieren können. Die Internetgemeinde wird in Kürze ein neuen Gimmik zu schätzen lernen und weiterziehen...

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29. Juni 2009 10:53

Der krampfhafte Versuch, Twitter zu professionalisieren

Christoph Anschütz (Anschuetz)

wenn schon nicht das Tool selbst, dann wenigstens die Entlohnung für das Bedienungsheftchen. Aber gegen Geld verdienen spricht ja nichts, auch wenn es besser wäre, fände das mal wieder in der Mehrwertschaffung statt, anstatt im schnell verpuffenden und wenig nachhaltigen Dienstleistungsbereich.

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