Eine Definition kann keine Theorie sein. Eine Theorie kann nicht aus Definitionen bestehen. Weshalb wird trotzdem so oft das eine für das andere verkauft? Vielleicht, weil es sich besser verkaufen lässt. Ein Verlag kann sicher sein, dass er ein Werk mit dem Titel "Theorie des internationalen Wirtschaftsrechts" in vielen rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Bibliotheken plazieren kann.
Endlich wissen wir, dass Martin Luther ein Frauenrechtler war, dass Organhandel nicht so schlimm ist und dass viele Währungen sinnvoller sind als eine Einheitswährung. Wer Ökonomie für eine langweilige Wissenschaft hält, die nur mit trockenen Zahlen und Kurven umgeht und mit dem wahren Leben nichts zu tun hat, wird eines Besseren belehrt.
Auf dem Markt der Literatur über ökologische Nachhaltigkeit tummeln sich allerlei windige Gestalten. Das ist bedauerlich, denn es gäbe viel darüber zu sagen, was auf eine Gesellschaft zukommt, die gleichzeitig mit der wachsenden Ressourcenknappheit, ihrer eigenen Alterung und der steigenden Staatsverschuldung konfrontiert wird.
Der Titel führt ein wenig in die Irre: Nicht bloß einzelne Advokaten stellt Felix Busse in seinem Buch vor. Vielmehr geht es um die gesamte Anwaltschaft hierzulande und deren Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg. Busse hat eine Kombination aus Geschichtsbuch und Gegenwartskunde geschrieben. Das Werk ist faktengesättigt, die Fülle an Details schier unerschöpflich.
Die Europäische Kommission verfolgt in der Wettbewerbspolitik seit mehreren Jahren einen sogenannten "More Economic Approach". Konzeptionell bedeutet das ein Abstellen auf Marktergebnisse. Zunehmend werden auch quantitative Analysen durchgeführt; im Ergebnis wird die Tiefe der Einzelfallanalyse erhöht.
Man muss sich schon ziemlich anstrengen, um an der Debatte um die Bedeutung des Staates in der Wirtschaft vorbeizukommen: Staatsverschuldung, Steuern, Finanzausgleich - diese Themen werden zu einer Schicksalsfrage für die Weltwirtschaft, die Bundesrepublik und uns Bürger. Insofern ist man gut beraten, als ...
Armes Bologna. Wer heute den Namen dieser lebensfrohen Stadt hört, denkt kaum noch an Tortellini oder Mortadella, sondern reflexhaft an eine verunglückte Hochschulreform. Arme Studenten muss man gleich hinzufügen, denn auf sie rollt nun eine Lawine neuer Lehrbücher zu, die ihnen "verdichtete Einführungen" bieten, ...
Seine Schwarzweißaufnahmen aus den Zeiten der Großen Depression machten den Fotografen Walker Evans (1903 bis 1975) nachhaltig berühmt. In den Jahren 1935 bis 1938 dokumentierte der aus St. Louis stammende Amerikaner im Auftrag der regierungsamtlichen Farm Security Administration die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Landarbeiter in den Südstaaten.
Die zweite Weltwirtschaftskrise der Moderne ist in allen fünf zu besprechenden Büchern ein zentrales Thema: Sie wird zum einen als Versagen des Kapitalismus und zum anderen als die Folge der Missachtung zentraler Ordnungsregeln der Marktwirtschaft angesehen.
Für Heiner Geißler ist die Weltwirtschaftskrise ...
Die Jagd auf Steuersünder ist eröffnet: Mehrere Datenhändler haben dem deutschen Fiskus Bankdaten zum Kauf angeboten. Die Bundesregierung will das mutmaßliche Beweismaterial aus der Schweiz kaufen, und die Öffentlichkeit diskutiert hitzig, ob der Staat sich damit zum Hehler macht. Da trifft es sich gut, dass soeben drei Bücher zu diesem Thema erschienen sind.
Vor einem Vierteljahrhundert sorgte der niederländische Ökonom Arjo Klamer für einen Paukenschlag. Er veröffentlichte "Conversations with Economists", einen Band mit Interviews führender Makroökonomen. Für jeden, der sich mit den erbitterten makroökonomischen Debatten der frühen achtziger Jahre beschäftigte, war dieses Buch eine Offenbarung.
Mittlerweile hat es sich in Hollywood etabliert, auf einen Kassenerfolg einen zweiten Teil, ein "Sequel", folgen zu lassen - wenn ein Film erfolgreich war, warum ihn nicht ein zweites Mal ausschlachten? Und was Hollywood recht ist, ist einem der derzeit wohl glamourösesten Ökonomen nur billig.
Also ...
Der entscheidende Vorzug des Haftungsprinzips besteht darin, dass die Justiz nicht immer eingeschaltet werden muss, um Anreize zur Fehlervermeidung zu setzen. Der Eigentümer-Unternehmer haftet nicht nur wie ein Manager für die Folgen von Rechtsverstößen, sondern auch für die Folgen von Fehlkalkulationen, die ...
Dass Abgesänge auf Markt und Liberalismus Konjunktur haben, schafft eine Marktnische für deren Verteidiger, und aus dieser Literatur ragen eine amerikanische und eine deutsche Neuerscheinung deutlich hervor. Tom G. Palmer (Atlas Foundation, Washington) legt eine Sammlung von Aufsätzen vor, in denen ...
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