Sein Lehrbuch "Principles of Political Economy" (1848) war lange ein Standardwerk der Wirtschaftswissenschaften, der Essay "On Liberty" (1859) brachte ihm den Ruf eines der größten Philosophen seiner Zeit ein. Marx, der die bürgerlich-kapitalistischen "Vulgärökonomen" sonst derb beschimpfte, zollte Mill sogar gewissen Respekt.
Wenn es um die Ärmsten der Armen geht, ist Paul Collier ein gerngesehener Gesprächspartner. Seit über 30 Jahren widmet er sich den Problemen der Entwicklungsländer. Er stand der Forschungsabteilung der Weltbank vor, hatte eine Professur in Harvard und ist heute Direktor des "Centre for the Study of African Economies" an der Universität Oxford.
In der Öffentlichkeit sind die Namen verblasst: Balsam, Metallgesellschaft, Enron, Flowtex, Comroad, Worldcom, Parmalat. Um die Jahrtausendwende standen sie für Unternehmen, die in Bilanzskandale verwickelt oder in existenzgefährdende Schieflagen geraten waren. Wirtschaftsprüfer zucken heute noch bei Nennung dieser Namen zusammen.
Pünktlich zum Beschluss der großen Koalition über die Teilprivatisierung der Deutschen Bahn AG ist ein Buch erschienen, das den zuweilen steinigen Weg des Unternehmens und seines Vorstandsvorsitzenden bis zu diesem Ereignis nachzeichnet: "Mehdorn, die Bahn und die Börse". Der Autor Markus Wacket, Journalist ...
Gibt es nur die Wahl zwischen Hysterie und Ignoranz? Kann man nur wählen zwischen Untergangspropheten oder jenen Klima-Skeptikern, die die Erderwärmung entweder für unproblematisch halten oder den menschlichen Einfluss bestreiten? In der Klimapolitik ist es sehr schwer, einen Mittelweg zu finden, weil man so viele schrille Töne hört.
In den Naturwissenschaften ist scheinbar alles ganz einfach. Man probiert und probiert, beobachtet sorgfältig und versucht dann daraus bestimmte Regeln abzuleiten. Der Unternehmensführung, die sich gerne das Mäntelchen des Wissenschaftlichen umhängen lässt, bleibt diese Methode in aller Regel verschlossen.
"Asset Management" befasst sich in einem Industrie- oder Handelsunternehmen mit der gezielten Optimierung des Geschäftsvermögens und der Geschäftsverbindlichkeiten. Damit sollen ganz im Sinne einer auf Wertsteigerung ausgerichteten Unternehmensführung das gebundene Kapital minimiert und die Kapitalkosten gesenkt werden.
Kaiser Zhengtong ist eine tragische Figur der Weltgeschichte. Er wollte das Beste für sein Volk und trieb es doch in eine fast 500 Jahre andauernde Stagnation. Verteidigen kann sich der chinesische Herrscher nicht mehr, doch die Statistiken von Angus Maddison sind entlarvend. Der emeritierte Professor ...
Der 60. Jahrestag der Gründung der Bundesrepublik wirft seine Schatten voraus. Jörg Lichter, Christian Neßhöver und Katharina Slodczyk haben darauf reagiert und Beiträge für eine Serie im "Handelsblatt" als Buch zusammengefasst. Die Autoren bieten keine wissenschaftliche Wirtschaftsgeschichte, sondern vielmehr ein Panorama der Entwicklung in den vergangenen sechs Jahrzehnten.
gb. FRANKFURT, 15. April. Enthüllungen aus dem Innenleben des Eurotower gibt es nicht. Otmar Issing, der langjährige Chefvolkswirt der Deutschen Bundesbank und der Europäischen Zentralbank (EZB), ist ein zu seriöser Mann, um das Schweigegelübde ehemaliger Mitglieder des Zentralbankrats zu brechen.
Wie wird man in den Wirtschaftswissenschaften ein Star? Wie lebt es sich dort oben, in der dünnen Luft des Elfenbeinturms? Wie entstehen Ideen, Ansätze, Methoden, Forschungsrichtungen? Was sind die Antriebskräfte? Am besten fragt man die Wissenschaftler selbst und lässt sie so zugleich ein wenig ...
Selten wurde ein Gesetzeskommentar so dringend gebraucht wie dieser - und verpasste trotzdem so knapp den günstigsten Erscheinungstermin. Seit Tagen beharken sich nämlich in dem spektakulären Telekom-Prozess vor dem Oberlandesgericht Frankfurt die Anwälte der mehr als 16 000 Kläger und des Konzerns.
Wie entstehen Börsenbooms oder -kräche? Wie verbreiten sich Gerüchte, Modetrends, wie entstehen Hysterien? Die herkömmliche Ökonomie hat ihre liebe Not mit solchen Massenphänomenen - selbst wenn man das Verhalten eines einzelnen Menschen korrekt erfasst und analysiert, so ändert sich doch alles, wenn viele Menschen mit verschiedenen Interessen, Neigungen und Strategien aufeinandertreffen.
Das Verhältnis zwischen Spitzenmanagern sowie Politik und Öffentlichkeit war hierzulande noch nie einfach. In jüngster Zeit ist es jedoch in eine gefährliche Schieflage geraten. Pauschale Managerschelte durch führende Politiker und durch Teile der Medien ist "in". Dabei wissen diejenigen, die Spitzenmanager ...