Karl Lauterbachs Thesen

Eine Selbstdemontage

Nur wenige Bücher werden schon vor ihrem Erscheinen intensiv diskutiert. Dem Buch des Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach über den "Zweiklassenstaat" wurde dieses Privileg soeben zuteil. Mithin wollte scheinen, als sei Lauterbach gelungen, Mängel unseres Sozialstaates wissenschaftlich fundiert darzulegen, sie detailliert zu kritisieren und substantielle Alternativen aufzuzeigen.

Lesermeinungen zum Beitrag

03. Juli 2007 22:44

Krank

Chris Deister (Unke)

Liebe FAZ, nichts gegen Meinungsvielfalt, auch innerhalb einer einzigen Zeitung. Die Rezension zum gleichen Buch, „Eine Selbstdemontage“, in Ihrer Zeitung trifft’s aber weit besser. Wenn es stimmt, was dort über das Buch geschrieben steht, handelt es sich bei K. Lauterbach um jemanden, der selber der Hilfe des Systems bedarf, dessen „Experte“ er angeblich ist.
Dann aber widersprechen die moderaten (und, sorry, etwas konfusen) Einlassungen von Herrn Müller-Jung dem vorgenannten Beitrag.
Also was nun?! Nur weil K.L. und Konsorten fortwährend das Gleiche behaupten werden ihre Behauptungen keinen Deut wahrer. Hier wird eine wahres Trommelfeuer der Propaganda abgebrannt (Viktor Klemperer’s LTI lässt grüßen), im Falle K.L. dazu in einer Art und Weise, die in ihrer Verbohrtheit zwingend auf einen klinischen Gemütszustand schließen lässt.
Was die FAZ einmal erhellen könnte: was ist das für eine Partei, die so etwas zulässt? Und dabei wird es der SPD nicht einmal etwas nützen, denn der „Interessent“ solchen Auswurfs wählt im Zweifelsfall gleich lieber das Original, nämlich SEDPDSWASG.

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28. Juni 2007 22:51

Lauterbach und seine Thesen

Heinz-Werner Raderschatt (HEWERA)

Es bleibt zu hoffen,wenn auch nicht zu erwarten,dass dieses Buch dazu beitragen wird,diesen widersprüchlichen Abgeordneten als das zu entlarven,was er wohl ist,ein sozialpolitischer Unterhaltungskünstler,der seine vornehmlich seine linkssozialistischen Einsichten gern der gesamten Bevölkerung der Republik verordnen möchte.
Tröstlich zu erkennen,dass diese Spezies eines Abgeordneten selbst von eigenen Fraktionsmitgliedern mehr und mehr mit Skepsis betrachtet wird.
Wenn auch die öffentlich-rechtlichen Medien einem eloquenten Vielkommentierer die Mikrofone nicht bevorzugt anbieten,würde die Qulität von Nachrichten sachlicher wahrgenommen werden.

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28. Juni 2007 16:18

Realsatire

Bernhard Sporkmann (bsfaz)

Die Wählerschaft der Linken wird das sicher anders auffassen und sich das Buch gegenseitig zu Weihnachten oder zur Jugendweihe schenken. Es bleibt zu hoffen, daß solch schlichte Welterklärungsversuche nur in diesem Kreis Anklang finden.

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28. Juni 2007 15:58

Wiedereinmal einer,der ein typisch Linker ist !

Markus Teuber (arathorn)

Großartig über die angeblich Ungerechtigkeit des (deutschen) Sozialstaates resümieren,daran mittels Buchtantiemen Geld verdienen und gleichtzeitig auch im Aufsichtsrat der Rhoen-Klinikum-AG sitzen !
Bravo vor soviel "Schneid" !

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28. Juni 2007 15:15

Einspruch

Jean Harlsson (Jean_Harlsson)

Die Behauptung Lauterbach sein ein Kenner des deutschen Gesundheitssystems, oder haette gar irgendeine messbare Kenntnis oekonomischer Sachverhalte war schon vor Erscheinen dieses Buchers wiederlegt.

Damit ist er zwar in guter Gesellschaft unter den d. Politikern, dass er jedoch seine vermeintlichen Kenntnisse in Gesundheitsoekonomie anfuehrt macht sein sinnloses Geseiere jedoch noch unertraeglicher als das seiner Kollegen.

Die Idee, jegliche wirtschaftliche Interaktion durch Gesetze zu regeln ist mit den Erkenntnissen der Wirtschaftswissenschaften nicht vereinbar, aus dem einfachen Grund, dass jeder Buerger ueber seine Verhaeltnisse und Praeferenzen besser informiert ist als unsere Politiker.

Dabei ist in allen angesprochenen Bereichen die Loesung recht klar: Weniger Intervention und mehr Eigenentscheidung. Denn z.B. im Bildungssystem kann es kaum ueberraschen, wenn Kinder aus bildungsfernen Schichten nicht die Investition in lange Schulzeit und Studium auf sich nehmen, wenn Karlchen ihnen den moeglichen Mehrverdienst gleich wieder wegbesteuert und sie zusaetzlich als gemeine Besserverdienende darstellt.

Aber in D. scheint die Idee solch positiver Anreize (statt negativer staatlicher Sanktionen) nicht mehrheitsfaehig.

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28. Juni 2007 15:06

Selbstdemontage.......

wolf haupricht (emilgilels)

Ein ausgezeichneter Beitrag, der einem das Lesenmüssen von Lauterbachs Thesen erspart.
L. wäre sicherlich besser bei en Linken aufgehoben und würde mit Lafontaine u.a. zum Wohlstand in DE beitragen.
Überdies habe ich den Eindruck, dass L. in der SPD ziemlich isoliert ist und ein Parteiwechsel sich aus dieser Sicht auch anböte.

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28. Juni 2007 14:22

selbstloser Profiteur

gus holler (gus.holler)

Wollen wir zumindest hoffen, dass Lauterbach die - bescheidenen - Tantiemen aus diesem Machwerk ungeschmälert den Armen und Zukurzgekommenen zur Verfügung stellt. Allfällige Steuerlasten wird dieser Ober-altruist wohl aus seinem steuerfreien Abgeordnetengehalt begleichen.

Oder versucht da einer auf der Welle des Oberzampanos von der Saar zu reiten: Wasser predigen, Wein saufen?

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