Abschied aus Peking: der deutsche Behindertensport bringt einige Sorgen aus China mit

Deutsche Bilanz bei den Paralympics

„Nichts, null, nada“

Die Paralympics gehen zu Ende - und im deutschen Team enden sie mit Dissonanzen. Die Erfolgsbilanz von Athen konnte nicht erreicht werden und Leichtathletik-Teamchef Otto wirft dem Deutschen Behindertensportverband Unprofessionalität vor. Von Christian Kamp, Peking

 
Ende der Paralympics: Spektakulär bis zum Schluss

Die Sprüche der Paralympics

„Mein gesundes Bein ist die Behinderung“

482 Entscheidungen, ausverkaufte Sportstätten, Spitzenleistungen und Dopingvergehen: die Paralympics in Peking waren bemerkenswert - auch und vor allem wegen der Sportler, die dort angetreten sind. FAZ.NET hat ihre besten Sprüche gesammelt.

Jubel über Gold: Woytek Czyz mit seiner Nichte

Paralympics

Der neue alte Star Czyz

Trotz Mittelfußbruch holte sich der deutsche Paralympics-Star Woytek Czyz die Goldmedaille. Bei seinem einzigen Sprung verbesserte der Pfälzer sogar den Weltrekord. Einer der ersten Gratulanten war Miroslav Klose. Von Christian Kamp, Peking

„Ich musste volles Risiko gehen“

10. Tag bei den Paralympics

Czyz gewinnt Gold beim „Wettkampf seines Lebens“

Die Paralympics neigen sich dem Ende zu - und Deutschland kann sich über Gold samt Weltrekord freuen. Weitspringer Wojtek Czyz, zuletzt noch verletzt, sicherte sich den Sieg im Pekinger „Vogelnest“ vor 80.000 Zuschauern mit 6,50 Meter.

Sportlich reichte es zu Silber - am grünen Tisch vielleicht noch zu mehr: Mathias Mester

9. Tag bei den Paralympics

Silberner Tag für Deutschland in Peking

Die deutsche Mannschaft hat bei den Paralympics drei weitere Silbermedaillen gewonnen. Geburtstagskind Mathias Mester und Birgit Pohl belegten jeweils im Kugelstoßen den zweiten Platz. Auch im Basketball reichte es „nur“ zu Silber.

Katrin Green: zwei Hunderstel entscheiden zwischen Gold und Platz vier

Paralympics

Dieser eine Fehltritt - Katrin Green wird Vierte

Ein einziger Schritt entschied über Gold oder gar nichts: Katrin Green hatte das Nachsehen. Siegerinnen und Besiegte wollten den Abend dennoch gemeinsam ausklingen lassen - und noch mal „über das Rennen sprechen.“ Von Christian Kamp, Peking

Vom Thron zu Gold: Martina Willing

8. Wettkampftag bei den Paralympics

Gold für Willing, Silber für Popow

Speerwerferin Martina Willing hat die 13. Goldmedaille für das deutsche Team bei den Paralympics in Peking gewonnen. Stelzen-Sprinter Heinrich Popow rannte zu Silber über 100 Meter.

Vorzeigeathlet Mester mit Präsident Köhler: “Es sind inzwischen schon die sportlichen Sachen, die gezeigt werden“

Interview zu den Paralympics

„Peking ist ein kleiner Durchbruch“

Der kleinwüchsige Leichtathlet Mathias Mester hält in seiner Klasse die Weltrekorde im Kugelstoßen, Speerwurf und Diskus. In Peking kann er nur im Kugelstoßen antreten - weil er zu gut für die Konkurrenz ist.

Schneller als Handbikerin Andrea Eskau war niemand: die Magdeburgerin gewann Gold auf der 36,3 Kilometer langen Strecke

7. Wettkampftag bei den Paralympics

Drei deutsche Goldmedaillen und ein peinlicher Skandal

Andrea Eskau und die Sonar-Segelmannschaft haben bei den Paralympics Gold gewonnen. Der Skandal um das 100-Meter-Brust-Rennen der Männer, bei dem Thomas Grimm zunächst Gold zu- und dann aberkannt wurde, wird immer peinlicher.

Gold für Wolfgang Sacher (l.) - bei der Siegerehrung darf Bronzemedaillengewinner Fabio Triboli auch mal beißen

Der 6. Wettkampftag der Paralympics

Drei Goldmedaillen und eine große Verwirrung

Schwimmer Thomas Grimm ist sein nachträglich gewonnenes Gold über 100 Meter Brust wieder aberkannt worden, nachdem die Disqualifikation des Siegers rückgängig gemacht wurde. Schwimmerin Kirsten Bruhn und die Radrennfahrer Michael Teuber und Wolfgang Sacher dürfen ihr Gold behalten.

Sieger im Leben

Schicksal in Medaillen umgesetzt

Gelähmt, sehbehindert, kleinwüchsig - und leistungsstark. Die deutschen Teilnehmer der Paralympics sind nicht damit zufrieden, bei der „Aktion Mensch“ aufzutreten: „Wir wollen ins Sportstudio.“ FAZ.NET über Sieger und ihre Handicaps. Von Achim Dreis

Siegreiches Team: Britta Näpel mit Cherubin

Reiterin Britta Näpel

Aller guten Dinge sind drei

Gold, Silber und nun auch noch Bronze: Britta Näpel, deutsche Reiterin bei den Paralympics, gewinnt in der Kür ihre dritte Medaille. Dabei reitet sie nicht einmal das eigene Pferd: „Cherubin hat mir meine Teamkollegin Bettina Eistel erst vor vier Monaten ausgeliehen“, sagte sie FAZ.NET. Von Julia Roebke

Natalie Simanowski: „Wie sieht das denn aus, wenn einer drei Mal Gold geholt hat“

Silber für Natalie Simanowski

Wider den Schmerz und den Neid

Der Messer-Attentäter hatte Stimmen gehört, er soll eine Frau umbringen, „und ich stand eben vor der Tür.“ Natalie Simanowski erlitt eine inkomplette Querschnittslähmung. Jetzt gewann die frühere Läuferin bei den Paralympics Silber im Bahnrad-Zeitfahren. Von Christian Kamp, Peking

Kein Star, aber gerne ein Vorbild: Marianne Buggenhagen

Marianne Buggenhagen

„Für eine Behinderte habe ich sehr viel erreicht“

Sie sieht sich nicht als Star im Behindertensport, ein Vorbild möchte sie aber gern sein. „Wenn ich den Sport nicht gehabt hätte, wäre ich asozial geworden“, schrieb die Sozialarbeiterin in ihrer Autobiographie. In Peking gewann Marianne Buggenhagen noch einmal Bronze im Kugelstoßen.

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