Stammzellforschung

Biopolitik am Zug

Britische Forscher haben gerade aus embryonalen Stammzellen Spermien erzeugt. Mit Keimzellen aus induzierten pluripotenten Stammzellen experimentiert man in den Vereinigten Staaten schon einige Zeit: Das könnte schnell zu reproduktionsmedizinischen Versuchen führen. Von Joachim Müller-Jung

Stammzellforschung

Selbst ist die Zelle

Vor drei Jahren wurden die ersten pluripotenten Stammzellen hergestellt. Mittlerweile gelingt das mit harmlosen Genfähren oder sogar direkt mit entsprechenden Proteinen. Die Erwartungen sind groß, wenn sich diese Woche in Barcelona die Zunft der Stammzellforscher trifft. Von Sonja Kastilan

Sprachevolution

Hamsamsa ohne Darwin

Wer sich von Evolutionsbiologen Auskunft über die Gesetze des Sprachwandels erhofft, darf nicht bei Darwin nachfragen. Wer es mit dem aus der Mode gekommenen des Evolutionstheoretiker Lamarck versucht, könnte mehr Erfolg haben. Von Wolfgang Krischke

Regenerative Medizin

Stammzellen mit eingeschränktem Potential

Der Schwanzlurch Axolotl verfügt über erstaunliche Fähigkeiten zur Regeneration verletzter Organe und Glieder. Nun wurde gezeigt, dass er dafür nicht einmal auf richtige Stammzellen zurückgreifen muss. Der Fund könnte für die regenerative Medizin von Bedeutung sein.

„Neuroleadership“

Führen mit mehr Geist oder mehr Hirn

Der letzte Schrei der Forschung heißt Neuroleadership. Einblicke der Hirnforschung in die Arbeitsweise unseres Denkorgans sollen für Führungskräfte nutzbar sein. Wie die Erkenntnisse in konkretes Handeln übersetzt werden sollen, ist aber alles andere als klar. Von Reinhardt Wandtner

Im Gespräch: Eric Kandel

Wir verbessern uns

Das Leben des Nobelpreisträgers und großen Hirnforschers auf der Leinwand ist ein Ereignis. Im F.A.Z.-Interview spricht der aus Wien stammende Wissenschaftler über die Besonderheit biografischen Erinnerns und Grenzen des Gehirndopings.

Hegel-Preis an Michael Tomasello

Wir sind die Tiere, die einander die Welt zeigen

Der Psychologe und Anthropologe Michael Tomasello erhält den renommierten Hegel-Preis der Stadt Stuttgart. Eine ausgezeichnete Wahl, denn dieser Forscher zeigt, wie sich einige große spekulative Fragen auf empirisch kontrollierbarem Gebiet verhandeln lassen. Von Helmut Mayer

Schlafmittel

Die Pille davor

Wer sich nachts ruhelos im Bett wälzt, kommt irgendwann an den Punkt, wo Schäfchenzählen oder Baldrian nicht mehr helfen. Schlaftabletten versprechen schnelle Hilfe - Nebenwirkungen inklusive. Von Georg Rüschemeyer

Schlafforschung

Jedem sein zweites Leben

Schlafen müssen wir. Und das nicht zu knapp. Ein Drittel unserer Zeit verbringen wir Tag für Tag zwischen Wachen und Bewusstlosigkeit. Aber warum Schlafen evolutionär unumgehbar war, das ist immer noch ein Rätsel. Von Jörg Albrecht

Traumforschung

Wenn meine Großmutter Räder hätte

Träume empfinden wir häufig als bizarr. Wenn wir uns überhaupt an sie erinnern. Ehe Traumforscher sich ans Deuten machen, müssen sie erst einmal herausfinden, worum es eigentlich geht. Von Georg Rüschemeyer

Schlafforschung

Kreativ mit Deltawellen

Gehen wir nachts offline, um Gelerntes zu verarbeiten? Studien deuten darauf hin, dass wir nach einer ausgeruhten Nacht ein besseres Erinnerungsvermögen haben und kreativer denken. Schlafforscher sind sich nicht einig: Gibt es den „Replay“ im Gehirn? Von Richard Friebe

Fragile-X-Syndrom

Fragiles Erbgut, fester Halt

Ein geschädigtes X-Chromosom kann zu Verhaltensstörungen führen. Dann hilft nur Disziplin. Aber demnächst könnte vielleicht auch ein Medikament für die Therapie zur Verfügung stehen. Von Sonja Kastilan

Humangenetik

"Normale" Gendefekte bei frühen Embryonen

Im Frühstadium der embryonalen Entwicklung, haben Forscher herausgefunden, kommt es oft zu gravierenden Anomalien im Erbgut. Das könnte ein Grund für die beim Menschen recht häufigen spontanen Fehlgeburten sein. Von Barbara Hobom

Biometrie

Körpergrößen im Vergleich

Holländische Männer sind inzwischen acht Zentimeter länger als deutsche - warum? Und weshalb schrumpfen die Amerikaner? Spekuliert wird neuerdings über die Kost und mütterliche Zuneigung. Von Hildegard Kaulen

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