Hirnforschung und Genetik

Molekulare Spuren kindlicher Gewalterfahrungen?

Erlebnisse in der Kindheit prägen oft die Entwicklung eines Menschen. Forscher glauben nun nachweisen zu können, dass kindliche Gewalterfahrungen sich in Veränderungen der epigenetischen Mechanismen niederschlagen. Molekulare Spuren im Erbgut von Misshandlungsopfern sprechen dafür. Von Sonja Kastilan

Lesermeinungen zum Beitrag

22. Mai 2008 15:03

Mögliche Folgen der Zerstörung der Familie durch den Gesetzgeber

G. Wander (goldaw)

"Lässt ihnen die Mutter besonders viel Aufmerksamkeit zukommen, indem sie ihren Nachwuchs ausgiebig leckt und hegt, sind sie später viel furchtloser und weniger stressanfällig als vernachlässigte Artgenossen. Die mütterliche Fürsorge prägt ihr Gehirn und damit das gesamte spätere Verhalten. Aber nicht nur das: Sie scheint auch das Erbgut zu beinflussen." Das bedeutet, daß das mütterliche Verhalten das Erbgut nachhaltig beeinflußt über Generationen hinweg. Damit wären die Pläne unserer Familienministerin, von der Leyen, zur, wie sie es so verführerisch scheinkompetent formuliert, sogenannten "frühkindlichen Bildung" in sog. "Kinderkrippen", statt frühkindlicher Bindung zur eigenen biologischen Mutter, also eines Aufwachsens der Kleinsten im Rahmen der Naturgesetze, die man im deutschen Familienminsiterium meint so hochmütig mißachten zu dürfen, eine Gefahr für jeden Menschen und die gesamte Gesellschaft. Eine Studie ob, die vielen Mütter der ehemaligen DDR , die jetzt ihre Kinder töten, evtl. selber "Krippenkinder" sind, die ohne genügend mütterliche Zuwendung in einer sterilen, von staatlichem Personal dirigierten Umgebung aufgewachsen sind, wäre hochinteressant.

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22. Mai 2008 10:17

heisst das, man kann jetzt wirklich "geblitzdingst" werden?!

Angela Arapovic (angela1982)

Beim Lesen musste ich auch an Lamarck denken, hatte der vielleicht doch auch Recht? Allerdings scheinen mir die Moeglichkeiten, die sich daraus ergeben, auch etwas gefaehrlich... Wie der Rattenversuch erfolgreich gezeigt hat, konnten sich die Tiere nach der Injektion nicht mehr an die vorausgegangenen Versuche erinnern und hatten keine Angst vor dem Trainingsraum. Das erinnert mich stark an den Film "Men in Black", in dem das Gedaechtnis der Menschen ausgeloescht wird. Eventuell haben die Forscher jetzt eine tatsaechliche Moeglichkeit entdeckt, Lebewesen zu "blitzdingsen" ??? Natuerlich kann das in einigen Faellen vorteilhaft sein (Gewaltopfer, ...), allerdings trotzdem irgendwie beaengstigend, oder nicht?

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19. Mai 2008 11:24

:-) Heisst das im Umkehrschluss, ...

Lars Kuntermann (Leserlein)

dass man die Gene der Opfer durch nachträgliche fürsorgliche Zuwendung wieder verbessern kann? Bzw., dass wir alle durch stetig respekt- und liebevollen Umgang miteinander unseren eigenen Genpool verbessern können? Bzw. dass etliche Topmanager massiv den Genpool der Deutschen schwächen?

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15. Mai 2008 09:44

Genmanipulation als Ersatzlösung für fehlgeschlagene Erziehung...

Haschem Aref (haschimoto)

Der Artikel ist sehr interessant geschrieben. Leider hat es den Anschein das unsere Gesellschaft keine Lösung für die Verrohung unser Jugend hat und entsprechend müsse man neue Wege gehen und auf Genmanipulation zurückgreifen um Herr der Lage zu werden. Wie wäre es, wenn man die Forschungsmilliarden in Sozialprojekt stecken würde?? Ich wette wir hätten die Erfolge jetzt schon!

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15. Mai 2008 09:31

Die Implikationen des Beitrags...

Thomas Berger (tberger)

...gehen doch weit über die Frage nach Gewalt oder Hunger in der Kindheit hinaus. Muß angesichts des obskuren "Zellgedächtnisses" (gerade bei Wikipedia den Epigenetik-Artikel gelesen) nicht unser Verständnis des Evolutionsprozesses überdacht, und vielleicht sogar auf Lamarck's Thesen hinsichtlich der adaptiven Entwicklung zurückgegriffen werden? Ich fände einen ausführlichen und allgemein gehaltenen Artikel über die Frage sehr interessant.

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