21. Februar 2007 Menschen haben es möglicherweise nach einer gewissen Zeit im Gefühl, ob sie mit einer anderen Person biologisch verwandt sind. Erste Hinweise darauf haben jetzt Forscher der University of California in Santa Barbara am Beispiel des Geschwisterverhältnisses gefunden. Offenbar zieht jeder Mensch zwei Kriterien dazu heran, zu beurteilen, ob er mit einer anderen Person verschwistert ist.
Einerseits werde die enge Beziehung zwischen der eigenen Mutter und dem anderen Kind von dessen Geburt an berücksichtigt. Wer selbst jünger und zur Zeit dieser intensiven Fürsorgephase noch nicht auf der Welt gewesen sei, der orientiere sich stattdessen an der Dauer, die man zusammen im Elternhaus gelebt habe, so berichten Debra Lieberman und ihre Kollegen in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift Nature“ (Bd. 445, S. 727).
Bei rund 900 Menschen hatten sie untersucht, inwiefern die Einschätzungen dieser beiden Kriterien mit bestimmten Verhaltensweisen und Haltungen gegenüber ihren Geschwistern in Zusammenhang stehen. Jene Teilnehmer, die den Bruder oder die Schwester schon als Neugeborene erlebt oder die Dauer des Zusammenlebens als lange eingeschätzt hatten, zeigten sich zurückhaltend gegenüber ihren Geschwistern und verabscheuten die Vorstellung, mit ihnen sexuell zu verkehren.
Text: inwa. / F.A.Z.
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