Dieser Artikel zeigt die Wichtigkeit von Hygiene in medizinischen Einrichtungen. Immer mehr Menschen sorgen sich um Infektionsrisiken auf Grund mangelnder Hygiene im medizinischen Bereich, wie auch die medizinischen Institutionen selbst.
Allerdings sollte man berücksichtigen, dass viele medizinische Institutionen, wie ein Wirtschaftsunternehmen, mit Budgets arbeiten. Hier sollte ein Umdenken stattfinden, denn die Folgekosten von Einsparungen im Hygienebudget können durch Patienteninfektionen und daraus resultierenden Behandlungen sehr hoch werden. Diese finden aber in einer anderen Statistik und einem anderen Budget Berücksichtigung.
Zur Verbesserung der Hygiene könnte also auch der Gesetzgeber einen wesentlichen Beitrag leisten.
Man and Machine
Hersteller von Hygiene-Tastaturen und -Mäusen
In vielen Punkten stimme ich mt Ihnen überein, den Verweis auf die Einsparungen an "einfachem Personal" zur Finanzierung der Ärztegehälter ist reinste Polemik. Outsourcing ganzer Berufsgruppen, Reinigung, Küche, Technik hat weniger mit den Gehaltssteigerungen von Ärzten zu tun, als viel mehr mit einem (zu?) engen Finanzkorsett (Steigerung des Krankenhausbudgets in diesem Jahr von 0.64% minus 0.5% Sanierungsbeitrag für die Krankenkassen im Vergleich zum Vorjahr). Die bestehenden Defizite im Hygieneverhalten des kompletten Krankenhausperso-nals (inkl. Ärzten und "einfachem Personal") sind meiner Erfahrung nach eher auf eine, seit Jahren fortschreitende, Arbeitsverdichtung und das Aufzwingen bürokratischer Tätigkeiten in Kombination mit einem Ansehensverlust ganzer Berufsgruppen (Pflege- und ärztl. Personal) zurückzuführen. Daraus resultiert u.A. das Rekrutieren von wenig, für den jeweiligen Beruf, geeigneter Personen.
Wenn Ulla Schmidt diese Hygienedefizite dem Krankenhauspersonal vorwirft, ist das reinster Zynismus, da ihr Ministerium für einen Großteil der Zeitverluste verantwortlich ist, die bei der Arbeit am Patienten fehlt.