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Unser zweites Gesicht

Spezial Der Mensch, der „erste Freigelassene der Schöpfung“? Hier irrte Herder. Immer spannender wird die wissenschaftliche Entdeckung des Menschen als „soziales Tier“. Wo und wie die Mechanismen der Evolution auf uns wirken, beschreibt der Biophilosoph Eckart Voland

Lesermeinungen zum Beitrag

13. Oktober 2006 09:37

Das Hauptproblem des modernen Menschen...

Jan Plaß (yoann)

...ist sein zu gross geratenes Gehirn. Da er damit nun zum logischen Denken befähigt ist, stellen sich ihm viele Fragen über die Welt und sich selbst. Und obwohl er schon viele Antworten gefunden hat, treibt ihn der Erkenntnisdrang immer weiter. Modernen Wissenschaften wie die Soziobiologie sind in der Lage die Welt und unsere Existenz in immer komplexeren Zusammenhängen zu erklären. Am Ende steht aber immer die einfache Erkenntnis: Wie sind auch nur Tiere!
Zwar mit viel Intelligenz ausgestattet aber doch nur ein ganz gewöhnliches Tier. Und damit nur Teil des Ganzen. Diese Erkenntnis wird aber ob ihrer unangenehmen Nebenwirkung gerne unter den Tisch fallen gelassen. Denn wozu brauchen Tiere einen Gott und die Religionen? Könnte es nicht sein, dass die Welt mit ihren vielen Schöpfungsgeschichten und Wahrheiten einfach nur ein Konstrukt unseres Geistes ist?

Hier wird die menschliche Intelligenz zum Fluch. Der Mensch kann es nicht gut vertragen über für ihn wichtige Fragen länger im Unklaren gelassen zu werden. Und so wird fleissig geforscht, philosophiert, gepredigt und (sich selbst) belogen. Wozu das alles?

Weil der Tod für ein intelligentes Wesen so unendlich schwer zu ertrage ist.

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