
Hochqualifizierten Wissenschaftlern fehlt oft etwas, was der Normalbürger mit dem Begriff "Sinn für Realität" umschreibt. Deswegen sollte man jedem dieser - absolut wichtigen und hochbegabten- Menschen einen Pressereferenten an die Hand geben, der letzten Endes darauf achtet, dass nur das in der Öffentlichkeit gesagt wird, was die reale Welt auch versteht. Ungefilterte Neuigkeiten aus Wunderlich-Town verstopfen nämlich nur die Mailbriefkästen dieser Welt und die von den Schweizern dargelegten Voraussetzungen werden gern weggelasssen.
In Rio kommt dann pünktlich zum Karneval u.U. an : Aids ist nicht mehr übertragbar.
Schönen Dank auch.

Dieser Artikel ist ein typisches Beispiel für Informationsverfälschung.
Die ursprüngliche Aussage war ja wohl, dass AIDS-Kranke unter ganz bestimmten Voraussetzungen mit einer möglicherweise hohen Wahrscheinlichkeit, die aber nicht genau quantifizierbar ist, nicht infektiös ist. Eigentlich wussten wir schon immer, dass nicht jeder sexuelle Kontakt zur Infektion führt - nur meistens. Also: Safer Sex - außer vielleicht für Leute, die mit 100 km/h durch geschlossene Ortschaften fahren.
An Ende steht leider eine Überschrift, die eine Ausnahme zur Regel stilisiert. In Afrika kann man beobachten, wie Nichtwissen zur Epidemie geführt hat. In Europa sollte eine moralisch positive Berichterstattung nicht den Leuten in die Hände spielen, die ständig Gründe suchen, um ihre Verantwortung gegenüber dem Sexualpartner abgeben zu können.