In einer Baugrube in Wuppertal wurden Versteinerungen von Echinodermen, ausgestorbenen Verwandten von Seeigel und Seestern, entdeckt. Der Fund dokumentiert diese Urtiere zum ersten Mal in einem bis dahin von keinen Fossilien abgedeckten Zeitfenster im Oberdevon.
An fast allen Kontinentalhängen treten untermeerische Rutschungen auf, die sich oft über hunderte Kilometer ausbreiten und Tsunamis auslösen können. Forscher haben diese Ereignisse nun im Wasserbecken und numerisch simuliert
Jahrzehntelang hatte sich das Südpolarmeer aufgeheizt - nun ist der Trend durchbrochen worden: Die Tiefsee der Antarktis hat sich nach Angaben von Forschern merklich abgekühlt. Satellitenbilder hätten zudem die größte Ausdehnung der Eisdecke gezeigt, die je im antarktischen Sommer gemessen wurde.
Wodurch entstehen Algenblüten im Meer? Anhand von Forschungen an Phytoplankton haben Wissenschaftler erstaunliche Düngequellen ausgemacht: von Stürmen übers Meer gewehter Wüstenstaub und submarines Vulkangestein. Von Horst Rademacher
Sieben Monate war Jürgen Graeser, Wissenschaftstechniker des Alfred-Wegener-Instituts, auf der russischen Drifteisstation Nordpol-35 in der Arktis unterwegs. Nicht einmal Eisbären konnten ihm etwas anhaben. Henning Sietz hat ihn interviewt.
Datierungen mithilfe von Baumringen und Eisproben führten lange zu unterschiedlichen Ergebnissen. Nun wurden die Zeitskalen aufeinander abgestimmt. Hilfreich ist dies auch bei der Beurteilung aktueller Klimaentwicklungen. Von Horst Rademacher
Klimatologen haben dem Weltklimarat vorgeworfen, die Annahme, man könnte den Klimawandel mit den vorgeschlagenen Mitteln noch verhindern, sei falsch und längst überholt gewesen. Was hat der Rat verschleiert? Ihm droht nun ein Imageschaden. Von Joachim Müller-Jung
Viele Erkenntnisse über Tiere hat die Wissenschaft aus dem Kot der Lebewesen herausgelesen. Nun haben auch Exkremente auch über den Menschen Neues verraten: Unsere Art hat Amerika offenbar deutlich früher besiedelt als bisher bekannt.
Forscher sind sich einig, dass die Sommer im Durchschnitt immer heißer, die Winter immer milder werden. In Deutschlands Nordosten verhält es sich allerdings anders. Doch nicht jedes Wetterphänomen hat auch mit dem Klimawandel zu tun. Von Frank Pergande
Als Maori im 13. Jahrhundert auf Neuseeland landeten, nannten sie die Inseln Land der Vögel. Doch winzige Fossilien stürzen nun ein Weltbild um: Gab es auf Neuseeland, bevor der Mensch sie mitbrachte, vielleicht doch schon Landsäugetiere? Von Sascha Karberg
Ende Februar zeigten sich die Vorboten. Ein kleineres Stück löste sich vom Wilkins-Eisschelf an der südwestlichen antarktischen Halbinsel. Inzwischen sind Hunderte Quadratkilometer Eisfläche brüchig geworden.
Bildergalerie Die Gebirgsgletscher ziehen sich offenbar schneller zurück als ohnehin befürchtet. Aktuellen Daten des World Glacier Monitoring Service zufolge war der Verlust der Eismassen selbst im Jahr des Jahrhundertsommers nicht so groß wie 2007. Von Joachim Müller-Jung
Im sandigen Boden des sudanesischen Niltals, 300 Kilometer nördlich der Hauptstadt Khartum, haben französische Archäologen einen bedeutenden Fund gemacht: In einem 5500 Jahre alten Grab entdeckten sie Hinweise darauf, dass dort Menschen geopfert wurden. Es soll sich um das älteste bekannte Menschenopfer auf dem afrikanischen Kontinent handeln.
Nicht nur das Klima auf der nördlichen Hemisphäre wird durch den Golfstrom beeinflusst, sondern über Winde in höheren Schichten auch das Wettergeschehen fern des Atlantiks. Diese Winde folgen offenbar dem Strömungsmuster des Wassers. Von Joachim Müller-Jung