24. Juni 2009 Wissenschaftler haben in der Nähe von Ulm eine mehr als 35 000 Jahre alte Flöten ausgegraben. Der Fund beweise, dass schon die ersten modernen Menschen in Europa eine hoch entwickelte Musikkultur besaßen, schreibt das Forscherteam um den Tübinger Archäologen Nicholas Conard in der Fachzeitschrift Nature.
Die fast komplett erhaltene Flöte aus dem Knochen eines Gänsegeiers sei im vergangenen September im Hohle Fels zwanzig Kilometer westlich von Ulm gefunden worden. In diese Höhle bei Schelklingen hatten die Forscher fast zur gleichen Zeit die älteste bislang bekannte Menschenfigur der Welt gefunden, die sogenannte Venus vom Hohle Fels.
Die knapp zweiundzwanzig Zentimeter lange Flöte gleicht äußerlich einem modernen Instrument. Mit fünf Luftlöchern kann die Tonhöhe verändert werden. Außerdem fanden die Archäologen im Hohle Fels und in der Vogelherdhöhle fünfundzwanzig Kilometer nordwestlich von Ulm Fragmente von drei weiteren aus Elfenbein geschnitzten Flöten.
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