Paläontologie & Evolution

Urtümliche Dinosaurier-Federn

Von Reinhard Wandtner

Die “Urfedern“ des Beipiaosaurus

Die "Urfedern" des Beipiaosaurus

16. Januar 2009 An zwei Dinosaurierskeletten aus China lassen sich Federn eines primitiven Entwicklungsstadiums nachweisen, wie man sie bisher nicht kannte. Das berichten jetzt Forscher um den Pekinger Wirbeltierpaläontologen Xing Xu in den "Proceedings" der amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften.

Überreste gefiederter Dinosaurier wurden erstmals 1996 entdec. Mittlerweile gibt es solche Funde zwar in großer Zahl, aber die Federn repräsentieren meistens ein schon fortgeschrittenes Entwicklungsstadium mit einem zentralen Schaft und seitlichen Federfahnen.

Am Anfang ein Schmuck?

An den jetzt untersuchten Überresten von Coelosauriern der Gattung Beipiaosaurus, die rund 125 Millionen Jahre alt sind, fanden sich indessen aus je einem einzelnen langen, abgeflachten Filament bestehende Federn (siehe Pfeile auf den beigegebenen Fotos) an Kopf, Hals und Schwanz.

Sie sind 10 bis 15 Zentimeter lang und etwa zwei Millimeter breit. Diese mutmaßlichen Schmuckfedern stellen den Forschern zufolge das erste von fünf postulierten Entwicklungsstadien hin zur Vogelfeder dar.

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: Fotos PNAS

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